Park Beyond Vorschau - Interview mit Johannes Reithmann - 2

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Park Beyond Vorschau - Interview mit Johannes Reithmann - 2
Quelle: Bandai Namco

Wir konnten auf dem Event mit Creative Director Johannes Reithmann über die Arbeit an Park Beyond sprechen.

PC Games: Die Gegenfrage wäre jetzt natürlich: Wie viel davon muss ich machen? Also können auch Spieler, die keinen Bock auf kleinteiliges Management haben, Spaß mit Park Beyond haben? Kann man bestimmte Dinge auch automatisieren?
Johannes Reithmann: Im Sandbox-Modus hat man sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, da kann man die Schwierigkeit und die Management-Tiefe regulieren. Von vornherein haben wir das Spiel so konzeptioniert, dass es drei Bausteine im Spiel gibt, wenn es um das Management geht, die unterschiedlich viel genutzt werden müssen. Es gibt ganz unten das Park-Layouting-Gameplay, also wo platziere ich was. Das ist der Kern des Ganzen, damit muss sich jeder beschäftigen. Dann gibt es den zweiten Layer, das ist das typische Management-Gameplay. Ich muss zum Beispiel Mitarbeiter einstellen und kann nicht selber auf der Straße rumlaufen und den Müll aufheben. Das muss man gewisser Weise machen, aber man muss das nicht optimieren. Also es reicht, wenn ich die Leute einstelle, aber die arbeiten einfach alle an allem und die bekommen auch automatisch mehr Gehalt, wenn sie aufleveln. Die dritte Ebene, wo wir erwarten, dass diese vor allem die Hardcore-Management-Spieler spielen werden, sind dann die einzelnen Preisoptimierungen, die Heatmaps und die ganzen Statistiken, wo man tief einsteigen kann. Das ist aber nichts, was man machen muss, wenn man das nicht unbedingt will. Man kann damit natürlich einen profitableren Park erreichen. Aber in der Kampagne zum Beispiel braucht man das nicht.

Park Beyond in der Vorschau. (19) Quelle: Bandai Namco Park Beyond in der Vorschau. (19) PC Games: Ihr legt sehr viel Wert auf die Gestaltungsfreiheit beim Bau von Gebäuden und Fahrgeschäften. Werdet ihr auch genug vorgefertigte Gebäude bieten, für Spieler, die sich nicht um jeden Dachziegel selbst kümmern wollen?
Johannes Reithmann: Unbedingt. Also auch bei uns im Team gibt es Leute die sagen, bau mir die Teile vor, ich bin nicht hier um deine Arbeit zu machen. Von allem, ob das jetzt Coaster sind, ob das Flat Rides sind oder Dekorationsobjekte, Gebäude und Shops, das gibt es alles als PreFabs, also vorgebaute Sachen. Da habt ihr eine riesige Anzahl, die ihr auswählen könnt. Und zusätzlich könnt ihr in Zukunft ja noch auswählen was andere Spieler bauen. Also selbst, wenn das nicht ausreichen sollte, was wir da liefern, könnt ihr da noch aus einer riesigen Bibliothek auswählen.

PC Games: Wir haben heute hier im Europapark auch einen Eindruck davon bekommen, wie ein echter Parkdesigner arbeitet. Habt ihr euch diese Expertise auch vorher schon eingeholt und sie beim Design des Spiels einfließen lassen?
Johannes Reithmann: Wir haben auf jeden Fall sehr viel Research gemacht, wie Coaster generell entstehen. Da gibt es auch viel Buchmaterial und ähnliches. Wir waren aber natürlich auch hier und in anderen Parks, um mal die Besucherperspektive kennenzulernen. Was ist mir als Besucher wichtig, was vielleicht jemandem, der das Ganze nur managed nicht so wichtig ist. Wie kann man so einen Park lebendig gestalten, so das an jeder irgendetwas passiert.

PC Games: Wirtschaftssimulationen sind nicht gerade dafür bekannt, mit besonders guten Erzählungen zu glänzen, wenn sie denn überhaupt eine haben. Wie wollt ihr euch mit eurer Kampagne in diesem Bereich vom Rest abheben? Was bedeutet das auch für die klassische Missionsstruktur einer Wirtschaftssimulation, die ja eher nicht zum Erzählen tiefgehender Stories geeignet ist?
Johannes Reithmann: Das ist natürlich eine Herausforderung, aber wir haben auch schon recht viel Erfahrung in dem Bereich. Bei Tropico war uns das auch wichtig, eine Kampagne mit Story zu haben. Was man aber nicht vergessen darf: Das coole an so einem Strategiespiel ist, dass man so viele Optionen hat, die man alle narrativ einbinden kann. Das ist ja ein Vorteil, sag ich mal. Da kann man ganz interessante Herausforderungen an die Spieler stellen, die jetzt im normalen Gameplay gar nicht so drin sind. Dafür haben wir natürlich auch die Kampagne genutzt, um nach und nach den Spielern die einzelnen Features beizubringen. Am Anfang sind noch gar nicht alle Features aktiviert, damit es nicht überfordernd ist. Aber später nimmt das dann natürlich ab und wir stellen durchaus starke Herausforderungen an den Spieler, sodass man dann auch mal gefordert wird.

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  1. Seite 1 Park Beyond Vorschau: Reale Vorbilder, Zweite Mission
  2. Seite 2 Park Beyond Vorschau: Strategiemeeting, Pep-Faktor
  3. Seite 3 Park Beyond Vorschau: Feintuning und Probleme
  4. Seite 4 Park Beyond Vorschau: Interview mit Johannes Reithmann - 1
  5. Seite 5 Park Beyond Vorschau - Interview mit Johannes Reithmann - 2
  6. Seite 6 Park Beyond Vorschau - Interview mit Johannes Reithmann - 3
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von Bonkic
        pps:
        steht vielleicht auch in dem artikel, habs aber auf den ersten blick nicht gesehen: limbic wurde inzwischen von bandai namco übernommen.
        Die Info kam erst, als der Artikel schon geschrieben war.
        Aber wirklich wichtig für die Vorschau ist das ja auch nicht zwingend.

        Planet Coaster und Parkitect sind übrigens auch schon sechs Jahre alt inzwischen. Sieben, wenn Park Beyond nächstes Jahr erscheint.
        Da kann man schon mal ein neues Spiel mit der Thematik bringen.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von Bonkic
        pps:
        steht vielleicht auch in dem artikel, habs aber auf den ersten blick nicht gesehen: limbic wurde inzwischen von bandai namco übernommen.
        Die Info kam erst, als der Artikel schon geschrieben war.
        Aber wirklich wichtig für die Vorschau ist das ja auch nicht zwingend.

        Planet Coaster und Parkitect sind übrigens auch schon sechs Jahre alt inzwischen. Sieben, wenn Park Beyond nächstes Jahr erscheint.
        Da kann man schon mal ein neues Spiel mit der Thematik bringen.
      • Von Bonkic Mitglied
        frag mich ein bisschen, wo die macher ihr spiel platzieren wollen. nicht dass das genre sonderlich überlaufen wäre; aber mit parkitect und planet coaster gibts doch mal mindestens 2 offenbar sehr gute und relativ aktuelle genrevertreter. auch die oldies rct 2/3 lassen sich heute vermutlich noch wunderbar spielen. wo hat man da die marktlücke gesehen?

        ps:
        danke für den transparenzhinweis. sehr schön! ?

        pps:
        steht vielleicht auch in dem artikel, habs aber auf den ersten blick nicht gesehen: limbic wurde inzwischen von bandai namco übernommen.
      • Von Cap1701D Gelegenheitsspieler/in
        Das wichtigste vorweg: Eine komplexe Wirtschaftssimulation erreicht man NICHT damit, dass man jedes Stellrädchen drehen können muss oder dass man den Schokogehalt regeln können muss. Vielmehr geht es darum, ob derartige Einstellungen nötig sind oder nicht! Wenn ich alle drei Sterne für die Map bekomme ohne mich detailiert mit einzelnen Spielmechaniken auseinandersetzen muss, dann ist das ein Problem! Warum sollte ich mich durch meine Geschäfte klicken um den Eiswürfelgehalt einstellen, wenn sich auf meinem Konto nach dem Early Game die Millionen häufen!? Und so ist das bei den aktuellen Parkmanagern. Was es braucht ist ein Stufensystem: wer das game schnell und hauptsächlich des Spaßes wegen durchzocken will, der kriegt einen Stern pro Map. Wer sich bischen mehr Mühe gibt zwei und wer sich dann eben voll in die Spielmechaniken, die komplex sein müssen, reinfuchst, der hat dann die drei Sterne verdient. Dann haben die drei Sterne auch einen Wert, ich kann sie und meine Maps rumzeigen und stolz auf meine Leistung sein. So kriegt man eine komplexe Wirtschaftssimulation hin. Kriegt hingegen jeder die drei Sterne sind sie nutz- und wertlos.

        Ansonsten vielen Dank für das Interview, sowohl was die Fragen auch die Antworten angeht. Vielen Dank auch für die Transparenz, Anfahrt, Parkeintritt, Hotel(?) finde ich schon ein bischen überwältigend, man hat es dem Artikel aber nicht angefühlt.
        Insgesamt konnten meine Bedenken wegen dem Blödel-Faktor etwas genommen werden, eben weil die die Entwickler mir den Eindruck vermitteln konnten, dass sie auch die ernsteren Spieler mitdenken auch wenn vieles dem klassichen Game-Design Paradigma entspricht.
        Ich glaube, dass viele Game-Design-Paradigmen falsch sind und insbesondere das Mantra, Spieler benötigen in erster Linie spielerische Freiheit ein Irrglaube ist, der zwar lehrt, wie viele Spieler ein Sandbox bringt, aber eben nicht berücksichtigt, wie viele man deshalb verliert.
        Deshalb hier meine abschließende Bitte: die Devs wollen beides - Kampagne und Sandbox. Das ist prima! Baut die Sandbox für die Blödel-Fraktion und entkoppelt die Kampagne davon völlig. Bitte keine Erfolge im Sandbox Modus und die Kampagne auch nicht nur als besseres Tutorial. Bitte für die echten Wirtschaftssimulation-Spielern echte Herausfoderungen und knackige Missionen mit begrenztem Werkzeugkasten. Ich würde mir wünschen, dass wenn ich bei jemandem einen Erfolg sehe oder ein Punktesystem da ist (goldene Sterne), dass ich mir dann sicher sein kann, dass dieser dafür die knackigen Missionen oder die schwierigen Erfolge auch erarbeitet hat und nicht im Sandbox-Modus irgendwas mit unendlichen Ressourcen hingerotzt hat. Vielen Dank :)
      • Von Falconer75 Mitglied
        Schöne Vorschau. Schade, dass es kein Video vom Besuch im Europa-Park gibt. Die Reise- und Eventvideos waren früher echt cool. Ansonsten hätte noch passenderweise das tolle "PCG-besucht-Six-Flags"-Video verlinkt werden können. Den schreienden Peter werde ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen. ;)

        Insbesondere auf den ersten beiden Seiten des Interviews stecken noch ziemlich viele kleine Fehler drin. Sollte vielleicht nochmal in Ruhe drüber gelesen werden. Beim Transkribieren außerdem auch gern darauf achten, dass Gespräche nicht unbedingt 1:1 wörtlich übertragen werden müssen... Die Schachtelsätze und Wortwiederholungen sind im gesprochenen Wort normal, zu lesen sind sie aber echt nicht gut.
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