Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Akt 5
Diablo 3: Reaper of Souls in der Hands-on-Vorschau: Schon seit Tagen prügeln wir uns mit einem Kreuzritter durch die Family-and-Friends-Beta. Mittlerweile haben wir Stufe 70 erreicht, das verbesserte Endgame ausprobiert, die neuen Features angeschaut und natürlich massenhaft Beute gemacht. Warum Diablo 3 mit Reaper of Souls zu einem runderen Spiel wird und an welchen Punkten Blizzard trotzdem noch nachbessern sollte, das und mehr verrät unser XXL-Spielbericht aus der Beta.
Akt 5: Die Geschichte geht weiter - spannend oder lahm?
Mit Reaper of Souls wird Diablo 3 um einen fünften Akt erweitert, der die Geschichte des Hauptspiels weitererzählt. Im Zentrum der Ereignisse steht diesmal der Todesengel Malthael, der den schwarzen Seelenstein an sich reißt, um damit - überrascht das noch jemanden? - die Menschheit auszurotten. Wie es dazu kommen konnte, haben wir bereits im brillant gerenderten Trailer erfahren, der wohl auch das Intro zu Reaper of Souls darstellen dürfte. Wer abseits des tollen Videos jedoch spannende Überraschungen, raffinierte Wendungen und packende Dialoge erwartet, der wird ein wenig enttäuscht. Reaper of Souls bewegt sich dramaturgisch auf dem Niveau des Hauptspiels und spult seinen Plot so formelhaft ab, dass man als Spieler kaum mitgerissen wird. Wohlgemerkt: Das Ganze ist nicht schlechter als im Hauptspiel, aber eben auch keine Steigerung.
Zu einigen alten Figuren - darunter Tyrael oder die Hexe Adria - erhält man zwar etwas mehr Hintergrundinformationen, doch insgesamt halten sich die Erkenntnisse in Grenzen. Zudem bleibt Malthael als Bösewicht ähnlich blass wie Diablo im vierten Akt, was auch an der Kürze der erzählten Geschichte liegen dürfte - der fünfte Akt ist in etwa so umfangreich wie der zweite und damit in einigen Stunden durchgespielt. An den vier alten Akten ändert sich übrigens nichts: Blizzard hat keine zusätzlichen Charaktere oder Handlungsstränge eingefügt, beim erneuten Durchspielen sind uns auch keine neuen Events oder Zufallsereignisse untergekommen.
Akt 5: Düstere Stimmung, schöne Levels
Die Atmosphäre im fünften Akt überzeugt auf ganzer Linie. Blizzard hat Wort gehalten und liefert mit Reaper of Souls einige der düstersten Umgebungen seit dem ersten Spiel der Reihe. Schwarz, blau und grau sind die dominierenden Farben in den neuen Levels. Die finstere Stimmung wird durch einen neuen, orchestralen Soundtrack unterstützt, der das tragische Geschehen mit schwermütigen Streichern und bedrückenden Melodien angemessen untermalt.
Zu Beginn erkundet man die hübsch gestaltete Stadt Westmark, macht sich dann auf in ein Sumpfgebiet und besucht dort eine lange vergessene Nephalem-Festung. Danach geht's nach Pandemonium, inhaltlich das erste richtig frische Gebiet in Reaper of Souls, das optisch aber stark an die Skelettwüste aus dem zweiten Akt erinnert. Überhaupt ist der Wiedererkennungswert in Reaper of Souls hoch - Friedhöfe, Kanalisationen, Sümpfe, Nephalemtempel, das alles kennt man einfach schon aus dem Hauptspiel. Erst zum Schluss trauen sich Blizzards Designer optisch doch noch etwas Neues, mit Erfolg - der letzte Level ist auch gleichzeitig der schönste im gesamten Add-on.
Quelle: PC Games
Für die Begleiter-NPCs gibt es nun kleine Nebenquests, die aber recht unspektakulär ausfallen.
Akt 5: Coole Monster, einfallslose Nebenquests
Da Reaper of Souls vom Tod handelt, überrascht es nicht, dass man es mit reichlich Skeletten und Zombies zu tun bekommt. Diese Gegnertypen kennt man leider zur Genüge aus dem Hauptspiel, sie wurden praktisch unverändert übernommen. Zum Glück sind die meisten Feinde in Reaper of Souls aber unverbrauchte, schick designte Neuzugänge: Neben verschiedensten, mächtigen Todesengeln bekommen wir es beispielsweise mit Monstern zu tun, die sich in steinerne Panzer hüllen, die wir ihnen zuerst vom Leib prügeln müssen - erst dann wird das eigentliche Vieh darunter verwundbar.
Anders als das Hauptspiel hat Reaper of Souls auch einige Nebenaufgaben zu bieten. Diese betreffen stets die Begleiter des Helden und geben einige Antworten auf offene Fragen: Ist Covetous Shen ein Gott? Warum wurde Eirena in einen jahrtausende langen Schlaf versetzt? Und was wurde aus Lyndons Bruder? Nur wer sich zuvor durch die freiwilligen Dialoge mit seinen Begleitern geklickt hat, dürfte diese kleinen Story-Details zu schätzen wissen. Aus den neuen Gesprächsoptionen ergeben sich dann die Nebenquests - doch die sind leider recht einfallslos geraten. Der NPC öffnet einfach ein Portal, durch das man ohne Umwege in einen kleinen, neuen Level transportiert wird. Hier prügelt man sich nur ein paar Minuten lang durch bekannte Umgebungen, lauscht ein paar neuen Dialogen und bekämpft einen Boss - nicht gerade aufregend. Da Diablo aber nie für gute Sidequests bekannt war (in Diablo 3 gab es schlichtweg keine!), empfinden wir die kleinen Bonushandlungen trotzdem als Schritt in die richtige Richtung. Außerdem besteht durchaus die Möglichkeit, dass Blizzard bis zum Release noch weitere, spannendere Zusatzquests ins Spiel einbaut.
In diesem Artikel
- Seite 1 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Infos zur Beta & FAQ
- Seite 2 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Kreuzritter
- Seite 3 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Akt 5
- Seite 4 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Adventure-Modus und Endgame
- Seite 5 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Loot 2.0
- Seite 6 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Mystikerin und Handwerk
- Seite 7 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Paragon-System und Schwierigkeitsgrade
- Seite 8 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Änderungen im Detail + Fazit
- Seite 9 Bildergalerie
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Bei Diablo 3 hingegen gibt es diesen Blödsinn mit dem "Markieren" der obersten Übel der Hölle.
Wie hab ich mir das vorzustellen?
Um diese "Markierung" über Jahre aufrecht zu halten, muß diese doch über ein enormes magisches Potential verfügen.
sollten die großen Übel der Hölle nicht darauf aufmerksam werden? Gerade wenn sie diese "Markierung" jahrelang tragen? Und vielleicht mal was dagegen unternehmen?
Dann das Beschwören und Bannen in den Stein als 2in1 Lösung, die als purer Kollateral Effekt stattfindet ...
Aber da hab ich mich ja auch weiter oben schon drüber ausgelassen.
Was war denn daran stimmiger und solider? Es gab nur Audio/Text Monologe und zwischen jedem Akt ein Rendervideo. Das hat D3 genauso, plus Ingamesequenzen.
Versuch mal mit nem Morgenstern Getreide zu dreschen^^
Der Morgenstern ist aber durchaus eine Weiterentwicklung des Dreschflegels (Kriegsflegel als Waffe).
Die Waffe hier mit Stab, Kette und dann was vorne dran (kann auch eine Kugel mit Spitzen sein) bezeichnet man
tatsächlich als "Flegel".
Flegel (Waffe) – Wikipedia
witzigerweise ist die Waffe tatsächlich aus dem eigentlichen Dreschflegel der Bauern entstanden und wurde eigentlich dafür verwendet, um den Angreifer auch über seinen Schild hinweg zu treffen: der Teil mit der Kette geht einfach über die obere Schildkante und sollte die Schildhand zertrümmern.
LG