Heldenschmiede gesucht
Nach der Trennung vom Gothic-Erfinder plant Jowood den vierten Teil in Eigenregie - doch welchem Studio ist das Mammutprojekt überhaupt zuzutrauen?
Die radikale Entschlackungskur des einstigen finanziellen Wackelkandidaten zeigt Wirkung: Zum Abschluss des ersten Quartals 2007 konnte Jowood ein Rekordergebnis im größtenteils zweistelligen Bereich präsentieren. So stieg der Quartalsumsatz gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 21 Prozent auf 6,214 Millionen Euro; das Vorsteuerergebnis verbesserte sich sogar um 69 Prozent auf 1,402 Millionen Euro. Dass Jowood bei einer auch für die Zukunft propagierten Konzentration auf gerade einmal sechs bis sieben Spielen nicht auf Gothic 4 als Umsatzbringer verzichten kann, liegt auf der Hand. Eines der vorrangigen Unternehmensziele ist es zudem, die internationalen Märkte besser zu erreichen als bisher.
Gerade hier schwächelten die Österreicher bislang. Satte 69 Prozent des Umsatzes flossen dem Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu, gerade einmal 23 Prozent stammen aus Europa, 5 Prozent aus Asien sowie dem Rest der Welt und geradezu verschwindend geringe 3 Prozent erwirtschaftete man im riesigen amerikanischen Markt. Deutlich mehr als die Hälfte der abgesetzten Gothic 3-Exemplare dürften dabei alleine im deutschsprachigen Raum über die Ladentische gegangen sein. In den USA war es Jowood lange Jahre nicht gelungen, eine breite Distribution für die eigenen Produkte aufzubauen. Statt Titel wie Spellforce oder Gothic bequem aus den Regalen der großen Elektronik-Märkte greifen zu können, mussten informierte amerikanische Spielefans zu eher skurrilen Fachgeschäften tingeln. Die Übernahme des kanadischen Publishers DreamCatcher, der über bessere Kontakte zu US-Großketten wie EB Games, Wal-mart oder CompUSA verfügt, dürfte Jowood nun endlich die so wichtige Präsenz im Handel verschaffen.
Dies allein wird jedoch nicht reichen, um Gothic 4 auch in den USA salonfähig zu machen. Gerade die Notwendigkeit, das erdige Rollenspiel für ein internationales Publikum herauszuputzen, könnte den vierten Teil trotz gegenteiliger Zusicherung von Jowood optisch und inhaltlich fundamental verändern. Einerseits ist der amerikanische Markt deutlich konsolenlastiger als der deutsche, in dem anteilsmäßig wesentlich mehr PC-Spiele abgesetzt werden als irgendwo anders in der Welt. Diesem Umstand trägt Jowood damit Rechnung, dass Gothic 4 ausdrücklich auch für Spielekonsolen der aktuellen Generation entwickelt werden soll. Dabei wird es sich um eine parallel mit der PC-Version produzierte 1:1-Umsetzung handeln, um spätere Portierungskosten zu vermeiden, wie Albert Seidl bereits offiziell verlauten ließ.
Die Veränderungen, die sich durch eine Gamepad-Steuerung gegenüber einem mit Maus und Tastatur bedienten Interface ergeben, sind hinlänglich bekannt. Da Hotspots mit dem Gamepad relativ unpräzise angesteuert werden, dürfte wohl auch bei der PC-Version ein wenig filigranes Inventar- und Icon-System zum Einsatz kommen. Möglicherweise sogar eine deutlich reduzierte Benutzeroberfläche. Vermutlich wird Jowood Gothic 4 jedoch aufgrund der aktuell relativ schwachen Position der Playstation 3 nur für Xbox 360 anbieten.

Ich warte lieber auf das Spiel von Pb's!
JoWood scheinen mit irgendwie zu geldgeil -.- und alleine der gedanke an ein Gothic Strategie-, Handy- oder Nitendo Ds Spiel...ne danke!
edit:
das steht da in den news:
http://worldofpiranha.de/
edit:
das steht da in den news:
http://worldofpiranha.de/
Dieser Satz gefiel mir persönlich sehr gut als alter Gothic Fan ^^
"Exakte Details aus dem Vertrag können wir leider nicht nennen - wir können aber sagen, dass diese Nutzungsrechte nur für einen begrenzten Zeitraum bei Jowood liegen", sagt Michael Hoge. "Danach könnten wir uns vorstellen, wieder etwas mit der Marke Gothic zu machen.
p.s. Jowood macht mal endlich dicht ^^