Die größten Kontroversen der Gaming-Geschichte - Seite 6

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Special Andreas Altenheimer - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die größten Kontroversen der Gaming-Geschichte - Seite 6
Quelle: PC Games

Anlässlich des 30. Jubiläums von PC Games beleuchten wir in diesem Special einige der prägendsten Kontroversen und Skandale der Spielegeschichte.

Leider werden all diese positiven Argumente viel zu oft ins Perverse verkehrt. Zweifelhafte Praktiken wie eine "Always Online"-Pflicht, in der selbst reine Singleplayer-Spiele eine aktive Internetverbindung verlangen, werden von den Spieleherstellern mit aller Gewalt als Feature vermarktet.

Dies wurde insbesondere Microsoft zum Verhängnis, als der Hersteller auf der E3 2013 seine Xbox One vorstellte und diese nur bei einer regelmäßigen Verbindung mit dem Internet funktionieren sollte. Der Aufschrei war derart groß, dass man die Pläne bereits wenige Tage nach der Vorführung strich. Die Menge und Art an Mikrotransaktionen hat wiederum längst unüberschaubare Maße angenommen und knüpft uns Spielern für jedes Polygon-Kostümchen mehrere Euros ab. Early Access wird viel zu oft zum Verkauf von unfertigen Titeln missbraucht, die letztlich nie final werden. Und der NFT-Markt funktioniert hinten und vorn nicht, egal, ob aufgrund der zweifelhaften Qualität der Kunstwerke, dem durch die Blockchain verursachten Stromverbrauch oder der großen Abneigung vieler Spieler, die hinter dem Konzept einen weiteren Abzockversuch der Industrie wittern.

Hier lacht Don Mattrick noch – bis er im Juni 2013 auf der E3-Messe die Xbox One vorstellte. Er musste als Sinnbild des Shitstorms über die verpflichtende Internet-Anbindung der Konsole sowie der Unterbindung des Verkaufs von Gebrauchtspielen herhalten. Quelle: Gamepress Hier lacht Don Mattrick noch – bis er im Juni 2013 auf der E3-Messe die Xbox One vorstellte. Er musste als Sinnbild des Shitstorms über die verpflichtende Internet-Anbindung der Konsole sowie der Unterbindung des Verkaufs von Gebrauchtspielen herhalten.

Der gestürzte König

Unsere letzte Kontroverse ist vielleicht nicht so landläufig bekannt wie die anderen, aber unserer Meinung nach nicht minder brisant. Es geht um den Amerikaner Billy Mitchell, der durch die 2007 veröffentlichte Dokumentation The King of Kong: A Fistful of Quarters ins Rampenlicht geriet. Mitchell erzielte einst zahlreiche Punkte-Weltrekorde in Klassikern wie Pac-Man und Donkey Kong und gilt deshalb für viele Fans als einer der besten Arcade-Automaten-Spieler aller Zeiten.
Wer hätte gedacht, dass sogar das gute alte Donkey Kong Teil einer Kontroverse sein könnte? Schuld daran hat Billy Mitchell, dessen ursprünglich gefeierten Weltrekorde inzwischen aufgrund ungeklärter Fragen in die Kritik geraten sind. Quelle: Nintendo / Medienagentur plassma Wer hätte gedacht, dass sogar das gute alte Donkey Kong Teil einer Kontroverse sein könnte? Schuld daran hat Billy Mitchell, dessen ursprünglich gefeierten Weltrekorde inzwischen aufgrund ungeklärter Fragen in die Kritik geraten sind. Doch 2018 begann sein Ruhm zu bröckeln, nachdem kleine Ungereimtheiten in seinen Aufzeichnungen aufgedeckt wurden. Allen voran beobachtete man bei seinen Donkey-Kong-Videos einen ungewöhnlichen Bildaufbau, sobald der erste Level des Spiels begann. Der glich nicht dem eines Original-Automaten, sondern der einer Emulation via MAME. Und diese war nach den Regeln von Twin Galaxies sowie dem Guinness Buch der Rekorde, in denen Mitchells Bestleistungen festgehalten wurden, verboten.

Ergo wurden Mitchells Punktzahlen gestrichen ... und der wiederum legte Klage ein. Während Twin Galaxies sich bis heute weigert, die Rekorde anzuerkennen, knickte Guinness ein und sah nach eigenen Angaben keinen Beweis, dass Mitchell geschummelt habe.

Alles wird gut

Wir könnten nun fleißig weiter Skandale und Kontroversen aufführen, wie beispielsweise dubiose Wertungsvergaben (Stichwort "Driv3rgate") oder der Konflikt zwischen Hideo Kojima und Konami. Stattdessen möchten wir den Artikel mit einer positiven Note beenden, die klar aussagt: Es mag einiges innerhalb der Spieleindustrie im Argen liegen, doch unterm Strich hat sie weitaus mehr Positives als Negatives hervorgebracht.

Spiele mögen zwar nicht lebensnotwendig wie die Luft zum Atmen oder das Essen zur Nahrungsaufnahme sein. Aber sie bereichern unseren Alltag und geben uns viel Freude, die wir bei all den weniger angenehmen Ereignissen auf dieser Welt dringend benötigen. Und deshalb sollten wir Skandale und Kontroversen zwar durchaus ernst nehmen und daran arbeiten, dass sie nicht wieder vorkommen, vor allem, wenn sie zu menschlichem Leid führen. Aber wir sollten das Gaming auch nicht alleine über das definieren, was daran schlecht ist.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mudge NPC
        Hallo zusammen,

        ein schöner Artikel, der Erinnerungen wach ruft.

        Trotzdem möchte ich folgendes kritisieren:
        Schade, das auch ihr schlecht recherchiert habt und mit dem Hot-Coffee-Mod auch in das Gaming-Gebashe wegen Sex einsteigt.
        Man konnte dort nicht eine Frau "flachlegen".
        Man konnte dort aus verschiedenen Frauen, die man an unterschiedlichen Orten treffen konnte, eine Freundin haben. Dazu musste man sie kennen lernen, dann diese ausgeführen, war mit ihr tanzen, hat mit ihr Zeit verbracht. Nach einiger Zeit, wenn es gut lief, hat sie einen dann, wenn man sie nach Hause gefahren hat, zum Kaffee ins Haus eingeladen.
        Mir erscheint das wie ein Vorgang des normalen Kennenlernens, der so eher häufig passiert. Nur jetzt wurde er einem Spiel dargestellt.
        Da nur die Frau zum Kaffee eingeladen kann, bezeichne ich es als einvernehmlich! Der Spieler hat keine Chance was gegen den Willen der Frau zu tun!
        Da ist nichts mit "flachlegen", wo man die Frauen mal fragen muss, wie witzig sie das finden.
        Es sei denn man behandelt Frauen auch im echten Leben nur als Trophäe und geht den ganzen Weg des Kennenlernens um sie flach zu legen. Dann ist man ein Betrüger und das findet niemand witzig.

        Grüße
        Mudge
      • Von Mudge NPC
        Hallo zusammen,

        ein schöner Artikel, der Erinnerungen wach ruft.

        Trotzdem möchte ich folgendes kritisieren:
        Schade, das auch ihr schlecht recherchiert habt und mit dem Hot-Coffee-Mod auch in das Gaming-Gebashe wegen Sex einsteigt.
        Man konnte dort nicht eine Frau "flachlegen".
        Man konnte dort aus verschiedenen Frauen, die man an unterschiedlichen Orten treffen konnte, eine Freundin haben. Dazu musste man sie kennen lernen, dann diese ausgeführen, war mit ihr tanzen, hat mit ihr Zeit verbracht. Nach einiger Zeit, wenn es gut lief, hat sie einen dann, wenn man sie nach Hause gefahren hat, zum Kaffee ins Haus eingeladen.
        Mir erscheint das wie ein Vorgang des normalen Kennenlernens, der so eher häufig passiert. Nur jetzt wurde er einem Spiel dargestellt.
        Da nur die Frau zum Kaffee eingeladen kann, bezeichne ich es als einvernehmlich! Der Spieler hat keine Chance was gegen den Willen der Frau zu tun!
        Da ist nichts mit "flachlegen", wo man die Frauen mal fragen muss, wie witzig sie das finden.
        Es sei denn man behandelt Frauen auch im echten Leben nur als Trophäe und geht den ganzen Weg des Kennenlernens um sie flach zu legen. Dann ist man ein Betrüger und das findet niemand witzig.

        Grüße
        Mudge
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Beim Amoklauf in Erfurt waren zwar die Killerspiele gern genommene Aufhänger für die Taten des Schülers, allerdings zensierte sich die Medienlandschaft ab da auch auf eine vollkommen neue und abstruse Weise selbstständig um sich jeglichen Vorwurfs zur Verrohung unserer Gesellschaft zu distanzieren. Das endete dann damit dass Anime Serien wie Dragonball Z oder Detective Conan grundsätzlich geschnitten liefen, sobald Blut oder Gewalt zu sehen war, was gerade die Kämpfe in Dragonball Z unübersichtlich werden ließ oder den Tathergang bei Detective Conan nicht mehr nachvollziehbar machte, da man den Zuschauer den Anblick eines Toten ersparen wollte.
        Spätestens als man dann auf Pro 7 einige Jahre später im Abendprogramm auch noch Anfing Indiana Jones zu schneiden, damit man ja nicht sehen konnte, wie auf ihn eingepeitscht worden war, war jedem klar - das klassische Spielfilm-Fernsehen ist tot - lang lebe die ungeschnittene Streaming Industrie.

        Übrigens finde ich es etwas makaber in dem Artikel von Elliot Page zu reden, wenn der Schauspieler damals zu Beyond 2 Souls noch erkennbar als Frau gelebt hat und eingetragen war. Ich kenne jetzt nicht jedes Detail von Elliots Geschlechsanpassungen, aber damals war diese Person eine Frau und weil sie damals gutaussehend war, war das vermutlich auch Anlass von Nackt-Hacks. In der aktuellen Fassung wirkt der Artikel so als wäre ein Mann unter der Dusche wegen einer Nackt-Mod zum Skandal geworden.

        Man kann zwar immer wieder mit er Sexismus Debatte anfangen auf Gamern rumzuhacken, aber das Männer sich schöne Frauen ansehen (wollen) ist kein Problem, was man wegsozialisieren kann. Und ja, als gutaussehender Mensch hat man als Frau oder Mann halt leider auch mit Sexismus-Problemen im Alltag zu kämpfen. Die menschliche Natur wird sich aber dahingehend nicht ändern lassen.
      • Von Deris91 Stille/r Leser/in
        Wenn es um Zensur oder Selbstzensur geht, gibt es bestimmt etliche Beispiele in der Spielegeschichte die man aufzählen könnte. Ich selbst erinnere mich auch an Soldier of Fortune, bei welcher die Uncut-Fassung doch explizite Gewaltdarstellungen zeigte. Wahrscheinlich erinnere ich mich besonders daran, da ich irgendwo mal eine CD erwarb welche für unzählige Titel Uncut-Patches beinhaltete, SoF war einer davon.

        Weitere Beispiele für mich wären allerdings auch C&C Generals, Commandos aká Sandsackleichen, Half-Life mit den sich setzenden NPC's und Robotersoldaten. Ich habe auch noch irgendwas mit Far Cry und Ragdoll-Effekte im Kopf.

        Wobei ich nicht mehr darüber urteilen könnte was davon bekannt ist oder nicht, es sind nur diverse Beispiele die mir persönlich erhalten geblieben sind. Ich bin auch froh das wir das mittlerweile zum größten Teil hinter uns haben.
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Zitat von MichaelG
        Selbstzensur von Entwicklern aber Ihr vergeßt die Bekannteste ?? Soldier of Fortune II (deutsche CUT-Version) mit den Robotern statt Menschen ? Was damals einfach nur wortlos machte ??
        Bekannteste weiß ich jetzt nicht, jedoch jeder der das damals gespielt hat (und ich habe es besonders im MP rauf und runter gespielt) erinnert sich an diese lächerliche Veränderung, die die SP Kampagne vollkommen ruinierte.

        Wäre ich gefragt worden, hätte ich jedoch C&C Generals als Beispiel genannt.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Selbstzensur von Entwicklern aber Ihr vergeßt die Bekannteste ?? Soldier of Fortune II (deutsche CUT-Version) mit den Robotern statt Menschen ? Was damals einfach nur wortlos machte ??
        ... also das kannte ich gar nicht mehr. Dürfte einigen Leuten vom Fach auch so gehen... ist dir vermutlich noch sehr präsent.. ansonsten... Tears in the rain, die Zeit es geschluckt.

        Zitat von Matthias Dammes
        Also auf Soldier of Fortune wäre ich bei dem Thema auch nicht gekommen.
        Command & Conquer und Half-Life sind imo die wohl berühmtesten Beispiele.
        Sag ich doch.
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