Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
Risen 2: Dark Waters muss sich im Test beweisen. PC Games sagt euch, was das neue Rollenspiel von Piranha Bytes taugt. Ist es wirklich zu sehr an Konsolen angepasst? Gibt es etwa keine spielerische Freiheit? Und was ist überhaupt mit dem Piraten-Setting? Bei uns erfahrt ihr alles.
Risen 2: Geschichte ohne Dramatik, hektischer Schluss
Die Handlung beginnt mit packend, viele aufwändige Zwischensequenzen bereiten die Bühne für einen mutmaßlich epischen Konflikt. Doch schon bald geht der Geschichte die Puste aus, es fehlt die erzählerische Wucht eines Mass Effect 3. Nur ein einziges Mal zog uns eine dramatische Story-Entwicklung den Boden unter den Füßen weg. Für ein Open-World-Rollenspiel geht die Geschichte jedoch noch in Ordnung, besonders im Vergleich mit Risen und Skyrim.
Einzig der Schluss sorgt für massiven Unmut. Offensichtlich hat Piranha Bytes versucht, die Fehler des Risen-Finales wettzumachen – im ersten Teil langweilten die letzten zwei Stunden durch eine scheinbar endlose Aneinanderreihung von Kämpfen in öden Tempelanlagen. Risen 2 macht den umgekehrten Fehler und handelt das finale Duell zu hastig ab. Der Bosskampf besitzt keine spielerische Herausforderung, ist aber zumindest kein kompletter Fehlgriff wie die aufgezwungene Jump&Run-Einlage im ersten Risen.
Quelle: Deep Silver
Das Voodoozepter der Furcht hält den Feuervogel in Schach, zu sehen am Purpurnebel. Den Affen haben wir bereits zuvor mit dem Zepter der Macht auf unsere Seite gezogen.
Risen 2: Simple Kampfmechanik, welche die Gefechte zu einfach macht
Feinde haut ihr entweder mit Säbel und Degen aus den Latschen oder ihr zückt eine Muskete und verpasst ihnen aus der Entfernung eine Ladung Blei. Beides hat seine Tücken: Schnell aufeinanderfolgende Degenstiche unterbrechen die Angriffsanimationen der Widersacher. Dadurch drängt ihr die Halunken spielend in eine Ecke. Die Schusswechsel verlaufen aufgrund der beschränkten Feind-KI ebenso eintönig. Mit gezückter Knarre nähert ihr euch dem Gegner, bis ein roter Kreis anzeigt, dass ihr euch in Schussweite befinden. Anschließend weicht ihr vor dem blind anstürmenden Widersacher zurück und schießt dabei auf ihn.
Auseinandersetzungen mit Monstern und Tieren fallen besonders stumpfsinnig aus, da deren Prankenhiebe die Blockbemühungen eures Charakters ignorieren. Eine Ausweichfunktion fehlt zudem. Ihr habt lediglich die Möglichkeit, Feinde mit Tritten von euch zu stoßen. Das ist aber schon bald kaum noch nötig, da ihr durch wildes Geklicke der Angriffstaste verheerenden Schaden anricht und die Opposition gleichzeitig keine Chance hat, sich zu wehren. Trotz guter Ansätze sind die Keilereien so auch wegen der schnell übermächtigen Spielfigur gegen Ende nur nervige Pflichtaufgabe; selbst die vereinzelten Bosskämpfe bieten keine Herausforderung.
Risen 2: NPCs vergessen Missetaten zu schnell
Wenn ihr NPCs verhaut, sind diese kurz verärgert – nach einer halben Minute vergessen sie den Zwischenfall aber wieder. Dadurch vermöbelt ihr die Bevölkerung ganzer Städte und rauben alle Häuser aus, ohne Konsequenzen zu fürchten. Im Gegenteil: Für ausgeknockte NPCs gibt es sogar einmalig Erfahrung! Im Vorgänger musstet ihr verärgerten Figuren noch einen Witz erzählen (ging nur durch die Anwendung einer entsprechenden Schriftrolle), damit sie euch verzeihen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Risen 2 im Test: Alle Infos zu Kopierschutz, Mods, DLCs und Co.
- Seite 2 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Szenario, Spielwelt, Aufträge und mehr
- Seite 3 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Gefährten, Charaktersystem und mehr
- Seite 4 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
- Seite 5 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
- Seite 6 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
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- Seite 3 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Gefährten, Charaktersystem und mehr
- Seite 4 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
- Seite 5 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
- Seite 6 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung

Features
- Spieler kann nun die meisten Angriffe von Monstern blocken
- Spieler verfügt über einen "Ausweichen"-Move im Kampf - doppeltes Drücken der Richtungstasten bei gehaltener rechter Maustaste
Balance/Tweaks
- Es werden nur noch maximal zehn Autosaves angelegt
- Verbesserung im Angriffsverhalten der Monster KI
- Verbesserung im Angriffsverhalten wenn Charactere von hinten angegriffen wurden
- Verbesserung in der Darstellung der Vegetation
- Verbesserung der Sichtweite für Gegenstände
- Verbesserung der Darstellung des Geländes
- Kanonen sabotieren in Puerto Isabella ist jetzt wesentlich einfacher
- Händlerin an der Schwertküste verkauft jetzt auch Rum
- Exploit beim Schießen-Minispiel entfernt
- Lebenspunkte von Mara erhöht
- Stahlbarts Hut kann nun nicht mehr verkauft werden
Bugfixes
- Bäume in der Entfernung flackern nun auf NVidia Karten nicht mehr
- Probleme mit Grafikkarten im SLI Verbund gelöst
- Absturz bei Verwendung eines 7.1 Soundsystems behoben
- Selten auftretenden Absturz beim Klettern behoben
- Fehler bei "Rückkehr zum Schiff" Option behoben
- Fehler bei Regen in Innenräumen behoben
- Crew-Mitglieder können nun nicht mehr von Monstern getötet werden
- Spieler erhält nun das Item-Narrensaft nach dem Brauen
- Fehler beim Erlernen von bestimmten Fähigkeiten behoben
- Diverse Exploits entfernt Quelle
Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt auf den schönen Inseln, es gibt einfach soviel zu entdecken und erkunden, auch das Piraten-Ambiente gefällt mir echt gut.
Zum verkorksten Kampfsystem: Das war in den früheren Gothic- und Risen-Teilen ja auch nicht gerade prickelnd. Find ich aber egal, da ich es gewöhnt bin von früher.
Ist auf jeden Fall eine interessante Idee, das 10er-System. Andererseits: Wenn man da 0,5er Schritte macht, bleibt doch alles gleich! Dann gibt es statt einer 86 eben eine 8,5. Da sehe ich keinen Unterschied allein durch den Systemwechsel.
Zu deiner Frage mit der Kaufempfehlung: Klar kann sich nicht jedermann alle Spiele ab 80 kaufen. Aber dadurch werden diese ja nicht schlechter, es gibt eben einfach nur jede Menge. Da muss dann auch mal der Spieler selbst entscheiden, was ihn am meisten interessiert.