Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Kreuzritter
Diablo 3: Reaper of Souls in der Hands-on-Vorschau: Schon seit Tagen prügeln wir uns mit einem Kreuzritter durch die Family-and-Friends-Beta. Mittlerweile haben wir Stufe 70 erreicht, das verbesserte Endgame ausprobiert, die neuen Features angeschaut und natürlich massenhaft Beute gemacht. Warum Diablo 3 mit Reaper of Souls zu einem runderen Spiel wird und an welchen Punkten Blizzard trotzdem noch nachbessern sollte, das und mehr verrät unser XXL-Spielbericht aus der Beta.
Der Kreuzritter: Superhelden-Paladin im Blitzgewitter
Die sechste spielbare Klasse ergänzt das bisherige Heldenangebot hervorragend, liefert aber kaum Überraschungen. Als Stärke-basierter Kämpfer hockt der Kreuzritter bequem zwischen dem Haudrauf-Barbaren und dem flinken Mönch, ohne dabei allzu abgehoben zu wirken. Natürlich soll der Kreuzritter weitestgehend den Paladin aus Diablo 2 ersetzen: Er trägt eine schwere Rüstung und geht eher träge zu Werke, daher setzt er nicht auf Tempo, sondern auf starke Defensiveigenschaften. Trotz seines Ritter-Designs verfügt er aber über viele Talente, die ihn mehr wie einen mächtigen Nahkampfmagier und nicht wie einen Zweikampf-Experten erscheinen lassen.
Die Attribute: Die wichtigsten Hauptattribute für den Kreuzritter sind Stärke (erhöht Schaden und Rüstung) und Vitalität. Da der Held häufig Treffer kassiert, benötigt er so viele Lebenspunkte und defensive Boni wie möglich. Das klappt auch lange Zeit gut, bis er auf hohen Leveln und Schwierigkeitsstufen auf Gegner trifft, die mit Elementarangriffen zu Werke gehen - dann merkt man deutlich, wo es dem Kreuzritter fehlt, nämlich an Intelligenz, die ihm Resistenzen gegen Elementarangriffe verleiht. Deshalb muss sich der Kreuzritter seine Resistenzen über Ausrüstung beschaffen - hier kommen beispielsweise auch die neuen Edelsteine des Typs "Diamant" ins Spiel, denn die liefern die gewünschten Eigenschaften. Außerdem besitzt der Kreuzritter mit "Law of Justice" einen nützlichen Buff, der seine Resistenzen steigert.
Quelle: PC Games
Im Charakterbogen haben sich einige Details verändert, unter anderem kommen Toughness und Crushing Blow als neue Eigenschaften hinzu.
Die Ausrüstung: Mit dem Dreschflegel und einer speziellen Schild-Variante erhält der Kreuzritter zwei exklusive Items, die niemand außer ihm nutzen kann. Während der Dreschflegel bequem durch eine beliebige Waffe ersetzt werden kann, kommt man als Kreuzritter kaum um einen robusten Schild herum. Damit der Held trotzdem nicht auf gute Zweihandwaffen verzichten muss, kann er sie mit dem passiven Talent "Heavenly Strength" auch in einer Hand führen, während er in der anderen seinen Schild behält. Als Nachteil verringert sich dann zwar die Laufgeschwindigkeit um 10 Prozent, doch da Tempo ohnehin keine Tugend des Kreuzritters ist, fällt das die meiste Zeit über kaum ins Gewicht.
Der angelegte Schild sorgt nicht nur für höhere Rüstungswerte und eine nützliche Blockchance, sondern spielt auch für einige Skills eine wichtige Rolle. Das passive Talent "Renewal" beschert dem Kreuzritter beispielsweise einen Batzen Lebenspunkte, sobald er erfolgreich einen Angriff abblockt. Zusammen mit dem passiven Talent "Hold your Ground", das die ohnehin kümmerliche Ausweichchance eliminiert und dafür die Blockchance um 15 Prozent erhöht, kann sich der Kreuzritter auch mal bequem in den Nahkampf begeben und sich von mittelstarken Gegnern verhauen lassen - dank seiner schildbasierten Block-Lebenspunkte-Kombi heilt er unter Umständen mehr Lebenskraft, als er verliert. Wenn er nun noch das passive Talent "Iron Maiden" einsetzt, das ihm einen heftigen Dornen-Effekt (Angreifer kassiert automatisch Schaden) beschert, kann er kleinere Angreifer abwehren, ohne sich dafür großartig anstrengen zu müssen.
Quelle: PC Games
Phalanx entfesselt mehrere starke Geisterkrieger, die dem Kreuzritter zur Seite stehen.
Die Talente: Auch wenn der langsame Kreuzritter auf den ersten Blick wie ein Keulenschwinger wirkt, spielt er sich eher wie ein Kampfmagier auf kurze und mittlere Distanz. Es gibt kaum eine Fähigkeit in seinem Repertoire, die nicht irgendeinen Funkenregen entfesselt oder einen gleißenden Lichtstrahl vom Himmel herabbeschwört. Damit bewegt er sich fast schon auf dem Terrain des Mönchs, da beide Klassen vorrangig Heilig-Magie einsetzen. Spätestens in den hohen Levelstufen wirkt das ständige Blitzgewitter des Kreuzritters außerdem selbst für Diablo-Verhältnisse übertrieben. Dagegen wirkt ein dürrer Hexendoktor mit seinem Blasrohr, seiner Zombiewand und seiner Feuerfledermaus fast schon bemitleidenswert.
Quelle: PC Games
Zaubert der Kreuzritter zwei blau knisternde Himmelsfäuste aufs Schlachtfeld, springen zwischen ihnen gefährliche Blitze hin und her.
Der Kreuzritter hat verschiedene passive wie aktive Fähigkeiten, die zwingend einen Schild voraussetzen. Mit "Shield Bash" stürmt der Kreuzritter etwa auf seine Gegner zu und richtet massiven Schaden an, auf den zusätzlich noch der Blockwert als Extra-Schaden draufgerechnet wird. Und mit "Blessed Shield" schleudert der Kreuzritter einen magischen Schild auf seine Gegner, der unter den Zielen abprallt und dann zum Helden zurückkehrt. Wer hier nun an Captain America denken muss, liegt gar nicht so daneben - denn es gibt noch weitere Talente, die an berühmte Marvel-Charaktere erinnern. So schleudert der Kreuzritter beispielsweise einen magischen Hammer auf seine Feinde, reitet auf glühenden Pferden oder verwandelt sich mit dem Talent "Akarat's Champion" für 20 Sekunden in eine besonders mächtige Gestalt, die ihn nicht nur schneller angreifen lässt, sondern ihm auch eine übergroße, bullige Statur verpasst - da darf man sich ruhig an Thor, Ghost Rider und Hulk erinnert fühlen. Freunde des "Hammerdins" (ein beliebter Paladin-Build aus Diablo 2) wird's außerdem freuen: Auch der Kreuzritter beherrscht die Fähigkeit "Gesegneter Hammer", mit denen er magische Hämmer um sich herumwirbeln kann.
Quelle: PC Games
Mit Steed Charge bringt sich der langsame Kreuzritter schnell aus der Gefahrenzone.
Gerät der Kreuzritter in Not, etwa wenn zu starke Champions mit Distanz- oder Teleportaffixen anrücken, bleiben ihm nur wenige Möglichkeiten: Entweder er spielt auf Zeit und versucht sich über seine Talente zu heilen, oder aber er tritt die Flucht an. Dazu hat er nur wenige wirklich gute Skills, der nützlichste unter ihnen dürfte "Steed Charge" sein, mit dem der Ritter für ein paar Sekunden ein pfeilschnelles Geisterpferd reitet - das ist im Kampf zwar eher nutzlos, bringt ihn aber schnell aus der Gefahrenzone.
Auch seine "Laws" (Gesetze) hat sich der Kreuzritter munter bei Mönch und Paladin abgeschaut: Mit diesen drei Buffs verschafft der heilige Krieger nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Gruppe einen dauerhaften Vorteil - darunter höhere Angriffsgeschwindigkeit, mehr Elementarresistenz oder verbesserte Heilung. Es kann immer nur ein Gesetz aktiv sein. Im Unterschied zu den Mönch-Mantras sind Gesetze aber zeitlich unbegrenzt, außerdem können sie auf Wunsch in einen aktiven Zustand versetzt werden - dann verstärkt sich ihre Wirkung für eine Sekunden enorm.
Die Ressource: Auch bei der Ressource gibt sich der Kreuzritter eher klassisch-bewährt als innovativ. Sein Rohstoff heißt "Wrath" (Zorn) und unterscheidet sich ein wenig von der "Wut" des Barbaren. Zorn regeneriert sich grundsätzlich von alleine, wird also nicht mit der Zeit abgebaut. Außerdem verfügt der Kreuzritter über vier Basistalente, die zwar nicht viel Schaden machen, aber schnell Zorn aufbauen können - auf diese Weise kann ein Kreuzritter auch seine starken Zauber häufig einsetzen, vor allem wenn er sich im Nahkampf befindet.
Quelle: PC Games
Manche der neuen Monster-Affixe (links im Bild die neue Frost-Nova) fallen noch einen Tick zu stark aus.
In diesem Artikel
- Seite 1 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Infos zur Beta & FAQ
- Seite 2 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Kreuzritter
- Seite 3 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Akt 5
- Seite 4 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Adventure-Modus und Endgame
- Seite 5 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Loot 2.0
- Seite 6 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Mystikerin und Handwerk
- Seite 7 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Paragon-System und Schwierigkeitsgrade
- Seite 8 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Änderungen im Detail + Fazit
- Seite 9 Bildergalerie
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- Seite 2 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Kreuzritter
- Seite 3 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Akt 5
- Seite 4 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Adventure-Modus und Endgame
- Seite 5 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Loot 2.0
- Seite 6 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Mystikerin und Handwerk
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- Seite 8 Diablo 3: Reaper of Souls Beta-Preview: Änderungen im Detail + Fazit

Bei Diablo 3 hingegen gibt es diesen Blödsinn mit dem "Markieren" der obersten Übel der Hölle.
Wie hab ich mir das vorzustellen?
Um diese "Markierung" über Jahre aufrecht zu halten, muß diese doch über ein enormes magisches Potential verfügen.
sollten die großen Übel der Hölle nicht darauf aufmerksam werden? Gerade wenn sie diese "Markierung" jahrelang tragen? Und vielleicht mal was dagegen unternehmen?
Dann das Beschwören und Bannen in den Stein als 2in1 Lösung, die als purer Kollateral Effekt stattfindet ...
Aber da hab ich mich ja auch weiter oben schon drüber ausgelassen.
Was war denn daran stimmiger und solider? Es gab nur Audio/Text Monologe und zwischen jedem Akt ein Rendervideo. Das hat D3 genauso, plus Ingamesequenzen.
Versuch mal mit nem Morgenstern Getreide zu dreschen^^
Der Morgenstern ist aber durchaus eine Weiterentwicklung des Dreschflegels (Kriegsflegel als Waffe).
Die Waffe hier mit Stab, Kette und dann was vorne dran (kann auch eine Kugel mit Spitzen sein) bezeichnet man
tatsächlich als "Flegel".
Flegel (Waffe) – Wikipedia
witzigerweise ist die Waffe tatsächlich aus dem eigentlichen Dreschflegel der Bauern entstanden und wurde eigentlich dafür verwendet, um den Angreifer auch über seinen Schild hinweg zu treffen: der Teil mit der Kette geht einfach über die obere Schildkante und sollte die Schildhand zertrümmern.
LG