Gamescom-Rückblick aus Publisher-Sicht: Ubisoft
Wir haben verschiedene Publisher nach der Gamescom 2011 zu einem Kurz-Interview gebeten. Lest hier, was Codemasters, Konami, Sega, Ubisoft & Co. rückblickend zur Messe sagen. War die Messe ein Erfolg? Was war ihr Highlight? Was würden sie für die Gamescom 2012 ändern? Lest auch, mit welchen Ideen Publisher Warteschlangen an Demoständen künftig vermeiden wollen. Update: Wir haben die Antworten von Nintendo.
Quelle: Ubisoft
1) War die Gamescom 2011 für euch ein Erfolg?
Die gamescom 2011 war ein Riesenerfolg für Ubisoft. Sowohl auf dem Messestand als auch im Business-Center war die Begeisterung für die gezeigten Spiele enorm und wir hätten wohl noch tagelang ein volles Haus gehabt. Dann wären allerdings alle Stand-Mitarbeiter einem Kreislaufkollaps zum Opfer gefallen und all die schönen Spiele niemals fertig geworden. Insofern hat das alles schon gut gepasst, so wie es war.
2) Was war euer Messe-Highlight?
Wenn's um die reine Masse geht, kommt nichts an Assassin's Creed Revelations heran. Jede Präsentation war stets zum Bersten voll und die Leute konnten gar nicht genug vom Spiel bekommen. Etwas unvorbereitet war der Fall bei Tim & Struppi: Da wollten anfangs viele erst gar keinen Termin vereinbaren, aber so ziemlich jeder, der aus der Präsentation kam, war hellauf begeistert. Auch Ghost Recon Future Soldier hatten viele gar nicht so richtig auf dem Radar, aber die Präsentation hat jeden überzeugt, der sie gesehen hat.
3) Wie beurteilt Ihr die Zusammenarbeit mit der Messeleitung? Gibt's da auch manchmal Reibungspunkte?
Mit der Messeleitung gab's keinerlei Probleme, das ist nach drei Jahren ja auch relativ eingespielt. Wir wissen was geht und was nicht geht, alles ist geregelt und auch wenn so mancher Feierabend durch zahlreiche Umwege etwas umständlich gemacht wurde, die Kölner Messe hat uns gegenüber einen tollen Job gemacht.
4) Wenn Ihr drei Dinge an der Messe ändern könntet, welche wären das?
Im Prinzip müssten die Messe und jeder Stand fünfmal so groß sein, um den Anstürmen Herr zu werden. Das kann natürlich keiner mehr bezahlen und sorgt an ruhigen Tagen dann auch für gähnend leere Hallen. Insofern muss da immer wieder aufs neue die richtige Balance gefunden werden. Dennoch: wenn man als Besucher nichtsahnend vor verschlossenen Türen steht, weil nichts mehr geht, dann ist das einfach ärgerlich und sollte so nicht wieder vorkommen. Auf der anderen Seite spricht dieses Szenario für die anhaltende Begeisterung für das Thema Videospiele in Deutschland, was uns natürlich enorm freut. Ach, hier geht's um drei Dinge? Dann folgende:
a) Ein angenehmeres Verhältnis zwischen Platzangebot und Besuchern - Samstag waren die Hallen schon arg voll
b) Eine ausgeglichene, faire und kompetente Berichterstattung - auch abseits der Fachpresse.
c) Ein Swimming-Pool, um zwischenzeitlich mal etwas abzukühlen.
5) Habt ihr eine Idee, wie man die teils extremen Wartezeiten für die Spieler an den Ständen verringern könnte?
Schwierige Frage, schließlich will man so vielen Menschen wie möglich die Spiele zeigen, gleichzeitig aber auch jedem Besucher die Möglichkeit geben sich mehr als nur drei Minuten mit einem Spiel auseinanderzusetzen. Ganz vermeiden lassen sich Wartezeiten nicht, schon gar nicht, wenn Besucher Titel anspielen können sollen. Wie wäre es mit einer Gemeinschaftshalle von allen großen Herstellern, in der stündlich die wichtigsten Trailer und Präsentationen laufen? So eine Art Public Viewing ab 18. :-)
6) Wie viele T-Shirts/Lanyards und dergleichen habt ihr unters Volk gebracht?
Lanyards und T-Shirts hat doch jeder. Wir haben stolze 8.100 Rabbit-Figuren unters Volk gebracht.
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