Victoria 3 endlich gespielt: So gut ist das Globalstrategie-Revival
Von der kleinen Nation zur Weltmacht: In Victoria 3 leitet ihr die Geschicke eures Staates. Ob das Globalstrategiespiel von Paradox Interactive auch Spaß macht oder einfach nur staubtrockene Pixel-Politik ist, erfahrt ihr im ausführlichen Vorschaubericht.
In Globalstrategiespielen kümmert ihr euch nicht allein um die Belange eines Dorfes oder einer Großstadt. Hier kontrolliert ihr das Schicksal einer ganzen Nation und seines Volkes. Der schwedische Entwickler und Publisher Paradox Interactive hat sich ganz und gar dieser Spielart verschrieben und brachte zuletzt mit Crusader Kings 3 ein wahres Globalstrategie-Aushängeschild heraus. Die ebenfalls von Paradox entwickelte Strategieserie Victoria besitzt eine beinahe 20-jährige Historie. Der 2010 veröffentlichte zweite Teil heimste für seine Komplexität und die Masse an Möglichkeiten viel Lob ein, wurde aber auch für seine biedere Präsentation und die sperrige Handhabung gerügt.
Hinsichtlich Spielumfang und Optionsvielfalt bleibt das im Herbst erscheinende Victoria 3 den Tugenden seines Vorgängers treu. In puncto Präsentation jedoch zeigt sich das Globalstrategiespiel von seiner modernen Seite und glänzt etwa mit hübschen Kartendetails und einer lebendigen Spielwelt. Ein Taktik-Schlachtfest wie Creative Assemblys Total-War-Reihe aber ist auch Victoria 3 nicht.
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Denn hier seid ihr kein General, der seine Armee zu Felde führt. In diesem Spiel verbringt ihr Stunden um Stunden mit dem Optimieren eurer Wirtschaft oder manipuliert mit umfangreichen Diplomatiefunktionen andere Staatsoberhäupter.
Aller Anfang ist ...
Für Victoria-Einsteiger bietet das Strategiespiel ein umfangreiches, wenn auch arg nüchtern gehaltenes Tutorial. Hier erlernt ihr beispielsweise mit der Startnation Schweden die Grundzüge von Wirtschaft, Diplomatie und Politik. Aufgaben und Erklärtexte dienen als Leitfaden. Sehr praktisch: Fahrt ihr über Schlüsselworte und verharrt dort mit dem Mauszeiger, öffnet sich ein weiteres Fenster mit Erklärungen dazu.
Quelle: Paradox Interactive/Medienagentur plassma
Wer hätte das gedacht? Im Jahr 1849 war in Schweden Kinderarbeit noch erlaubt. Erst mit einem erfolgreichen Gesetzesvorschlag können wir dies ändern und mit einem weiteren Schritt auch die Grundschulpflicht einführen.
In den ersten Stunden bedeutet das zwar sehr viel Lesestoff, doch zugleich erspart euch das System nerviges Blättern in separaten Menüs. Das Tutorial ist in diesem Fall allerdings kein rechtsfreier Raum: Baut ihr Mist, dann sitzen euch schneller große Staaten wie Russland oder Qing im Nacken, als ihr "Bruttosozialprodukt" sagen könnt.
Abseits dieser Proberunde gibt es neben dem freien Spiel drei an Siegbedingungen geknüpfte Szenarien: In "Wirtschaftliche Vorherrschaft" müsst ihr die Weltwirtschaft unter eure Kontrolle bringen. In "Hegemon" gilt es, den Globus zu beherrschen - egal, ob mit Diplomatie oder kriegerischen Aktivitäten. Und in "Egalitäre Gesellschaft" sollt ihr eine möglichst gleich aufgestellte Gesellschaft erschaffen, in der es allen gut geht.
Quelle: Paradox Interactive/Medienagentur plassma
Das Spiel liefert auf Kommando Informationen über die einzelnen Nationen: Etwa über deren Regierungssystem, das Bruttoinlandsprodukt oder auch deren militärische Stärke.
Die Wahl eurer Startnation ist dabei von entscheidender Wichtigkeit. Jeder Staat bringt individuelle Voraussetzungen mit sich - etwa in Bereichen wie Wirtschaft, Bevölkerung, Diplomatie und auch der bereits vorhandenen Infrastruktur.
Die ersten Minuten und Stunden können einen dabei ziemlich überfordern. Trotz besagter Hilfen gibt es in Victoria 3 (jetzt kaufen 49,70 € / 44,99 € ) kein Patentrezept und auch keine Standard-Abfolge wie zu Beginn einer Partie Anno oder Die Siedler.
Quelle: Paradox Interactive/Medienagentur plassma
Großbritannien brennt! Grund ist in diesem Fall ein unprovozierter Krieg mit Schweden, die den Briten im Kampf ordentlich zusetzen.
Stattdessen werdet ihr zunächst Zeit damit verbringen, den Status quo eurer Nation festzustellen. Welche Industrie ist bereits da? Wie steht es mit Handelsrouten? Mit welchen Staaten gibt es diplomatische Verbindungen? Wie geht's dem eigenen Volk? Danach klickt ihr euch durch die einzelnen Gebiete eurer Nation und seht, welche Gebäude dort bereits vorhanden sind.

Und dann kommen noch andere Faktoren dazu: EU4 hat z.B. ein Rivalen-System. Das heisst, man kann bis zu 3 andere Staaten nehmen, die das Spiel vorgibt und sie als Rivalen einstufen. (Meist Nachbarn oder Staaten, die in der Stärke ähnlich liegen.) Man muss es aber tun, weil man ansonsten recht große Nachteile hat. Das gilt auch für die anderen Staaten. Und jetzt baut man sich in CK2 mit Spanien ein sehr enges Verwandschaftssystem mit Frankreich auf, hat ausgezeichnete Beziehungen/Allianzen. Dann transformiert man das und all das verschwindet. Wenn man Pech hat, dann steht einem Frankreich auch noch als Rivale gegenüber.
Deswegen: testet es einfach mal aus. Bei mir war es damals, als ich das vor einigen Jahren ausgetestet habe, ein riesen Mist. Kann ja sein, dass es mittlerweile besser ist. Aber aus meiner Erfahrung heraus ersetzt dieses Gymmick absolut nicht das spielen eines Spieles auf EINEM Spielsystem von der Frühzeit bis zur Neuzeit. Das hin- und herwechseln zerhaut viel zu viel.
EU4 dagegen hast du einen Staatslenker, aber der kann den Löffel auch abgeben, ohne das das große Auswirkungen hat. Es ist hier viel wichtiger, seine Provinzen zu entwickeln.
Victoria war ein Gesellschaftssimulator. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr daran erinnern, ob der Herrscher auch nur annähernd wichtig war, oder ob der sterben konnte. Wichtiger war es, Bevölkerungsgruppen heranzuzüchten. Z.B. Soldaten für eine große Armee, oder höher Gebildete, um die Forschung zu verbessern. Etc.
Hearts of Iron? Ganz klar ein auf große Schlachten ausgelegt, mit einem starken Augenmerk auf eine stabile Logistik. Die ursprüngliche Familie aus CK(2) hat hier gar nichts mehr verloren.
Ihr könnt es gerne austesten, aber kaum jagt man das erste Spiel durch den Umwandlungsprozess, stellt man fest, dass es keinen Sinn macht und zuviel verloren geht.
Ist halt fraglich, ob mans so lange schafft :B
EU4 dagegen hast du einen Staatslenker, aber der kann den Löffel auch abgeben, ohne das das große Auswirkungen hat. Es ist hier viel wichtiger, seine Provinzen zu entwickeln.
Victoria war ein Gesellschaftssimulator. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr daran erinnern, ob der Herrscher auch nur annähernd wichtig war, oder ob der sterben konnte. Wichtiger war es, Bevölkerungsgruppen heranzuzüchten. Z.B. Soldaten für eine große Armee, oder höher Gebildete, um die Forschung zu verbessern. Etc.
Hearts of Iron? Ganz klar ein auf große Schlachten ausgelegt, mit einem starken Augenmerk auf eine stabile Logistik. Die ursprüngliche Familie aus CK(2) hat hier gar nichts mehr verloren.
Ihr könnt es gerne austesten, aber kaum jagt man das erste Spiel durch den Umwandlungsprozess, stellt man fest, dass es keinen Sinn macht und zuviel verloren geht.
Ist halt fraglich, ob mans so lange schafft :ugly: