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Fans, die Filme finanzieren. Regisseure, die für Projekte sammeln gehen. Das Thema Crowdfunding wird für Filmemacher immer wichtiger, offenbart aber auch negative Seiten.

Stromberg hat zwar immer in einem realistischen Umfeld gespielt, aber doch mit ausschließlich fiktiven Elementen. Nun taucht plötzlich die SPD auf. Haben die am meisten Crowdfunding gemacht?
Nein gar nicht. Wir wollten eigentlich mit der FDP koalieren. Ich denke, Stromberg empfindet sich ja auch als zur Elite der Gesellschaft gehörend und als Besserverdienender. Gott sei Dank, haben wir gesagt: "Leute, es ist Wahljahr, lasst uns mal abwarten, vielleicht gibt es die FDP danach nicht mehr." Und genauso ist es gekommen und dann haben wir gesagt, wir nehmen uns lieber eine der beiden großen bürgerlichen Parteien. Dann hat sich auch noch Steinmeier bereit erklärt, bei dem Spaß mitzumachen. Er hat viel Humor und wir mussten ihn nicht zwingen … ich glaube, der hat keinen Pfennig dafür bekommen. [lacht] Er hatte eine halbe Stunde Zeit, kam mit seiner Entou­rage an und sagte: "Leute, die Zeit läuft!"

Nachdem das Crowdfunding ja so schnell die eine Million zusammengebracht hat, war man in der Hinsicht erst einmal überrascht oder etwas überfordert, jetzt gleich etwas abliefern zu müssen?
Wir haben uns wahnsinnig gefreut darüber, dass wir nach sechs Tagen den Sack zugemacht haben, das Fenster war ja für drei Monate geöffnet. Das hat uns umgehauen. Als dann die anderen Förderungen klarer wurden, hat sich Ralf Husmann ganz in Ruhe an den Tisch gesetzt und angefangen, ein Buch zu schreiben. In dessen Haut hätte ich nicht stecken wollen, denn wenn jemand den Druck eigentlich hätte verspüren müssen, dann Ralf Husmann. Er scheint aber auch so grundentspannt zu sein und hatte, glaube ich, diese Symphonie schon in seinem Kopf.

Sie machen ja sehr viel Synchronarbeit und lesen sehr viele Hörbücher ein, letztens ja auch Er ist wieder da. Sind Sie für die Rolle mal gefragt worden?
Ich bin vor einem Dreivierteljahr von zwei Produktionsfirmen unabhängig voneinander gefragt worden, ob ich nicht den Hitler spielen und auch Regie führen will. Nachdem ich mich von der Bauchpinselei erholt hatte, hab ich dann selbstverständlich abgesagt, denn wie schwachsinnig ist das denn bitte? In so einem Riesending soll ich den Hitler spielen und dann auch noch inszenieren? Ich habe bisher noch nicht mal einen Sketch mit einer Schultheatergruppe inszeniert. Aktuell bin ich aber auch noch nicht gefragt ­worden. (Interview: Thomas Raab)

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