Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 nicht gefallen

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Diablo 3: Screenshots aus dem fertigen Rollenspiel, dass sich nun nach vielen Jahren Entwicklungszeit dem Test stellt. (2)
Quelle: Blizzard

Update: Die Wertung für Diablo 3 steht fest - lest auch die Meinungskästen unserer drei Tester! PC Games testet Diablo 3 und verkündet heute das Fazit der drei Tester. Bereits seit Dienstag berichten Felix Schütz, Peter Bathge und Viktor Eippert im Video-Tagebuch, was sie erleben, was ihnen gefällt und was sie stört. Heute werten sie den Zwischenstand der Community-Umfrage zum neuen Diablo aus und fassen ihre Erlebnisse in einem Fazit zusammen.

Vorhersehbare Story

Bevor man die Geschichte von Diablo 3 kritisiert, sollte man zwei Dinge feststellen. Erstens: Die Story zählt zum Besten, was man derzeit im Hack & Slay-Genre finden kann. Titan Quest, Torchlight, Sacred - sie reichen hier nicht an Diablo 3 heran. Zweitens. Diablo ist nicht durch seine Geschichte, sondern durch sein Spielprinzip bekannt geworden - die wenigsten Spieler werden beim zweiten, dritten Durchlauf noch auf die Dialoge oder die Charaktere achten, sondern sich vor allem auf die Beute, die Kämpfe und die Charakterentwicklung konzentrieren.

Dies bitte im Hinterkopf zu behalten, wenn wir nun nörgeln: Wir hatten uns deutlich mehr von der Story erhofft! Dramatik und Spannung kommt allenfalls in den den gerenderten Filmchen auf; im Spiel selbst zeigt Blizzard jedoch nur ein paar trocken inszenierte Ingame-Sequenzen und kurze Dialoge, in denen die Charaktere selten etwas Interessantes zu sagen haben. Vor allem die Bösewichte bringen es praktisch nie auf mehr als ein "Ich mach euch alle platt!". Die Story bietet zwar einige coole Wendungen, die sich aber meist so früh ankündigen, dass wir nie wirklich überrascht wurden. Wer keinerlei Vorkenntnisse mit der Diablo-Reihe hat, wird zudem nicht alles auf Anhieb kapieren.

Talente werden automatisch freigeschaltet

Grundsätzlich ist das Talentesystem von Diablo 3 ein großer Gewinn - es ist einsteigerfreundlich, erlaubt flexible Charaktere und motiviert bis zur Maximalstufe 60. Allerdings vermissen wir bei einem Levelaufstieg das Gefühl, selbst etwas entscheiden zu können - wir müssen nichts anklicken, können unseren Pfad nicht beeinflussen, alle neuen Skills sind automatisch verfügbar. Den Talentbäumen und Attributpunkten aus Diablo 2 weinen wir zwar keine Träne nach, doch ein wenig mehr Einfluss und Interaktion beim Stufenaufstieg hätte uns trotzdem gut gefallen.

Kein Offline-Modus für Einzelspieler, Serverprobleme zum Start

Diablo 3 ist ein Online-Spiel und setzt eine permanente Internetverbindung voraus. Das wurde vielen Spielern am 15. Mai 2012 um 0:01 Uhr schmerzlich bewusst, als Blizzard die Server öffnete: Zahllose Menschen aus ganz Europa versuchten, sich gleichzeitig einzuloggen - die Server crashten, das Spiel verweigerte den Zugang, blendete Fehlermeldungen ein. Auch am Sonntag, dem 20. Mai 2012, fielen die Server mehrere Stunden aus. Blizzard hat sich mittlerweile dafür entschuldigt. Klar: Viele andere Online-Spiele werden von vergleichbaren Startschwierigkeiten geplagt, und auch bei denen zeigte sich die Community in der Regel geduldig und tolerant, bis die Server richtig liefen. Auch darf man nicht vergessen: Die meiste Zeit über lief Diablo 3 in der Releasewoche problemlos, trotz des Spieleransturms! Aber: Diablo 3 richtet sich eben nicht nur an Mehrspielerfans, sondern auch an Solo-Spieler - und für die wäre ein abgetrennter Offline-Modus wie in Diablo 2 sicher eine willkommene Ergänzung, da einem hier schlicht egal sein könnte, ob die Server nun gerade laufen oder nicht.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Diablo 3 im Test: Einleitung
  2. Seite 2 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 gefallen
  3. Seite 3 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 nicht gefallen
  4. Seite 4 Diablo 3 im Test: Das Fazit der PC Games-Tester im Video und die Wertung
  5. Seite 5 Diablo 3 im Test: Der dritte Tag im Video
  6. Seite 6 Diablo 3 im Test: Der zweite Tag im Video
  7. Seite 7 Diablo 3 im Test: Der erste Tag im Video
  8. Seite 8 Diablo 3 im Test: Wertung, Meinungskästen, alle Pros & Cons
    • Kommentare (1009)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von Worrel
        "musikalischer Rahmen" heißt zB
        - bei einem Konzert
        - nach der Ankündigung "Ich singe jetzt ein Lied"
        - bei der Veröffentlichung als "Musik"
        Nur noch soviel dazu, dieses widerspricht nicht im geringsten meiner Aussage.
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von Worrel
        "musikalischer Rahmen" heißt zB
        - bei einem Konzert
        - nach der Ankündigung "Ich singe jetzt ein Lied"
        - bei der Veröffentlichung als "Musik"
        Nur noch soviel dazu, dieses widerspricht nicht im geringsten meiner Aussage.
      • Von Mothman Mitglied
        Zitat von Worrel
        Wenn jemand im Bus einen fahren lässt, , ist das hingegen keine Musik - weil es eben keine organisierten Schallereignisse sind. Weil eben keiner da war und gesagt hat: "Das ist jetzt Musik".
        Stelle mir gerade vor, wie einer im Bus furzt und dann die Mitfahrer total begeistert sind und mit stehenden Ovationen applaudieren.
        "Bravo! Da capo!"
        :-B :-D
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von MisterSmith
        Auf ein natürlich auftretendem Phänomen hatte ich mich überhaupt nicht bezogen. Sorry, dann hättest du das damals so schreiben müssen, hast du aber nicht.
        Mit "natürlich auftretenden Phänomenen" meine ich alltägliche Szenarien wie zB
        - ein Tisch nach einem Essen mit Freunden (Ein Künstler hatte einen solchen abgegessenen Tisch präpariert, alles darauf fixiert und dann um 90° gedreht hochkant als Kunstwerk ausgestellt)
        - Duchamp's "Fountain"
        - Schluckgeräusche bei der Verköstigung verschiedener Weinsorten (Ein Projekt der Einstürzenden Neubauten)
        - ein Stapel aufgebrochener Glückskekse, die im Rahmen einer Performance aufgebrochen und deren Sprüche vorgelesen wurden.

        Gerade bei letzterem bietet sich ein anschauliches Beispiel.
        Die Performance mit dem Vorlesen ist das eigentliche Kunstwerk.
        Also ist der danach übrig gebliebene Haufen aufgebrochener Glückskekse keine Kunst, weil der "Rahmen" des Kunstwerks mit Beendigung der Performance verlassen wird.

        Nun ist aber dieser Haufen zusammen mit einem Video der Performance ausgestellt.
        Und damit vom Künstler zum Kunstwerk hinzugefügt worden.
        Und wurde damit vom Abfall zum Teil eines Kunstwerks erhoben.

        Das widerspricht aber nicht der Wiki Definition, die quasi sagt: "Kunst ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses".
        Der Künstler setzt ja bloß die Grenzen des Kunstwerkes fest.
        zB: "Das Gemälde da ist mein Kunstwerk. Inklusive des Rahmens. Inklusive des Abstandes zur Wand, da die Schattierung der durchsichtigen Teile durch die Beleuchtung dazugehört. Genauso wie die Wandfarbe. Und das spiegelverkehrte, aber stilistisch abgewandelte Bild an der exakt gegenüberliegenden Stelle des Zimmers. Und der auf der einen Seite altertümliche und auf der anderen Seite futuristische verspiegelte Schrank in der Mitte des Raumes. etc

        Zitat
        Das ist keine Definition, das ist Willkür, also das komplette Gegenteil. Und mit 'musikalischen Rahmen' definierst du bereits zuvor das es Musik ist.

        Du führst deine eigene Argumentation im gleichen Satz schon zuvor ad absurdum.
        "musikalischer Rahmen" heißt zB
        - bei einem Konzert
        - nach der Ankündigung "Ich singe jetzt ein Lied"
        - bei der Veröffentlichung als "Musik"

        Indem er etwas in einem derartigen Rahmen darbietet, deklariert der Künstler es als "Musik" - egal, ob er nur einen fahren lässt, einen Einkaufswagen von der Bühne schmeißt, auf einer Holzkiste rumhaut oder mit einer Tesla Spule durch erzeugte Blitze Töne erzeugt.

        Wenn jemand im Bus einen fahren lässt, ein Einkaufswagen von einer Rampe fällt, jemand eine Holzkiste zu Kleinholz verarbeitet oder in einem physikalischen Experiment kontrolliert Blitze erzeugt, ist das hingegen keine Musik - weil es eben keine organisierten Schallereignisse sind. Weil eben keiner da war und gesagt hat: "Das ist jetzt Musik".

        Diese Abgrenzung ist nötig, denn sonst wäre alles akustische "Musik" - auch Nachrichten, Hörspiele, Informationssendungen, Verkaufsgespräche... - das sind ja auch alles "organisierte Schallereignisse".
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von Vordack
        @Smith

        Die Ausslaggebende Aussage in Deinem letzten Post ist das "für mich". Nur weil Du es so siehst besitzt es noch lange keine Allgemeingültigkeit.
        Den Anspruch erhebe ich auch gar nicht, es kann auch gar keine Allgemeingültigkeit geben.
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von Worrel
        Das steht in der Tat nicht da.

        Das ergibt sich aber logisch innerhalb einer Diskussion, ob X denn noch Kunst sei, sobald X einem natürlich auftretenden Phänomen ähnelt.
        Ich sagte ja, es macht keinen Sinn. Auf ein natürlich auftretendem Phänomen hatte ich mich überhaupt nicht bezogen. Sorry, dann hättest du das damals so schreiben müssen, hast du aber nicht.

        Zitat
        Genau wie bei Kunst auch: sobald jemand eine Geräuschfolge in einem musikalischen Rahmen darbietet und damit quasi sagt "Das ist Musik", ist es Musik.
        Das ist keine Definition, das ist Willkür, also das komplette Gegenteil. Und mit 'musikalischen Rahmen' definierst du bereits zuvor das es Musik ist.

        Du führst deine eigene Argumentation im gleichen Satz schon zuvor ad absurdum.
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