Civ 7 im Mega-Test: Auf der Nintendo Switch müssen Spieler mit klaren Abstrichen leben

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Civ 7 im Mega-Test: Auf der Nintendo Switch müssen Spieler mit klaren Abstrichen leben
Quelle: PC Games

Auf Nintendo Switch ist Civ 7 zwar auch spielbar, aber es fehlen einige Inhalte und das technische Downgrade ist deutlich spürbar.

Frei nach dem Motto "besser spät als nie" haben wir inzwischen auch die Switch-Version von Civilization 7 für eine Test-Einschätzung unter die Lupe genommen. Allerdings liegt der späte Zeitpunkt nicht daran, dass wir es nicht früher versucht hätten. Schon im Vorfeld haben wir beim zuständigen PR-Kontakt Versionen für PC, PS5 und Nintendo Switch angefragt.

PC haben wir vor Release erhalten, PS5 zumindest zum Release. Und Switch? Naja, da war trotz mehrfacher Anfragen nichts möglich. Dann kam noch ein Urlaub dazwischen und als immer noch keine Test-Version für die Switch zu kriegen war, haben wir selbst im Nintendo eShop zum Spiel gegriffen.

Auf der Switch müsst ihr grafisch und inhalltich Abstriche in Kauf nehmen. Quelle: PC Games Auf der Switch müsst ihr grafisch und inhalltich Abstriche in Kauf nehmen.

Matschige Grafik und Performance-Einbrüche

Wenn Hersteller Test-Versionen nur für bestimmte Plattformen nicht rausrücken, rechnet man ja häufig schon mit dem Schlimmsten. Und keine Frage, auf der Nintendo Switch ist Civ 7 technisch ganz klar das Schlusslicht. Aber von einem Totalausfall kann man hier keineswegs sprechen.

Auf technischer Seite merkt man das hohe Alter der Switch zu jedem Moment. Dass Civilization 7 mit all seinen komplexen Mechaniken und Berechnungen überhaupt auf der Konsole läuft, ist schon beachtlich. Aber es läuft solide und bietet bis auf ein paar Aspekte, auf die wir gleich noch kommen, prinzipiell die gleiche Spielerfahrung wie am PC und den anderen Konsolen.

In diesem Artikel

  1. Seite 1 Civ 7 im Mega-Test: Neues Konzept, Völker und Zeitalter
    1. 1.1 Dreiteiler in Überlänge
    2. 1.2 Wechselhafte Völker
    3. 1.3 Aus dem Trott ausgebrochen
  2. Seite 2 Civ 7 im Mega-Test: Triumphe, Dynamik über die volle Partie, Krisen
    1. 2.1 Konkurrenz belebt die Partie
    2. 2.2 Mehr Dynamik über die volle Länge
    3. 2.3 Eine Krise ist noch kein Untergang
  3. Seite 3 Civ 7 im Mega-Test: Die Siegtypen, Ideologien, mehr Flexibilität
    1. 3.1 Welcher Sieg darf's denn sein?
    2. 3.2 Enges Korsett durch Ideologien
    3. 3.3 Viel mehr Flexibilität
  4. Seite 4 Civ 7 im Mega-Test: Änderungen beiden Städten und Ressourcen
    1. 4.1 Mehr Kontrolle trotz fehlender Arbeiter
    2. 4.2 Warenwirtschaft
  5. Seite 5 Civ 7 im Mega-Test: Diplomatie, Militär und durchwachsene KI
    1. 5.1 Diplomatisch, praktisch, gut
    2. 5.2 Fairer und komfortabler: Das Militär
    3. 5.3 Durchwachsene KI
  6. Seite 6 Civ 7 im Mega-Test: Audiovisuell eine Wucht, Langzeitmotivation, Mehrspieler, Fazit und Wertung
    1. 6.1 Audiovisuell eine Wucht
    2. 6.2 Gute Ergänzung für Langzeitspieler
    3. 6.3 Erste Mehrspielererfahrungen
    4. 6.4 Eine starke Neuausrichtung
  7. Seite 7 Civ 7 im Mega-Test: So schneidet die PS5-Version ab
    1. 7.1 Gewohntes Interface
    2. 7.2 Controller statt Maus
    3. 7.3 Schnell aber instabil
  8. Seite 8 Civ 7 im Mega-Test: Die Switch-Version leidet nicht nur an technischen Abstrichen
    1. 8.1 Matschige Grafik und Performance-Einbrüche
    2. 8.2 Klarer Vorteil: Touchbedienung
  9. Seite 9 Civ 7 im Mega-Test: Deshalb kann die Switch-2-Umsetzung überzeugen
    1. 9.1 Fast wie am PC
    2. 9.2 Seltsame Freezes
  10. Seite 10 Bildergalerie

Doch dass Civ 7 auf der Switch läuft, erkaufen sich die Entwickler mit klaren Abstrichen für Nintendo-Jünger. Die eigentlich richtig hübsche Grafik ist sehr matschig und wenn man nicht durchgehend in der maximalen Zoomstufe spielt (was bei so einem Strategiespiel einfach keinen Sinn macht), werden große Teile der Objekte entweder ganz ausgeblendet oder in der Zahl stark reduziert. Auch ein paar Darstellungsfehler schleichen sich immer wieder mal ein. Und trotzdem brechen die Frames immer wieder ein, wenn man den Kartenausschnitt bewegt - speziell im späteren Spielverlauf, wenn viel auf der Karte los ist.

Auch die Berechnungszeiten von Runde zu Runde haben es im Verlauf einer Partie in sich, wobei das in etwa mit Civ 6 auf Switch vergleichbar ist. Da musste man auch schon mitunter sehr lange warten, wenn man im späten Spiel die Runde wechselt. Doch der wohl größte Abstrich kommt jetzt: Im Gegensatz zu allen anderen Plattformen kann man auf der Switch nur maximal auf "kleinen" Karten mit höchstens sechs Spielern ran. Beim Rest sind Standard-Größe-Karten mit acht Spielern das aktuelle Limit und für PC wollen die Entwickler später sogar noch größere nachliefern.

Bilder aus der Switch-Version

Klarer Vorteil: Touchbedienung

Bei der Bedienung mit dem Controller erwartet euch die gleiche Erfahrung wie auf den anderen Konsolen. Die Buttons sind sinnvoll verteilt und wenn man erstmal verstanden hat, wie man sämtliche Menüs navigiert, kommt man gut zurecht. Alle Bildschirme, die man nicht direkt von der Karte aus erreicht, steuern man außerdem bei Bedarf durch ein Radialmenü an. Wer den Vorgänger oder andere Strategiespiele schon auf der Switch gespielt hat, sollte gut klarkommen. Zumal Civ 7 durch seine rundenbasierte Natur keinerlei Hektik erfordert.

Ein klarer Vorteil auf der Switch zu PS5 und Xbox Series ist dagegen die gelungene Touchbedienung im Handheld-Modus. Damit könnt ihr die Einheiten ganz bequem mit den Fingern über die Karte dirigieren, Aktionen ausführen, Bauvorhaben in Städten wählen und so weiter. Auch eine Kombination aus einer Hand am Joy-Con und einer Hand für Touchbedienung geht wunderbar. Dadurch kommt die Switch vom Feeling her sogar noch am nähesten an den PC.

Allerdings hat der Handheld-Modus auch einen Nachteil. Damit das Spiel übersichtlich genug bleibt auf dem kleineren Screen, werden manche Menüs in einer entschlackten Variante angezeigt. So sehr ihr in den Forschungsbäumen oder beim Verteilen von Attributpunkten nur Symbole, aber keine Beschreibungstexte. Wenn ihr also wissen wollt, was ihr da genau auswählt, müsst ihr erst drauftippen, damit ein Tooltipp mit den Infos auftaucht.

Wertung zu Civilization 7 (PC)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Civilization 7 (PS5)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Civilization 7 (NSW)

Wertung:

7.5 /10

Wertung zu Civilization 7 (NSW2)

Wertung:

8.5 /10
Fazit

Die mutige Neuausrichtung hat sich gelohnt und Civ 7 bringt viel Dynamik und Flexibilität ins erprobte Spielkonzept. Traditionalisten werden aber womöglich von der Unterteilung in Zeitalter abgeschreckt.

Lohnt sich Civ 7 für Switch?

Bleibt also die finale Frage: Lohnt sich Civ 7 für die Nintendo Switch? Unsere klare Empfehlung: Wenn ihr wahlweise am PC, dem Steam Deck oder auf einer anderen Konsole spielen könnt, holt euch das Strategiespiel lieber dort. Oder ihr wartet auf den unvermeidlichen Release für die Switch 2, der sicherlich irgendwann in diesem Jahr noch folgen dürfte. Wenn das aber beides keine Optionen für euch sind, bietet Civilization 7 gute Rundenstrategie mit schlechter Technik auf der Switch. Ein Update zu Civilization 7 auf Nintendo Switch 2 lest ihr auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Civ 7 im Mega-Test: Neues Konzept, Völker und Zeitalter
  2. Seite 2 Civ 7 im Mega-Test: Triumphe, Dynamik über die volle Partie, Krisen
  3. Seite 3 Civ 7 im Mega-Test: Die Siegtypen, Ideologien, mehr Flexibilität
  4. Seite 4 Civ 7 im Mega-Test: Änderungen beiden Städten und Ressourcen
  5. Seite 5 Civ 7 im Mega-Test: Diplomatie, Militär und durchwachsene KI
  6. Seite 6 Civ 7 im Mega-Test: Audiovisuell eine Wucht, Langzeitmotivation, Mehrspieler, Fazit und Wertung
  7. Seite 7 Civ 7 im Mega-Test: So schneidet die PS5-Version ab
  8. Seite 8 Civ 7 im Mega-Test: Die Switch-Version leidet nicht nur an technischen Abstrichen
  9. Seite 9 Civ 7 im Mega-Test: Deshalb kann die Switch-2-Umsetzung überzeugen
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        Die Zeitalterwandel sind und bleiben eine Katastrophe. Man wird in enge Bahnen gezwungen um diesen Blödsinn voranzutreiben. Einheiten verschwinden oder werden versetzt.Städte werden wieder zu Gemeinden. Man fängt eigentlich ein neues Spiel an, mit neuem Volk - was auch selten dämlich ist.Und der eben noch schwache Nachbar ist plötzlich gleichauf. Wie man das als Konzept aufgehen bezeichnen kann, erschliesst sich glaube niemandem. Ausser das Konzept war alles was CIV ausmacht mit Füssen zu treten, dann Glückwunsch.
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        Die Zeitalterwandel sind und bleiben eine Katastrophe. Man wird in enge Bahnen gezwungen um diesen Blödsinn voranzutreiben. Einheiten verschwinden oder werden versetzt.Städte werden wieder zu Gemeinden. Man fängt eigentlich ein neues Spiel an, mit neuem Volk - was auch selten dämlich ist.Und der eben noch schwache Nachbar ist plötzlich gleichauf. Wie man das als Konzept aufgehen bezeichnen kann, erschliesst sich glaube niemandem. Ausser das Konzept war alles was CIV ausmacht mit Füssen zu treten, dann Glückwunsch.
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von ViktorEippert
        Normalerweise wird Denuvo nach ein, zwei Jahren rausgepatcht.
        Dann müsste das Spiel vielleicht auch irgendwann mal fertig und die Hälfte aller DLCs erschienen sein. Wow!
        Toll, was die Entwickler ihren Fans hier für über 100 € angeboten haben. Zahle dreistellig und werde etwas früher Beta-Tester als die anderen.

        Naja, Mitleid habe ich mit Leuten die solche Preise bezahlen und den Gamingmagazinen anscheinend immer noch treudoof vertrauen nicht. Selber schuld.
      • Von ViktorEippert Leitender Redakteur Themen
        Zitat von Sheggo
        Wird denn Denuvo noch entfernt? Kaufe grundsätzlich keine Spiele mit diesem Unsinn...
        Normalerweise wird Denuvo nach ein, zwei Jahren rausgepatcht.
      • Von Sheggo Spiele-Kenner/in
        Wird denn Denuvo noch entfernt? Kaufe grundsätzlich keine Spiele mit diesem Unsinn...
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Mal unabhängig wie gut die neuen Mechaniken funktionieren, gefühlt kann man bei so etablierten Reihen immer nur das falsche tun. Ändert man zu viel schreien die alten Hasen das ist kein Civ mehr, ändert man zu wenig wird einem Ideenlosigkeit vorgeworfen.
        Ich spiele die Reihe seit dem vierten Teil und kann man noch gut an den Aufschrei zu Civ 5 erinnern als von Quadraten auf Hexfelder gegangen wurde oder der Stack of Doom abgeschafft wurde, bei Civ 6 gab es anfangs auch viel Kritik der Spieler.
        Ich gebe zu der Gegenwind war damals nicht so stark wie jetzt bei Civ 7 aber gefühlt wird das sowieso immer extremer das man sich an einzelnen Sachen gewaltig aufhängt und dann alles Mist ist.
        Fairer Weise muss ich dazu sagen ich habe das neue Civ noch nicht gespielt und kann deswegen nicht eine eigene Meinung dazu abgeben, das liegt aber nicht daran das mich das alles zu sehr abschreckt eher das ich zur Zeit einfach keine Zeit für so ein Spiel habe und lieber Kingdom Come spielen will, wobei ich da erst den ersten Teil mal fertig spielen will, zu viel zu spielen und zu wenig Zeit.
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