The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
Witcher 3 vs. Fallout 4 - das Duell der Rollenspielgiganten! Doch welches Spiel bietet mehr? PC Games hat die zwei größten RPGs des Jahres verglichen.
Überblick: The Witcher 3 vs. Fallout 4 - die Rollenspiele im großen Vergleich
- Seite 1 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Einleitung - Spielwelten
- Seite 2 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Story & Charaktere - Quests
- Seite 3 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Charakterentwicklung - Kämpfe
- Seite 4 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Crafting - Gegenstände
- Seite 5 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Grafik und Technik - Sound
- Seite 6 The Witcher 3 vs. Fallout 4: Steuerung - Das Ergebnis unseres großen Vergleichs
- Seite 7 Bildergalerie
8. Grafik und Technik: "Nur" hübsch oder schon brillant?
Auch auf längere Sicht dürfte es nur sehr wenige Rollenspiele geben, die es mit der Pracht eines Witcher 3 aufnehmen können. CD Projekts selbst entwickelte RedEngine 3 begeistert mit spektakulären Panoramen, wunderschönen Landschaften, knackscharfen Texturen, guten Lichteffekten, toller Wetterdarstellung, lebendigen Ortschaften und hübschen Charakteren - und das alles bei moderaten Hardware-Anforderungen und mit verhältnismäßig wenigen Bugs! Die spannenden Echtzeit-Zwischensequenzen und klasse designten Monster runden die ausgezeichnete Inszenierung ab.
Quelle: PC Games
Geralt genießt den herrlichen Ausblick auf die Skellige Inseln. The Witcher 3 sieht einfach fantastisch aus.
Quelle: PC Games
Die schicken volumetrischen Lichteffekte sind ein optisches Highlight von Fallout 4.
Fallout 4 musste sich dagegen schon bei seiner Ankündigung den Vorwurf gefallen lassen, grafisch "nur" sehr hübsch, aber eben nicht topmodern zu sein. Tatsächlich zeigt Bethesdas Grafikmotor hier und da deutliche Schwächen, etwa bei den steifen Gesichtsanimationen, den mäßig scharfen Texturen, aufpoppenden Objekten und der Schattendarstellung, die schon auf kurze Distanzen einfach ausgeblendet wird - das sorgt dafür, dass entfernte Umgebungselemente unnatürlich hell wirken. Auf der Habenseite kann Fallout 4 wunderschöne volumetrische Lichteffekte, schicke Nebeldarstellung, satte Explosionen, tolle Weitsicht und sehr gutes Monsterdesign für sich verbuchen. Die Spielwelt wurde außerdem mit sehr viel Liebe zum Detail entworfen - hier scheint jedes Stück Wellblech, jeder Trümmerhaufen, jeder Batzen Mutantenschleim am rechten Platz zu sein. Fallout 4 mag also technisch kein bahnbrechendes Spiel sein, doch alles in allem gefällt uns die stimmungsvolle Endzeit-Grafik trotzdem gut. Die Hardware-Anforderungen könnten allerdings deutlich niedriger ausfallen (die Performance lässt auch auf Konsolen zu wünschen übrig) und natürlich finden sich die Bethesda-typischen Bugs und Glitches. Wer Fallout 4 genießen will, sollte durchaus damit rechnen, dass sich mal eine Kuh aufs Dach verirrt oder getroffene Gegner in derart hohem Bogen durch die Gegend fliegen, als habe man sie aus einer Zirkuskanone abgeschossen.
Fazit zur Grafik: Dieser Punkt ist obligatorisch: Kein anderes Rollenspiel sieht derzeit so schick aus wie The Witcher 3. Fallout 4 inszeniert zwar eine sehr stimmungsvolle, detailreiche Endzeit-Welt, muss sich aber eine durchwachsene Performance, hölzerne Gesichter und Schwächen in der Schattendarstellung vorwerfen lassen.
9. Sound: Atmosphäre pur oder Stimmungskiller?
Für die Vertonung von The Witcher 3 wurde viel Aufwand betrieben, doch das Ergebnis ist zumindest in der deutschen Fassung "nur" okay: Zwar legen sich die meisten Sprecher ins Zeug, doch die Auswahl der Stimmen und die zuweilen müde Dialogregie lassen nie so recht die Stimmung der englischen Fassung aufkommen. Zum Glück können wir in The Witcher 3 problemlos mit englischer Sprachausgabe und deutschen Texten spielen - so kommen wir in den vollen Genuss der motivierten Profi-Sprecher, deren Stimmen deutlich besser zu den tollen Charakteren passen als in der deutschen Version. Auch die von Marcin Przybyłowicz komponierte orchestrale Musikuntermalung, gezaubert aus mittelalterlichen Klängen und slawischen Instrumenten, untermalt das Geschehen hervorragend. Hier und da hätten wir uns zwar mehr akustische Abwechslung bei den Kämpfen gewünscht, doch das ist Kritik auf hohem Niveau. Einfach mal bei Nacht durch die weitläufigen Landschaften der Skellige-Inseln reiten und der sanft-melancholischen Musikuntermalung lauschen - das ist Atmosphäre pur.
Quelle: PC Games
Kämpfe werden in The Witcher 3 von packender Musik untermalt, die sich allerdings häufig wiederholt.
Fallout 4 setzt auf gute deutsche Sprecher, die englische Fassung klingt aber erwartungsgemäß noch einen Tick glaubhafter und stimmungsvoller. Hollywood-Stimmen wie in Bethesdas früheren Spielen (u. a. Liam Neeson, Patrick Stewart, Max von Sydow) sind in Fallout 4 allerdings nicht zu hören. Dafür kann das Spiel auf die bewährten, aber immer noch stimmungsvollen Melodien des preisgekrönten Komponisten Inon Zur vertrauen. Zurs wuchtige Klavierstücke wechseln sich mit ruhigen, atmosphärischen Klangteppichen ab, die uns prima beim Erkunden des Bostoner Ödlandes begleiten. Bis auf das starke Titelthema sind zwar nur wenig einprägsame Stücke dabei, doch dafür hat Fallout 4 noch ein Ass im Ärmel: Im Pip-Boy dürfen wir jederzeit einen Klassik-Radiosender einschalten, der das Spielgeschehen dann teils hochdramatisch untermalt: Bekannte Werke von Holst, Wagner, Brahms, Chopin und viele weitere Klassiker verleihen Fallout 4 eine faszinierende Atmosphäre. Zu Tchaikovskys legendärem Schwanensee ein schwer befestigtes Banditatenlager aufmischen? Sollte man erlebt haben!
Fazit zum Sound: Auch wenn Fallout 4 mit guten Sprechern, coolen Radiosendern und stimmungsvoller Musikuntermalung punktet, geht der Sieg in dieser Kategorie knapp an den Hexer: Przybyłowiczs kraftvolle Kompositionen bieten das mitreißendere Hörerlebnis und die englischen Sprecher legen sich in The Witcher 3 noch mehr ins Zeug - was angesichts der dramatischeren Story aber auch kaum überrascht, immerhin sind die Sprecher hier schlichtweg mehr gefordert.
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Witcher 3 war auch gut, aber die Reihe ist halt basierend auf ner Romanfigur, da sind die Entfaltungsmöglichkeiten ja von vornherein begrenzt. Wer da was anderes erwartet hat, weiss vielleicht einfach nur nicht, was Grundlage fürs Spiel gewesen ist...
Zu behaupten die Spiele wären schlecht ist aber ziemlich lächerlich und n bischen so wie das Gelaber von AfD und PEGIDA. Keine Ahnung haben, aber erstmal meckern und Schwachsinn labern, irgendwer springt schon auf den Wayne-Train auf...
Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.
Fallout 4 wirkt dagegen, ganz anders als Fallout 3 oder Skyrim, irgendwie wie schnell zusammengewürfelt. Nach dem Motto "Haut irgendwas rein, fixt die Bugs und gut."
Ein gutes Spiel, aber ich muss mich vielen hier anschließen: Fallout 4 ist a.) mehr Shooter mit RPG-Elementen und b.) macht es in Sachen Questdesign und Entscheidungsfreiheit deutlich mehr falsch als die Vorgänger oder The Witcher 3.
Das mit dem wertlosen Kram in W3 hat mich aber auch etwas gestört. Lieber weniger, dafür besseres/sinnvolleres Zeug.