Total War: Rome 2 im Test - Fehlende Spielelemente
Rome 2 bringt erwachsene Männer zum Weinen. Mit bildhübscher Grafik - und horrenden Systemanforderungen. Der PC Games-Test verrät euch, warum das bislang größte Total War-Strategiespiel trotz hohem Suchtfaktor weniger Spaß macht als die Vorgänger und unter welchen Mängeln Rundenmodus und Echtzeitschlachten derzeit noch leiden.
Fehlende Spielelemente
Während diese Änderungen unseren Beifall finden, vermissen wir im Gegenzug viele bekannte Spielelemente der Vorgänger. Für Rome 2 hat Creative Assembly unter anderem folgende Features gestrichen:
- Manuellen Straßenbau
- Tausch von Siedlungen per Diplomatie
- Automatische Verwaltung eigener Siedlungen per KI-Assistent
- Jahreszeiten (jede Runde dauert ein Jahr)
- Bau von Spähposten oder Forts
- Überfälle auf Handelsrouten
- Historische Ereignisse
- Videos bei Agentenaktionen (nur beim Tod von Generälen, Bürgerkrieg und Kampagnensieg)
- Manuelle Verstärkung von im Kampf oder durch Stationierung in Wüsten/unzugänglichen Bergregionen mitgenommener Einheiten (Truppen regenerieren automatisch über mehrere Züge hinweg, wenn sie sich in einer verbündeten Provinz befinden)
Neben dieser Simplifizierung stört vor allem das Verhalten der KI-Fraktionen. Diese agieren einerseits clever, erobern etwa selbstständig nahe Siedlungen, nutzen Schiffe, um überraschende Invasionen vom Meer aus zu starten oder halten feindliche Armeen mit Agenten auf, von denen es drei Sorten gibt. Dann jedoch schicken sie Zug um Zug sinnlos Armeen hin und her, ohne dass ein klares Ziel oder eine dahinter steckende Strategie ausmachen ist. Beim Marsch auf die letzte Stadt eines stark dezimierten Feindes beobachteten wir mehrmals, wie er seine Armeen im letzten Moment abzog, um in einem Anfall von Wahnsinn stark befestigte Nachbarsiedlungen angriff, statt die eigene Hauptstadt bis zum letzten Mann zu verteidigen. Außerdem kommt die KI überhaupt nicht klar mit einem weiteren neuen Feature: den Stellungen (im Englischen: "stances").
Damit können wir Armeen verschiedene Verhaltensweisen einimpfen, etwa das Plündern der Landstriche (erhöht Verstärkungsrate und senkt Unterhaltskosten) oder das Einigeln in einer hölzernen Verteidigungsanlage. Die KI nutzt gerne und häufig die "Gewaltmarsch"-Einstellung, mit der Heere einen doppelt so großen Bewegungsradius erhalten - auf Kosten der Fähigkeit, im selben Zug anzugreifen. Offenkundige Gründe für ein solches Verhalten konnten wir beim Computergegner oftmals nicht erkennen. Wir hatten oft den Eindruck, dass die KI damit auf kein Ziel hinarbeitet oder den Gewaltmarsch klug nutzt, um hinter unsere Verteidigungslinien zu gelangen.
Noch drolliger wird die Sache aber bei den Rebellen. Diese unterdimensionierten Streitmächte der ehemaligen Provinzbesitzer erheben sich immer dann, wenn die Zufriedenheitsskala in einer Provinz -100 erreicht. Statt sich jedoch über mehrere Runden zu einer großen Armee zu sammeln und dann unsere Städte anzugreifen, reiben sich die Rebellen am Ende jedes Zuges an den Garnisonen unserer Siedlungen auf. Die Städte bestückt Rome 2 nämlich automatisch mit Soldaten, mit jedem Upgrade für das Hauptgebäude und etwaige Militärbarracken werden es mehr. Auf diese Weise tummeln sich schon mal um die 1.000 Soldaten in einer Siedlung, ohne dass der Spieler sich um Unterhaltskosten und Armeepositionierung Sorgen machen müsste: Die Garnison ist immer da und lässt sich auch nicht abziehen. Derartige Truppenmassen haben mit den wenige hundert Mann großen Rebellenarmeen oder den ähnlich harmlosen Sklavenaufständen natürlich keine Mühe. Diese Problematik führt dazu, dass wir uns praktisch keine Sorgen um die Zufriedenheit unserer Untertanen machen müssen.
In einer unserer Testpartien rebellierten die ersten 100 Züge lang jede Runde drei bis acht unserer Provinzen - unsere Garnisonen schlugen die Aufstände problemlos nieder, Konsequenzen gab es keine. Das macht das Spiel noch leichter, als es ohnehin schon ist: Die ersten drei Schwierigkeitsgrade können Total War-Kenner getrost überspringen, erst ab "Sehr Schwer" gestaltet sich zumindest die Anfangsphase ordentlich herausfordernd. Aber schon bald türmen sich auch in diesem Schwierigkeitsgrad die Geldbeträge auf dem Staatskonto und wegen der schlecht organisierten Widersacher ist es ein Leichtes, mit zwei oder drei Armeen je 20 Einheiten ein Weltreich zu schmieden.
Gerade mit den Römern, der wohl populärsten Fraktion von Rome 2, gestaltet sich der Rundenmodus vergleichsweise einfach und weniger komplex als die Vorgänger. Aber auch die DLC-exklusiven Spartaner, denen der Startbildschirm einen hohen Herausforderungsgrad attestiert, haben wir zum Sieg geführt, ohne dabei groß ins Schwitzen zu kommen. Weil die Spielwelt zudem so irre riesig und die Siegbedingungen derart hochgegriffen sind, flaut der Spielspaß nach der spannenden Anfangsphase leicht ab: Selbst als in unserer Testpartie das komplette Europe plus Nordafrika unter spartanischer Fuchtel standen, hatten wir gerade einmal die Hälfte aller Provinzen erobert! Dieses "Uff, noch so viel zu tun?"-Gefühl kann demotivierend wirken, zumal die Aufgaben auf der Strategiekarte schnell zur Routine werden und Überraschungen rar gesät sind.
In diesem Artikel
- Seite 1 Total War: Rome 2 im Test - Leichter Einstieg, gigantische Ausmaße
- Seite 2 Total War: Rome 2 im Test - Das neue Provinzsystem
- Seite 3 Total War: Rome 2 im Test - Fehlende Spielelemente
- Seite 4 Total War: Rome 2 im Test - Familienangelegenheiten und intensive Echtzeit-Schlachten
- Seite 5 Total War: Rome 2 im Test - Nervige KI-Schwächen, Komfort-Mängel, Meinungen + Wertungen
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Total War: Rome 2 im Test - Leichter Einstieg, gigantische Ausmaße
- Seite 2 Total War: Rome 2 im Test - Das neue Provinzsystem
- Seite 3 Total War: Rome 2 im Test - Fehlende Spielelemente
- Seite 4 Total War: Rome 2 im Test - Familienangelegenheiten und intensive Echtzeit-Schlachten
- Seite 5 Total War: Rome 2 im Test - Nervige KI-Schwächen, Komfort-Mängel, Meinungen + Wertungen

Derzeitige Tendenz->eher Nein.
Aber mir persönlich hat Shogun 2 (und auch alle anderen TW-Teile bisher) wesentlich mehr Spaß gemacht.
Nur kann ich es nicht verstehen warum wiedereinmal das Spiel mit sovielen Bugs und Co. veröffentlicht wurde.
Die Entwickler müssten das doch bei Tests selber merken.
Doch nein. Stattdessen kommen wieder einmal Updates über Updates.
Schade finde ich es das man wieder keine Fraktionen freischalten kann.
Auch wen diese nun anscheind ja mit den DLC kommen. Doch dafür wollen se ja auch wieder Geld.
Mal sehen ich werde erstmal das Shogun 2 zu ende spielen.und dann schauen ob ich mir Rome 2 hole.
Derzeitige Tendenz->eher Nein.
In den schlachten hab ich auf extrem setting sogut wie immer 20frames ++.
Ebenso ist die KI nun wirklich merklich besser. Sie greift mehr an und steht nicht nur dumm an den flaggen rum. Das Spiel ist auf Sehr schwer und Legendär nun wesentlich fördernder.
Der 3.0 Final soll anfang nächste Woche erscheinen und dann soll auch gleich Beta4 an den start gehen.
Ich hoffe im Beta4 auf folgende Punkte:
Hoffentlich geht CA nun die Probleme an mit dem "Blobbing" der einheiten weil das im Kampf total unübersichtlich ist und alle irgendwie nur auf einem haufen stehen. Ebenso soll ja der Seekampf einige verbesserungen erhalten und auch das Capture the Flag soll verbessert werden oder sogar ganz entfernt werden.
Und dann kann CA so langsam die Kampagne mal richtig balancen. Sehr starke einheiten müssen VIEL VIEL teurer werden und auch im unterhalt mehr kosten. Ein Family Tree muss ebenso schnellstens rein oder wenigstens das Politik system mal ordentlich verbessern. Die ereignisse die regelmässig passieren sind ebenso reinstes Glücksspiel und man sollte mal bessere Infos darüber bekommen was man wirklich nun macht wenn man diese option wählt.
Die BAI hat mich eben sogar überrascht, da ich überhaupt nicht mehr mit intelligent flankenden Kavallerieeinheiten gerechnet hatte. Ausserdem haben durch die Bank höhere Moral und geringere Angriffswerte den Nahkampf genügend verlangsamt, um wieder ein bisl Taktik zu ermöglichen. Macht schon deutlich mehr Spaß als noch zu Beginn. Leider ist die BAI bei Belagerungen noch immer "verbesserungswürdig" und allgemein komplett hilflos gegenüber Fernkämpfern, wenn keine Kavallerie im Aufgebot steht.
Immerhin haben sie der CAI ein wenig Leben eingehaucht. In meiner neuen Suebi-Kampagne (VH/VH/4tpy) gab es innerhalb der ersten 20 Runden mehr Kriegserklärungen als in der kompletten 1.0 Kampagne mit den Römern... scheinbar sind die Nachbarn auf Krawall gebürstet. Die Zusammenstellungen der Armeen war nach #2 allerdings noch immer Grütze, überall sind Unmengen an Slingers und Spear Militia unterwegs. Mit #3 ist meine Kampagne noch nicht weit genug fortgeschritten, vielleicht ist es ja besser geworden.
Er will nur noch auf Konsolen von schlechten Spielen enttäuscht werfen, ist doch logisch ;-)
So wie Ride to Hell kam auch für die PS3 und Xbox Zero