Stop Killing Games: Revolution für Online-Spiele rückt einen Schritt näher
Wenn die Server abgeschaltet werden, bleiben Gamer auf ihren Kosten für das Spiel sitzen. Dagegen kämpft die Verbraucherschutzinitiative "Stop Killing Games", die ihrem Ziel jetzt einen Schritt näher gekommen ist.
Vor rund zwei Jahren setzte sich die Gruppe Stop Killing Games in Bewegung. Seitdem hat sich die Initiative aus Gamern und Verbraucherschützern zum Ziel gesetzt, dass Verbraucher ein Videospiel nach dem Erwerb dauerhaft nutzen können und Publisher die zentralen Server des Games nicht einfach abschalten dürfen.
Nachdem Anfang des Jahres vor der EU-Kommission rund 1,3 Mio. Unterschriften für die Weiterführung des Verfahrens gesammelt wurden und der Gründer von Stop Killing Games (Ross Scott) vor dem Europäischen Parlament sprach, hat die Initiative jetzt einen weiteren Meilenstein erreicht.
Stop Killing Games erzielt in den USA weitere Erfolge
Vor einem kalifornischen Gericht wurde jetzt ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der sich mit den finanziellen Auswirkungen der Stop-Killing-Games-Initiative befasst. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Studios entweder Schritte unternehmen müssen, um "abgeschaltete" Spiele weiter am Laufen zu halten, oder für vollständige Rückerstattungen für Käufer des Spiels sorgen.
Sollte der Gesetzesentwurf verabschiedet werden, würde er im Januar 2027 in Kraft treten. Das ist ein großer Schritt für Stop Killing Games. Bis dieser Entwurf tatsächlich zum Gesetz wird, ist es aber noch ein weiter Weg.
Im nächsten Schritt muss ein Gremium des kalifornischen Gerichts mit einer deutlichen Mehrheit für den Gesetzesentwurf stimmen, damit der Entwurf in die nächste Phase übergehen kann.
In der nächsten Phase durchläuft der Entwurf das kalifornische Repräsentantenhaus. Angenommen, dass auch in diesem Schritt die Verantwortlichen dafür stimmen, liegt die letzte Hürde beim kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom.
Wie entstand Stop Killing Games?
Den Ball für Stop Killing Games brachte im April 2024 der YouTuber Ross Scott aka Accursed Farms ins Rollen. Der YouTuber beschwerte sich damals, dass Ubisoft die zentralen Server des Rennspiels The Crew abschaltete und das Game damit unspielbar machte.
Viele Spieler hatten das Spiel gekauft und es hätte nach dem Kauf theoretisch auch offline weiterlaufen können. Ziel ist es, dass Spiele auch nach der Einstellung des Supports oder der Abschaltung der Server weitergespielt werden können.
Was haltet ihr von Stop Killing Games? Und wart ihr auch schon mal sauer, dass ein Spiel einfach "abgeschaltet" wurde? Schreibt uns gerne in den Kommentaren und beachtet dabei bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.
Quelle | rockpapershotgun.com

Dass man irgendwann keine Ersatzteile oder Updates für Geräte erhält hat mit dem ganzen Thema ja eigentlich nichts zu tun. Bei Spielen ist es ja nicht so dass sie nach einiger Zeit einfach kaputt gehen und dann deswegen nicht mehr starten, sondern weil jemand anderes darüber entscheidet, dass diese nun nicht mehr zu starten gehen. Ich sehe da schon dass die Spieleindustrie da in Teilen einen Sonderweg geht, der sich klar gegen die Interessen der Konsumenten richtet, die dass was sie gekauft haben auch weiterhin benutzen wollen.
Mich würde mal interessieren, wieviele Unterzeichner der Petition bereit wären, für den Betreiber-Aufwand etwas zu zahlen.
Auf der anderen Seite werden ja auch gerne mal Bücher oder Musik oder Filme genannt, das ist Kunst, die ja auch nicnt verschwindet. Stimmt, ist aber als Vergleich genauso ungeeignet, denn ein Buch oder eine Musik CD haben keine Kosten im Unterhalt, aber wenn sie keiner mehr kauft, wird die Produktion auch eingestellt.
Kein Unternehmen betreibt Aufwand für etwas, wo man draufzahlt.
Wie gesagt, meine Meinung ist, die ganze Sache rund um die Kampagne halte ich für aufgebauscht.
Aber würdest du auf einem solchen Gerät zum Beispiel noch Online-Banking betreiben? Das kommt ja einem Kill-Switch sehr nahe. Unter Umständen würde man da mehr verlieren als nur den Wert eines Spieles.
Dass man irgendwann keine Ersatzteile oder Updates für Geräte erhält hat mit dem ganzen Thema ja eigentlich nichts zu tun. Bei Spielen ist es ja nicht so dass sie nach einiger Zeit einfach kaputt gehen und dann deswegen nicht mehr starten, sondern weil jemand anderes darüber entscheidet, dass diese nun nicht mehr zu starten gehen. Ich sehe da schon dass die Spieleindustrie da in Teilen einen Sonderweg geht, der sich klar gegen die Interessen der Konsumenten richtet, die dass was sie gekauft haben auch weiterhin benutzen wollen.
Aber würdest du auf einem solchen Gerät zum Beispiel noch Online-Banking betreiben? Das kommt ja einem Kill-Switch sehr nahe. Unter Umständen würde man da mehr verlieren als nur den Wert eines Spieles.
Mir ging es auch hauptsächlich ums „Prinzip“. So einen großen Sonderweg, wie du ihn nanntest, gehen Videospiele nicht unbedingt und der Gnade anderer sind wir an unzähligen Stellen ausgeliefert.
Meine persönliche Meinung zu Stop Killing Games: Ich finde es aufgebauscht und ziemlich voll von übertriebener Empörung. Die Spiele, um die es geht, werden so gut wie nicht mehr gespielt und von den meisten werden wohl auch die meisten Spieler noch nie was gehört haben.
Ich frage mich auch, wieviele die Petition unterschrieben haben, ohne sich überhaupt mit dem Thema befasst zu haben…einfach weils irgendwie cool ist, ohne eines der betroffenen Spiele überhaupt gespielt zu haben. Aber ja, eine Petition kann man auch unterzeichnen, wenn man selber gar nicht davon betroffen ist.