The Witcher 2 im Test: Die positiven Aspekte, Teil 1

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Witcher 2 im Test: Geralt von Riva ist zurück - sein zweites Rollenspiel-Abenteuer übertrifft in manchen Punkten sogar den sehr guten Vorgänger.
Quelle: CD Projekt

The Witcher 2 im Test! Episch, erwachsen und nichtlinear - so hat CD Projekt sein Rollenspiel beworben. Im Test zeigt sich: Auch wenn nicht alles perfekt ist, lösen die Entwickler ihre Versprechen ein!

PRO: Die positiven Aspekte

Spannende, nichtlineare Story: Umfang, Entscheidungen, hoher Wiederspielwert!
Die Story von The Witcher 2 beginnt einen Monat nach dem Ende des Vorgängers: Im Prolog erfährt der Spieler, wie der weißhaarige Mutant und Hexer Geralt vom respektierten Jäger zum Geächteten wird. Was folgt, ist ein spannendes Fantasy-Roadmovie, der Geralt durch eine raue Mittelalter-Welt führt. Es geht um Königsmorde, um politische Querelen und vor allem um Verrat - eine clevere Mischung! Namen von zig Orten und Charakteren prasseln dabei auf den Spieler ein; wer also den ersten Teil nicht kennt, dürfte sich anfangs etwas verloren fühlen. Super hingegen für treue Fans: Wer noch ein Savegame aus dem Vorgänger übrig hat, darf die Datei zu Spielbeginn importieren - dadurch werden einige Details im Spielverlauf angepasst. (Tipp: Hier auf pcgames.de bieten wir einige Savegames zum Download an!)

Das lineare Tutorial ist fantastisch inszeniert, mit großen Kampfszenen, cleveren Dialogen und gekrönt vom Auftritt eines gewaltigen Drachen. Nach dem vierstündigen Einstieg beginnt der weit umfangreichere erste Akt: Geralt und seine Freundin Triss erreichen Flotsam, ein rückständiger Handelspolsten, der an das Fischerdorf Lobinden angrenzt. Hier blüht The Witcher 2 so richtig auf: Die Gegend steckt voll interessanter Charaktere, die mittelalterliche Atmosphäre reicht locker an die des ersten Teils heran. Neben den gut gemachten Nebenquests, die oft mehrere Lösungswege bieten, begeistert hier vor allem die Hauptquestreihe - denn erstmals hat der Spieler weitreichende Entscheidungen zu treffen!

(Warnung: leichte Spoiler!) Nach etwa zehn Stunden dann die wichtigste Wahl in The Witcher 2: Unterstützt man den königstreuen Vernon Roche oder hilft man dem verbitterten Terroristen Iorweth? Die Konsequenzen sind gewaltig - selbstverständlich verraten wir sie nicht! Nur so viel: Je nach Entscheidung spaltet sich der zweite Akt in zwei grundverschiedene Pfade auf. Während ein Weg in ein kaedwenisches Soldatenlager und das weitläufige Umland führt, lockt der andere in die prächtige Zwergenstadt Vergen. Zwar sind beide Storyzweige eng miteinander verknüpft, allerdings erlebt man die Handlung hier aus verschiedenen Perspektiven, lernt andere Charaktere kennen, führt mal ernste, mal humorvolle Gespräche und löst Quests, die dem jeweils anderen Pfad verschlossen bleiben! (Spoiler Ende)

Erst im dritten Akt laufen die Handlungsfäden wieder zusammen - dieser Part fällt dann im Vergleich auch recht schwach und kurz aus. Außer einem stark inszenierten Bosskampf gibt es hier kaum Nebenquests oder Highlights. Zwar hat der Spieler viele Möglichkeiten, um den Ausgang des Finales zu beeinflussen, doch leider verzichtet CD Projekt dabei auf die wuchtige Inszenierung der ersten Spielstunden. Nach knapp 30 Spielstunden endet das Spiel damit einfach etwas unspektakulär. Natürlich: Das ist Kritik auf hohem Niveau, die Story ist trotzdem ein echtes Genre-Highlight. Außerdem bietet The Witcher 2 durch die vielen Entscheidungen einen enorm hohen Wiederspielwert - ein zweiter Durchgang lohnt sich also!

Es gibt jede Menge nackte Haut in The Witcher 2 - wer mit solchen Szenen aber nichts anfangen kann, darf zumindest den Großteil davon überspringen. Quelle: PC Games Es gibt jede Menge nackte Haut in The Witcher 2 - wer mit solchen Szenen aber nichts anfangen kann, darf zumindest den Großteil davon überspringen. Enorm cooler Held
CD Projekt zieht alle Register, um seinem Helden den nötigen Raum zur Entfaltung zu lassen: Geralt darf drohen und kämpfen, feixen und flirten, retten und verurteilen - stets verhält sich der weißhaarige Hexer so glaubhaft, dass man nicht anders kann, als seinen Worten Gehör zu schenken. Hier tut zumindest auch die englische Sprachausgabe ihr Übriges, denn vor allem dank ihr kommt Geralts tiefgründiger Charakter hervorragend zur Geltung. Die deutsche Sprachfassung erreicht dieses Niveau leider nicht ganz - deshalb empfehlen wir die englische Sprachausgabe. Prima, dass man auch deutsche Untertitel hinzuschalten darf!

Interessante Charaktere
Von der hübschen Zauberin Triss über den verbitterten Terroristen Iorweth bis hin zu dem ekelhaften Magier Dethmold - das Aufgebot an gut ausgearbeiteten Haupt- und Nebenfiguren kann sich sehen lassen und bleibt lange im Gedächtnis. Zwar übertreiben es die Entwickler gegen Spielende mit der schieren Menge an Orten und Charakteren, so dass man leicht den Überblick verlieren kann, doch immerhin gibt's ein spieleigenes Glossar, in dem man die nötigsten Infos nochmal nachlesen darf.

Gutes Questdesign
Nicht nur Hauptaufgaben, sondern auch Nebenquests lassen sich oft auf verschiedene Arten lösen. Besonders cool: Viele Entscheidungen wirken sich erst spät aus, so dass man sich auch nicht damit behelfen kann, einfach einen früheren Spielstand zu laden. Die Qualität der Quests schwankt zwischen "altbekannt" bis "originell": Zwar muss man auch mal einfache Tötungsaufträge und Botengänge absolvieren, doch dafür gibt's auch immer wieder überraschende Aufgaben, etwa kleinere Detektivarbeiten oder (simple) Schalter- oder Dialogrätsel, die schon ein wenig an Adventures erinnern. Eine gute Mischung, die Spaß macht.

Tolle Grafik, kurze Ladezeiten
Ja, The Witcher 2 ist wirklich so hübsch. Besonders die knackscharfen Texturen und fantastischen Beleuchtungseffekte lassen Vergleichstitel wie Dragon Age 2 bemitleidenswert aussehen! Auch Geralts Kampfanimationen sind geschmeidig und die reich verzierten, farbenfrohen Kostüme könnten glatt aus einem guten Fantasy-Film stammen. Klar, wer nach Kritikpunkten sucht, der findet sie auch, etwa bei den Dialogen: Zwar zeigen viele Figuren ausdrucksstarke Mimik und eindeutige Gesten, doch das trifft längst nicht auf alle Charaktere zu. Außerdem verlangt das Spiel selbst auf mittlerer Detailstufe nach einem starken Rechner, obwohl nur DX9-Technik zum Einsatz kommt. Es bleibt zu hoffen, dass künftige Patches weiter an der Performance schrauben! Löblich allerdings die kurzen Ladezeiten: Betritt Geralt einen Innenraum, gibt's nur eine kleine Schwarzblende und schon darf man weiterspielen - kein Vergleich zum Vorgänger, in dem man viel zu viel Zeit in Ladebildschirmen verbrachte. Einzig beim Spielstart lässt sich The Witcher 2 ein wenig Zeit, was aber okay ist - dafür geht's im Spiel ja dann entsprechend flott.

Gut geschriebene Dialoge
Vor allem in der englischen Fassung überzeugen die Gespräche mit einer guten Mischung aus Ernsthaftigkeit, Witz und Dramatik. Zwar sind die Gespräche längst nicht so verzweigt wie in einem Dragon Age, doch dafür fallen sie meistens auch nicht übertrieben lang aus. Typisch für The Witcher: Die Gespräche driften auch mal ins Derbe ab, gerade bei den Zwergen sollte man da eine gewisse Toleranz mitbringen - die Burschen mögen's eben gerne vulgär! Und wenn es so augenzwinkernd und konsequent gemacht ist wie in The Witcher 2, dann gefällt uns das auch.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 The Witcher 2 im Test: So haben wir getestet
  2. Seite 2 The Witcher 2 im Test: Die positiven Aspekte, Teil 1
  3. Seite 3 The Witcher 2 im Test: Die positiven Aspekte, Teil 2
  4. Seite 4 The Witcher 2 im Test: Die negativen Aspekte, Fazit und Wertung
    • Kommentare (275)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BigRizz Mitglied
        "Geschafft, unser Test von The Witcher 2 (jetzt für 199,95 € kaufen*) ist da! "

        nur 200 euro da hol Ich es mir doch glatt fünft mal bei dem Spott Preis xD
      • Von BigRizz Mitglied
        "Geschafft, unser Test von The Witcher 2 (jetzt für 199,95 € kaufen*) ist da! "

        nur 200 euro da hol Ich es mir doch glatt fünft mal bei dem Spott Preis xD
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Jap das ist richtig. Die einzigen beiden Mankos waren die etwas einengent wirkende Spielwelt und das leider verschlechterte Inventar zum 1. Teil.
        Beim 3. Teil hat man das ja verbessert und deswegen ist er so grandios geworden ;-)
        Generell war The Witcher 2 gameplaytechnisch nicht das gelbe vom Ei. Da macht auch The Witcher 3 wenig besser. :ugly: Aber da verhält es sich bei mir wie mit Gothic...auch das lebte nicht von hervorragendem Gameplay, welches sogar ziemlich besch***** war.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von RedDragon20
        Nach vier Jahren muss ich trotzdem mal sagen: The Witcher 2 war ein verdammt gutes Spiel. :ugly:
        Jap das ist richtig. Die einzigen beiden Mankos waren die etwas einengent wirkende Spielwelt und das leider verschlechterte Inventar zum 1. Teil.
        Beim 3. Teil hat man das ja verbessert und deswegen ist er so grandios geworden ;-)
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Nach vier Jahren muss ich trotzdem mal sagen: The Witcher 2 war ein verdammt gutes Spiel. :ugly:
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von DarkKnight1993
        Ich sehe halt nur die Fragezeichen, weil man ja schon explizit suchen muss, um so einen alten Thread zu finden... Sehr mysteriös *Illuminati confirmed*
        deswegen Witcher Fanboy der nach Witcher und Tests sucht, dann etwas ließt und dann nen sinnlosen Kommentar abschickt
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