The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.
Überblick: The Witcher 3 vs. Fallout 4 - die Rollenspiele im großen Vergleich
- Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
- Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
- Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
- Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
- Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
- Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
- Seite 7 Bildergalerie
4. Charakterentwicklung: Welche Rolle darf ich spielen?
Spannend geht anders: In The Witcher 3 dürfen wir nach einem Levelaufstieg nur einen Punkt auf insgesamt 70 Skills verteilen. Von denen können wir aber gerade mal 12 Stück auswählen und in Charakterslots packen - damit bestimmen wir unseren Build. Verskillen ist grundsätzlich möglich, allerdings lassen sich Talentpunkte mit einem Trank umverteilen. Da die Talente ohnehin eng auf Geralts grundlegende Fähigkeiten - Schwertkampf, Zaubersprüche und Alchemie - zugeschnitten sind, ist es kaum möglich, eine wirklich eigenständige, besondere Spielweise zu finden. Geralt bleibt Geralt, egal wie man seine Punkte nun verteilt. Immerhin lassen sich aber die Zauber durch Upgrades verbessern, dadurch erfüllen sie andere Funktionen - aus dem Igni-Feuerstoß wird dann beispielsweise ein nützlicher Flammenwerfer. Nur ein Skill wirkt sich auf Dialoge aus: Mit dem Axii-Zeichen könnt ihr Gesprächspartner überzeugen, was so praktisch ist, dass man auf diesen Skill kaum verzichten will.
Quelle: PC Games
Kein Levelcap, 275 wählbare Upgrades: In Fallout 4 haben wir lange Spaß daran, unseren Charakter zu verbessern.
Fallout 4 kommt anders als sein Vorgänger ohne Levelcap daher - wir dürfen also Stufen aufsteigen, soviel wir wollen. Nach einem Levelaufstieg stecken wir einen Talentpunkt in einen der 70 Perks oder in eines der 7 Special-Basisattribute. Perks lassen sich dann noch in weiteren Stufen ausbauen, am Ende stehen dadurch stolze 275 Upgrades zur Auswahl! Grundsätzlich kann man sich somit nicht verskillen, da jeder Charakter theoretisch alles lernen kann. In der Praxis würde das aber eine Ewigkeit dauern. Daher planen wir unseren Build trotzdem sorgfältig, da wir viele Perks schon frühzeitig brauchen, um im Ödland nicht unter die Räder zu kommen. Ebenfalls motivierend: Für praktisch alle Aktionen erhalten wir Erfahrungspunkte, egal ob wir Quests lösen, Gegner besiegen, Schlösser knacken oder neue Orte entdecken. Also alles super? Leider nicht: Für Fallout 4 wurde das Fertigkeitensystem der Vorgängerspiele gestrichen und nur teilweise in das Perk-System integriert. Reparieren gehört beispielweise komplett der Vergangenheit an. Außerdem gibt es keinen Überreden-Wert mehr, den wir von 1 bis 100 steigern können. Stattdessen bestimmt nun das Charisma-Attribut, ob wir einen Gesprächsparnter überzeugen können oder nicht. Andere Perks wie Wissenschaft oder Medizin wirken sich dagegen überhaupt nicht mehr auf Dialoge aus. Damit geht Fallout 4 ein besonders schönes Rollenspielelement verloren, das die Vorgänger Fallout 3 und New Vegas ausgezeichnet hat.
Fazit zur Charakterentwicklung: Die gestrichenen Fertigkeiten und der blöde Charisma-Wert, der die ganze Überzeugungsarbeit übernimmt, verwässern den Rollenspielkern von Fallout 4 - hier wird einfach deutlich, dass Bethesda diesmal größeren Wert auf die Action und das Erkunden gelegt hat, anstatt vielfältige Lösungswege anzubieten. Trotzdem geht dieser Punkt an Fallout 4! Denn unterm Strich macht es trotz aller Rückschritte deutlich mehr Spaß, in Fallout 4 einen Level aufzusteigen und sich neue Charakterbausteine freizuschalten. Das eingeschränkte und lieblos präsentierte Skill-System von The Witcher 3 kann da nicht mithalten.
5. Kämpfe: Schwert oder Knarre?
Geralt kämpft in The Witcher 3 so, wie es die Bücher vorgeben: Mit Silber- und Stahlschwert schnitzt der Hexer ebenso Monster wie menschliches Gesindel fachgerecht von der Bildfläche. Dazu gibt's fünf altbekannte Zaubersprüche, die in The Witcher 3 aber immerhin eine sekundäre Funktion haben. Die Schwertkämpfe selbst sind wesentlich flüssiger und spaßiger als in den beiden Vorgängerspielen: Geralt weicht feindlichen Hieben elegant aus, geht flüssig in Konterattacken über, mäht seine Widersache mit derben Finishing Moves nieder. Das wird zwar irgendwann eintönig, da sich das Kampfprinzip praktisch nie verändert, doch das gleichen die gelungenen Monstertypen zumindest ein bisschen aus. Ebenfalls neu: Geralt setzt diesmal auch eine kleine Armbrust ein, um fliegende Gegner vom Himmel zu picken. Nützlich!
Quelle: PC Games
Fallout 4 rückt die Shooter-Kämpfe stärker in den Mittelpunkt. Zum Glück machen die Ballereien dank massig Waffen viel Laune!
Fallout 4 rückt seine Kämpfe stärker in den Mittelpunkt, nicht nur im Vergleich zu Witcher 3, sondern auch zu Fallout 3 und Fallout: New Vegas. Darunter leiden zwar die Rollenspielaspekte, doch immerhin machen die Schießereien in Fallout 4 ordentlich Spaß: Wir dürfen aus einem riesigen Angebot an Waffen wählen, darunter auch legendäre und einzigartige Wummen, die wir zudem mit allerlei Upgrades verbessern können. Ebenfalls neu: Die mächtigen Power Rüstungen, die uns in Fallout 4 erstmals die Statur eines kleinen Mechs verleihen (in Fallout 3 war Power Armor nicht mehr als ein dickes Kleidungsstück). Gegner in Fallout 4 sind zwar nicht wirklich schlauer, aber zumindest wesentlich schneller und gefährlicher als in den Vorgängern, das macht die Gefechte auch nach vielen Stunden noch unterhaltsam. Das bekannte VATS-System, dank dem wir gegnerische Körperpartien im Detail anvisieren können, tritt durch den hohen Actionanteil etwas in den Hintergrund, zumindest wenn man am PC präzise mit Maus und Tastatur spielt.
Fazit zu den Kämpfen: The Witcher 3 präsentiert zweifellos das beste Kampfsystem der Hexer-Trilogie, ist aber aufgrund der Buchvorlage immer noch stark eingeschränkt. Der Effekt: Die wenigen Zauber und Waffentypen verlieren auf Dauer ihren Reiz. Fallout 4 punktet dagegen mit reichlich Schießprügeln, explosiver Action und teils ziemlich knackigen Gegnern - wer packende Kämpfe will, ist daher im Bostoner Ödland besser aufgehoben, der Punkt geht verdient an Fallout 4.
Überblick: The Witcher 3 vs. Fallout 4 - die Rollenspiele im großen Vergleich
- Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
- Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
- Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
- Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
- Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
- Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
- Seite 7 Bildergalerie
- Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
- Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
- Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
- Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
- Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
- Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs

Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...
Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.