Civ 7 im Mega-Test: Viele gute Ideen, aber nicht alle gehen auch auf
Die Ideologien aber auch die Siege sind ein zweischneidiges Schwert in Civilization 7. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile und überzeugen nicht auf ganzer Linie.
Schade ist dagegen, dass man sich die letzten paar Technologien im Forschungsbaum auf Standardgeschwindigkeit manchmal nur noch holt, um an die Zukunftstechnologie ranzukommen. Damit ergattere ich mir einen Attributpunkt für meinen Anführer, Punkte für den zugehörigen Siegtyp und lasse gezielt das Zeitalter schneller voranschreiten.
Aber Gebäude oder Einheiten, die ich in den letzten 10-20 Runden einer Epoche freischalte, haben kaum noch einen Effekt. Sie veralten kurz darauf ja direkt wieder. Es geht in Civ 7 also noch stärker darum, in welche Bereiche des Forschungsbaums man gezielt möglichst schnell vordringt, anstatt in der Breite zu forschen.
Besonders stark wirkt sich das bei den Kulturforschungen aus, weil ich hier verschiedene Unterbäume zur Verfügung habe - aber ich kann nicht in allen gleichzeitig forschen. Denn jedes Volk bringt einzigartige Kulturforschungen mit, die besonders interessante oder starke Boni und Gebäude freischalten. Und ab der Erkundung gibt es obendrein noch einen dritten Abschnitt, der sich um Religion beziehungsweise Ideologien dreht. Ich muss mich also immer entscheiden, wie ich meine Prioritäten setze, da alles gute Optionen bietet.
In diesem Artikel
- Seite 1 Civ 7 im Mega-Test: Neues Konzept, Völker und Zeitalter
- Seite 2 Civ 7 im Mega-Test: Triumphe, Dynamik über die volle Partie, Krisen
- Seite 3 Civ 7 im Mega-Test: Die Siegtypen, Ideologien, mehr Flexibilität
- Seite 4 Civ 7 im Mega-Test: Änderungen beiden Städten und Ressourcen
- Seite 5 Civ 7 im Mega-Test: Diplomatie, Militär und durchwachsene KI
- Seite 6 Civ 7 im Mega-Test: Audiovisuell eine Wucht, Langzeitmotivation, Mehrspieler, Fazit und Wertung
- Seite 7 Civ 7 im Mega-Test: So schneidet die PS5-Version ab
- Seite 8 Civ 7 im Mega-Test: Die Switch-Version leidet nicht nur an technischen Abstrichen
- Seite 9 Civ 7 im Mega-Test: Deshalb kann die Switch-2-Umsetzung überzeugen
- Seite 10 Bildergalerie
Quelle: PC Games
Um einen Sieg zu erringen, müsst ihr in den Kategorien Kultur, Wirtschaft und Militär Punkte sammeln und die restlichen Spieler mit einem deutlich Vorsprung abhängen. Bei der Wissenschaft muss zusätzlich eine Raketenstartrampe her.
Welcher Sieg darf's denn sein?
Ab der Erkundung geht's übrigens aufs Ganze, denn hier werden die Siegziele erstmals bei 50 % Zeitalterfortschritt enthüllt. Für alle vier Siegtypen sammle ich im Verlauf einer Partie Punkte. Beim Wissenschaftssieg geht es ganz traditionell um den Start einer Rakete ins Weltall, wofür ich einerseits genug Innovation brauche und andererseits eine fertige Startrampe. Kulturspieler bauen dagegen Weltwunder und sammeln große Werke und militärische Spieler gehen auf Shoppingtour bei ihren Nachbarn. Unterstützt durch schlagkräftige Argumente, versteht sich.
Ganz neu ist diesmal der Wirtschaftssieg, für den ich Ressourcen importiere, Wirtschaftsgebäude baue und in der Moderne eine Industriemacht mit Bahnhöfen und Fabriken aufbaue, die dann bestimmte Waren verarbeiten. Sind bei Kultur, Wirtschaft und Militär genug Punkte gesammelt, startet ein Countdown, der meinen Gegenspielern noch ein Zeitfenster gibt, um mich aufzuhalten. Die Siege wurden im Verlauf von der Lebenspanne von Civ 7 einmal komplett überarbeitet, weshalb ich euch einen Blick auf unseren Nachtest von Civ 7 empfehle. Dort gehe ich noch ausführlicher auf das aktuelle Siegsystem ein und wieso es ein zweischneidiges Schwert ist.
Allerdings ist die Balance wie schon in den Vorgängern nicht so ganz ausgereift. Den Kultursieg und den Wirtschaftssieg erlangt man aktuell deutlich schneller und einfacher als die beiden Alternativen für Militär und Wissenschaft. Außer man spielt eine kleine Karte mit nur einem Gegner, dann lässt sich eine militärische Dominanz natürlich schneller umsetzen.
Quelle: PC Games
Engpässe wie dieser eignen sich wunderbar, um einen übermächtigen Gegner in die Schranken zu weisen. Leider liegt das teilweise auch daran, dass die KI blöd genug ist, Landeinheiten ungeschützt ins Wasser zu schicken.
Abgesehen davon kann man auch alle anderen Spieler ausradieren oder frei nach Schnauze ungewollte Siegtpen beim Einstellen der Partie deaktivieren. Ich kann sogar sämtliche vier Siege abschalten, um auf einen Punktesieg zu spielen. Und anders als zum Release kann man inzwischen auch wie gewohnt "nur noch eine Runde" weiterspielen, wenn das letzte Zeitalter vorbei ist oder jemand einen Sieg errungen hat.
Enges Korsett durch Ideologien
Was sich während meiner Partien als zweischneidiges Schwert entpuppte, sind die Ideologien in der Moderne. Mit der Zeit kann jeder Spieler eine von drei Ideologien annehmen. Das ist besonders für den Militärpfad entscheidend, um schneller ans Ziel zu kommen. Dadurch bilden sich dann aber automatisch Blocks, weil sich die Beziehungen zu Anführern anderer Ideologien massiv verschlechtern. Und wenn in Civ 7 die Beziehung zu negativ wird, zerbröseln sogar aktive Allianzen.
In meiner Partie mit Friedrich dem Großen war ich zum Beispiel über alle drei Akte hinweg best friends mit Himiko. Bis wir dann in der Moderne unterschiedlichen Lagern angehörten und das per Definition gar nicht mehr möglich war. Fairerweise ist die Übernahme einer Ideologie komplett optional und für den Sieg nicht notwendig. Etwas extrem finde ich das aber trotzdem.
Quelle: PC Games
Die Auswahl an Anführern und Völkern ist bei Civ 7 ohne DLCs so groß wie bei keinem Teil davor zum Release gewesen. Inzwischen sind zahlreiche weitere dazugekommen - größtenteils aber kostenpflichtig.
Viel mehr Flexibilität
Klasse finde ich dagegen die hohe Flexibilität, die mir Civ 7 mit der Zeitaltermechanik und dem dazugehörigen optionalen Wechsel der Zivilisation an die Hand gibt. So kann ich wie früher sehr fokussiert spielen und in einem Bereich stark dominieren. Mit Ashoka habe ich zum Beispiel in einer Partie so stark auf Zufriedenheit und Kultur gesetzt, dass es bis in die Moderne massiv eskaliert ist.
Das hat deshalb so gut funktioniert, weil ich einerseits dafür passende Völker gewählt habe. Welche ich bei einem Zeitalterwechsel aussuchen darf, hängt von ein paar Faktoren ab. Allerdings kann ich jedes davon mit bestimmten Bedingungen freischalten - und das ist nicht sonderlich schwer, wenn man etwas Spielerfahrung hat. Wer also Favoriten hat, kann seine Idealkombination durchziehen.
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Toll, was die Entwickler ihren Fans hier für über 100 € angeboten haben. Zahle dreistellig und werde etwas früher Beta-Tester als die anderen.
Naja, Mitleid habe ich mit Leuten die solche Preise bezahlen und den Gamingmagazinen anscheinend immer noch treudoof vertrauen nicht. Selber schuld.
Ich spiele die Reihe seit dem vierten Teil und kann man noch gut an den Aufschrei zu Civ 5 erinnern als von Quadraten auf Hexfelder gegangen wurde oder der Stack of Doom abgeschafft wurde, bei Civ 6 gab es anfangs auch viel Kritik der Spieler.
Ich gebe zu der Gegenwind war damals nicht so stark wie jetzt bei Civ 7 aber gefühlt wird das sowieso immer extremer das man sich an einzelnen Sachen gewaltig aufhängt und dann alles Mist ist.
Fairer Weise muss ich dazu sagen ich habe das neue Civ noch nicht gespielt und kann deswegen nicht eine eigene Meinung dazu abgeben, das liegt aber nicht daran das mich das alles zu sehr abschreckt eher das ich zur Zeit einfach keine Zeit für so ein Spiel habe und lieber Kingdom Come spielen will, wobei ich da erst den ersten Teil mal fertig spielen will, zu viel zu spielen und zu wenig Zeit.