The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 18,99 €
Das Rollenspielduell des Jahres: Fallout 4 und The Witcher 3 im großen Vergleich - welches Epos kann mehr? (21)
Quelle: PC Games/Bethesda

Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.

2. Die Story: Mittelalter-Drama oder Entdecker-Paradies

In Sachen Handlung fegt The Witcher 3 gnadenlos über die Genre-Konkurrenz hinweg. Seine gut 50 Stunden lange Hauptquest erzählt eine spannende, aufwendig inszenierte Geschichte voller Überraschungen, Action, Romantik und Witz. Da verzeiht man auch gern einige Längen im Mittelteil (was das dauert, bis man Rittersporn endlich gefunden hat!). Auch die meisten Charaktere sind klasse geschrieben, aufwendig vertont und abwechslungsreich designt. Zudem steckt das Abenteuer voller Fanservice und feiner Anspielungen, die sowohl Kennern der Buchvorlage als auch der beiden Vorgängerspiele ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Wie selbstverständlich schafft es CD Projekt, nochmal 50 Stunden gut geschriebener Nebenquests auf das ohnehin schon üppige Abenteuer draufzupacken. Cool: Manche der Zusatzaufgaben haben langfristige Auswirkungen, ein paar von ihnen beeinflussen sogar den Ausgang der Geschichte. Dialoge bieten zwar weitaus weniger Entscheidungsvielfalt als beispielweise Pillars of Eternity oder Bioware-Rollenspiele, doch das wäre angesichts des klar definierten Hauptcharakters auch kaum möglich gewesen - ein böser Geralt ist schon allein aufgrund der Buchvorlage, der sich CD Projekt verpflichtet fühlt, nicht denkbar.

The Witcher 3 kombiniert eine riesige offene Welt mit einem spannenden Plot, knackigen Entscheidungen und gut geschriebenen Quests. Quelle: PC Games The Witcher 3 kombiniert eine riesige offene Welt mit einem spannenden Plot, knackigen Entscheidungen und gut geschriebenen Quests. Mit Oblivion, Skyrim und Fallout 3 hat Bethesda gleich mehrere Meilensteine auf dem Konto - großartige Spiele, die allerdings nicht für ihre Geschichten in Erinnerung geblieben sind. Da wundert es nicht, dass auch Fallout 4 eine allenfalls durchschnittliche Handlung erzählt, die nur wenig denkwürdige Momente bietet. Immerhin gibt's einige coole Charaktere, etwa den undurchsichtigen Synth-Detektiv Nick Valentine oder unseren gefühlsduseligen Roboter-Butler Codsworth. Die Hauptgeschichte, in der wir unseren verlorenen Sohn suchen, gerät jedoch schnell ins Hintertreffen. Die Möglichkeit, sich einer von vier vielversprechenden Fraktionen anzuschließen, entpuppt sich zudem als enttäuschender Zwang, da die Parteien eng mit der Story verzahnt sind und uns stets in ein Massaker zwingen - ob wir das nun wollen oder nicht. Dabei ist es übrigens egal, ob wir gut, böse oder irgendwas dazwischen sein wollen, denn das Spiel presst uns die meiste Zeit über in eine feste Rolle. Komplett böse Spielweisen sind da nicht vorgesehen. Auch bei den Nebenquests zeigt sich ein gemischtes Bild; zwar gibt es eine Menge interessanter und witziger Aufgaben am Wegesrand, allzu oft münden diese aber doch nur in wilden Schießereien, anstatt uns spannende Figuren und knifflige Entscheidungen vorzusetzen. Hier war Fallout 3 eindeutig besser.

Fazit zur Story: Klarer Fall: Kein anderes Rollenspiel bringt eine packende Handlung, toll ausgearbeitete Figuren, knifflige Entscheidungen und eine bombastische Inszenierung so gut unter einen Hut wie The Witcher 3. Das Hexenabenteuer steckt voller denkwürdiger Szenen und kluger Dialoge, hier wird mitgefiebert und mitgelacht wie zu Biowares besten Zeiten. Fallout 4 macht dagegen viel zu wenig aus seiner Geschichte, die uns zu keinem Zeitpunkt wirklich mitreißt. Verdienter Punkt für Witcher 3.

3. Quest-Design: Große Welten, nix dahinter?

Geralts Rolle ist aufgrund der Buchvorlage klar umrissen. Trotzdem treffen wir in den abwechslungsreichen Quests viele Entscheidungen. Quelle: PC Games Geralts Rolle ist aufgrund der Buchvorlage klar umrissen. Trotzdem treffen wir in den abwechslungsreichen Quests viele Entscheidungen. Als professioneller Monsterjäger, Fantasy-Detektiv und Freizeit-Weltverbesserer hat Geralt alle Hände voll zu tun: Viecher jagen, Flüche aufheben, Banditen verprügeln, Beweise sammeln, Tränke brauen, Grotten erkunden, mit dem Boot zur See fahren, Verbrecherbanden aufmischen, Freunde retten, Könige bescheißen und vieles mehr. Hinzu kommen diverse Minispiele, allen voran das motivierende Kartenspiel Gwint, mit dem man sich stundenlang die Zeit vertreiben kann. Nahezu alle Quests sind gut geschrieben, selbst simple Tötungsaufträge verpackt CD Projekt in kleine, interessante Geschichten. Da verzeiht man auch gerne, dass wir in sehr vielen Quests auf Geralts Hexersinne angewiesen sind, mit denen wir die Umgebung nach Hotspots absuchen - spielerisch wird das auf Dauer nämlich etwas fad. Blöd außerdem, dass alle Quests eine feste Levelstufe haben, an der man - bei gründlicher Spielweise - viel zu früh vorbeizieht. Der Effekt: Für Quests unterhalb unseres Charakterlevels gibt's kaum noch Erfahrungspunkte und auch die Belohnungen in Form von Waffen und Rüstungen sind dann nahezu wertlos. Ab und zu fühlt man sich da fast schon gezwungen, eine Quest noch rechtzeitig zu erledigen, bevor man zu hochstufig wird.

Fallout 4 punktet mit originellen, teils witzigen Aufträgen. Einige Nebenquests fallen aber auch etwas lieblos und actionlastig aus. Quelle: PC Games Fallout 4 punktet mit originellen, teils witzigen Aufträgen. Einige Nebenquests fallen aber auch etwas lieblos und actionlastig aus. Dieses Problem kennt Fallout 4 nicht: In Bethesdas Endzeit-Rollenspiel ist es völlig egal, wann wir die Aufgaben erledigen - am Ende bekommen wir trotzdem unsere Erfahrungspunkte. Die Quests decken von Personensuche über Rettungseinsätze, Jagdmissionen, Informationsbeschaffung und Erkundung nicht nur eine ganze Menge ab, sondern haben oft auch richtig schöne und skurrile Ideen: So helfen wir beispielweise einer Blechbüchsencrew dabei, ihr fliegendes Schiff wieder flott zu kriegen, erforschen unheimliche Vaults, tauchen in die Gedankenwelt eines Killers ab, verkleiden uns als rächender Superheld oder unterstützen unserer Roboter-Freundin dabei, ihren Geist in einen menschlichen Körper zu transferieren. Als Nebenbeschäftigung können wir Siedlungen detailliert ausbauen und Versorgungsrouten einrichten. Auch wenn der Großteil des Quest-Angebots spannend und interessant ist, gibt's in Fallout 4 auch ein paar ärgerliche Nieten: So verkommen viele Nebenaufgaben zu sturen Ballereien, diplomatische Lösungswege gibt es nur selten. Außerdem müssen wir uns im Handlungsverlauf einer von vier Fraktionen anschließen, die uns dann mit einigen uninspirierten, teils dynamisch erzeugten Nebenaufgaben daran erinnern, dass das Questdesign von Fallout 3 unterm Strich ein gutes Stück spannender, vielfältiger und schlichtweg besser war.

Fazit zu den Quests: Beide Rollenspiele versorgen uns mit einer wahren Flut an Aufgaben. Fallout 4 kann viele witzige Ideen, vier Fraktionen und den Siedlungsbau für sich verbuchen. The Witcher 3 liefert aber die besseren Geschichten, mehr Entscheidungsvielfalt und mehr Möglichkeiten, ein Problem auch mal ohne Blutbad zu lösen. Auch dieser Punkt geht daher an Hexer Geralt.

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  1. Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
  2. Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
  3. Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
  4. Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
  5. Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
  6. Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von belakor602 Mitglied
        Zitat von hawkytonk
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
        Ich meinte das nicht zwecks Menschen, sondern eher zwecks Schatzkisten. Auf dem Land oder im Wasser. Und die ganzen Monsternester etc.. Kam mir etwas zu oft vor, bei so vielen Monstern und Schätzen werden die einzelnen Encounter einfach nichts besonderes mehr und eher nervig.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        The Witcher 3 ist neben The Last of Us, Pillars of Eternity und Bloodborne mein Highlight des Jahres. Ganz große Klasse, was CD Projekt RED da abgeliefert hat. Sicher ist man mit der Figur Geralt in gewisser Weise irgendwie eingeschränkter, aber da bin ich sogar sehr zuversichtlich, dass das nächste Game von CDPR die Stärken bei behält und noch eins oben drauf setzt.

        Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
        Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von belakor602
        Genau richtig. Kingdom Come wird der tschechischen Landschaft nachempfunden und wird warschienlich komplett nur aus Hügel, Wälder und Weiden bestehen mit ein paar Dörfer und Burgen. Und ich freu mich trotzdem darauf. Und ich freu mich darauf dass die Landschaften schön leer sein werden, ohne eine Schatzkiste an jeder Ecke. Ich finde Witcher 3 füllte die Welt sogar zu sehr an. Viel zu viele wertlose "Schätz" und Schmuggler-Cases und was weiss ich alle paar Meter. Hätte ruhig noch etwas leerer sein können.
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
      • Von moeykaner Mitglied
        Ganz ehrlich Fallout4 war nen Reinfall für mich. Pillars of Eternity und Bloodborne sind deutlich stärker meiner Meinung nach.

        Zitat
        Interessante Orte drängen sich in Fallout 4 so dicht aneinander, dass es fast unmöglich ist, länger als zwei Minuten in eine Richtung zu laufen, ohne von Nah und Fern verlockende Ziele auszumachen
        Das hat mich ungemein gestört, dass man alle paar Meter irgenwas entdeckt. Auf einmal macht es gar keinen Spaß mehr was zu entdecken, weil es nichts mehr besonderes ist.
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