Total War: Rome 2 im Test - Familienangelegenheiten und intensive Echtzeit-Schlachten
Rome 2 bringt erwachsene Männer zum Weinen. Mit bildhübscher Grafik - und horrenden Systemanforderungen. Der PC Games-Test verrät euch, warum das bislang größte Total War-Strategiespiel trotz hohem Suchtfaktor weniger Spaß macht als die Vorgänger und unter welchen Mängeln Rundenmodus und Echtzeitschlachten derzeit noch leiden.
Familienplanung
Eine dieser seltenen Überraschungen in Total War Rome 2: Bürgerkrieg. Der bricht in Rome 2 dann aus, wenn die Familien einer Fraktion (bei den Römern etwa Julier, Junier und Cornelier) im Clinch liegen. Statt wie im ersten Rome einen Senat gibt es im Nachfolger für jede Fraktion eine Familienübersicht, auf der die Generäle mit ihren Stärken und Schwächen aufgelistet (die bekannte Stammbaum-Ansicht fehlt). Jede dieser Persönlichkeiten verfügt über Gravitas: das Ansehen in Öffentlichkeit, Senat und bei den konkurrierenden Familien. Dieser Wert lässt sich steigern oder senken, indem wir per schnöden Menü-Schaltflächen Auftragsmorde ordern, Heiraten arrangieren (aber nur noch innerhalb der Fraktion) oder einen unserer Anhänger zur Beförderung vorschlagen. Gewinnen die anderen Familien die Überhand, etwa weil wir bei den seltenen Dilemmas mit zwei oder mehr Wahlmöglichkeiten die falsche Entscheidung getroffen haben, kommt es zum Bürgerkrieg. Dann tauchen plötzlich aus dem Nichts Revoluzzer-Armeen in der Hauptstadt auf und wir hasten zurück in die Heimat, um den Aufstand niederzuschlagen. Spannend!
Sehr gut ist zudem das neue Missionssystem, das uns in einer Tour mit kleinen und großen Aufträgen versorgt. Unser Imperium steigt nämlich fast schon wie in einem Rollenspiel in der Stufe auf, wodurch wir zusätzliche Armeen aufstellen und Agenten anheuern können. Gleichzeitig ändern sich auch die Aufgaben, für die als Belohnung hohe Geldbeträge winken: Erst geht es nur darum, sich eine nahe Siedlung einzuverleiben oder ein Bündnis mit einer bestimmten Nachbarnation zu schmieden. Später hält euch das Spiel dazu an, eine gewisse Menge an Einheiten zu rekrutieren. Dabei gibt es neben dem Hauptziel auch stets mehrere Bonusaufgaben. Die Belohnung ist zwar immer die Gleiche, nämlich das schon bald zweitrangige Geld. Trotzdem motivieren die Aufgaben mehr als die sich bald wiederholenden Senatsmissionen aus dem ersten Rome.
Intensives Echtzeitgemetzel
Nicht nur die Kampagnenkarte von Total War: Rome 2 ist riesig, auch die Echtzeitschlachten fallen größer aus als je zuvor in der Serie. Wenn man dann eine voll ausgewachsene römische Legion mit rund 15 unterschiedlichen Einheiten befehligt, ist es wichtig, sich nur um die schlachtentscheidenden Dinge zu kümmern. Daher ist es sehr hilfreich, dass man im neuen Teil auch der KI die Macht über einzelne Einheiten übergeben kann und sich so höchstpersönlich etwa selbst um die Flankenanfgriffe bemüht. Da die KI den Job einigermaßen gut macht, fühlt man sich in den massiven Schlachten mit über 5.000 Soldaten so gut wie nie überfordert. Und falls doch: Wie seit Shogun 1 lässt sich die Zeit jederzeit anhalten oder verlangsamen. Tolle Neuerung: Siegpunkte, die es zu erobern gilt, existieren nicht nur auf den Stadtkarten, sondern auch in gewöhnlichen Feldschlachten. Das zwingt den Verteidiger dazu, bei der Positionierung seiner Truppen umsichtiger vorzugehen und nötigt dem Angreifer ein fokussiertes Vorgehen ab. Außerdem verfügt unser General je nach Stufe über mehrere aktive Fähigkeiten, die wir im Gefecht auslösen und die etwa einer verbündeten Einheit einen Moral-Boost verleihen. Auch viele Einheiten besitzen solche Talente, einige davon wirken reichlich aufgesetzt (Brennende Wurfspeere!) und gehören unserer Auffassung eher in ein schnelles Echtzeitstrategie-Spiel wie Starcraft 2 als in ein Total War-Spiel, in dem es um überlegtes Vorgehen und Planung geht.
Die taktisch anspruchsvollen Gefechten sehen so gut wie niezuvor aus: Grafisch ist Rome 2 eine Bombe, auch auf der mit zahllosen liebevollen Details und Animationen verschönerten Weltkarte. Einheiten sehen aus der Nähe extrem detailliert aus und nutzen im Kampf realistische Bewegungsabläufe. Zudem begeistert die schiere Menge an gleichzeitig dargestellten Soldaten. Dazu gibt es eine unheimlich dichte Schlachtenatmosphäre, wahlweise auch in der neuen (spielerisch bedeutungslosen) Filmkamera, die ganz nahe an einen ausgewählten Trupp heranzoomt. Dank einer angemessen pompösen Musik und sehr authentisch wirkenden Schlachtgeräuschen ist es nicht unüblich, wenn der Spieler eine Gänsehaut bekommt, während er Tausende virtuelle Männlein in den Tod schickt. Die deutsche Übersetzung und Sprachausgabe ist prima gelungen, einzig ein paar Fraktionsanführer sprechen mit einem arg übertriebenen Akzent.
Ganz klar: Ein schöneres, detaillierteres und größeres Strategiespiel als Total War: Rome 2 muss man lange suchen. Doch die unglaubliche Detailfülle und die riesigen Ausmaße haben ihren Preis, denn sogar auf High-End-Rechnern muss man sich auf Schlachten einstellen, die auch bei dezent heruntergesetzten Grafikeinstellungen stellenweise nur mit fünf oder sechs Frames in der Sekunde laufen. Rome 2 reizt aktuelle PCs bis zum Anschlag aus: Wer keinen Nasa-Rechner hat, muss die Grafikeinstellungen stark zurückschrauben. Selbst PCs, die den Vorgänger Shogun 2 problemlos zum Laufen brachten, kommen ins Schwitzen. Einen ausführlichen Rome 2-Benchmark mit den unterschiedlichsten Prozessoren und Grafikkarten gibt es bei den Kollegen der PC Games Hardware.
In diesem Artikel
- Seite 1 Total War: Rome 2 im Test - Leichter Einstieg, gigantische Ausmaße
- Seite 2 Total War: Rome 2 im Test - Das neue Provinzsystem
- Seite 3 Total War: Rome 2 im Test - Fehlende Spielelemente
- Seite 4 Total War: Rome 2 im Test - Familienangelegenheiten und intensive Echtzeit-Schlachten
- Seite 5 Total War: Rome 2 im Test - Nervige KI-Schwächen, Komfort-Mängel, Meinungen + Wertungen
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Total War: Rome 2 im Test - Leichter Einstieg, gigantische Ausmaße
- Seite 2 Total War: Rome 2 im Test - Das neue Provinzsystem
- Seite 3 Total War: Rome 2 im Test - Fehlende Spielelemente
- Seite 4 Total War: Rome 2 im Test - Familienangelegenheiten und intensive Echtzeit-Schlachten
- Seite 5 Total War: Rome 2 im Test - Nervige KI-Schwächen, Komfort-Mängel, Meinungen + Wertungen

Derzeitige Tendenz->eher Nein.
Aber mir persönlich hat Shogun 2 (und auch alle anderen TW-Teile bisher) wesentlich mehr Spaß gemacht.
Nur kann ich es nicht verstehen warum wiedereinmal das Spiel mit sovielen Bugs und Co. veröffentlicht wurde.
Die Entwickler müssten das doch bei Tests selber merken.
Doch nein. Stattdessen kommen wieder einmal Updates über Updates.
Schade finde ich es das man wieder keine Fraktionen freischalten kann.
Auch wen diese nun anscheind ja mit den DLC kommen. Doch dafür wollen se ja auch wieder Geld.
Mal sehen ich werde erstmal das Shogun 2 zu ende spielen.und dann schauen ob ich mir Rome 2 hole.
Derzeitige Tendenz->eher Nein.
In den schlachten hab ich auf extrem setting sogut wie immer 20frames ++.
Ebenso ist die KI nun wirklich merklich besser. Sie greift mehr an und steht nicht nur dumm an den flaggen rum. Das Spiel ist auf Sehr schwer und Legendär nun wesentlich fördernder.
Der 3.0 Final soll anfang nächste Woche erscheinen und dann soll auch gleich Beta4 an den start gehen.
Ich hoffe im Beta4 auf folgende Punkte:
Hoffentlich geht CA nun die Probleme an mit dem "Blobbing" der einheiten weil das im Kampf total unübersichtlich ist und alle irgendwie nur auf einem haufen stehen. Ebenso soll ja der Seekampf einige verbesserungen erhalten und auch das Capture the Flag soll verbessert werden oder sogar ganz entfernt werden.
Und dann kann CA so langsam die Kampagne mal richtig balancen. Sehr starke einheiten müssen VIEL VIEL teurer werden und auch im unterhalt mehr kosten. Ein Family Tree muss ebenso schnellstens rein oder wenigstens das Politik system mal ordentlich verbessern. Die ereignisse die regelmässig passieren sind ebenso reinstes Glücksspiel und man sollte mal bessere Infos darüber bekommen was man wirklich nun macht wenn man diese option wählt.
Die BAI hat mich eben sogar überrascht, da ich überhaupt nicht mehr mit intelligent flankenden Kavallerieeinheiten gerechnet hatte. Ausserdem haben durch die Bank höhere Moral und geringere Angriffswerte den Nahkampf genügend verlangsamt, um wieder ein bisl Taktik zu ermöglichen. Macht schon deutlich mehr Spaß als noch zu Beginn. Leider ist die BAI bei Belagerungen noch immer "verbesserungswürdig" und allgemein komplett hilflos gegenüber Fernkämpfern, wenn keine Kavallerie im Aufgebot steht.
Immerhin haben sie der CAI ein wenig Leben eingehaucht. In meiner neuen Suebi-Kampagne (VH/VH/4tpy) gab es innerhalb der ersten 20 Runden mehr Kriegserklärungen als in der kompletten 1.0 Kampagne mit den Römern... scheinbar sind die Nachbarn auf Krawall gebürstet. Die Zusammenstellungen der Armeen war nach #2 allerdings noch immer Grütze, überall sind Unmengen an Slingers und Spear Militia unterwegs. Mit #3 ist meine Kampagne noch nicht weit genug fortgeschritten, vielleicht ist es ja besser geworden.
Er will nur noch auf Konsolen von schlechten Spielen enttäuscht werfen, ist doch logisch ;-)
So wie Ride to Hell kam auch für die PS3 und Xbox Zero