Civ 7 im Mega-Test: Eine Schwäche ist mal wieder die KI

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Civ 7 im Mega-Test: Eine Schwäche ist mal wieder die KI
Quelle: PC Games

Zwar haben die Entwickler die KI in Civilization 7 in manchen Punkte verbessert, aber an anderer Stelle ist sie dafür immer noch genau so doof wie eh und je.

Diplomatisch, praktisch, gut

Überhaupt sind die Zeiten von nervigem Hin- und Hergeschiebe von Geld und Rohstoffen über den Diplomatie-Screen vorbei. In Civ 7 nutze ich meinen diplomatischen Einfluss stattdessen, um mit anderen Spielern zusammenzuarbeiten oder ihnen Steine in den Weg zu legen.

Um etwa einen kulturellen Austausch anzuregen oder die Nahrungsversorgung von gegnerischen Städten zu torpedieren. Oder ich nutze meinen Einfluss dafür, meinem Gegenüber Technologien zu stehlen oder sein Militär zu infiltrieren. Das Spannende daran: Das ist meistens keine einseitige Sache. Wenn ich eine Zusammenarbeit vorschlage, kann mein Gegenüber akzeptieren, es sogar unterstützen oder ablehnen. Je nachdem profitieren wir beide unterschiedlich davon.

Das macht wesentlich mehr Spaß als die diplomatischen Auseinandersetzungen in früheren Teilen. Nach vielen Spielstunden hätte ich mir aber noch etwas mehr Möglichkeiten gewünscht. Man schaltet zwar bis ins letzte Spieldrittel neue Aktionen frei, aber die sind dann ziemlich spezifisch. Trotzdem ist die neue Diplomatie eine riesige Bereicherung für die Reihe!

In diesem Artikel

  1. Seite 1 Civ 7 im Mega-Test: Neues Konzept, Völker und Zeitalter
    1. 1.1 Dreiteiler in Überlänge
    2. 1.2 Wechselhafte Völker
    3. 1.3 Aus dem Trott ausgebrochen
  2. Seite 2 Civ 7 im Mega-Test: Triumphe, Dynamik über die volle Partie, Krisen
    1. 2.1 Konkurrenz belebt die Partie
    2. 2.2 Mehr Dynamik über die volle Länge
    3. 2.3 Eine Krise ist noch kein Untergang
  3. Seite 3 Civ 7 im Mega-Test: Die Siegtypen, Ideologien, mehr Flexibilität
    1. 3.1 Welcher Sieg darf's denn sein?
    2. 3.2 Enges Korsett durch Ideologien
    3. 3.3 Viel mehr Flexibilität
  4. Seite 4 Civ 7 im Mega-Test: Änderungen beiden Städten und Ressourcen
    1. 4.1 Mehr Kontrolle trotz fehlender Arbeiter
    2. 4.2 Warenwirtschaft
  5. Seite 5 Civ 7 im Mega-Test: Diplomatie, Militär und durchwachsene KI
    1. 5.1 Diplomatisch, praktisch, gut
    2. 5.2 Fairer und komfortabler: Das Militär
    3. 5.3 Durchwachsene KI
  6. Seite 6 Civ 7 im Mega-Test: Audiovisuell eine Wucht, Langzeitmotivation, Mehrspieler, Fazit und Wertung
    1. 6.1 Audiovisuell eine Wucht
    2. 6.2 Gute Ergänzung für Langzeitspieler
    3. 6.3 Erste Mehrspielererfahrungen
    4. 6.4 Eine starke Neuausrichtung
  7. Seite 7 Civ 7 im Mega-Test: So schneidet die PS5-Version ab
    1. 7.1 Gewohntes Interface
    2. 7.2 Controller statt Maus
    3. 7.3 Schnell aber instabil
  8. Seite 8 Civ 7 im Mega-Test: Die Switch-Version leidet nicht nur an technischen Abstrichen
    1. 8.1 Matschige Grafik und Performance-Einbrüche
    2. 8.2 Klarer Vorteil: Touchbedienung
  9. Seite 9 Civ 7 im Mega-Test: Deshalb kann die Switch-2-Umsetzung überzeugen
    1. 9.1 Fast wie am PC
    2. 9.2 Seltsame Freezes
  10. Seite 10 Bildergalerie

Fairer und komfortabler: Das Militär

Sinnvolle Verbesserungen hat auch das Militär spendiert bekommen. Die neuen Heerführer sind ein richtiger Segen, da sie ganze Truppenverbände ins Schlepptau nehmen können. Das macht die Verlegung von Armeen deutlich komfortabler. Aber auch taktisch haben die neuen Generäle durch die Fähigkeitsbäume und Befehle stark dazugelernt. So kann ich konzentriertes Feuer auf gefährliche Gegnereinheiten befehlen oder das Errichten von Befestigungen beschleunigen.

Das ist eh ein cooles Detail, dass meine Truppen sich beim Verschanzen jetzt tatsächlich provisorische Deckungen aufbauen, die dann auch von anderen Einheiten noch genutzt werden können. Dadurch entstehen noch intensivere Kämpfe um wichtige Schlüsselpositionen auf der Karte.

Die Kämpfe laufen im Prinzip wie in den beiden Vorgängern ab, werden durch die neuen Kommandanten aber nochmal ein Stück strategischer. Quelle: PC Games Die Kämpfe laufen im Prinzip wie in den beiden Vorgängern ab, werden durch die neuen Kommandanten aber nochmal ein Stück strategischer. Deutlich interessanter sind in Civ 7 Belagerungen von großen Städten. Um die zu erobern, muss ich nämlich alle mit Mauern befestigten Bezirke erobern und nicht nur ein einziges Feld. In einem Kampf mit einem ebenbürtigen Gegner entsteht dadurch oft ein langer Schlagabtausch über viele Runden hinweg - mit Vorstößen, Rückzügen und Flankenmanövern. In einem Fall konnte ich den Sieg sogar erst erringen, als ich die gegnerischen Stellungen mit Fliegern bombardiert habe.

Und weil alle Spieler in jedem Zeitalter auf dem gleichen Technologie-Niveau starten, sind Auseinandersetzungen grundsätzlich interessanter - weil ich meine Gegner nicht mal eben gnadenlos überrollen kann. Was aber nicht heißt, dass ich mir nicht trotzdem Vorteile im Kampf erarbeiten kann und muss. Sei es mit gezielter Forschung, besserer Ressourcenversorgung oder den richtigen Politikkarten.

Durchwachsene KI

Und diese Vorteile brauche ich stellenweise auch, weil die KI definitiv dazugelernt hat seit dem letzten Teil. Auf taktischer Ebene macht sie zumindest bei Landschlachten einen guten Job - sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Die Computerspieler haben mir erfolgreich Städte abgeluchst, gezielt Lücken in meiner Verteidigung bestraft und sich als zähe Gegner erwiesen. Nur bei Seelandungen und an Engpässen schwächelt die KI quasi durchgehend.

Auf strategischer Ebene hatte ich immer den Eindruck, dass sie bestimmte Ziele verfolgt und Städte auch sinnvoller aufbaut als noch in Civ 6. Selbst auf mittleren Schwierigkeitsstufen konnten mich manche KI-Spieler mehrmals in einigen Bereichen wirtschaftlich abhängen.

Wenn euch andere Spieler Unterfangen anbieten oder euch mit Sanktionen nerven wollen, könnt ihr Einfluss nutzen, um mehr rauszuholen oder die Sanktion zu blockieren. Quelle: PC Games Wenn euch andere Spieler Unterfangen anbieten oder euch mit Sanktionen nerven wollen, könnt ihr Einfluss nutzen, um mehr rauszuholen oder die Sanktion zu blockieren. Aber gleichzeitig agieren die Computergegner hin und wieder einfach nicht so schlau. Wenn es darum geht, die neue Welt zu besiedeln, sind die KI-Gegner in vielen Partien nicht sonderlich schnell, weshalb sie dann auch nicht so viel aus den Schatzkonvois holen wie Menschen.

Besonders dumm stellt sich die KI vor allem wie erwähnt bei Seelandungen oder allgemein beim Bewegen von Landheiten im Wasser an. Wenn ich an Küsten kämpfe oder gar eine stattliche Flotte habe, kann ich immer wieder wehrlose Landeinheiten aus dem Wasser fischen. Eine Flotte zur Eskorte haben die meisten KI-Spieler entweder gar nicht, oder nutzen sie nicht sonderlich effizient. Also ja: Die KI ist zwar besser als zuvor, aber trotzdem noch durchwachsen.

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  1. Seite 1 Civ 7 im Mega-Test: Neues Konzept, Völker und Zeitalter
  2. Seite 2 Civ 7 im Mega-Test: Triumphe, Dynamik über die volle Partie, Krisen
  3. Seite 3 Civ 7 im Mega-Test: Die Siegtypen, Ideologien, mehr Flexibilität
  4. Seite 4 Civ 7 im Mega-Test: Änderungen beiden Städten und Ressourcen
  5. Seite 5 Civ 7 im Mega-Test: Diplomatie, Militär und durchwachsene KI
  6. Seite 6 Civ 7 im Mega-Test: Audiovisuell eine Wucht, Langzeitmotivation, Mehrspieler, Fazit und Wertung
  7. Seite 7 Civ 7 im Mega-Test: So schneidet die PS5-Version ab
  8. Seite 8 Civ 7 im Mega-Test: Die Switch-Version leidet nicht nur an technischen Abstrichen
  9. Seite 9 Civ 7 im Mega-Test: Deshalb kann die Switch-2-Umsetzung überzeugen
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        Die Zeitalterwandel sind und bleiben eine Katastrophe. Man wird in enge Bahnen gezwungen um diesen Blödsinn voranzutreiben. Einheiten verschwinden oder werden versetzt.Städte werden wieder zu Gemeinden. Man fängt eigentlich ein neues Spiel an, mit neuem Volk - was auch selten dämlich ist.Und der eben noch schwache Nachbar ist plötzlich gleichauf. Wie man das als Konzept aufgehen bezeichnen kann, erschliesst sich glaube niemandem. Ausser das Konzept war alles was CIV ausmacht mit Füssen zu treten, dann Glückwunsch.
      • Von derboehsevincent Gelegenheitsspieler/in
        Die Zeitalterwandel sind und bleiben eine Katastrophe. Man wird in enge Bahnen gezwungen um diesen Blödsinn voranzutreiben. Einheiten verschwinden oder werden versetzt.Städte werden wieder zu Gemeinden. Man fängt eigentlich ein neues Spiel an, mit neuem Volk - was auch selten dämlich ist.Und der eben noch schwache Nachbar ist plötzlich gleichauf. Wie man das als Konzept aufgehen bezeichnen kann, erschliesst sich glaube niemandem. Ausser das Konzept war alles was CIV ausmacht mit Füssen zu treten, dann Glückwunsch.
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von ViktorEippert
        Normalerweise wird Denuvo nach ein, zwei Jahren rausgepatcht.
        Dann müsste das Spiel vielleicht auch irgendwann mal fertig und die Hälfte aller DLCs erschienen sein. Wow!
        Toll, was die Entwickler ihren Fans hier für über 100 € angeboten haben. Zahle dreistellig und werde etwas früher Beta-Tester als die anderen.

        Naja, Mitleid habe ich mit Leuten die solche Preise bezahlen und den Gamingmagazinen anscheinend immer noch treudoof vertrauen nicht. Selber schuld.
      • Von ViktorEippert Leitender Redakteur Themen
        Zitat von Sheggo
        Wird denn Denuvo noch entfernt? Kaufe grundsätzlich keine Spiele mit diesem Unsinn...
        Normalerweise wird Denuvo nach ein, zwei Jahren rausgepatcht.
      • Von Sheggo Spiele-Kenner/in
        Wird denn Denuvo noch entfernt? Kaufe grundsätzlich keine Spiele mit diesem Unsinn...
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Mal unabhängig wie gut die neuen Mechaniken funktionieren, gefühlt kann man bei so etablierten Reihen immer nur das falsche tun. Ändert man zu viel schreien die alten Hasen das ist kein Civ mehr, ändert man zu wenig wird einem Ideenlosigkeit vorgeworfen.
        Ich spiele die Reihe seit dem vierten Teil und kann man noch gut an den Aufschrei zu Civ 5 erinnern als von Quadraten auf Hexfelder gegangen wurde oder der Stack of Doom abgeschafft wurde, bei Civ 6 gab es anfangs auch viel Kritik der Spieler.
        Ich gebe zu der Gegenwind war damals nicht so stark wie jetzt bei Civ 7 aber gefühlt wird das sowieso immer extremer das man sich an einzelnen Sachen gewaltig aufhängt und dann alles Mist ist.
        Fairer Weise muss ich dazu sagen ich habe das neue Civ noch nicht gespielt und kann deswegen nicht eine eigene Meinung dazu abgeben, das liegt aber nicht daran das mich das alles zu sehr abschreckt eher das ich zur Zeit einfach keine Zeit für so ein Spiel habe und lieber Kingdom Come spielen will, wobei ich da erst den ersten Teil mal fertig spielen will, zu viel zu spielen und zu wenig Zeit.
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