So sparen Sie beim Spielekauf: Der Second-Hand-Kauf

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Special Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Spielen liegt in der Natur des Menschen, behauptete schon Friedrich Schiller. Woher Sie die passenden Spiele günstig bekommen, verschweigt der Dichter allerdings. Doch dafür gibt es unseren heutigen, umfassenden Guide zum Spielekauf.

„Ich bin doch nicht blöd und zahle die teuren Ladenpreise.
Wenn ich Spiele kaufe, dann nur gebraucht.“

Gebrauchte Spiele sind ein Risiko, denn die Aktivierungscodes lassen sich oft nur einmalig verwenden. Gebrauchte Spiele sind ein Risiko, denn die Aktivierungscodes lassen sich oft nur einmalig verwenden. Wenn Sie vor Kratzern auf der CD und Eselsohren im Handbuch nicht zurückschrecken, kommt der Kauf von gebrauchten Spielen für Sie infrage. Neben einigen Fachgeschäften und Ketten wie GameStop verkaufen Privatleute ihre ausgedienten Spiele oft sehr günstig. Die größte Handelsbörse dafür war früher der Flohmarkt, quasi das private Pendant zum Ladengeschäft. Den gibt es immer noch, er verliert aber seit etwa 15 Jahren genau wie seine großen, kommerziellen Brüder an Bedeutung. Doch sobald es draußen wärmer wird, füllen sich am Wochenende oft die Parkplätze und Innenstädte mit Ständen. Sofern Sie nichts Bestimmtes suchen, haben Sie gute Chancen, günstige Spiele zu finden.

Das Geld liegt auf der Straße
Die größte Chance auf Schnäppchen ergibt sich bei jährlich oder halbjährlich stattfindenden Märkten. Die sind meist gut besucht und im Gegensatz zu der wöchentlichen Parkplatz-Konkurrenz nicht von Ramschhändlern überlaufen. Aktuelle Flohmarkttermine entnehmen Sie der Tageszeitung oder Sie machen sich auf einem der zahlreichen Flohmarkt-Portale wie meine-flohmarkt-termine.de oder flohmarkt-termine.net im Internet schlau. Stehen Sie früh auf, denn wenn Sie erst zur Mittagszeit auflaufen, bleiben nur noch die ungewollten Reste für Sie übrig. Auch wenn der offizielle Beginn erst um 9 Uhr angegeben ist, schadet es nichts, schon um 6 oder 7 Uhr zu starten. Trödel-Profis erkennen Sie an der mitgebrachten Taschenlampe. Haben Sie ein interessantes Spiel gefunden, fragen Sie als Erstes, ob das Spiel noch ausprobiert wurde und ob es komplett ist. Danach lassen Sie sich einen Preis nennen. Dieser Preis ist Ihre Verhandlungsbasis. Zahlen Sie nicht den zuerst genannten Preis, denn bei einem Flohmarkt gehört es zum guten Ton, zu feilschen. Nennen Sie deshalb auch nicht sofort den maximalen Endpreis, den Sie bereit sind zu zahlen, sondern fangen Sie niedrig an. Das darf durchaus bei der Hälfte des vom Verkäufer genannten Angebots liegen. Ist der Verkäufer nicht gewillt, Ihnen als Erstes einen Preis zu nennen, starten Sie eben ganz unten auf der Preisskala. Wenn Sie „ein Euro“ aufrufen, wird er vielleicht die Augen verdrehen, danach aber doch mit seiner Preisvorstellung herausrücken. Besonders gute Karten besitzen Sie, wenn Sie gleich mehrere Spiele kaufen. Verhandeln ist natürlich nicht jedermanns Sache. Wer sich unsicher ist, darf sich gerne auf RTL 2 mal eine Folge der Serie „Trödeltrupp“ ansehen.

Anzeigen
In nahezu jeder Region Deutschlands gibt es auch Zeitungen für Kleinanzeigen mit so illustren Namen wie „Sperrmüll”, „Alles”, „Inserat”, „Such & Find”. Manchmal findet sich hier in der Tat ein Schnäppchen in den Rubriken „Software“ oder Spiele“. Schauen Sie einfach mal in einem Zeitschriftenladen nach den entsprechenden Blättern. Meist gibt es davon sogar eine Internetseite, die Sie nutzen können, ohne sich gleich mit dem Kauf der Zeitung in Unkosten zu stürzen. Beim Verhandeln beachten Sie die gleichen Regeln wie auf den Flohmärkten. Falls man sich einig wird, vereinbart man einen Treffpunkt, um das Spiel zu übergeben.

Foren-Angebote
Häufig bieten auch Internetforen die Möglichkeit, Spiele anderer Nutzer zu kaufen. Falls Sie Internetseiten nutzen, schauen Sie doch einfach mal nach, ob es dort eine Sparte für An- und Verkauf gibt. Sehen Sie dort ein für Sie interessantes Spiel, lassen Sie sich unbedingt wieder den Preis nennen und Fotos der Ware oder zumindest eine detaillierte Zustandsbeschreibung geben. Im Internet verschweigen oder verschleiern Anbieter gerne Mängel. Seien Sie also wachsam. Danach dürfen Sie wieder feilschen. Ganz so radikale Preisnachlässe wie auf Flohmärkten sind allerdings kaum möglich. Ein paar Euro sind aber allemal drin. Bieten Sie zum Beispiel an, das Spiel zu kaufen, sofern der Käufer die Portokosten übernimmt oder mit Ihnen teilt. Wenn Sie den Anbieter bereits kennen, macht er Ihnen vielleicht von vornherein einen Freundschaftspreis. Schicken lassen sollten Sie sich Ihre Einkäufe als versichertes Paket oder Einwurf-Einschreiben (bei kleineren Einkäufen). Das große Problem bei Foren-Einkäufen ist, dass sie oft nicht zustande kommen. Mal antwortet der Verkäufer nicht mehr, mal kauft Ihnen jemand ein Spiel vor der Nase weg. Das kann sehr frustrierend sein. Gehen Sie daher zielstrebig vor, treffen Sie klare Aussagen und drängen Sie bei großem Interesse schnell auf einen Abschluss. Sie können sich gerne auch die Telefonnummer Ihres Verhandlungspartners geben lassen, um den Kauf unter Dach und Fach zu bringen. Das ist ohnehin keine schlechte Sache, um sich abzusichern. Falls Sie die Person nicht persönlich kennen, achten Sie darauf, dass sie genügend Beiträge in dem entsprechenden Forum verfasst hat und dort kein Unbekannter ist. Das senkt das Betrugsrisiko enorm. Bezahlen müssen Sie üblicherweise per Vorkasse, das ist normal. Ein Tausch von Spielen ist ebenfalls möglich. Trotz Portokosten sparen Sie dadurch oft eine Menge Geld. Ihren Tauschpartner sollten Sie allerdings mit Bedacht wählen. Wer im Bekanntenkreis Spieler hat, kann auch dort nach nicht mehr benötigten Spielen fragen.

Online-Auktionen
Mit der erweiterten Suchfunktion (siehe gelbes Fenster oben) finden Sie bei Ebay auch beendete Angebote für einen Preisvergleich. Im Bild sehen Sie eine Suche nach ausgelaufenen Auktionen für das Spiel M.U.D. TV. Quelle: ebay.de / PC Games Mit der erweiterten Suchfunktion (siehe gelbes Fenster oben) finden Sie bei Ebay auch beendete Angebote für einen Preisvergleich. Im Bild sehen Sie eine Suche nach ausgelaufenen Auktionen für das Spiel M.U.D. TV. Die größte Börse für gebrauchte Spiele nennt sich Ebay. Dort bieten tausende Spieler ihre ausrangierten Spiele zum Kauf an. Bis auf Spiele für Erwachsene finden Sie hier fast alles. Sie als Käufer dürfen die Plattform kostenlos nutzen. Das Grundprinzip dort ist einfach: Wer am Ende das höchste Gebot für eine Ware abgegeben hat, bekommt sie. Wer Schnäppchen machen möchte, muss allerdings auf einige Dinge achten. Der Zustand der Spiele lässt oft zu wünschen übrig. Aussagekräftige und ungeschönte Artikelbeschreibungen gibt es genauso oft wie Politiker, die nicht um den heißen Brei herumreden. Sehen Sie sich die Fotos genau an und bitten Sie den Verkäufer rechtzeitig über die „Frage stellen“-Funktion auf der jeweiligen Artikelseite um genauere Angaben.

Kontrollblick: Auch bei Amazon kostet ein gebrauchtes M.U.D. TV um die 18 Euro. Quelle: Amazon.de / PC Games Kontrollblick: Auch bei Amazon kostet ein gebrauchtes M.U.D. TV um die 18 Euro. Sind Sie sich sicher, dass das Spiel einen angemessenen Zustand aufweist, informieren Sie sich, was es gebraucht bei Amazon.de kostet und schauen Sie unter „Erweiterte Suche“ auf Ebay.de bei den bereits verkauften Artikeln nach, was es dort im Durchschnitt erzielt. Legen Sie nun für sich persönlich den maximalen Preis fest, den Sie dafür zu zahlen bereit sind. Berechnen Sie dabei auch das Porto mit ein, das der Anbieter verlangt. Gerade im Ausland legen manche Verkäufer sehr hohe Portokosten fest, um selbst Gebühren zu sparen. Das ist zwar eigentlich nicht erlaubt, doch Sie können nichts dagegen unternehmen. Wenn Sie mehrere Artikel beim gleichen Anbieter kaufen, lässt sich meist auf Nachfrage Porto sparen. Stellen Sie daher unbedingt Ihrem Verkäufer diese Frage.

Gebot der Stunde
Jetzt sind Sie bereit zu bieten, aber warten Sie noch ab. Um den Preis nicht mit anderen Interessenten unnötig in die Höhe zu treiben, sollten Sie erst wenige Sekunden vor dem Ende einer Auktion Ihr Gebot abgeben. Stellen Sie sich den Wecker oder setzen sich eine Erinnerung in Ihr Telefon. Behalten Sie Ihr Maximalgebot im Hinterkopf, denn im Eifer des Gefechts neigt man dazu, einfach weiterzubieten. Andere Möglichkeiten, um Schnäppchen zu schießen, sind Fehler der Anbieter. Wer seine Artikel in falschen Kategorien einstellt oder „Pac-Man“ falsch als „Pak Men“ bezeichnet, dessen Auktion wird von der Such-Funktion übersehen. Es gibt sogar unglückliche Wortkombinationen, die die Suchfunktion herausfiltert. Wenn Sie etwas Zeit mitbringen, können Sie die Rubriken gezielt nach solchen Angeboten durchstöbern. Auch lassen sich Artikel über „Sofort-Kaufen“ zum Festpreis verkaufen. Es lohnt sich daher, Ihre Suche nach kürzlich eingestellten Artikeln sortieren zu lassen, um günstige „Sofort-Kaufen“-Artikel zu erhaschen. Mit Roteerdbeere.de, Hood.de, Ricardo.de & Co. gibt es noch weitere Online-Auktionshäuser, die ähnlich funktionieren, allerdings ein kleineres Angebot aufweisen. Andererseits gibt es dort auch weniger Konkurrenzbieter.

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  1. Seite 1 So sparen Sie beim Spielekauf: Laden Online, Second-Hand
  2. Seite 2 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Ladenkauf
  3. Seite 3 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Internet-Kauf
  4. Seite 4 So sparen Sie beim Spielekauf: Der digitale Spielekauf
  5. Seite 5 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Second-Hand-Kauf
  6. Seite 6 So sparen Sie beim Spielekauf: Tipps zur Bezahlung
  7. Seite 7 So sparen Sie beim Spielekauf: Was ist bei Problemen - F.A.Q.
  8. Seite 8 So sparen Sie beim Spielekauf: Das Fazit
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ferrari2k Mitglied
        Naja, dank DRM wird sich zumindest der Punkt mit dem Second Hand Markt bald von selbst erledigt haben. Gibt einfach zu viele, die die Spiele trotzdem noch kaufen. 
      • Von ferrari2k Mitglied
        Naja, dank DRM wird sich zumindest der Punkt mit dem Second Hand Markt bald von selbst erledigt haben. Gibt einfach zu viele, die die Spiele trotzdem noch kaufen. 
      • Von fiumpf Mitglied
        Zitat von Gscheiderle
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        Guter Artikel. Bei den Gebrauchtangeboten fehlt aber meiner Meinung nach rebuy.de . Die Preise dort sind sehr oft unschlagbar (was ich bisher gekauft habe: GTA-Trilogy -> 4€, NfS Pro Street -> 1€, Max Payne 2 -> 1€, FF12 -> 4€, ....), die Abwicklung funktioniert reibungslos und die Versandkosten sind günstig. Außerdem kann man dort gebrauchte Spiele ganz einfach und ohne Bietereien verkaufen. Schauts euch mal an!
      • Von thurius Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Farragut
        Zitat von "baummonster, post: 8995099, member: 2397362"
        "Wer mit dem Handy ins Internet kommt, darf gerne Angebote im Laden mit Internetversandhändlern wie amazon.de gegenüberstellen, um sich ein Bild vom Marktwert eines Spiels zu machen."

        Es sei denn man gerät an so freundliche Mitarbeiter die einem bei sowas entdecken und daraufhin halbwegs freundlich aber bestimmt aus dem Laden werfen, weil es gegen Hausrecht verstößen würde...
        An dieser Stelle nochmal schöne Grüße an den Media Markt in Stuhr, mich habt ihr dort zum letzten Mal gesehen!
        wow echt? gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen? ich glaub ich hät einen richtig lauten aufstand gemacht, dass es auch ja jeder im laden mitbekommt :-)

        Thema Abschlussfreiheit/Vertragsfreiheit: MediaMarkt (der
        Mitarbeiter/Handlungsbevollmächtigter) kann sagen “Nein, dir will ich
        dieses Teil nicht verkaufen” und muss das dann auch nicht. Du hast kein
        recht bei MediaMarkt etwas kaufen zu dürfen.


        "gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen?"
        Sicher können sie es verbieten. Sie haben Hausrecht.
        wenn etwas in der Hausordnung drin steht können sie dich rauswerfen
      • Von Occulator Spiele-Enthusiast/in
        Seit einiger Zeit kaufe ich nur noch über Steam. Es ist schneller, einfacher und dank Pre-Loading meistens auch schon etwas früher erhältlich.
      • Von baummonster Mitglied
        Zitat von Farragut
        wow echt? gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen? ich glaub ich hät einen richtig lauten aufstand gemacht, dass es auch ja jeder im laden mitbekommt :-)
        Ich war auch kurz davor, aber nachdem ich irgendwie schon zwei Wochen vorher ziemlich pampig daraufhingewiesen wurde, dass (Zitat:) "Internetpreise ihnen ziemlich egal sind", hab ich für mich einfach beschlossen dass es mir den Aufwand einfach nicht wert ist. Es gibt nu wirklich genug Alternativen, und sowenig wie Media Markt mich als Kunden brauch, sowenig brauch ich den Laden, fertig.

        Der Vollständigkeit halber sollt ich aber noch erwähnen dass es dabei nie um Videospiele ging, sondern um Headsets, HiFi-Anlagen und Grafikkarten...
      Direkt zum Diskussionsende
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