Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung
Risen 2: Dark Waters muss sich im Test beweisen. PC Games sagt euch, was das neue Rollenspiel von Piranha Bytes taugt. Ist es wirklich zu sehr an Konsolen angepasst? Gibt es etwa keine spielerische Freiheit? Und was ist überhaupt mit dem Piraten-Setting? Bei uns erfahrt ihr alles.
Risen 2: Botengang-Quests sind in der Überzahl
Mit schöner Regelmäßigkeit erledigt ihr Aufträge, bei denen ihr eine bestimmte Person/ein bestimmtes Monster plätten oder eine vorgegebene Menge Pflanzen/Kisten/Artefakte sammelz. Wenn dann das letzte gesuchte Objekt minutenlang eurem Blick entgeht, nervt das tierisch! Dafür sind selbst simple Aufträge stets in interessante Umstände verpackt und werden in humorvollen Dialogen präsentiert.
Enttäuschend: Für den kreativen Einsatz der Voodoopuppen gibt es keine einfallsreiche Entsprechung, wenn ihr euch statt für die Fraktion der Eingeborenen für die konkurrierende Inquisition entscheidet. So entgehen Inquisitions-Spielern einige der Quest-Höhepunkte von Risen 2.
Quelle: Deep Silver
Charaktere gehen gerne mal in die Luft, an einer Stelle im Spiel schwebten auch Kisten über dem Boden.
Risen 2: Störende Grafik- und KI-Fehler
So flimmerten während des Tests etwa manche Schatten noch aufdringlich stark; das Ergebnis einer Inkompatibilität mit dem aktuellen Geforce-Grafikkartentreiber. Bei der Veröffentlichung des Spiels soll eine angepasste Treiberversion von Nvidia zum Download bereitstehen. Diese soll auch ein Problem mit dem nach einer Spielstunde vollgeschriebenen Arbeitsspeicher beheben, wodurch es auf einem unserer vier Testrechner zu unspielbar niedrigen Bildwiederholraten kam.
In der Entfernung hässlich aufploppende Objekte gibt es laut Entwickler aber auch in der finalen Version, außerdem wachsen vielen Büschen beim Näherkommen scheinbar zusätzliche Blätter, wenn das Spiel die Detailtexturen für die Pflanzen nachlädt. Bei der Vorabfassung kam es zudem einmal vor, dass die Leichen zweier Sandteufel-Monster im Boden verschwanden, bevor wir die Körper untersucht hatten – in der Goldmaster-Version trat dieses Problem nicht mehr auf.
Während solche Unzulänglichkeiten nur kurz für Frust sorgten, machten uns die häufigen KI-Aussetzer der Gegner das ganze Spiel über zu schaffen. Einige Menschen und Monster reagierten erst mit Verzögerung auf unsere Angriffe oder sahen teilnahmslos zu, wie wir ihre fünf Meter entfernten Kameraden unter die Erde verfrachteten. Störend aufgefallen sind uns zudem kurzzeitig schwebende Objekte und Figuren, die aber stets nach kurzer Zeit oder dem Laden eines Spielstands auf den Boden zurückkehrten. Unglücklich gewählte Kameraperspektiven in den dynamisch berechneten Dialogen kennen Risen-Spieler derweil schon aus dem Vorgänger, ebenso wie häufige, aber harmlose Clipping-Fehler.
Für ein Rollenspiel mit offener Spielwelt typisch: Ab und zu kommt es zu ulkigen Szenen, etwa wenn Charaktere kurzzeitig in der Luft schweben oder die Kameralinse bei Dialogen von einem Grasbüschel verdeckt wird.
In diesem Artikel
- Seite 1 Risen 2 im Test: Alle Infos zu Kopierschutz, Mods, DLCs und Co.
- Seite 2 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Szenario, Spielwelt, Aufträge und mehr
- Seite 3 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Gefährten, Charaktersystem und mehr
- Seite 4 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
- Seite 5 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
- Seite 6 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Risen 2 im Test: Alle Infos zu Kopierschutz, Mods, DLCs und Co.
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Features
- Spieler kann nun die meisten Angriffe von Monstern blocken
- Spieler verfügt über einen "Ausweichen"-Move im Kampf - doppeltes Drücken der Richtungstasten bei gehaltener rechter Maustaste
Balance/Tweaks
- Es werden nur noch maximal zehn Autosaves angelegt
- Verbesserung im Angriffsverhalten der Monster KI
- Verbesserung im Angriffsverhalten wenn Charactere von hinten angegriffen wurden
- Verbesserung in der Darstellung der Vegetation
- Verbesserung der Sichtweite für Gegenstände
- Verbesserung der Darstellung des Geländes
- Kanonen sabotieren in Puerto Isabella ist jetzt wesentlich einfacher
- Händlerin an der Schwertküste verkauft jetzt auch Rum
- Exploit beim Schießen-Minispiel entfernt
- Lebenspunkte von Mara erhöht
- Stahlbarts Hut kann nun nicht mehr verkauft werden
Bugfixes
- Bäume in der Entfernung flackern nun auf NVidia Karten nicht mehr
- Probleme mit Grafikkarten im SLI Verbund gelöst
- Absturz bei Verwendung eines 7.1 Soundsystems behoben
- Selten auftretenden Absturz beim Klettern behoben
- Fehler bei "Rückkehr zum Schiff" Option behoben
- Fehler bei Regen in Innenräumen behoben
- Crew-Mitglieder können nun nicht mehr von Monstern getötet werden
- Spieler erhält nun das Item-Narrensaft nach dem Brauen
- Fehler beim Erlernen von bestimmten Fähigkeiten behoben
- Diverse Exploits entfernt Quelle
Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt auf den schönen Inseln, es gibt einfach soviel zu entdecken und erkunden, auch das Piraten-Ambiente gefällt mir echt gut.
Zum verkorksten Kampfsystem: Das war in den früheren Gothic- und Risen-Teilen ja auch nicht gerade prickelnd. Find ich aber egal, da ich es gewöhnt bin von früher.
Ist auf jeden Fall eine interessante Idee, das 10er-System. Andererseits: Wenn man da 0,5er Schritte macht, bleibt doch alles gleich! Dann gibt es statt einer 86 eben eine 8,5. Da sehe ich keinen Unterschied allein durch den Systemwechsel.
Zu deiner Frage mit der Kaufempfehlung: Klar kann sich nicht jedermann alle Spiele ab 80 kaufen. Aber dadurch werden diese ja nicht schlechter, es gibt eben einfach nur jede Menge. Da muss dann auch mal der Spieler selbst entscheiden, was ihn am meisten interessiert.