Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 gefallen
Update: Die Wertung für Diablo 3 steht fest - lest auch die Meinungskästen unserer drei Tester! PC Games testet Diablo 3 und verkündet heute das Fazit der drei Tester. Bereits seit Dienstag berichten Felix Schütz, Peter Bathge und Viktor Eippert im Video-Tagebuch, was sie erleben, was ihnen gefällt und was sie stört. Heute werten sie den Zwischenstand der Community-Umfrage zum neuen Diablo aus und fassen ihre Erlebnisse in einem Fazit zusammen.
Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf
Diablo 3 entfernt sich kaum von der Formel des kultigen Vorgängers, und das ist auch gut so. Alleine oder mit bis zu drei Mitspielern scheuchen Sie einen übermächtigen Helden durch ein Fantasy-Reich, klicken Monster tot und heben zufällig fallende Beutestücke auf. Das war's im Wesentlichen. Warum das auch in Diablo 3 wieder unverschämt viel Spaß macht? Weil Blizzard diese Formel nahezu perfekt umsetzt! Diablo 3 "fließt" einfach, binnen Minuten gerät der Spieler in einen Rausch aus Erfolgserlebnissen, häuft mit jedem Klick mehr Beute, Gold und Erfahrungspunkte an. Hinzu kommt der wichtige Zufallsfaktor: Jeder Klick, jeder besiegte Gegner, jede Schatztruhe kann zu einer tollen, zufällig ausgewürfelten Belohnung in Form eines Items führen. Motivierend!
Motivierende Beutejagd
Blizzard schüttet Unmengen an Items über dem Spieler aus - der wohl größte Motivationsfaktor in Diablo 3. Die Fundstücke werden entweder im eigenen Inventar untergebracht, beim Händler verscherbelt, im Auktionshaus (für Gold oder echtes Geld) angeboten oder beim Handwerker zu Rohstoffen verarbeitet. Das geht schnell in Fleisch und Blut über, macht einfach Spaß. Allerdings darf Blizzard für künftige Patches ruhig noch ein bisschen Item-Vielfalt nachlegen: Legendäre Gegenstände und Set-Items droppen bislang nur extrem selten, meist findet man "nur" blaues und gelbes Zeug. Eine zusätzliche Qualitätsstufe (lila, rot, ganz egal!) wäre uns sehr willkommen.
Kraftvoll inszenierte, wuchtige Kämpfe
Egal ob der Barbar zuhaut, die Zauberin ein Blitzgewitter entfesselt oder der Hexendoktor einen Schwall grüner Kotze über seine Gegner ergießt: Es fühlt sich einfach gut an, wie es die Monster, Dämonen und Untoten so im Sekundentakt zerbretzelt. Kein anderes Action-RPG kann da mithalten, wenn in Diablo 3 die Fetzen fliegen. Und das tun sie in der Tat: Dämonenblut und Monstergedärm spritzen durchs Bild, Levelkulissen gehen eindrucksvoll zu Bruch, magische Druckwellen schleudern ganze Gegnergruppen durch die Gegend, stets begleitet von satten Soundeffekten - das Trefferfeedback ist unheimlich befriedigend und ein wichtiger Grund dafür, dass das Gemetzel auch nach Stunden nicht langweilig wird.
Sehr gute Grafik
Der Look von Diablo 3 ist bunter, farbenfroher, ein wenig comichafter als der des Vorgängerspiels. Das ist keine Kritik, muss aber zumindest klar gesagt werden. In unserer Redaktion ist man sich jedoch einig: Die Grafik des Spiel ist nicht nur gut, sondern ein echtes Highlight des Spiels! Die Zauber- und Physikeffekte sind enorm detailliert, das Design der Gegner ist fabelhaft und die Levels und Monster sind wunderbar abwechslungsreich. Da stört es auch nicht weiter, dass manche Bodentexturen etwas verwaschen wirken - der Look ist einfach stimmig und trotz der vielen Farben immer noch sehr düster.
Fünf coole Klassen
Die Auswahl an Helden ist Blizzard klasse gelungen. Mit Barbar, Mönch, Hexendoktor, Zauberer und Dämonenjäger sollte für jeden Spielertypen etwas dabei sein. Alle Klassen unterscheiden sich spürbar voneinander und bieten verschiedene Spielweisen, teilen sich aber eine wichtige Eigenschaft: Jede Klasse fühlt sich mächtig an und kann es im Alleingang mit einer ganzen Monsterarmee aufnehmen - anders als in einem klassischen MMO gibt's hier keine reinen Heiler, Tanks oder Damage Dealer, in Diablo 3 darf einfach jeder ordentlich zulangen. Da auch alle Helden gut vertont sind und sich oft in Dialogen beteiligen, macht es Spaß, nach dem ersten Durchspielen einen weiteren Charakter anzufangen und das Spiel so aus einem neuen Blickwinkel zu erleben.
Flexibles Talentesystem
Die umstrittenste Neuerung in Diablo 3: Talentbäume, wie man sie aus Diablo 2 kennt, gibt's nicht mehr. Neue Fähigkeiten werden nun bei einem Levelaufstieg automatisch freigeschaltet. Der Spieler verteilt also keine Talentpunkte, was bedeutet, dass man sich nicht länger verskillen kann - dadurch ist das Spiel sehr einsteigerfreundlich. Blizzard hat das Talentesystem aber nicht nur vereinfacht, sondern es auch an anderer Stelle flexibler gemacht: Der Spieler kann seine Talente nämlich frei zusammenstellen und mit Runenmodifikatoren verändern. Manche dieser Runen sorgen nur für leichte Bonuseigenschaften und fallen daher etwas mickrig aus. Andere Runen hingegen verändern das Talent grundlegend, machen aus einem Flammenstrahl plötzlich eine Art Raketenwerfer, oder ein Froschregen wandelt sich zur Gegner mampfenden Riesenkröte. Witzig!
Auch die Runen werden beim Levelaufstieg mit den neuen Talenten freigeschaltet, bis zur maximalen Levelstufe 60. Der Reiz der Charakterentwicklung liegt nun also im munteren Experimentieren, nicht mehr in frühzeitiger Planung: Je länger man spielt, desto mehr Talente und Runen stehen zur Verfügung, desto vielseitigere Klassenkombinationen kann man entwerfen. Darin liegt der größte Unterschied zu dem Talentbaumsystem in Diablo 2: Dieses sorgte zu Spielbeginn nämlich für eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, doch je hochstufiger man wurde, desto einseitiger und festgefahrener wurde der Held in seiner Entwicklung. In Diablo 3 verhält es sich genau anders herum.
Simple, nützliche Handwerksysteme
In Diablo 3 trifft man auf zwei spezielle NPCs, bei denen man Rohstoffe erzeugen und Juwelen verschmelzen darf. Mit Ersteren werden neue, mächtige Items hergestellt, Letztere hingegen setzt man in Sockel bestimmter Gegenstände ein, um ihnen so noch stärkere Boni zu verleihen. Diese beiden neuen Systeme fügen sich klasse ins Diablo-Konzept ein und peppen die altbekannte Suchtspirale aus Kämpfen und Belohnungen auf.
Einfache, präzise Steuerung
Ebenso simple wie elegante Maus- und Tastatursteuerung mit vielen Komfortfunktionen. Die Talenteauswahl ist weder intuitiv noch hübsch, erfüllt aber ihren Zweck. Tipp: Schalten Sie in den Spieloptionen den "Wahlmodus" an, damit Sie die Talente beliebig auf die sechs Aktionstasten verteilen können! Speicherbare Talente-Sets stehen aber noch auf unserer Wunschliste - hoffentlich liefert Blizzard so eine Funktion noch per Patch nach.
Angemessener Umfang, hohe Wiederspielbarkeit
Wer alleine spielt, die Levels sorgfältig erkundet und wirklich alle Dialoge führt (davon gibt's reichlich!), ist mindestens zehn Stunden beschäftigt, eher aber 15. Im Koop-Modus geht das alles etwas flotter, darum fällt die Spielzeit hier kürzer aus. Auf Normal ist Diablo 3 recht stressfrei durchgespielt, dieser Modus ist eher als Trainingsphase zu betrachten. Ab der zweiten Schwierigkeitsstufe Albtraum werden die Kämpfe jedoch spürbar fordernder, so dass man nun gezwungen ist, die Skillung zu überdenken, bessere Items anzulegen, die eigenen Taktiken zu verfeinern - ab hier sollten sich auch Diablo-Veteranen wohl fühlen. Durch die vier Schwierigkeitsgrade, zig Zufallsereignisse, fünf Klassen und teils zufallsgenerierte Umgebungen bietet Diablo 3 einen hohen Wiederspielwert.
Gute Sprachausgabe
Die deutschen Sprecher sind durchweg gut und motiviert, auch die Übersetzung ist gelungen. Besonders schön: Die Helden unterhalten sich häufig mit den Begleiter-NPCs, ein dickes Plus für die Atmosphäre! Die englische Fassung klingt zwar noch einen Tick besser, kann bei Bedarf aber kostenlos runtergeladen werden.
Exzellent gerenderte Zwischensequenzen
Wenig überraschend: Die gerenderten Filmsequenzen von Diablo 3 sind äußerst edel und leisten einen guten Beitrag zur Atmosphäre. Schöne Echtzeit-Sequenzen, wie man sie aus Starcraft 2: Wings of Liberty kennt, sucht man hier allerdings vergebens.
Viele Komfortfunktionen, kurze Laufwege
In Diablo 3 muss man seine Leiche nach einem Bildschirmtod nicht mehr mühsam zurückholen. Durch Checkpoints, Wegpunkte und den Stadtportalzauber entfallen die meisten längeren Laufwege. Klasse: Im Koop-Modus braucht man nur das Banner eines Mitspielers anklicken, schon teleportiert man sich direkt zu ihm. Die Ladezeiten sind extrem kurz.
In diesem Artikel
- Seite 1 Diablo 3 im Test: Einleitung
- Seite 2 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 gefallen
- Seite 3 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 nicht gefallen
- Seite 4 Diablo 3 im Test: Das Fazit der PC Games-Tester im Video und die Wertung
- Seite 5 Diablo 3 im Test: Der dritte Tag im Video
- Seite 6 Diablo 3 im Test: Der zweite Tag im Video
- Seite 7 Diablo 3 im Test: Der erste Tag im Video
- Seite 8 Diablo 3 im Test: Wertung, Meinungskästen, alle Pros & Cons
- Seite 9 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Diablo 3 im Test: Einleitung
- Seite 2 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 gefallen
- Seite 3 Diablo 3 im Test: Das hat uns an Diablo 3 nicht gefallen
- Seite 4 Diablo 3 im Test: Das Fazit der PC Games-Tester im Video und die Wertung
- Seite 5 Diablo 3 im Test: Der dritte Tag im Video
- Seite 6 Diablo 3 im Test: Der zweite Tag im Video
- Seite 7 Diablo 3 im Test: Der erste Tag im Video
- Seite 8 Diablo 3 im Test: Wertung, Meinungskästen, alle Pros & Cons

- bei einem Konzert
- nach der Ankündigung "Ich singe jetzt ein Lied"
- bei der Veröffentlichung als "Musik"
"Bravo! Da capo!"
:-B :-D
- ein Tisch nach einem Essen mit Freunden (Ein Künstler hatte einen solchen abgegessenen Tisch präpariert, alles darauf fixiert und dann um 90° gedreht hochkant als Kunstwerk ausgestellt)
- Duchamp's "Fountain"
- Schluckgeräusche bei der Verköstigung verschiedener Weinsorten (Ein Projekt der Einstürzenden Neubauten)
- ein Stapel aufgebrochener Glückskekse, die im Rahmen einer Performance aufgebrochen und deren Sprüche vorgelesen wurden.
Gerade bei letzterem bietet sich ein anschauliches Beispiel.
Die Performance mit dem Vorlesen ist das eigentliche Kunstwerk.
Also ist der danach übrig gebliebene Haufen aufgebrochener Glückskekse keine Kunst, weil der "Rahmen" des Kunstwerks mit Beendigung der Performance verlassen wird.
Nun ist aber dieser Haufen zusammen mit einem Video der Performance ausgestellt.
Und damit vom Künstler zum Kunstwerk hinzugefügt worden.
Und wurde damit vom Abfall zum Teil eines Kunstwerks erhoben.
Das widerspricht aber nicht der Wiki Definition, die quasi sagt: "Kunst ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses".
Der Künstler setzt ja bloß die Grenzen des Kunstwerkes fest.
zB: "Das Gemälde da ist mein Kunstwerk. Inklusive des Rahmens. Inklusive des Abstandes zur Wand, da die Schattierung der durchsichtigen Teile durch die Beleuchtung dazugehört. Genauso wie die Wandfarbe. Und das spiegelverkehrte, aber stilistisch abgewandelte Bild an der exakt gegenüberliegenden Stelle des Zimmers. Und der auf der einen Seite altertümliche und auf der anderen Seite futuristische verspiegelte Schrank in der Mitte des Raumes. etc
Du führst deine eigene Argumentation im gleichen Satz schon zuvor ad absurdum.
- bei einem Konzert
- nach der Ankündigung "Ich singe jetzt ein Lied"
- bei der Veröffentlichung als "Musik"
Indem er etwas in einem derartigen Rahmen darbietet, deklariert der Künstler es als "Musik" - egal, ob er nur einen fahren lässt, einen Einkaufswagen von der Bühne schmeißt, auf einer Holzkiste rumhaut oder mit einer Tesla Spule durch erzeugte Blitze Töne erzeugt.
Wenn jemand im Bus einen fahren lässt, ein Einkaufswagen von einer Rampe fällt, jemand eine Holzkiste zu Kleinholz verarbeitet oder in einem physikalischen Experiment kontrolliert Blitze erzeugt, ist das hingegen keine Musik - weil es eben keine organisierten Schallereignisse sind. Weil eben keiner da war und gesagt hat: "Das ist jetzt Musik".
Diese Abgrenzung ist nötig, denn sonst wäre alles akustische "Musik" - auch Nachrichten, Hörspiele, Informationssendungen, Verkaufsgespräche... - das sind ja auch alles "organisierte Schallereignisse".
Die Ausslaggebende Aussage in Deinem letzten Post ist das "für mich". Nur weil Du es so siehst besitzt es noch lange keine Allgemeingültigkeit.
Das ergibt sich aber logisch innerhalb einer Diskussion, ob X denn noch Kunst sei, sobald X einem natürlich auftretenden Phänomen ähnelt.
Du führst deine eigene Argumentation im gleichen Satz schon zuvor ad absurdum.