Lage der MMORPG-Nation - Teil 4

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Was bringt die Zukunft dem Genre der Online-Rollenspiele? Wir analysieren die Lage und wagen einen Ausblick.
Quelle: PC Games

Titan ist tot. Blizzard hat den potenziellen Thronfolger von World of Warcraft eingestampft. Was bedeutet dies für das einst so mächtige Genre? Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Genre-Vertreter und wagen einen Ausblick.

Der Herr der Ringe Online

Der Herr der Ringe Online versetzt euch ins Dritte Zeitalter von Mittelerde. Ihr spielt zwar nicht primär die Geschichte der Bücher oder Filme nach, nehmt aber immer wieder an größeren Schlüsselereignissen teil, etwa der Schlacht um Helms Klamm. Spielerisch ist Der Herr der Ringe Online zwar ein klassisches MMORPG mit WoW-Anleihen, doch gibt es eine Besonderheit: Ihr agiert ausschließlich aufseiten der Guten, Mordors Schergen bleiben euch verschlossen.

Nichts für Online-Schurken: In Mittelerde schreibt ihr ausschließlich auf der Seite der Guten Geschichte. Quelle: PC Games Nichts für Online-Schurken: In Mittelerde schreibt ihr ausschließlich auf der Seite der Guten Geschichte. Nach sinkenden Abonnentenzahlen schwenkte Warner Bros. im Herbst 2010 auf ein Free2Play-Modell um. Wer umsonst spielt, muss allerdings mit erheblichen Einschränkungen leben: Kostenlos-Spieler können nur eine begrenzte Menge an Gold tragen, müssen Aufträge außerhalb der Startgebiete per Shop nachkaufen und sind auf zwei Charakterplätze limitiert. Wer etwas im Ingame-Laden ersteht, lockert die Einschränkungen ein wenig. SWTOR lässt grüßen: Abonnenten greifen auf sämtliche Inhalte des MMORPGs zu, kosmetische Items können sie sich trotzdem gegen entsprechendes Entgelt zulegen. Ihr bezahlt im Shop mit einer Ingame-Währung, die ihr erspielt oder gegen echtes Geld einkauft. Die Add-ons sind für alle Spieler kostenpflichtig, wer Der Herr der Ringe Online mehr als nur antesten will, kommt um Ausgaben also nicht herum.

Wie gut wird das Spiel von den Entwicklern gepflegt?
Gut. Das Spiel erhielt über die Jahre bislang 14 Content-Updates, die neue Aufgaben, Dungeons, Raids und Gegenstände auf die Live-Server implementierten. Auch fünf kostenpflichtige Add-ons veröffentlichte Turbine bislang. Die Welt wächst dennoch langsam - prominente Gebiete wie Mordor sind immer noch nicht zugänglich.

Was ist für die Zukunft geplant?
Die Zukunft für Der Herr der Ringe Online ist - zumindest was die Lizenz betrifft - bis 2017 erst einmal gesichert. Eine neue Erweiterung ist in absehbarer Zeit aber ebenso wenig in Sicht wie neue Gebiete. Kein Wunder, spielte Turbine doch erst vor Kurzem Update 14 auf die Live-Server - neue Zonen und eine Erhöhung des Maximallevels inklusive.

Fakten

Wann in Deutschland gestartet?
Am 24. April 2007 ging Der Herr der Ringe Online mit Abo-Modell an den Start.

Geschätzte Spieler pro Monat:
Publisher Warner Bros. lässt sich nicht in die Karten schauen und kommentierte Rückfragen von PC Games bezüglich der Spielerzahlen lediglich mit "Kein Kommentar." Laut einem Artikel der US-Spieleseite IGN vom Januar 2014 besuchen jeden Monat 600.000 Spieler das Online-Mittelerde.

Rift

In der Fantasy-Welt Telara bekriegen sich die Fraktionen Wächter und Skeptiker. Beide kämpfen aber nicht nur um die Vorherrschaft, sondern auch gegen Monster, die durch Risse (im Englischen "Rifts", daher der Name des Spiels) in das Reich eindringen. Die Kämpfe um die Risse zählen zu den Highlights des komplexen Themenpark-Titels, weil die Kreaturen, wenn sie nicht zurückgeschlagen werden, selbstständig durch die Zonen ziehen und etwa Siedlungen erobern und eigene Stützpunkte errichten können.

Starker WoW-Nachahmer: Rift liefert jede Menge tolle Inhalte für MMORPG-Fans. Um die Free2Play-Umstellung kam das Spiel trotzdem nicht herum. Quelle: PC Games Starker WoW-Nachahmer: Rift liefert jede Menge tolle Inhalte für MMORPG-Fans. Um die Free2Play-Umstellung kam das Spiel trotzdem nicht herum. Ihr entscheidet euch für eine der Seiten und levelt euren Charakter in einem ausgeklügelten und anspruchsvollen Klassensystem hoch: Jede Klasse hat acht Talentbäume - Seelen genannt - , von denen immer nur drei aktiv sein dürfen. Dies lässt euch reichlich Freiraum zum Experimentieren. Am 12. Juni 2013 stellte Entwickler Trion Worlds das Verkaufsmodell auf Free2Play um.

Auch Rift unterteilt die Kundschaft in drei Kategorien: Gratisspieler bekommen grundsätzlich das ganze Spiel, haben aber eine Währungsgrenze von 2.500 Platin und können keine Gegenstände im Aktionshaus verkaufen. Käufer der Ladenversion erhalten hingegen mehr Taschen- und Charakterplätze und zusätzliche Klassen. Doch erst Abonnenten goutieren die volle Packung an Boni. Sie verdienen zum Beispiel grundsätzlich mehr Gold, genießen Shop-Rabatte und mehr Quests pro Tag. Seit Oktober 2013 kann man das Online-Rollenspiel via Steam herunterladen.

Wie gut wird das Spiel von den Entwicklern gepflegt?
Sehr gut. Rift erhält regelmäßige Patches, die mal kleinere, mal größere Veränderungen auf die Live-Server bringen. Mit jedem größeren Update liefert Trion neue Aufgaben, Gebiete und PvP- sowie PvE-Inhalte. Am 12. November 2012 veröffentlichte das Studio zudem das Add-on Storm Legion, welches unter anderem zwei komplett neue Kontinente einführte und mehr Klassen und Quests bereit stellte. Seit dem 22. Oktober steht schließlich das kostenlose Inhalts-Update 3.0 namens Nightmare Tide bereit, das euch in die Ebene des Wassers entführt - neue Gebiete, Dungeons und Reittiere inklusive. Außerdem hebt Trion mit dem Update die Stufenbeschränkung auf Charakterlevel 65 an.

Was ist für die Zukunft geplant?
Zu langfristigen Plänen lässt der Entwickler aktuell nichts verlauten, die Entlassungen und Schließungen im vergangenen Jahr sollen den Support von Rift aber nicht beeinflussen.

Fakten

Wann in Deutschland gestartet?
Rift erschien am 4. März 2011 in Deutschland und setzte anfangs auf das von WoW und Konsorten bekannte Abo-Modell.

Geschätzte Spieler pro Monat:
Offizielle Zahlen rückt Entwickler Trion Worlds nicht heraus. Laut der US-Seite IGM sind jeden Monat 350.000 Spieler in Rift unterwegs.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Lage der MMORPG-Nation - Teil 1
  2. Seite 2 Lage der MMORPG-Nation - Teil 2
  3. Seite 3 Lage der MMORPG-Nation - Teil 3
  4. Seite 4 Lage der MMORPG-Nation - Teil 4
  5. Seite 5 Lage der MMORPG-Nation - Teil 5
  6. Seite 6 Lage mit MMORPG-Nation - Teil 6
  7. Seite 7 Lage der MMORPG-Nation - Teil 7
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DanijelZX Stille/r Leser/in
        NJa, die nächsten vermutlich Großen MMORPGs (im H&S Gewand) stehen bereits in den Startlöchern: Lost Arc und Lineage Eternals.
      • Von DanijelZX Stille/r Leser/in
        NJa, die nächsten vermutlich Großen MMORPGs (im H&S Gewand) stehen bereits in den Startlöchern: Lost Arc und Lineage Eternals.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Kwengie
        woher wollen die einfach wissen, daß uns dieser potentielle Nachfolger keinen Spaß gemacht hätte, nur weil es denen keinen Spaß macht?
        Also heißt es letztendlich, daß wir das fressen müssen, was uns der Entwickler serviert. Ob wir nun daran Spaß und Gefallen finden, ist eine andere Frage...

        Blizzard hat doch durch WoW genug Geldreserven, wieso bringen sie das einfach nicht raus und sollen die Jahre der Entwicklung dieses Spiels für die Katz gewesen sein?
        ... also umsonst Gehälter und Löhne bezahlt...

        Allein durch diese Einstellung mag ich Blizzard nicht, denn ein anderes Entwicklerstudio hätte sich dies nicht leisten können.
        Kann man so oder so sehen. Ehrlich gesagt halte ich es nicht immer für klug, auf die Community zu hören. Zu Titan war ja nun gar nichts bekannt. Das Spiel hätte auch der größte Flop in der Geschichte der Branche werden können. Blizzard hat hier einfach das Risiko abgewägt und, warum auch immer, entschieden, dass es so nicht mehr läuft. Allerdings ist die Frage, wie lange Titan tatsächlich in Entwicklung war. Sieben Jahre, ohne dass es eine offizielle Ankündigung oder Info-Häppchen gab? Das glaub ich nicht. Es außerdem gibt viele Titel, die nach Jahren der Entwicklung eingestampft wurden.

        Zitat von Kwengie
        @Red:
        das möchte ich Dir auch nicht abstreiten und ich habe schon meine Gründe genannt, weil ich WoW nicht spiele; aber ich maße mir nicht an, schlecht über das Spiel zu reden, wie andere das mit anderen Spielen tun.
        Aber ich finde es auf gut deutsch gesagt beschissen, daß wir alle praktisch einen Einheitsbrei zocken sollen und der Entwickler ist es, der uns das vorsetzt und glaubt zu wissen, daß wir dies wollen.
        Bestes Beispiel ist doch die Battlefield-Serie, die aufgrund der Cod-Manie von EA vor die Hunde geht. Mir liegt so ein actionreiches und belohnendes Spiel gar nicht, aber das kapieren die Entwickler auch nicht.
        Im RL eine Niete, aber im Spiel der Held...
        Man kann ja nun auch nicht immer von sich auf andere schließen. Der Erfolg von WoW war nunmal wegweisend und ein Vorbild für andere. Das war gut, aber auch auf der anderen Seite schlecht. Nachahmer, oft schlechte oder nicht so erfolgreiche, schossen aus dem Boden, weil man gesehen hat, dass sich WoW erfolgreich durchgesetzt hat. Dadurch war der Markt schnell übersättigt und die kleinen, guten Perlen gingen unter oder wurden zu Free2Play-Games, um noch ein paar Kunden zu gewinnen, bzw. zu halten. Man kann nunmal nicht alles zocken. ^^ Gerade solche Zeitfresser wie MMOs. Aber die Nachfrage war.

        Auch hier kann man sich wieder streiten. Nur ich bin der Meinung, dass Spiele oder ganze Genres erfolgreich werden, eben weil die Spieler es wollen. Wieder mal CoD als Beispiel: Von PR-Verblendung kann - schon allein aufgrund der sinkenden Verkaufszahlen - nunmal gar nicht mehr die Rede sein. Die Serie hat ihren Zenit einfach überschritten. Aber die Spieler wissen, was sie erwarten und kaufen sich CoD, weil sie es wollen. Letztlich reagieren Entwickler nur auf die Nachfrage. Und die allgemeine Nachfrage ist nunmal die nach einfachen Titeln, in denen man sich selbst als Ein-Mann-Armee zum Helden aufschwingt, indem man größtenteils strutzdumme Gegner umhaut. ^^ Actionreich, mehr oder weniger simpel. Zumindest, was AAA-Titel angeht. Es gibt ja trotzdem noch viele Perlen, die Ansprüche an kognitive und motorische Fähigkeiten stellen.

        Ob DU selbst das jetzt gut findest oder nicht, sei mal dahin gestellt. Ich mag den aktuellen Trend auch nicht besonders, gerade was Shooter und MMOs angeht. Aber so ist es mMn nunmal.
      • Von Kwengie Mitglied
        woher wollen die einfach wissen, daß uns dieser potentielle Nachfolger keinen Spaß gemacht hätte, nur weil es denen keinen Spaß macht?
        Also heißt es letztendlich, daß wir das fressen müssen, was uns der Entwickler serviert. Ob wir nun daran Spaß und Gefallen finden, ist eine andere Frage...

        Blizzard hat doch durch WoW genug Geldreserven, wieso bringen sie das einfach nicht raus und sollen die Jahre der Entwicklung dieses Spiels für die Katz gewesen sein?
        ... also umsonst Gehälter und Löhne bezahlt...

        Allein durch diese Einstellung mag ich Blizzard nicht, denn ein anderes Entwicklerstudio hätte sich dies nicht leisten können.

        @Red:
        das möchte ich Dir auch nicht abstreiten und ich habe schon meine Gründe genannt, weil ich WoW nicht spiele; aber ich maße mir nicht an, schlecht über das Spiel zu reden, wie andere das mit anderen Spielen tun.
        Aber ich finde es auf gut deutsch gesagt beschissen, daß wir alle praktisch einen Einheitsbrei zocken sollen und der Entwickler ist es, der uns das vorsetzt und glaubt zu wissen, daß wir dies wollen.
        Bestes Beispiel ist doch die Battlefield-Serie, die aufgrund der Cod-Manie von EA vor die Hunde geht. Mir liegt so ein actionreiches und belohnendes Spiel gar nicht, aber das kapieren die Entwickler auch nicht.
        Im RL eine Niete, aber im Spiel der Held...
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Kwengie
        Was ich jedoch von der WoW-Spielerschaft nicht verstehe, daß diese sich trotz Abo wie eine Weihanachtsganz ausnehmen läßt. Mir ist schon zu Ohren gekommen, daß ein virtuelles Reittier in WoW 20,00 US-Dollars gekosted haben soll und warum sind die Erweiterungen denn kostenpflichtig, obwohl ich ein Abo habe?
        Dann werden Spiele, die viele Jahre in der Entwicklung waren, einfach eingestellt und bei Nokia hat man so ein Geschiß gemacht, weil die aus Deutschland raus sind.
        Letztlich musst du es ja auch nicht verstehen. :) Ich habe selbst 8 Jahre gespielt. Einfach, weil ich WoW für ein gutes Spiel halte, das einem auch was bietet. Ich war nie ein Spieler, der stundenlang am Stück spielte und wenn, dann nur in Ausnahmefällen. Eben der Durchschnitts-WoW-Spieler. Und es hat Laune gemacht, bis zu einem gewissen Punkt. Aufgehört habe ich letztlich nur, weil ich wochenlang keinen gescheiten Raid gefunden habe und mir die ganzen Dailys auf den Nerv gingen. Dies bezüglich muss WoW echt noch nach ziehen.
      • Von Kwengie Mitglied
        Zitat von OptikRec0rds
        wow leute nichtmal n wort über tera? ja es ist nicht sogut angekommen im endeffekt (release wars sehr gehyped) aber es war eins der mmos wos lvln am meisten spaß gemacht hat
        Tera hat mir einmal Spaß gemacht, jetzt nicht mehr.
        Mir scheint, daß alles lieblos auf die Schnelle dahingeklatscht worden ist, weil es keine gescheiten Quests mehr gibt. Alles ist nur noch auf den Hauptgquest reduziert worden und statt der vielen Nebenquests gibt es stattdessen nur noch Klopperquests, bei denen ich jeweils 25 Monster der selben Einheit mit dem grünen Ausrufezeichen kloppen muß. Habe ich diesen erfüllt und kloppe ein Monster wieder nieder, welches mir zu nah auf die Pelle gerückt ist, habe ich den selben Quest nochmals an der Backe. Für mich ist dies zu langweilig und zu langatmig. Ich jedenfalls komme kaum vorwärts und innerhalb von sieben Tagen habe ich nur drei kleine Gebiete geschafft, echt der Wahnsinn!

        Über die Grafiik in diesen MMOs möchte ich nicht sprechen, denn diese sieht einfach altbacken aus.
        Merkwürdig aber, daß in den Onlineshootern diese toppaktuell ist. Ein MMO ist ja im Grunde genommen nichts anderes, nur mit dem Unterschied, daß es keine privaten Server gibt.
        In TESO ist die Grafik zeitlos und diese sieht obendrein noch schick aus, dennoch wird das Spiel von vielen verteufelt. Ich versteh`s nicht.

        Was ich jedoch von der WoW-Spielerschaft nicht verstehe, daß diese sich trotz Abo wie eine Weihanachtsganz ausnehmen läßt. Mir ist schon zu Ohren gekommen, daß ein virtuelles Reittier in WoW 20,00 US-Dollars gekosted haben soll und warum sind die Erweiterungen denn kostenpflichtig, obwohl ich ein Abo habe?
        Dann werden Spiele, die viele Jahre in der Entwicklung waren, einfach eingestellt und bei Nokia hat man so ein Geschiß gemacht, weil die aus Deutschland raus sind.
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