Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
Risen 2: Dark Waters muss sich im Test beweisen. PC Games sagt euch, was das neue Rollenspiel von Piranha Bytes taugt. Ist es wirklich zu sehr an Konsolen angepasst? Gibt es etwa keine spielerische Freiheit? Und was ist überhaupt mit dem Piraten-Setting? Bei uns erfahrt ihr alles.
Risen 2: Gut integrierte Minispiele, abschaltbare "neumodische" Features
Als Teil einer Handvoll Missionen und zur Beschäftigung nebenbei stehen zwei Minispiele zur Verfügung: Jeweils aus der Ego-Perspektive sauft ihr mit Tavernengästen um die Wette oder schießt Objekte ab, die an der Kamera vorbeisegeln. Die Steuerung ist in beiden Fällen einen Tick zu hektisch. Es bedarf daher einiger Übung, um beim Saufen keine Flaschen umzustoßen und beim Wettschießen alle Ziele zu treffen. Am besten gelungen ist das dritte Minispiel, das beim Schlösserknacken zum Einsatz kommt: Mit einem Dietrich drückt ihr die Bolzen des Schlosses in der richtigen Reihenfolge nach oben. Sehr gut: Die Minispiele nehmen nur einen kleinen Teil der Spielzeit ein und wirken nie wie ein Fremdkörper. Mehr Nerven haben uns die unsichtbaren Fallen gekostet, die an einigen Stellen in der Spielwelt für den sofortigen Tod des Helden sorgen, wenn der Spieler nicht rechtzeitig eine Taste drückt. Glücklicherweise sind diese Quick-Time-Events sehr selten.
Gothic-Veteranen dürften sich besonders über die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten im Optionsmenü freuen: Wer mag, deaktiviert die Tasteneinblendungen, die etwa während eines Kampfes den richtigen Zeitpunkt für einen Konterangriff verraten. Außerdem schaltet ihr auf diese Weise den (aufgesetzt wirkenden) Zeitlupeneffekt ab, der den Abgang des letzten Feindes in einer Gegnergruppe in Szene setzt.
Quelle: Deep Silver
Sonnenuntergänge sehen fantastisch aus. Wenn ihr bei solchen Lichtverhältnissen durch den Dschungel streift, ist Gänsehaut programmiert.
Risen 2: Großartige Musik, tolle Soundeffekte, prima Sprachausgabe
Die Stimmung der Musik reicht von mitreißend bis idyllisch und passt sich übergangslos der Situation an. Hervorragende Umgebungsgeräusche sorgen beim nächtlichen Spaziergang durch den Dschungel für eine dichte Atmosphäre: Der Regen trommelt auf das Blätterdach, Donner grollt bedrohlich, Tiere fauchen in der Finsternis. Die deutschen Sprecher machen zum Großteil einen routinierten Job und bringen die Charaktere mit teils witzigen Akzenten zum Leben. Ausgerechnet Patty hört sich jedoch wie eine Germanistikstudentin im ersten Semester an und nicht wie eine keifende Piratenbraut! Die ebenfalls enthaltene englische Version versprüht noch mehr Piraten-Charme ("Aaaarrrrrr!"), doch hier enttäuscht die emotionslose Stimme des Protagonisten.
Risen 2: Keine gravierenden Bugs
Ja, im Fall von Piranha-Bytes-Spielen verdient dieser Punkt durchaus besondere Erwähnung! Die Entwickler bestätigen den Trend von Risen und liefern ein fertiges Spiel ab, das in unserer Testversion nicht ein einziges Mal abstürzte. Außerdem fanden wir trotz intensiver Suche keinen sogenannten Plotstopper-Bug, also einen Programmierfehler, der den Abschluss einer Mission oder des gesamten Spiels unmöglich macht. Saubere Arbeit!
In diesem Artikel
- Seite 1 Risen 2 im Test: Alle Infos zu Kopierschutz, Mods, DLCs und Co.
- Seite 2 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Szenario, Spielwelt, Aufträge und mehr
- Seite 3 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Gefährten, Charaktersystem und mehr
- Seite 4 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
- Seite 5 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
- Seite 6 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Risen 2 im Test: Alle Infos zu Kopierschutz, Mods, DLCs und Co.
- Seite 2 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Szenario, Spielwelt, Aufträge und mehr
- Seite 3 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Gefährten, Charaktersystem und mehr
- Seite 4 Risen 2 im Test: Das hat uns gefallen - Minispiele, Musik und wenige Bugs
- Seite 5 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Kaum Dramatik, simple Kämpfe
- Seite 6 Risen 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Botengang-Quests und störende Grafikfehler + Wertung

Features
- Spieler kann nun die meisten Angriffe von Monstern blocken
- Spieler verfügt über einen "Ausweichen"-Move im Kampf - doppeltes Drücken der Richtungstasten bei gehaltener rechter Maustaste
Balance/Tweaks
- Es werden nur noch maximal zehn Autosaves angelegt
- Verbesserung im Angriffsverhalten der Monster KI
- Verbesserung im Angriffsverhalten wenn Charactere von hinten angegriffen wurden
- Verbesserung in der Darstellung der Vegetation
- Verbesserung der Sichtweite für Gegenstände
- Verbesserung der Darstellung des Geländes
- Kanonen sabotieren in Puerto Isabella ist jetzt wesentlich einfacher
- Händlerin an der Schwertküste verkauft jetzt auch Rum
- Exploit beim Schießen-Minispiel entfernt
- Lebenspunkte von Mara erhöht
- Stahlbarts Hut kann nun nicht mehr verkauft werden
Bugfixes
- Bäume in der Entfernung flackern nun auf NVidia Karten nicht mehr
- Probleme mit Grafikkarten im SLI Verbund gelöst
- Absturz bei Verwendung eines 7.1 Soundsystems behoben
- Selten auftretenden Absturz beim Klettern behoben
- Fehler bei "Rückkehr zum Schiff" Option behoben
- Fehler bei Regen in Innenräumen behoben
- Crew-Mitglieder können nun nicht mehr von Monstern getötet werden
- Spieler erhält nun das Item-Narrensaft nach dem Brauen
- Fehler beim Erlernen von bestimmten Fähigkeiten behoben
- Diverse Exploits entfernt Quelle
Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt auf den schönen Inseln, es gibt einfach soviel zu entdecken und erkunden, auch das Piraten-Ambiente gefällt mir echt gut.
Zum verkorksten Kampfsystem: Das war in den früheren Gothic- und Risen-Teilen ja auch nicht gerade prickelnd. Find ich aber egal, da ich es gewöhnt bin von früher.
Ist auf jeden Fall eine interessante Idee, das 10er-System. Andererseits: Wenn man da 0,5er Schritte macht, bleibt doch alles gleich! Dann gibt es statt einer 86 eben eine 8,5. Da sehe ich keinen Unterschied allein durch den Systemwechsel.
Zu deiner Frage mit der Kaufempfehlung: Klar kann sich nicht jedermann alle Spiele ab 80 kaufen. Aber dadurch werden diese ja nicht schlechter, es gibt eben einfach nur jede Menge. Da muss dann auch mal der Spieler selbst entscheiden, was ihn am meisten interessiert.