Der Gaming-Jahresrückblick 2024: Shitstorms, Entlassungen und die besten Spiele des Jahres

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Der Gaming-Jahresrückblick 2024: Shitstorms, Entlassungen und die besten Spiele des Jahres
Quelle: Epic / Microsoft

Wir lassen das Jahr der Videospiele-Branche Revue passieren. Von geschlossenen Studios bis hin zu absoluten Meisterwerken war 2024 so einiges los.

Und dann hätten wir noch die Damen und Herren von Naughty Dog, die sich vermutlich GTA 5 zum Vorbild nahmen und The Last of Us: Part 2 innerhalb von vier Jahren bereits in der zweiten Version veröffentlichten. Aber ein Meisterwerk bleibt eben ein Meisterwerk. Das Remaster für die PS5 übertrifft das Original nochmal und bietet einen zusätzlichen Roguelike-Modus. Nur PC-Besitzer sind noch immer nicht in die Versuchung des Abenteuers gekommen, aber zumindest gibt's mittlerweile einen Release-Termin für die PC-Version.

Survival-Künstler

Eine wahre Flut an Survival-Spielen buhlte im Januar, Februar und März noch zusätzlich um die Gunst der Gamer. Allen voran lief Palworld. Jeder Pokemon-Fan wünschte sich schließlich schon immer eine offene Spielwelt, in der man knuffige Wesen fangen und für sich arbeiten lassen kann. Genau das hat Entwicklerstudio Pocketpair mit Palworld umgesetzt und damit einen riesigen Hype ausgelöst.

Ein Wesen mit riesiger Waffe Quelle: Pocket Pair In der Spitze kam der Survival-Titel auf über zwei Millionen Spieler, die zur selben Zeit bei Steam eingeloggt waren, und schaffte es vorübergehend auf Rang zwei der Liste mit den meisten gleichzeitigen Spielern aller Zeiten. Ein chinesischer Export-Schlager, zu dem wir später noch kommen, verdrängte Palworld ein paar Monate später schon wieder von diesem Platz.

Ein Überlebens-Hit aus Deutschland ging beinahe im gleichen Zeitraum ebenfalls durch die Decke. Enshrouded startete am 24. Januar in den Early Access und brachte durch eine schicke Spielwelt sowie eine interessante Voxel-Technik jede Menge Spielspaß auf die Bildschirme weltweit.

Das Frankfurter Entwicklerstudio Keen Games hat es geschafft, dass Enshrouded auch neben dem Ausnahmeerfolg Palworld eine große Community versammeln konnte. Nach wie vor tummelt sich aufgrund von Updates regelmäßig eine fünfstellige Spieleranzahl im Survival-Spiel.

Das Genre boomte mit dem Release der 1.0-Version von Sons of the Forest, der Veröffentlichung von Welcome to ParadiZe und dem sehr speziellen Pacific Drive immer weiter. Bei solch einer erschlagenden Auswahl zog selbst das viel gewünschte Nightingale den Kürzeren und verschwand nach dem Early-Access-Start sehr schnell in der Bedeutungslosigkeit.

Eine männliche Figur mit Hammer steht neben einem sehr großen Wesen Quelle: Inflexion Games

Wechsel und Chaos an allen Fronten

Doch wir müssen nochmal zurück zur Branche selbst kommen, denn im Jahr 2024 flossen erneut gewaltige Summen zwischen Firmen hin und her. Disney kaufte sich beispielsweise Anteile von Epic Games für schlappe 1,5 Milliarden US-Dollar.

Nicht nur in Fortnite soll das Disney-Universum weiter ausgebaut werden. Die Investition steht stellvertretend für einen intensiven Gaming-Vorstoß der Firma, dessen Auswirkungen wir sicherlich in den nächsten Jahren zu spüren bekommen.

Zwischendurch entließen auch Sony, Sega sowie Electronic Arts mehrere hundert Personen und das Chaos rund um die Embracer Group ging in die nächste Runde.

Schon im Januar verloren etliche Mitarbeiter von Eidos Montreal ihren Job und im März verkaufte Embracer das Studio Saber Interactive sowie einen Teil dazugehöriger Teams für 247 Millionen US-Dollar an Beacon Interactive. Die Firma gehört übrigens Saber-Mitgründer Matthew Karch, was die ganze Sache ziemlich skurril macht.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Matthias Dammes
        Verkaufserfolg und Bewertungen stehen nicht zwingend in Korrelation zueinander.
        Gibt mehr als genug Beispiele von gut bewerteten Spielen, die aber wirtschaftlich keinen Erfolg gefunden haben.
        Oder umgekehrt von mittelmäßig oder gar schlechten Spielen, die sich trotzdem verhältnismäßig gut verkauft haben.
        Das eine schließt das andere nicht aus.
        Ja nur offensichtlich stimmt die Bewertung ja auch nicht. Das Spiel ist nicht so positiv bewertet, nur hier auf GameStar im Test und teilen der Fachpresse ist es ein return to form. Außerdem hat das Spiel nicht begeistert und selbst bei Käufern liegt es nur bei größtenteils positiv oder aktuell sogar ausgeglichen.

        Ja gut bewertetes verkauft sich manchmal nicht besonders oder umgekehrt. In diesem Fall ist die Rezeption bestenfalls durchschnittlich und die Verkaufszahlen liegen weit von dem was erwartet wurde.
        Da stellt sich am Ende schon die Frage, wieso einem die Fachpresse dann erzählt, das sei so ein großartiges Spiel gewesen. Und diese Entkopplung ist jetzt auch nicht das erste Mal zu beobachten.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Matthias Dammes
        Verkaufserfolg und Bewertungen stehen nicht zwingend in Korrelation zueinander.
        Gibt mehr als genug Beispiele von gut bewerteten Spielen, die aber wirtschaftlich keinen Erfolg gefunden haben.
        Oder umgekehrt von mittelmäßig oder gar schlechten Spielen, die sich trotzdem verhältnismäßig gut verkauft haben.
        Das eine schließt das andere nicht aus.
        Ja nur offensichtlich stimmt die Bewertung ja auch nicht. Das Spiel ist nicht so positiv bewertet, nur hier auf GameStar im Test und teilen der Fachpresse ist es ein return to form. Außerdem hat das Spiel nicht begeistert und selbst bei Käufern liegt es nur bei größtenteils positiv oder aktuell sogar ausgeglichen.

        Ja gut bewertetes verkauft sich manchmal nicht besonders oder umgekehrt. In diesem Fall ist die Rezeption bestenfalls durchschnittlich und die Verkaufszahlen liegen weit von dem was erwartet wurde.
        Da stellt sich am Ende schon die Frage, wieso einem die Fachpresse dann erzählt, das sei so ein großartiges Spiel gewesen. Und diese Entkopplung ist jetzt auch nicht das erste Mal zu beobachten.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Verkaufserfolg und Bewertungen stehen nicht zwingend in Korrelation zueinander.
        Gibt mehr als genug Beispiele von gut bewerteten Spielen, die aber wirtschaftlich keinen Erfolg gefunden haben.
        Oder umgekehrt von mittelmäßig oder gar schlechten Spielen, die sich trotzdem verhältnismäßig gut verkauft haben.
        Das eine schließt das andere nicht aus.
      • Von denksde Anwärter/in
        Zitat von Michael Grünwald
        Ich hab nur eine Frage: Wie erklärst du dir auf Steam die äußerst positiven Bewertungen von The Veilguard? Sicher gekauft, oder? xD
        Ich habe auch eine Frage: Wie erklärst du dir von EA die Einstufung als "enttäuschend"?
        ( Quelle: https://www.heise.de/news... )
        Wie passt das zusammen, wenn das Spiel angeblich "äusserst positiv" bewertet wurde?
        Eins von beiden ist offensichtlich gelogen.
        Und da der Quartalsbericht rechtlich verbindlich ist und hohe Strafen für Missbrauch vorsieht, der Einkauf von gefälschten Kundenbewertungen jedoch nicht strafbewehrt ist, dürfte klar sein, wer von beiden hier Sch***e erzählt hat, oder?
      • Von denksde Anwärter/in
        Zitat von Michael Grünwald
        Ich hab nur eine Frage: Wie erklärst du dir auf Steam die äußerst positiven Bewertungen von The Veilguard? Sicher gekauft, oder? xD
        Das ist ziemlich einfach:
        Wenn insgesamt 10 Personen das "Spiel" kaufen, und 7 davon eine positive Bewertung abgeben und 3 das richtig schlecht finden, erhält man eine Steam Bewertung von "äusserst positiv".
        Es lässt sich daraus überhaupt nicht auf absolute Verkaufszahlen schliessen, oder auch nur auf absolute Zahlen von Kunden, die den Artikel positiv bewertet haben.
        Was hingegen sehr wohl einen Hinweis darauf liefern kann, ob das Produkt auf dem Markt erfolgreich ist, oder nicht, ist die Tatsache, dass die Person, die bei Bioware die Position des Game Directors für Veilguard inne hatte, nach 18 Jahren Firmenzugehörigkeit sehr kurz nach der Veröffentlichung nicht länger dort arbeitet.
        (Ein Journalist (der ich nicht bin) würde hier der Seriosität halber eine Quellenangabe machen. Hier, bitte: https://www.eurogamer.net... Wann kann man bei euch einen Artikel dazu lesen? Kann man da irgendwo eine Wette drauf abschliessen?)
        Mittlerweile wird es immer offensichtlicher, wie absurd die Versuche der selbsterklärten Kämpfer für das Gute™ sind, die Tatsachen zu verdrehen und die Auswüchse ihrer Ideologie als Erfolg darzustellen.
        Manche Äusserungen altern eben wie Milch, nicht wie guter Wein.
        Ich bin mir aber sicher, dass gewisse Personen schon einen Weg finden werden, das zu ignorieren und zu leugnen.
      • Von Schalkmund Nerd
        Star Wars Outlaws ist doch bei den Glitch of Year Awards ganz gut weggekommen. :-D

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