The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 18,99 €
Das Rollenspielduell des Jahres: Fallout 4 und The Witcher 3 im großen Vergleich - welches Epos kann mehr? (21)
Quelle: PC Games/Bethesda

Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.

4. Charakterentwicklung: Welche Rolle darf ich spielen?

Spannend geht anders: In The Witcher 3 dürfen wir nach einem Levelaufstieg nur einen Punkt auf insgesamt 70 Skills verteilen. Von denen können wir aber gerade mal 12 Stück auswählen und in Charakterslots packen - damit bestimmen wir unseren Build. Verskillen ist grundsätzlich möglich, allerdings lassen sich Talentpunkte mit einem Trank umverteilen. Da die Talente ohnehin eng auf Geralts grundlegende Fähigkeiten - Schwertkampf, Zaubersprüche und Alchemie - zugeschnitten sind, ist es kaum möglich, eine wirklich eigenständige, besondere Spielweise zu finden. Geralt bleibt Geralt, egal wie man seine Punkte nun verteilt. Immerhin lassen sich aber die Zauber durch Upgrades verbessern, dadurch erfüllen sie andere Funktionen - aus dem Igni-Feuerstoß wird dann beispielsweise ein nützlicher Flammenwerfer. Nur ein Skill wirkt sich auf Dialoge aus: Mit dem Axii-Zeichen könnt ihr Gesprächspartner überzeugen, was so praktisch ist, dass man auf diesen Skill kaum verzichten will.

Kein Levelcap, 275 wählbare Upgrades: In Fallout 4 haben wir lange Spaß daran, unseren Charakter zu verbessern. Quelle: PC Games Kein Levelcap, 275 wählbare Upgrades: In Fallout 4 haben wir lange Spaß daran, unseren Charakter zu verbessern. Fallout 4 kommt anders als sein Vorgänger ohne Levelcap daher - wir dürfen also Stufen aufsteigen, soviel wir wollen. Nach einem Levelaufstieg stecken wir einen Talentpunkt in einen der 70 Perks oder in eines der 7 Special-Basisattribute. Perks lassen sich dann noch in weiteren Stufen ausbauen, am Ende stehen dadurch stolze 275 Upgrades zur Auswahl! Grundsätzlich kann man sich somit nicht verskillen, da jeder Charakter theoretisch alles lernen kann. In der Praxis würde das aber eine Ewigkeit dauern. Daher planen wir unseren Build trotzdem sorgfältig, da wir viele Perks schon frühzeitig brauchen, um im Ödland nicht unter die Räder zu kommen. Ebenfalls motivierend: Für praktisch alle Aktionen erhalten wir Erfahrungspunkte, egal ob wir Quests lösen, Gegner besiegen, Schlösser knacken oder neue Orte entdecken. Also alles super? Leider nicht: Für Fallout 4 wurde das Fertigkeitensystem der Vorgängerspiele gestrichen und nur teilweise in das Perk-System integriert. Reparieren gehört beispielweise komplett der Vergangenheit an. Außerdem gibt es keinen Überreden-Wert mehr, den wir von 1 bis 100 steigern können. Stattdessen bestimmt nun das Charisma-Attribut, ob wir einen Gesprächsparnter überzeugen können oder nicht. Andere Perks wie Wissenschaft oder Medizin wirken sich dagegen überhaupt nicht mehr auf Dialoge aus. Damit geht Fallout 4 ein besonders schönes Rollenspielelement verloren, das die Vorgänger Fallout 3 und New Vegas ausgezeichnet hat.

Fazit zur Charakterentwicklung: Die gestrichenen Fertigkeiten und der blöde Charisma-Wert, der die ganze Überzeugungsarbeit übernimmt, verwässern den Rollenspielkern von Fallout 4 - hier wird einfach deutlich, dass Bethesda diesmal größeren Wert auf die Action und das Erkunden gelegt hat, anstatt vielfältige Lösungswege anzubieten. Trotzdem geht dieser Punkt an Fallout 4! Denn unterm Strich macht es trotz aller Rückschritte deutlich mehr Spaß, in Fallout 4 einen Level aufzusteigen und sich neue Charakterbausteine freizuschalten. Das eingeschränkte und lieblos präsentierte Skill-System von The Witcher 3 kann da nicht mithalten.

5. Kämpfe: Schwert oder Knarre?

Geralt kämpft in The Witcher 3 so, wie es die Bücher vorgeben: Mit Silber- und Stahlschwert schnitzt der Hexer ebenso Monster wie menschliches Gesindel fachgerecht von der Bildfläche. Dazu gibt's fünf altbekannte Zaubersprüche, die in The Witcher 3 aber immerhin eine sekundäre Funktion haben. Die Schwertkämpfe selbst sind wesentlich flüssiger und spaßiger als in den beiden Vorgängerspielen: Geralt weicht feindlichen Hieben elegant aus, geht flüssig in Konterattacken über, mäht seine Widersache mit derben Finishing Moves nieder. Das wird zwar irgendwann eintönig, da sich das Kampfprinzip praktisch nie verändert, doch das gleichen die gelungenen Monstertypen zumindest ein bisschen aus. Ebenfalls neu: Geralt setzt diesmal auch eine kleine Armbrust ein, um fliegende Gegner vom Himmel zu picken. Nützlich!

Fallout 4 rückt die Shooter-Kämpfe stärker in den Mittelpunkt. Zum Glück machen die Ballereien dank massig Waffen viel Laune! Quelle: PC Games Fallout 4 rückt die Shooter-Kämpfe stärker in den Mittelpunkt. Zum Glück machen die Ballereien dank massig Waffen viel Laune! Fallout 4 rückt seine Kämpfe stärker in den Mittelpunkt, nicht nur im Vergleich zu Witcher 3, sondern auch zu Fallout 3 und Fallout: New Vegas. Darunter leiden zwar die Rollenspielaspekte, doch immerhin machen die Schießereien in Fallout 4 ordentlich Spaß: Wir dürfen aus einem riesigen Angebot an Waffen wählen, darunter auch legendäre und einzigartige Wummen, die wir zudem mit allerlei Upgrades verbessern können. Ebenfalls neu: Die mächtigen Power Rüstungen, die uns in Fallout 4 erstmals die Statur eines kleinen Mechs verleihen (in Fallout 3 war Power Armor nicht mehr als ein dickes Kleidungsstück). Gegner in Fallout 4 sind zwar nicht wirklich schlauer, aber zumindest wesentlich schneller und gefährlicher als in den Vorgängern, das macht die Gefechte auch nach vielen Stunden noch unterhaltsam. Das bekannte VATS-System, dank dem wir gegnerische Körperpartien im Detail anvisieren können, tritt durch den hohen Actionanteil etwas in den Hintergrund, zumindest wenn man am PC präzise mit Maus und Tastatur spielt.

Fazit zu den Kämpfen: The Witcher 3 präsentiert zweifellos das beste Kampfsystem der Hexer-Trilogie, ist aber aufgrund der Buchvorlage immer noch stark eingeschränkt. Der Effekt: Die wenigen Zauber und Waffentypen verlieren auf Dauer ihren Reiz. Fallout 4 punktet dagegen mit reichlich Schießprügeln, explosiver Action und teils ziemlich knackigen Gegnern - wer packende Kämpfe will, ist daher im Bostoner Ödland besser aufgehoben, der Punkt geht verdient an Fallout 4.

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  1. Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
  2. Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
  3. Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
  4. Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
  5. Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
  6. Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von belakor602 Mitglied
        Zitat von hawkytonk
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
        Ich meinte das nicht zwecks Menschen, sondern eher zwecks Schatzkisten. Auf dem Land oder im Wasser. Und die ganzen Monsternester etc.. Kam mir etwas zu oft vor, bei so vielen Monstern und Schätzen werden die einzelnen Encounter einfach nichts besonderes mehr und eher nervig.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        The Witcher 3 ist neben The Last of Us, Pillars of Eternity und Bloodborne mein Highlight des Jahres. Ganz große Klasse, was CD Projekt RED da abgeliefert hat. Sicher ist man mit der Figur Geralt in gewisser Weise irgendwie eingeschränkter, aber da bin ich sogar sehr zuversichtlich, dass das nächste Game von CDPR die Stärken bei behält und noch eins oben drauf setzt.

        Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
        Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von belakor602
        Genau richtig. Kingdom Come wird der tschechischen Landschaft nachempfunden und wird warschienlich komplett nur aus Hügel, Wälder und Weiden bestehen mit ein paar Dörfer und Burgen. Und ich freu mich trotzdem darauf. Und ich freu mich darauf dass die Landschaften schön leer sein werden, ohne eine Schatzkiste an jeder Ecke. Ich finde Witcher 3 füllte die Welt sogar zu sehr an. Viel zu viele wertlose "Schätz" und Schmuggler-Cases und was weiss ich alle paar Meter. Hätte ruhig noch etwas leerer sein können.
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
      • Von moeykaner Mitglied
        Ganz ehrlich Fallout4 war nen Reinfall für mich. Pillars of Eternity und Bloodborne sind deutlich stärker meiner Meinung nach.

        Zitat
        Interessante Orte drängen sich in Fallout 4 so dicht aneinander, dass es fast unmöglich ist, länger als zwei Minuten in eine Richtung zu laufen, ohne von Nah und Fern verlockende Ziele auszumachen
        Das hat mich ungemein gestört, dass man alle paar Meter irgenwas entdeckt. Auf einmal macht es gar keinen Spaß mehr was zu entdecken, weil es nichts mehr besonderes ist.
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