Heldenschmiede gesucht
Nach der Trennung vom Gothic-Erfinder plant Jowood den vierten Teil in Eigenregie - doch welchem Studio ist das Mammutprojekt überhaupt zuzutrauen?
Die Gefahr, dass Gothic wie viele andere Spielemarken in der Versenkung verschwindet, besteht bei Jowood jedenfalls nicht. "Wir machen Gothic 4, weil wir ausschließlich und exklusiv dazu berechtigt sind", stellte Aufsichtsratschef Seidl zwischenzeitlich klar. "Dies beinhaltet auch sämtliche Derivate [Ableger, Anm. d. Red.] auf die Gothic-Serie und etwaige weitere Nachfolger." Dabei spielt für die Zukunft von Gothic nicht alleine der Hintergrund der potenziellen Entwicklerstudios eine Rolle. Vielmehr lässt ein Blick in die wechselvolle Geschichte von Jowood und die daraus entwickelte Strategie des Unternehmens recht konkrete Rückschlüsse darauf zu, was die Fans von der Fortsetzung ohne die Beteiligung von Piranha Bytes erwarten dürfen.
Jowood begann ebenso wie Piranha Bytes als kleines, unabhängiges Entwicklerstudio. 1996 erzielte man mit der bieder anmutenden, aber im deutschsprachigen Raum erfolgreichen Wirtschaftssimulation Industriegigant den Durchbruch. Dem Ursprungskonzept getreu, folgten in den nächsten Jahren neben der unvermeidlichen Fortsetzung ein Verkehrs-, Transport- und Hotelgigant. Trotz der rein auf den deutschsprachigen Raum ausgerichteten und technologisch eher bodenständig wirkenden Titel fühlte sich Unternehmensgründer Andreas Tobler im Überschwang der New-Economy-Welle des Jahres 2000 für den Börsengang und einer damit einhergehenden Internationalisierung gerüstet. Als Aktiengesellschaft wollte Jowood nicht nur als Entwickler, sondern bald auch im großen Stil als Publisher weltweit im Spielegeschäft mitmischen. Zunehmend setzten die Österreicher auf Vermarktung und Distribution von fremdentwickelten Spielen. Das kleine Entwicklerstudio von einst, das bis 1999 lediglich ein Spiel pro Jahr herausbrachte, überschwemmte nur fünf Jahre später den Markt bereits mit 22 Produktionen - und die waren beileibe nicht immer ihr Geld wert.
Ende 2005 musste Jowood bereits Unternehmensanteile an das Vertriebsunternehmen Koch Media GmbH abgeben, um deren Forderungen zu tilgen, die nicht mehr bezahlt werden konnten. Endgültig übernommen hatte sich Jowood dann mit der unglücklich verlaufenden Produktion des Spiels Stargate SG-1 nach der gleichnamigen MGM-Fernsehserie vom australischen Studio Perception. Nach gegenseitigen Betrugsvorwürfen stellte Jowood das Projekt Anfang 2006 ein, war aber finanziell gehörig ins Trudeln geraten.
Zwar konnte die Insolvenz abgewendet werden, doch Dr. Albert Seidl, der Andreas Tobler bereits Anfang 2005 als Vorstandschef abgelöst hatte, drängte auf einen massiven Sparkurs. Sämtliche eigenen Entwicklerstudios wie das Aquanox-Studio Massive Entertainment, Wings Simulations und das für die "Giganten"-Serie verantwortliche Studio Ebensee wurden nach und nach geschlossen. Von den ehemals über 200 Mitarbeitern sind unter anderem durch Auflösung der Entwicklungsstudios lediglich 50 Angestellte verblieben. Die Spieleflut von 2004 ist auf ein überschaubares, aber hochwertiges Angebot von sechs bis sieben Titeln pro Jahr geschrumpft und die werden von externen Studios produziert. Die Kosten konnten mit diesen Maßnahmen bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2005 im Vergleich zu 2004 um 65 Prozent eingedampft werden.

Ich warte lieber auf das Spiel von Pb's!
JoWood scheinen mit irgendwie zu geldgeil -.- und alleine der gedanke an ein Gothic Strategie-, Handy- oder Nitendo Ds Spiel...ne danke!
edit:
das steht da in den news:
http://worldofpiranha.de/
edit:
das steht da in den news:
http://worldofpiranha.de/
Dieser Satz gefiel mir persönlich sehr gut als alter Gothic Fan ^^
"Exakte Details aus dem Vertrag können wir leider nicht nennen - wir können aber sagen, dass diese Nutzungsrechte nur für einen begrenzten Zeitraum bei Jowood liegen", sagt Michael Hoge. "Danach könnten wir uns vorstellen, wieder etwas mit der Marke Gothic zu machen.
p.s. Jowood macht mal endlich dicht ^^