Zu einem guten PC solltet ihr auch einen angemessenen Monitor wählen - doch welches Modell kommt in Frage? Was hat es mit den Display-Typen wie IP und TN auf sich? Dies und mehr erfahrt ihr in unserem Special, außerdem bieten wie eine Marktübersicht mit 70 Monitoren.
Display-Typen
Um das Bild darzustellen, wird bei den gängigen Monitoren prinzipiell die gleiche Technik verwendet. Es gibt mehrere Millionen Pixel (bei Full-HD zum Beispiel etwa 2,1 Millionen), die jeweils in einem von mehreren Millionen Farbtönen leuchten können. Dabei leuchten die Pixel aber nicht von alleine, sondern es gibt eine Art Ebene mit Pixeln, die durch eine Beleuchtung im hinteren Bereich des Monitors von hinten bestrahlt wird.
Quelle: Viewsonic
ViewSonic VG2401mh
Die Pixel wiederum bestehen aus Kristallen, die auf einem Raster angeordnet sind und mit Strom versorgt werden. Je nach dem, mit wie viel Spannung sie angesteuert werden, lassen sie dann mehr oder weniger des Lichts durch. Da die Kristalle wiederum entweder für den Farbton Rot, Grün oder Blau zuständig sind, man spricht auch von Subpixeln, ergeben sich unterschiedliche Farben, in denen die Pixel dann leuchten. Zum Beispiel wird ein Gelb dadurch erzeugt, dass die Subpixel für Rot und Grün leuchten, Blau aber dunkel bleibt.
In diesem Artikel
Durch die einzelnen Farben der Pixel entsteht dann ein Gesamtbild auf dem Monitor. Es gibt allerdings bei den möglichen Anordnungen der Kristalle und den genauen technischen Details, wie sie angesteuert werden, minimale Unterschiede, die alle kleine Vor- und Nachteile haben. Diese Unterschiede ergeben mehrere Display-Typen, die man unterscheidet. Die wichtigsten Display-Arten haben wir nun zusammengefasst und erklären deren Eigenschaften in der Praxis - das heißt wir schildern die für euch wichtigen Dinge und nicht die technisch-wissenschaftlichen Feinheiten der Panels.
Quelle: Philips
Philips 242G5DJEB
TN-Panel: Diese Panels sind in der Produktion sehr günstig und bieten gleichzeitig eine sehr schnelle Reaktionszeit. Sie sind daher für Gaming besonders gut geeignet und bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ein Nachteil ist die Blickwinkelstabilität - das heißt wenn ihr relativ seitlich neben dem Monitor sitzt oder oben auf den Monitor schaut, können die Farben sich relativ schnell verfälschen. Die Farbtreue lässt unter Umständen auch zu wünschen übrig, wobei es hier um hohe Ansprüche geht, die eher bei Profianwendungen für Foto und Druck eine Rolle spielen. Schließlich werden TN-Panels seit vielen Jahren von den weitaus meisten Usern benutzt, ohne dass sie sich bei Games, Filmen oder Fotos über die Farben beschweren.
Quelle: Iiyama
iiyama ProLite GB2488HSU-B1
IPS-Panel: Diese Displays werden immer beliebter. Denn im Gegensatz zu TN-Panels bieten sie - im Durchschnitt - das bessere Bild. Zudem sind sie inzwischen auch preislich attraktiv - denn vor nicht allzu langer Zeit waren IPS-Panels deutlich teurer als die beliebten TN-Panels. Auch die Reaktionszeiten wurden verbessert, was früher ein klarer Schwachpunkt von IPS-Displays war, wenn es um Gaming geht. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf genau informieren, ob speziell das ins Auge gefasste Modell auch wirklich für Spiele gut geeignet ist. Sehr anspruchsvollen Spielern könnte zudem selbst ein für IPS-Verhältnisse sehr schnelles Modell zu langsam sein. Generell sind sie immer noch ein wenig teurer als ähnlich gute TN-Monitore.
MVA-Panel: Diese Display-Art bietet ein gutes Bild und einen noch besseren Kontrast als IPS, hat aber in der Regel eine schlechte Reaktionszeit. MVA-Panel sind vor allem bei Profis beliebt, die für bildlastige Anwendungen ein besonders gutes und farbechtes Bild benötigen und keine schnellen Bildfolgen haben, für die eine schwache Reaktionszeit ein Nachteil wäre.
PLS- und PVA-Panel: Samsung hat die IPS und MVA Techniken weiterentwickelt - PLS ist die Weiterentwicklung von IPS, PVA die von MVA. Die Vor- und Nachteile solcher Displays sind daher mit denen von IPS beziehungsweise PVA jeweils vergleichbar.

Den Unterschied zwischen TN-Panel und IPS-Panel finde ich zwar beim Spielen eher vernachlässigbar aber zumindest bei der Bildbearbeitung ist ein IPS-Panel deutlich angenehmer zu nutzen.
ist 2560 mal 1080 Pixel nicht 21:9 -16:10 waren doch die 1650er Auflösungen vor ein paar Jahren? Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden, aber ich dachte, dass bei der Überbreite die fehlenden Balken bei Filmen der Witz an der Geschichte wären. Ich wollte mir mal 21:9 zulegen, weiß aber nicht was meine 7970 dazu sagt...
Und 2560x1080 ist dann in der Tat 21:9. Und wegen Deiner 7970: erst mal ist die Frage, ob ein Spiel das auch wirklich unterstützt. Wenn ja, dann hast du halt ca 33% mehr Pixel als bei Full HD, wenn du 2560x1080 nimmst (es gäbe ja sogar 3440x1440) - da würde ich mit ETWA 15-20% weniger FPS bei ansonsten gleichen Grafikdetails rechnen durch die Mehrbelastung. Und im Grenzfall kann es sein, dass das RAM der Grafikkarte vlt. nicht mehr ausreicht und es daher dann "Einbrüche" gibt, also dass das RAM für Full-HD noch ausreicht, für 21:9 aber gerade so nicht und du dann bei den Details oder Texturen doch eine Stufe runterstellen musst.
ist 2560 mal 1080 Pixel nicht 21:9 -16:10 waren doch die 1650er Auflösungen vor ein paar Jahren? Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden, aber ich dachte, dass bei der Überbreite die fehlenden Balken bei Filmen der Witz an der Geschichte wären. Ich wollte mir mal 21:9 zulegen, weiß aber nicht was meine 7970 dazu sagt...
Ich hätte vlt. beim Nennen der Kriterien noch dazuschreiben sollen, welche ms-Werte damit gemeint sind - aber es ist in der Tat so, dass die Tn-Modelle alle 2ms Herstellerangabe haben, manche auch 4ms, und die IPS-Modelle haben fast alle 6ms - einige wenige sind schneller, aber nicht schneller als 4ms. Besser als 6ms mit IPS bekommst Du derzeit nur die beiden BenQ-Monitore mit 27 Zoll und WQHD, de BL2710 und den den GW2765, die stehen auch beide in der Marktübersicht. Es gibt noch zwei Acer mit 4ms, aber die gibt es nur in sehr wenigen Shops, weswegen die fehlen: der H7 H257 und der G7 G257.
Es ist aber eine MARKTÜBERSICHT, sie soll nur helfen, dass man sieht, was man für beispielsweise 250 Euro für Optionen hat. Wenn Du Dir mal den Markt anschaust, was es da für eine Riesenauswahl gibt, wirst Du sehen, dass du mit der Tabelle schon eine sehr gute Eingrenzung hast. Damit die Tabellen nicht zu breit werden und ich dafür gesorgt gabe, dass nur "schnelle" Monitore in die Übersicht kommen, habe ich mich dagegen entschieden, auch noch die Reaktionszeit als Info mit hineinzunehmen. Das Special ersetzt keine GENAUE Kaufberatung, aber die Monitore in der Übersicht für ihren jeweiligen Preis alle absolut in Ordnung und für den durchschnittlichen Spieler auch problemlos geeignet.
Und natürlich sind die Monitore nicht alle "gleichgut", sie haben aber bei Reaktionszeit alle durchgängig sehr gute Werte, egal wie viel sie kosten. Das ist ja der Punkt: die Reaktionszeit ist heutzutage an sich egal, weil da alle sehr gut dastehen, und nicht zuletzt aus diesem Grunde habe ich das nicht noch dazugeschrieben. Aber ein Monitor für 200€ kann selbstverständlich sehr wohl ein sichtbar besseres Bild als ein anderer für 140€ haben - d.h einfach die billigsten nehmen, geht nicht - außer die Reaktionszeit wäre neben der Größe der EINZIGE für Dich wichtige Punkt. ;)
FALLS du jetzt sehr viel Wert drauf legst, ob ein Monitor nun 2 oder 4 oder 6 ms Reaktionszeit hast, also Dir auch kleine Unterschiede bei der Qualität der Monitore sehr wichtig ist, dann müsstest du aber ohnehin lieber Tests raussuchen. Denn da würde eine reine Übersicht, selbst eine spezielle Kauftipp-Übersicht, nicht ausreichen. Ein Monitor mit z.B. 2ms Reaktionszeit kann insgesasamt gesehen durchaus für Gaming sehr wohl deutlich schwächer geeignet als ein anderer, der scheinbar "schlechte" 6ms Reaktionszeit hat. So was kann nur ein genauer Test an den Tag legen - auch die wahre Reaktionszeit wird erst in der Praxis wirklich sichtbar, denn der eine Hersteller misst die Reaktionszeit anders als ein anderer Hersteller.
Bestimmt gibt es hier im Archiv ein paar Tests, oder auch bei unseren Kollegen der PCGamesHardware, und auch prad.de kann man sehr empfehlen.