The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs

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Das Rollenspielduell des Jahres: Fallout 4 und The Witcher 3 im großen Vergleich - welches Epos kann mehr? (21)
Quelle: PC Games/Bethesda

Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.

10. Steuerung: Zwischen Eleganz und Fingerkrampf

Das Listeninventar von Fallout 4 ist sehr schick und stilvoll, gerät bei vielen Items aber auch arg unübersichtlich. Quelle: PC Games Das Listeninventar von Fallout 4 ist sehr schick und stilvoll, gerät bei vielen Items aber auch arg unübersichtlich. Bei Release bewegte sich Geralt in The Witcher 3 noch unnatürlich träge; erst ein Patch fügte ein besseres Steuerungsmodell hinzu, dank dem wir den Hexer deutlich flotter und präziser lenken dürfen. Mit Maus und Tastatur muss man sich zwar mit ein paar ungewohnten Tastenbelegungen anfreunden, alles in allem funktioniert die Steuerung aber gut, die Kämpfe gehen auch ohne Gamepad sauber von der Hand. Manche Teile des Inventars waren bei Release noch etwas unübersichtlich, beispielweise wurde erst per Patch ein dringend nötiger Bereich für Notizen und Bücher eingebaut. Grundsätzlich lassen sich die Menüs aber gut mit der Maus bedienen, beispielweise hat CD Projekt sogar an praktische Tooltipps direkt am Mauszeiger gedacht - leider keine Selbstverständlichkeit bei Multiplattform-Titeln. Die Handwerks-Bildschirme mit ihren langen Listen sind allerdings sehr unübersichtlich geraten.

In den Konsolenfassungen verzichtet Fallout 4 auf das gängige Auto-Aiming, dadurch gewinnt der VATS-Zielmodus hier an taktischer Bedeutung. Auf PC spielt VATS dagegen eine geringere Rolle, denn hier zielt es sich auch mit der Maus schon ganz prima. Dafür ist die Tastenbelegung zum Teil abenteuerlich geraten, speziell in den Menüs wird deutlich, dass Bethesda einfach nicht genug Feinarbeit in die PC-Umsetzung gesteckt hat. Bis man sich daran gewöhnt hat, dass Tasten wie X, C, Tab, Alt oder Shift nötig sind, um Inventar, Skillübersicht oder das viel gescholtene Handwerksmenü sinnvoll zu bedienen, braucht es seine Zeit. Außerdem sind viele Tasten mehrfach belegt. Hier braucht es etwas Geduld zum Eingewöhnen, danach spielt sich Fallout 4 auch mit Maus und Tastatur gut. Unschön auf allen Plattformen: Im Inventar werden neu aufgesammelte Items stur in Listen einsortiert, das macht es beispielsweise sehr umständlich, aus einem Berg an Dokumenten den gesuchten Notizzettel rauszufischen. Ohne regelmäßig unser Inventar in der Siedlung auszumisten, verlieren wir da zu schnell den Überblick.

Fazit zur Steuerung: Ein perfektes Bedienkonzept, das sowohl für Maus und Tastatur wie auch Gamepads funktioniert, bieten beide Spiele nicht. Fallout 4 stößt PC-Spieler mit umständlichen Tastenbelegungen vor den Kopf, punktet aber mit der Genauigkeit der Maus - uns machen die Shooter-Kämpfe so einfach mehr Spaß. In der Summe ist die Steuerung beim Witcher aber etwas besser gelöst, auch wenn er das zum Teil seinen Patches zu verdanken hat. Nur ein knapper Punktsieg für den Hexer, aber immerhin.

Witcher 3 vs. Fallout 4 im Vergleich: Das Ergebnis

Der Endstand unserer großen Gegenüberstellung: sechs Punkte für The Witcher 3, vier Punkte für Fallout 4. CD Projekt ist es gelungen, die extrem hohen Erwartungen der Fans nicht nur zu erfüllen, sondern teilweise sogar zu übertreffen. Hier wurden keine leeren Versprechungen gemacht. Fallout 4 zieht dagegen - insbesondere im Vergleich zu Fallout 3 und New Vegas - zwar viele, aber leider nicht alle Register. Speziell die Rollenspielelemente, also Entscheidungsfreiheit, Charaktervielfalt und Auswirkungen der eigenen Spielweise, bleiben spürbar hinter den Erwartungen zurück.

Mit starken Schießereien, aufwendigem Crafting und einer tollen Welt zum Erkunden darf sich Fallout 4 aber trotzdem zu den Highlights des Jahres zählen. Wer gerne ballert, erkundet und bastelt, wird mit Bethesdas Endzeit-Spielplatz viele, viele Stunden bestens bedient. Freunde anspruchsvoller Mittelalter-Fantasy mit einem Faible für gute Geschichten und knifflige Entscheidungen kommen dagegen um The Witcher 3 nicht herum.

Kurzum: 2015 ist das Jahr des Hexers. Kein Wunder, dass CD Projekts Meisterwerk auch bei unserer Leserabstimmung mit großer Mehrheit zum PC-Spiel des Jahres gewählt wurde!

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  1. Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
  2. Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
  3. Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
  4. Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
  5. Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
  6. Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von belakor602 Mitglied
        Zitat von hawkytonk
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
        Ich meinte das nicht zwecks Menschen, sondern eher zwecks Schatzkisten. Auf dem Land oder im Wasser. Und die ganzen Monsternester etc.. Kam mir etwas zu oft vor, bei so vielen Monstern und Schätzen werden die einzelnen Encounter einfach nichts besonderes mehr und eher nervig.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        The Witcher 3 ist neben The Last of Us, Pillars of Eternity und Bloodborne mein Highlight des Jahres. Ganz große Klasse, was CD Projekt RED da abgeliefert hat. Sicher ist man mit der Figur Geralt in gewisser Weise irgendwie eingeschränkter, aber da bin ich sogar sehr zuversichtlich, dass das nächste Game von CDPR die Stärken bei behält und noch eins oben drauf setzt.

        Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
        Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von belakor602
        Genau richtig. Kingdom Come wird der tschechischen Landschaft nachempfunden und wird warschienlich komplett nur aus Hügel, Wälder und Weiden bestehen mit ein paar Dörfer und Burgen. Und ich freu mich trotzdem darauf. Und ich freu mich darauf dass die Landschaften schön leer sein werden, ohne eine Schatzkiste an jeder Ecke. Ich finde Witcher 3 füllte die Welt sogar zu sehr an. Viel zu viele wertlose "Schätz" und Schmuggler-Cases und was weiss ich alle paar Meter. Hätte ruhig noch etwas leerer sein können.
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
      • Von moeykaner Mitglied
        Ganz ehrlich Fallout4 war nen Reinfall für mich. Pillars of Eternity und Bloodborne sind deutlich stärker meiner Meinung nach.

        Zitat
        Interessante Orte drängen sich in Fallout 4 so dicht aneinander, dass es fast unmöglich ist, länger als zwei Minuten in eine Richtung zu laufen, ohne von Nah und Fern verlockende Ziele auszumachen
        Das hat mich ungemein gestört, dass man alle paar Meter irgenwas entdeckt. Auf einmal macht es gar keinen Spaß mehr was zu entdecken, weil es nichts mehr besonderes ist.
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