Der Gaming-Jahresrückblick 2024: Shitstorms, Entlassungen und die besten Spiele des Jahres
Wir lassen das Jahr der Videospiele-Branche Revue passieren. Von geschlossenen Studios bis hin zu absoluten Meisterwerken war 2024 so einiges los.
Doch damit nicht genug: Ende April gab das Unternehmen die Aufsplittung in drei eigenständige Firmen bekannt. Die Asmodee-Gruppe kümmert sich seitdem um Brettspiele, Coffee Stain & Friends sowie Middle-Earth Enterprises & Friends bleiben dagegen der Videospiele-Branche treu. Take-Two erwarb für 460 Millionen Dollar außerdem Gearbox Entertainment von Embracer. Aber jetzt ist es einmal genug mit den Negativschlagzeilen zu dem Unternehmen, es geht weiter mit anderen Negativschlagzeilen aus der Industrie:
Microsoft schloss im Mai und Juni drei bekannte Studios. Zunächst erwischte es Alpha Dog Games und Arkane Austin, die im letzten Jahr noch Redfall auf den Markt brachten.
Quelle: Bethesda
Tango Gameworks, die Entwickler von The Evil Within, Ghostwire: Tokyo und Hi-Fi Rush, kamen einen Monat später ebenfalls auf die Abschussliste. Im August gab der südkoreanische Publisher Krafton jedoch bekannt, dass sie das Entwicklerteam aufkaufen und die Arbeiten an bestehenden Projekten fortgesetzt werden. Viele Angestellte durften deswegen erstmal aufatmen.
Schiffbruch mit Ansage
Zusätzlich kamen Ubisoft, Rocksteady und vor allem Sony unter die Räder aufgrund von verkorksten Veröffentlichungen. Da hätten wir zunächst Skull and Bones. Der Titel sollte im Fahrwasser eines Assassin's Creed: Black Flag auf große Kaperfahrt gehen, schipperte stattdessen aber jahrelang durch die Entwicklungshölle.
Direkt zum vielfach verschobenen Release war dann klar: Das Piratenspiel von Ubisoft war der erwartete Flop. Mittlerweile gibt's das Online-RPG auch auf Steam und erhielt dort ebenfalls sehr durchwachsene Wertungen der Community.
Ein weiteres Spiel des Publishers sollte das Releasejahr ebenfalls nicht überleben: Der erwartete Call-of-Duty-Killer XDefiant erledigte sich stattdessen selbst. Zwar laufen die Server noch bis zum Juni 2025, doch Downloads sind bereits seit dem 03. Dezember nicht mehr möglich. Schon in den Wochen vor der Veröffentlichung merkte man dem Spiel den fehlenden Kurs an und das bestätigte sich direkt zum Release der 1.0-Version. In diesem Zusammenhang wurden sogar Studios von Ubisoft geschlossen und Stellen angebaut - oh je Ubisoft!
Bereits im Februar erblickte Suicide Squad: Kill the Justice League das Licht der Welt und auch das Superhelden-Spiel von Rocksteady bekam von allen Seiten Kritik ab. Als Live-Service-Titel geplant, steht Kill the Justice League schon zum Ende des Jahres vor dem Aus. Einige Mitarbeiter hat das Projekt ebenfalls den Job gekostet, denn im September machten Berichte die Runde, wonach Rocksteady das Entwicklerteam ordentlich verkleinerte.
Quelle: Rocksteady/Warner Bros.
Den größten Flop des Jahres lieferte aber wohl Sony ab. Concord war bei weitem nicht das schlechteste Spiel des Jahres, allerdings verschlang es Kosten in Höhe von 80-200 Millionen Dollar (offizielle Angaben liegen bis heute nicht vor) und hatte kurz nach Release am 20. August bereits etliche Spieler verloren. Zwei Wochen nach Veröffentlichung zog Sony die Reißleine und schaltete die Server des Hero-Shooters kurzerhand ab.
Zumindest wurde der Kaufpreis vom japanischen Unternehmen zurückerstattet. Intern soll nach dem frühzeitigen Schlussstrich über die weitere Vorgehensweise entschieden werden - seit Monaten herrscht jedoch bereits Funkstille und das ist wohl kein gutes Zeichen. Für Sony bedeutete Concord also einen gewaltigen finanziellen Flop, doch ein anderes Spiel aus dem Hause Playstation konnte diese Misere in etwa ausgleichen.

Gibt mehr als genug Beispiele von gut bewerteten Spielen, die aber wirtschaftlich keinen Erfolg gefunden haben.
Oder umgekehrt von mittelmäßig oder gar schlechten Spielen, die sich trotzdem verhältnismäßig gut verkauft haben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Ja gut bewertetes verkauft sich manchmal nicht besonders oder umgekehrt. In diesem Fall ist die Rezeption bestenfalls durchschnittlich und die Verkaufszahlen liegen weit von dem was erwartet wurde.
Da stellt sich am Ende schon die Frage, wieso einem die Fachpresse dann erzählt, das sei so ein großartiges Spiel gewesen. Und diese Entkopplung ist jetzt auch nicht das erste Mal zu beobachten.
Gibt mehr als genug Beispiele von gut bewerteten Spielen, die aber wirtschaftlich keinen Erfolg gefunden haben.
Oder umgekehrt von mittelmäßig oder gar schlechten Spielen, die sich trotzdem verhältnismäßig gut verkauft haben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
( Quelle: https://www.heise.de/news... )
Wie passt das zusammen, wenn das Spiel angeblich "äusserst positiv" bewertet wurde?
Eins von beiden ist offensichtlich gelogen.
Und da der Quartalsbericht rechtlich verbindlich ist und hohe Strafen für Missbrauch vorsieht, der Einkauf von gefälschten Kundenbewertungen jedoch nicht strafbewehrt ist, dürfte klar sein, wer von beiden hier Sch***e erzählt hat, oder?
Wenn insgesamt 10 Personen das "Spiel" kaufen, und 7 davon eine positive Bewertung abgeben und 3 das richtig schlecht finden, erhält man eine Steam Bewertung von "äusserst positiv".
Es lässt sich daraus überhaupt nicht auf absolute Verkaufszahlen schliessen, oder auch nur auf absolute Zahlen von Kunden, die den Artikel positiv bewertet haben.
Was hingegen sehr wohl einen Hinweis darauf liefern kann, ob das Produkt auf dem Markt erfolgreich ist, oder nicht, ist die Tatsache, dass die Person, die bei Bioware die Position des Game Directors für Veilguard inne hatte, nach 18 Jahren Firmenzugehörigkeit sehr kurz nach der Veröffentlichung nicht länger dort arbeitet.
(Ein Journalist (der ich nicht bin) würde hier der Seriosität halber eine Quellenangabe machen. Hier, bitte: https://www.eurogamer.net... Wann kann man bei euch einen Artikel dazu lesen? Kann man da irgendwo eine Wette drauf abschliessen?)
Mittlerweile wird es immer offensichtlicher, wie absurd die Versuche der selbsterklärten Kämpfer für das Gute™ sind, die Tatsachen zu verdrehen und die Auswüchse ihrer Ideologie als Erfolg darzustellen.
Manche Äusserungen altern eben wie Milch, nicht wie guter Wein.
Ich bin mir aber sicher, dass gewisse Personen schon einen Weg finden werden, das zu ignorieren und zu leugnen.
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