The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound

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Das Rollenspielduell des Jahres: Fallout 4 und The Witcher 3 im großen Vergleich - welches Epos kann mehr? (21)
Quelle: PC Games/Bethesda

Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.

8. Grafik und Technik: "Nur" hübsch oder schon brillant?

Auch auf längere Sicht dürfte es nur sehr wenige Rollenspiele geben, die es mit der Pracht eines Witcher 3 aufnehmen können. CD Projekts selbst entwickelte RedEngine 3 begeistert mit spektakulären Panoramen, wunderschönen Landschaften, knackscharfen Texturen, guten Lichteffekten, toller Wetterdarstellung, lebendigen Ortschaften und hübschen Charakteren - und das alles bei moderaten Hardware-Anforderungen und mit verhältnismäßig wenigen Bugs! Die spannenden Echtzeit-Zwischensequenzen und klasse designten Monster runden die ausgezeichnete Inszenierung ab.

The Witcher 3 Quelle: PC Games Geralt genießt den herrlichen Ausblick auf die Skellige Inseln. The Witcher 3 sieht einfach fantastisch aus. Die schicken volumetrischen Lichteffekte sind ein optisches Highlight von Fallout 4. Quelle: PC Games Die schicken volumetrischen Lichteffekte sind ein optisches Highlight von Fallout 4. Fallout 4 musste sich dagegen schon bei seiner Ankündigung den Vorwurf gefallen lassen, grafisch "nur" sehr hübsch, aber eben nicht topmodern zu sein. Tatsächlich zeigt Bethesdas Grafikmotor hier und da deutliche Schwächen, etwa bei den steifen Gesichtsanimationen, den mäßig scharfen Texturen, aufpoppenden Objekten und der Schattendarstellung, die schon auf kurze Distanzen einfach ausgeblendet wird - das sorgt dafür, dass entfernte Umgebungselemente unnatürlich hell wirken. Auf der Habenseite kann Fallout 4 wunderschöne volumetrische Lichteffekte, schicke Nebeldarstellung, satte Explosionen, tolle Weitsicht und sehr gutes Monsterdesign für sich verbuchen. Die Spielwelt wurde außerdem mit sehr viel Liebe zum Detail entworfen - hier scheint jedes Stück Wellblech, jeder Trümmerhaufen, jeder Batzen Mutantenschleim am rechten Platz zu sein. Fallout 4 mag also technisch kein bahnbrechendes Spiel sein, doch alles in allem gefällt uns die stimmungsvolle Endzeit-Grafik trotzdem gut. Die Hardware-Anforderungen könnten allerdings deutlich niedriger ausfallen (die Performance lässt auch auf Konsolen zu wünschen übrig) und natürlich finden sich die Bethesda-typischen Bugs und Glitches. Wer Fallout 4 genießen will, sollte durchaus damit rechnen, dass sich mal eine Kuh aufs Dach verirrt oder getroffene Gegner in derart hohem Bogen durch die Gegend fliegen, als habe man sie aus einer Zirkuskanone abgeschossen.

Fazit zur Grafik: Dieser Punkt ist obligatorisch: Kein anderes Rollenspiel sieht derzeit so schick aus wie The Witcher 3. Fallout 4 inszeniert zwar eine sehr stimmungsvolle, detailreiche Endzeit-Welt, muss sich aber eine durchwachsene Performance, hölzerne Gesichter und Schwächen in der Schattendarstellung vorwerfen lassen.

9. Sound: Atmosphäre pur oder Stimmungskiller?

Für die Vertonung von The Witcher 3 wurde viel Aufwand betrieben, doch das Ergebnis ist zumindest in der deutschen Fassung "nur" okay: Zwar legen sich die meisten Sprecher ins Zeug, doch die Auswahl der Stimmen und die zuweilen müde Dialogregie lassen nie so recht die Stimmung der englischen Fassung aufkommen. Zum Glück können wir in The Witcher 3 problemlos mit englischer Sprachausgabe und deutschen Texten spielen - so kommen wir in den vollen Genuss der motivierten Profi-Sprecher, deren Stimmen deutlich besser zu den tollen Charakteren passen als in der deutschen Version. Auch die von Marcin Przybyłowicz komponierte orchestrale Musikuntermalung, gezaubert aus mittelalterlichen Klängen und slawischen Instrumenten, untermalt das Geschehen hervorragend. Hier und da hätten wir uns zwar mehr akustische Abwechslung bei den Kämpfen gewünscht, doch das ist Kritik auf hohem Niveau. Einfach mal bei Nacht durch die weitläufigen Landschaften der Skellige-Inseln reiten und der sanft-melancholischen Musikuntermalung lauschen - das ist Atmosphäre pur.

Kämpfe werden in The Witcher 3 von packender Musik untermalt, die sich allerdings häufig wiederholt. Quelle: PC Games Kämpfe werden in The Witcher 3 von packender Musik untermalt, die sich allerdings häufig wiederholt. Fallout 4 setzt auf gute deutsche Sprecher, die englische Fassung klingt aber erwartungsgemäß noch einen Tick glaubhafter und stimmungsvoller. Hollywood-Stimmen wie in Bethesdas früheren Spielen (u. a. Liam Neeson, Patrick Stewart, Max von Sydow) sind in Fallout 4 allerdings nicht zu hören. Dafür kann das Spiel auf die bewährten, aber immer noch stimmungsvollen Melodien des preisgekrönten Komponisten Inon Zur vertrauen. Zurs wuchtige Klavierstücke wechseln sich mit ruhigen, atmosphärischen Klangteppichen ab, die uns prima beim Erkunden des Bostoner Ödlandes begleiten. Bis auf das starke Titelthema sind zwar nur wenig einprägsame Stücke dabei, doch dafür hat Fallout 4 noch ein Ass im Ärmel: Im Pip-Boy dürfen wir jederzeit einen Klassik-Radiosender einschalten, der das Spielgeschehen dann teils hochdramatisch untermalt: Bekannte Werke von Holst, Wagner, Brahms, Chopin und viele weitere Klassiker verleihen Fallout 4 eine faszinierende Atmosphäre. Zu Tchaikovskys legendärem Schwanensee ein schwer befestigtes Banditatenlager aufmischen? Sollte man erlebt haben!

Fazit zum Sound: Auch wenn Fallout 4 mit guten Sprechern, coolen Radiosendern und stimmungsvoller Musikuntermalung punktet, geht der Sieg in dieser Kategorie knapp an den Hexer: Przybyłowiczs kraftvolle Kompositionen bieten das mitreißendere Hörerlebnis und die englischen Sprecher legen sich in The Witcher 3 noch mehr ins Zeug - was angesichts der dramatischeren Story aber auch kaum überrascht, immerhin sind die Sprecher hier schlichtweg mehr gefordert.

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  1. Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
  2. Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
  3. Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
  4. Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
  5. Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
  6. Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von Grelldor Anfänger/in
        My two cents: Fallout ist schön, gross und auch sehr Umfangreich, aber viel zu repetiv. Die Möglichkeiten zum Rollenspiel sind mir etwas zu gering. Das Kampfsystem ist weit vom Vorläufer entfernt und für mich zu schwammig und ungenau, trotz entsprechender Skillung beim 2. Durchlauf (welchen ich dann auch nicht mehr weitergezockt hab, 1x das Institut hochjagen reicht mir dann auch). Und von 4 Fraktionen war nur eine halbwegs zu ertragen. Die Stahlnazis fand ich da am lächerlichsten, so wie Nazis in der Realität halt auch. Ich mag das Spiel wirklich, aber Fallout 3 war um Längen besser...

        Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...

        Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
      • Von belakor602 Mitglied
        Zitat von hawkytonk
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
        Ich meinte das nicht zwecks Menschen, sondern eher zwecks Schatzkisten. Auf dem Land oder im Wasser. Und die ganzen Monsternester etc.. Kam mir etwas zu oft vor, bei so vielen Monstern und Schätzen werden die einzelnen Encounter einfach nichts besonderes mehr und eher nervig.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        The Witcher 3 ist neben The Last of Us, Pillars of Eternity und Bloodborne mein Highlight des Jahres. Ganz große Klasse, was CD Projekt RED da abgeliefert hat. Sicher ist man mit der Figur Geralt in gewisser Weise irgendwie eingeschränkter, aber da bin ich sogar sehr zuversichtlich, dass das nächste Game von CDPR die Stärken bei behält und noch eins oben drauf setzt.

        Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
        Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
      • Von hawkytonk Mitglied
        Zitat von belakor602
        Genau richtig. Kingdom Come wird der tschechischen Landschaft nachempfunden und wird warschienlich komplett nur aus Hügel, Wälder und Weiden bestehen mit ein paar Dörfer und Burgen. Und ich freu mich trotzdem darauf. Und ich freu mich darauf dass die Landschaften schön leer sein werden, ohne eine Schatzkiste an jeder Ecke. Ich finde Witcher 3 füllte die Welt sogar zu sehr an. Viel zu viele wertlose "Schätz" und Schmuggler-Cases und was weiss ich alle paar Meter. Hätte ruhig noch etwas leerer sein können.
        Hhm.. wenn die Welt von W3 nun viel leerer wäre und man selten (oder gar niemals) jemanden trifft, wäre das vielleicht realistisch, aber auch langweilig. Letztendlich ist es immer noch ein Spiel und sollte auch unterhalten dürfen. Das man es beim Befüllen der Welt auch übertreiben kann (hierzu ein Gruß an Ubisoft), ist eine andere Sache.
        Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
      • Von moeykaner Mitglied
        Ganz ehrlich Fallout4 war nen Reinfall für mich. Pillars of Eternity und Bloodborne sind deutlich stärker meiner Meinung nach.

        Zitat
        Interessante Orte drängen sich in Fallout 4 so dicht aneinander, dass es fast unmöglich ist, länger als zwei Minuten in eine Richtung zu laufen, ohne von Nah und Fern verlockende Ziele auszumachen
        Das hat mich ungemein gestört, dass man alle paar Meter irgenwas entdeckt. Auf einmal macht es gar keinen Spaß mehr was zu entdecken, weil es nichts mehr besonderes ist.
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