So sparen Sie beim Spielekauf: Der Ladenkauf

18
Special Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Spielen liegt in der Natur des Menschen, behauptete schon Friedrich Schiller. Woher Sie die passenden Spiele günstig bekommen, verschweigt der Dichter allerdings. Doch dafür gibt es unseren heutigen, umfassenden Guide zum Spielekauf.

Vorspiel
Das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie, wenn Sie antizyklisch kaufen. Sprich: Wenn es sich nicht um eine limitierte Sonderausgabe handelt, die Sie unbedingt besitzen möchten, kaufen Sie das Spiel nicht gerade am Erstverkaufstag. Seien Sie stattdessen geduldig. Meist sinken die Verkaufspreise bereits nach wenigen Wochen deutlich. Bei PC-Spielen noch stärker als bei Konsolen-Titeln. Einkaufen gehen sollten Sie, wenn realisierbar, an einem Wochentag. Am besten etwas versetzt zu den üblichen Mittagspausen und Feierabendzeiten. In der Regel bietet sich ein Besuch des Spiele-Ladens zwischen 10 und 12 Uhr oder zwischen 14 und 15 Uhr an. Zu diesen eher ruhigen Zeiten widmet Ihnen der Verkäufer seine volle Aufmerksamkeit. Sie haben so Gelegenheit, in Ruhe Spiele zu vergleichen, sich ausführlich beraten zu lassen und über den Preis zu verhandeln. Denn ja, auch das ist möglich. Wo all das am besten geht, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Unter Dach und Fach
In Fachgeschäften finden Sie in der Regel auch Sonder-Editionen von Spielen und preiswerte Gebrauchtware Quelle: PC Games In Fachgeschäften finden Sie in der Regel auch Sonder-Editionen von Spielen und preiswerte Gebrauchtware Falls Sie noch nicht genau wissen, welches Spiel Sie sich zulegen möchten, sollte Sie Ihr Weg in ein Fachgeschäft führen. In jeder größeren und vielen kleineren Städten hat sich ein solches Relikt aus den 90er-Jahren gehalten. In Fachgeschäften ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, auf einen kompetenten Verkäufer zu treffen, der Sie individuell berät. Hier hilft man Ihnen im Normalfall auch bei vermeintlich blöden Fragen kompetent weiter und versucht nicht, Ihnen einen Ladenhüter anzudrehen. In manchen dieser Läden dürfen Sie Spiele sogar ausprobieren. Auch die Frage nach ungeschnittenen Versionen lohnt sich, da viele Fachgeschäfte solche Titel führen. Manche dürfen die Händler erst auf Nachfrage unter der Ladentheke hervorholen. Fachgeschäfte sind zudem günstiger als ihr Ruf. Erst recht, wenn Sie bereit sind, auch gebrauchte Ware zu kaufen. Falls Sie mehr als nur ein Spiel mitnehmen möchten oder gar Stammkunde sind, sollten Sie auch feilschen. Im Gegensatz zur preislich knapp kalkulierten Neuware haben Händler bei Gebrauchtspielen erfahrungsgemäß rund 10 bis 20 Prozent Ermessensspielraum. Gute Fachgeschäfte erfragen Sie im jüngeren Freundeskreis. Manchmal finden Sie auch in den Gelben Seiten der Telekom entsprechende Adressen unter Brancheneinträgen wie „Videospiele“ oder „Spielwaren“. Eine einheitliche Regelung existiert hier jedoch nicht.

Elektroabteilung
Doch Fachhändler besetzen nur einen kleinen Teil des stationären Handels. Fast überall stolpert man über große Ketten wie Media Markt, Saturn, Karstadt, Müller, Kaufhof, Conrad, MediMax und wie sie alle heißen. Die Spielauswahl dort ist allerdings eingeschränkt, da einige der Geschäfte nur für Jugendliche freigegebene Spiele führen. Die meisten aktuellen Spiele bekommen Sie allerdings problemlos. Die Verkäufer sind jedoch nicht alle Kenner der Materie und speisen Sie im Einzelfall auch mal mit unpassenden Empfehlungen ab. Vertrauen sollten Sie daher nur Ihrem eigenen Urteil. Im Hinblick auf den Preis lassen sich durchaus Schnäppchen machen: In Anzeigen beworbene Titel fallen in der Tat oft günstiger aus als im Fachhandel. Doch Vorsicht: Die Preise für das restliche Sortiment liegen meistens höher als bei der Konkurrenz. Vermeiden Sie daher Spontankäufe! Wer mit dem Handy ins Internet kommt, darf gerne Angebote im Laden mit Internetversandhändlern wie amazon.de gegenüberstellen, um sich ein Bild vom Marktwert eines Spiels zu machen. Diese Internetpreise lassen sich zwar nicht 1:1 auf ein Ladengeschäft ummünzen, aber wenn die Preise stark voneinander abweichen, sollten Sie die Finger davon lassen. Informierte Kunden können zudem sparen: Ein erfolgversprechender Schachzug ist, Preise für ein Spiel bei anderen Filialen der gleichen Kette aus einer Region abzufragen. Oft gibt es hier Preisschwankungen, die der Verkäufer auf Nachfrage aber zu Ihren Gunsten an Sie weitergibt.

Das kleinste Kaufhaus der Welt
Das Bindeglied zwischen klassischem Fach­geschäft und Elektronik-Discounter/Kaufhaus heißt GameStop, eine auf Spiele spezialisierte Ladenkette mit Filialen auf der ganzen Welt. Im Gegensatz zu Media Markt & Co. bekommen Sie hier wie beim örtlichen Fachhändler auch gebrauchte Spiele angeboten und können auch selbst Ihre alten Spiele in Zahlung geben. Die Ankaufspreise fallen allerdings in der Regel deutlich niedriger aus als bei privaten Flohmarkt- oder Internetverkäufen über Auktionsplattformen wie Ebay. Bei Neuware lassen sich abgesehen von einigen Sonderaktionen kaum Schnäppchen schießen. Für Vorbesteller gibt es allerdings oft kleine Geschenke.

Gute Gelegenheit
Wer auf Beratung oder aktuelle Ware Wert legt, kauft seine Spiele besser nicht im Supermarkt. Quelle: PC Games Wer auf Beratung oder aktuelle Ware Wert legt, kauft seine Spiele besser nicht im Supermarkt. Für Gelegenheitskäufer bieten diverse Supermärkte, Tankstellen und Zeitschriften temporäre Schnäppchen an. Meist handelt es sich hierbei um ältere oder ohnehin mit niedrigem Budget produzierte Spiele, die in Kaufhäusern auch auf Wühltischen auftauchen. Trotz werbewirksamer Worte verstecken sich manchmal echte Perlen darunter. Die auf den Zeitschriften-CDs und -DVDs verbreiteten PC-Spiele lassen sich wegen Kopierschutzmechanismen oft nicht patchen und die Hersteller bieten dafür nur noch selten Hilfe an. Dafür ist der Preis sehr günstig. Billiger gibt es die Spiele nur gebraucht. Sofern Sie ein paar Euro übrig haben und keinen Wert auf Support legen, lohnt sich hier also die eine oder andere Investition.

18
  1. Seite 1 So sparen Sie beim Spielekauf: Laden Online, Second-Hand
  2. Seite 2 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Ladenkauf
  3. Seite 3 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Internet-Kauf
  4. Seite 4 So sparen Sie beim Spielekauf: Der digitale Spielekauf
  5. Seite 5 So sparen Sie beim Spielekauf: Der Second-Hand-Kauf
  6. Seite 6 So sparen Sie beim Spielekauf: Tipps zur Bezahlung
  7. Seite 7 So sparen Sie beim Spielekauf: Was ist bei Problemen - F.A.Q.
  8. Seite 8 So sparen Sie beim Spielekauf: Das Fazit
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ferrari2k Mitglied
        Naja, dank DRM wird sich zumindest der Punkt mit dem Second Hand Markt bald von selbst erledigt haben. Gibt einfach zu viele, die die Spiele trotzdem noch kaufen. 
      • Von ferrari2k Mitglied
        Naja, dank DRM wird sich zumindest der Punkt mit dem Second Hand Markt bald von selbst erledigt haben. Gibt einfach zu viele, die die Spiele trotzdem noch kaufen. 
      • Von fiumpf Mitglied
        Zitat von Gscheiderle
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Hier können Sie Ihren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
        Guter Artikel. Bei den Gebrauchtangeboten fehlt aber meiner Meinung nach rebuy.de . Die Preise dort sind sehr oft unschlagbar (was ich bisher gekauft habe: GTA-Trilogy -> 4€, NfS Pro Street -> 1€, Max Payne 2 -> 1€, FF12 -> 4€, ....), die Abwicklung funktioniert reibungslos und die Versandkosten sind günstig. Außerdem kann man dort gebrauchte Spiele ganz einfach und ohne Bietereien verkaufen. Schauts euch mal an!
      • Von thurius Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Farragut
        Zitat von "baummonster, post: 8995099, member: 2397362"
        "Wer mit dem Handy ins Internet kommt, darf gerne Angebote im Laden mit Internetversandhändlern wie amazon.de gegenüberstellen, um sich ein Bild vom Marktwert eines Spiels zu machen."

        Es sei denn man gerät an so freundliche Mitarbeiter die einem bei sowas entdecken und daraufhin halbwegs freundlich aber bestimmt aus dem Laden werfen, weil es gegen Hausrecht verstößen würde...
        An dieser Stelle nochmal schöne Grüße an den Media Markt in Stuhr, mich habt ihr dort zum letzten Mal gesehen!
        wow echt? gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen? ich glaub ich hät einen richtig lauten aufstand gemacht, dass es auch ja jeder im laden mitbekommt :-)

        Thema Abschlussfreiheit/Vertragsfreiheit: MediaMarkt (der
        Mitarbeiter/Handlungsbevollmächtigter) kann sagen “Nein, dir will ich
        dieses Teil nicht verkaufen” und muss das dann auch nicht. Du hast kein
        recht bei MediaMarkt etwas kaufen zu dürfen.


        "gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen?"
        Sicher können sie es verbieten. Sie haben Hausrecht.
        wenn etwas in der Hausordnung drin steht können sie dich rauswerfen
      • Von Occulator Spiele-Enthusiast/in
        Seit einiger Zeit kaufe ich nur noch über Steam. Es ist schneller, einfacher und dank Pre-Loading meistens auch schon etwas früher erhältlich.
      • Von baummonster Mitglied
        Zitat von Farragut
        wow echt? gegen welches hausrecht sollte das denn verstoßen? ich glaub ich hät einen richtig lauten aufstand gemacht, dass es auch ja jeder im laden mitbekommt :-)
        Ich war auch kurz davor, aber nachdem ich irgendwie schon zwei Wochen vorher ziemlich pampig daraufhingewiesen wurde, dass (Zitat:) "Internetpreise ihnen ziemlich egal sind", hab ich für mich einfach beschlossen dass es mir den Aufwand einfach nicht wert ist. Es gibt nu wirklich genug Alternativen, und sowenig wie Media Markt mich als Kunden brauch, sowenig brauch ich den Laden, fertig.

        Der Vollständigkeit halber sollt ich aber noch erwähnen dass es dabei nie um Videospiele ging, sondern um Headsets, HiFi-Anlagen und Grafikkarten...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk