Verloren, aber nicht vergessen: Ultima, Wing Commander, Wizardry

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Special Thorsten Küchler - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Verloren, aber nicht vergessen: Ultima, Wing Commander, Wizardry
Quelle: PC Games

Age of Empires, Baldur's Gate und C&C haben wir in bester Erinnerung behalten. Lange schon haben wir von diesen und anderen Spiele-Reihen nichts mehr gehört. Wie also geht es weiter? Besteht die Chance, dass Commandos, Half-Life, No One Lives Forever und Co. irgendwann fortgesetzt werden? Im ersten Teil unserer Special-Reihe versuchen wir diese Frage zu beantworten.

Ultima

Was war das gleich noch mal?
Richard Garriott alias Lord British setzt sich von 1981 bis 1999 ein Rollenspiel- Denkmal: Die Ultima-Reihe startet als grafisch krudes Fantasy-Abenteuer, wird in den folgenden Jahren aber zu einer weltweit anerkannten Genre-Institution. Mit Ultima: Underworld erscheint zudem ab 1992 eine Ableger-Reihe, die revolutionäre 3D-Grafik bietet – als Producer dabei: Warren Spector, der spätere Erfinder von Deus Ex. Ultima Online kommt 1997 auf den Markt und besteht bis heute.
Warum ging es nicht weiter?
Garriotts Größenwahn sorgt ab Teil 8 der Serie dafür, dass Ultima-Spieler dickste Hardware ihr Eigen nennen müssen, um die opulente Grafik genießen zu können. Genervt von der Kritik verlässt Garriott schließlich 2000 das von ihm gegründete (und für 35 Millionen US-Dollar an EA verkaufte) Studio Origin Systems. Das danach geplante Mammutprojekt Ultima X, ein MMORPG, wird von Electronic Arts nach zahlreichen Verschiebungen 2004 beerdigt.
Wie stehen die Comeback-Chancen?
Auch wenn EA mit Ultima Forever und dem Browserspiel Lord of Ultima in den letzten Jahren immer wieder versucht hat, das legendäre Franchise wiederzubeleben, blieb es stets bei halbherzigen Projekten. Und Garriott sammelte unterdessen 2 Millionen Dollar bei seinen Fans ein, um mit Shroud of the Avatar eine Art Ultima ohne Ultima im Titel zu entwickeln.

Wing Commander

Zwischen diesen Bildern liegen vier Jahre: Wing Commander 1 bietet noch pixelige Bitmapgrafik, ab Teil 3 (siehe Screenshot) setzt Chris Roberts auf geradezu irrwitzig viele Videosequenzen. Quelle: EA, Origin Zwischen diesen Bildern liegen vier Jahre: Wing Commander 1 bietet noch pixelige Bitmapgrafik, ab Teil 3 (siehe Screenshot) setzt Chris Roberts auf geradezu irrwitzig viele Videosequenzen. Was war das gleich noch mal?
Schon 22 Jahre bevor Chris Roberts mit Star Citizen seinen Crowdfunding-Siegeszug starten sollte, schlägt das Herz des Designers für Weltraum-Fliegerei. Wing Commander lautet das Zauberwort aus der PC-Saison 1990: Die Science-Fiction-Oper verknüpft spannende Gefechte und Top-Technik mit einer packenden Hintergrundgeschichte. Ab Teil 3 (und dank der CDROM als Medium) zerrt Roberts dann massenweise Schauspieler wie Mark Hamill vor den Greenscreen, um seine interaktiven Geschichten zu erzählen.
Warum ging es nicht weiter?
Irgendwann will Roberts dann auch noch Hollywood erobern und wechselt ins Filmbusiness: Der Wing Commander- Streifen (1999) ist aber selbst für Fans der Reihe nur schwer zu ertragen. EA weiß ohne den Serienschöpfer aber auch nicht so recht, was man mit Wing Commander anfangen soll – und bringt 2007 schließlich einen schrecklichen Arcade-Titel mit dem Untertitel Arena für die Xbox 360 heraus.
Wie stehen die Comeback-Chancen?
Gar nicht mal so schlecht! Denn: Sollte Chris Roberts mit seinem Star Citizen so erfolgreich bleiben, dann dürfte Electronic Arts vielleicht schon bald auf die Idee kommen, selbst was vom Weltraum-Sim-Kuchen abhaben zu wollen. Es wäre fast schon Ironie des Schicksals, wenn Roberts letztlich gegen seine eigene Kreation antreten müsste...

Wizardry

Reaktivierung misslungen: Die Server von Wizardry Online sind schon längst wieder abgeschaltet, das Crowdfunding-Projekt Shaker verfehlte sein Finanzierungsziel deutlich. Reaktivierung misslungen: Die Server von Wizardry Online sind schon längst wieder abgeschaltet, das Crowdfunding-Projekt Shaker verfehlte sein Finanzierungsziel deutlich. Was war das gleich noch mal?
Sir-Tech (benannt nach seinem Mitbegründer Norman Sirotek) veröffentlicht 1980 ein Datenbankprogramm namens Info-Tree. Viel wichtiger ist aber das zweite Projekt der Firma, ein Rollenspiel namens Wizardry, das 1981 sofort zum Genre-Hit wird und eine schier endlose Serie an Fortsetzungen nach sich zieht. Im Fantasy-verrückten Japan kommen zudem Umsetzungen und Ableger für alle möglichen Konsolen auf den Markt – vom Game Boy bis hin zur PS2.
Warum ging es nicht weiter?
Wizardry 8 ist 2001 der Abgesang der einst so erfolgreichen Reihe. Trotz guter Kritiken kann das Spiel den Bankrott von Sir-Tech nicht mehr abwenden. Und Sony Online Entertainment scheitert 2013 mit Wizardry Online, einem MMORPG – die Server werden nur 18 Monate nach Release deaktiviert.
Wie stehen die Comeback-Chancen?
Der Name Wizardry lebt wohl weiter – und sei es nur als Verkaufsargument für irgendwelche obskuren, exklusiv in Japan erhältlichen Konsolentitel. Die Tugenden der Serie sind aber offenbar nicht mehr angesagt, der Rollenspiel- Markt mit Spielen wie The Witcher und Dragon Age gesättigt. Anders ist es nicht zu erklären, dass Shaker, ein Crowdfunding-Projekt der Wizardry- Entwickler Brenda Brathwaite und Tom Hall, so erbärmlich baden ging.

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  1. Seite 1 Verloren, aber nicht vergessen: Age of Empires, Baldurs Gate, Battle Isle
  2. Seite 2 Verloren, aber nicht vergessen: Brothers in Arms, C&C, Commandos
  3. Seite 3 Verloren, aber nicht vergessen: Fussball Manager, Half-Life, Indiana Jones
  4. Seite 4 Verloren, aber nicht vergessen: Legacy of Kain, Medal of Honor, No One Lives Forever
  5. Seite 5 Verloren, aber nicht vergessen: Ultima, Wing Commander, Wizardry
  6. Seite 6 Verloren, aber nicht vergessen: Manchmal kommen sie wieder...
    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Steveburn Stille/r Leser/in
        Ein Spiel, an das ich beim Lesen der Überschrift sofort denken musste, ist Drakan - Order of the Flame. Mit einem Drachen rumfliegen, zwischendurch Dungeons clearn, sogar mit dt. Sprachausgabedamals und ein Multiplayer Modus machten das definitiv zu einem SPiel meiner Kindheit... Wobei ich da eigentlich gar keine Neuauflage sehen will. Der Fantasy-RPG Hunger ist mit Skyrim, Dragon Age, Witcher 3 etc. ohnehin gestillt. Trotzdem ein Klassiker, der in diese Liste gehört, finde ich.
      • Von Steveburn Stille/r Leser/in
        Ein Spiel, an das ich beim Lesen der Überschrift sofort denken musste, ist Drakan - Order of the Flame. Mit einem Drachen rumfliegen, zwischendurch Dungeons clearn, sogar mit dt. Sprachausgabedamals und ein Multiplayer Modus machten das definitiv zu einem SPiel meiner Kindheit... Wobei ich da eigentlich gar keine Neuauflage sehen will. Der Fantasy-RPG Hunger ist mit Skyrim, Dragon Age, Witcher 3 etc. ohnehin gestillt. Trotzdem ein Klassiker, der in diese Liste gehört, finde ich.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Indy kam abseits der 2 Lego Spiele auch noch ein richtiges raus in 2007, nur war das Konsolen-exclusiv (Wii und PS2, bei der Wii Fassung gabs als Goodie noch "Fate of Atlantis" obendrauf)

        http://fs1.directupload.net/images/150831/njzgp2x9.jpg
      • Von FalloutEffect Hobby-Spieler/in
        Manchmal kann aber froh sein, dass es keine Remakes oder Fortsetzungen gibt. Es gelingt eben nicht jedem ein Deus Ex. Stattdessen Spiele die im Geiste nah an den Vorbildern orientieren. Ich denke da natürlich an Pillars of Eternity, das mich immer wieder an Baldurs Gate oder Icewind Dale erinnert und fast genauso genial ist. Niemand will ein BG3 von Overhaul sehen und ich bete das von denen auch keins kommt. Sie sollten erstmal ein gutes Spiel eigentständig herausbringen.

        Bei Indiana Jones weiss ich, dass man vor Jahren (2006) mal das Fanprojekt "Youth of Fountain" gestartet hat. Es scheint bis heute noch nicht fertig zu sein.

        Und: Den englischen Football Manager von Sega finde ich defintiv besser, als den von EA. :D
      • Von TheDuffman Spiele-Novize/Novizin
        Ein bisschen mehr Tiefgang hätte dem Artikel gut getan. Gerade zu Ensemble gibt es genügend Post-Mortems der ehemaligen Mitarbeiter im Netz. Die furchtbare Crunchkultur des Studios, erbärmliches Management, 100 Mio im Halo MMO versenkt und das schwache AoE3 sind die Hauptgründe für die Schließung. Allerdings hat sicher auch der kollabierende RTS-Markt dazu beigetragen.
      • Von Maiernator Hobby-Spieler/in
        Zitat von BiJay
        Hätten sie sich wenigstens mal etwas Zeit genommen für die HD-Version und die Probleme des Originals, wie z.B. die grottische Wegfindung, ausgemerzt und auch ein paar Verbesserungen, z.B. des UI, vorgenommen, dann würde Age of Empires 2 vielleicht auch heute wieder Spaß machen.

        Gerade bei Age of Empires und Command & Conquer gingen eher die letzten Projekte daneben, was zum Todesstoß der Serien führte. Bei Siedler sieht es da ja auch nicht gerade rosig aus.
        Nein, bei Comand and Conquer stimmt das, bei Age of Empires nicht. Age of empires 3, das letze richtige AOE und beide Addons waren sehr erfolgreich und danach wurde Ensemble Studios geschlossen, wie es auch im Artikel steht. Aoe Online hatte also nichts mehr mit ES zu tun und wurde von einem der Nachfolge Unternehmen entwickelt, AOEO lief immerhin auch 3 Jahre, Microsoft wollte zu der Zeit seine komplette PC Spiele Branche einstampfen, um der xBOX Platz zu machen, wirtschaftlich betrachtet hatten sie keinen Grund ES dicht zu machen, denn deren letzen beide Spiele waren beides Absatzhits (Aoe3 und Halo wars). Microsoft ist bekannt dafür einfach Produktionsreihen einzustellen bzw nichts mehr weiterzuentwickeln, ohne wirklichen triftigen Grund (siehe Silverlight, Lightswitch, microsoft works, microsoft movie maker, etc pp)

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