Vampire: Bloodlines 2 im Test: Technik, Bugs, Wertung und Fazit

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Vampire: Bloodlines 2 im Test: Technik, Bugs, Wertung und Fazit
Quelle: PC Games

Wie sehen die Wertung, das Fazit und die Technik zu Vampire: Bloodlines 2 aus?

Indem die Entwickler euren Zugriff auf Waffen beschränken, können sie die Kämpfe zwar ganz gut ausbalancieren, das gilt auch für die gelegentlichen Bossgefechte - aber dafür fällt eben auch die komplette Loot- und Ausrüstungsmechanik weg, die im ersten Bloodlines noch so viel Spaß gemacht hat. Das können die ganzen Vampirzauber nicht mal ansatzweise ausgleichen.

Keine Frage: Wäre das ganze Brawler-Kampfsystem nur eine von vielen möglichen Spielweisen, sähe die Sache anders aus! Doch so ist es schon ziemlich irre, welches Potenzial die Entwickler da liegen lassen.

Bugs, Technik und Performance

Für diesen Test haben wir die PS5-Fassung gründlich durchgespielt und auch die PC-Version ausprobiert. Was wir schon jetzt sagen können: Ihr müsst auf dem PC wieder mal den nervigen Paradox-Launcher installieren, das trifft auch auf das Steam Deck zu. Unsere Kollegen von PC Games Hardware schauen sich die PC-Fassung derzeit aber noch genauer an und werden in Kürze ihre Einschätzung abgeben. Update: Bei PCGH findet ihr jetzt den umfangreichen Technik-Check zur PC-Version von Bloodlines 2.

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Auf der PS5 gibt es zwei Grafikmodi, Leistung und Qualität - wobei der hübschere Modus so unsauber läuft, dass wir ihn nicht empfehlen würden. Optisch haben wir außerdem zwischen beiden Settings kaum Unterschiede ausgemacht. Nehmt also also lieber den Leistungsmodus.

Screenshots aus unserer PS5-Testversion

Die meiste Zeit über war Bloodlines 2 auf der Sony-Konsole ordentlich spielbar, außerdem fallen die Ladezeiten schön kurz aus. Allerdings neigte unsere Testversion auch zu jeder Menge Mikro-Rucklern, die mitten in Kämpfen, aber auch beim Erkunden auf der Straße oder beim Klettern auftreten können. Ladeunterbrechungen zwischen Innenräumen und Außenbereichen gibt es zwar nicht, allerdings gerät das Spiel heftig ins Stottern, sobald man eine Tür öffnet - da werden offensichtlich Teile der Spielwelt hastig in den Speicher geschaufelt.

Die Licht- und Schatteneffekte sind überraschend gut. Leider wirft Phyre selbst keinen Schatten. Quelle: PC Games Die Licht- und Schatteneffekt sind überraschend gut. Ironischerweise wirft Phyre selbst keinen Schatten. Erfreulich: Ätzende Bugs wie im ersten Bloodlines haben wir im Test nicht erlebt. Einmal steckte ein Fußgänger in einer Treppe fest, ein anderes Mal haben uns Gegner erst zu spät erkannt. Nur in einem einzigen Fall sind wir auch mal durch die Spielwelt gefallen, da genügte es aber schon, einfach den letzten Checkpoint zu laden. Alles in allem zeigt sich Bloodlines 2 damit in einem soliden technischen Zustand, die Bug-Katastrophe bleibt diesmal aus. Allein die Performance könnte besser sein.

Und ach, das ließe sich über so vieles in Bloodlines 2 sagen! Nein, es ist kein schlechtes Spiel. Aber es hätte so viel besser, vielfältiger, durchdachter sein können. Und dafür hätte man einfach nur mehr darauf achten müssen, was schon das erste Bloodlines so großartig gemacht hat - und was in der ersten, eingestellten Version von Bloodlines 2 eigentlich auch noch enthalten war.

The Chinese Room hat versucht, ein paar Elemente aus dem eingestellten Bloodlines zu retten. Diese Figur geht auf ein Design von Hardsuit Labs zurück. Quelle: PC Games The Chinese Room hat versucht, ein paar Elemente aus dem eingestellten Bloodlines zu retten. Diese Figur geht auf ein Design von Hardsuit Labs zurück. Ob nun freiwillig oder weil es einfach nicht anders ging: The Chinese Room hat für seine Version von Bloodlines 2 einen anderen Weg eingeschlagen - und der wird dem großen Namen nicht mehr gerecht. Bei den Nebenquests kocht das Spiel auf Sparflamme, Charakterentwicklung findet kaum statt, es gibt keinen anständigen Loot, keine alternativen Lösungswege, die Stadt hat null Erkundungsanreize und die Kämpfe bleiben meistens gleich. Für ein Rollenspiel, das euch 20 bis 30 Stunden beschäftigen will, ist das ganz schön wenig.

Kein würdiger Nachfolger, aber...!

The Chinese Room wollte eben vor allem eine dichte Story abliefern. Und genau da hat uns Bloodlines 2 positiv überrascht! Mit guten Figuren, interessanten Entscheidungen, dichter Atmosphäre und klasse Sprechern. Und damit landet Bloodlines 2 - zumindest für uns - genüsslich zwischen den Wertungsstühlen. Ob man da jetzt eine 6, eine 7 oder irgendwas dazwischen zückt, hängt eben vor allem davon ab, wie sehr man sich am Namen des Spiels stört - und ob man mit den richtigen Erwartungen an das Spiel herangeht.

Nein, Bloodlines 2 ist nicht das Sequel geworden, das wir uns gewünscht haben - und Hardcore-Fans des ersten Teils dürften das Spiel wohl schon aus Prinzip meiden wie Knoblauch mit Weihwasser. Aber es zählt trotzdem noch klar zu den besseren Umsetzungen mit der großartigen Vampire-Lizenz. Und von denen gibt es ja nun wirklich nicht so viele.

Hinweis: Wir haben unser Wertungssystem angepasst, das wirkt sich auch auf diesen Test aus. Alle Details dazu findet ihr hier.

Meinung

Wertung zu Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 (PC)

Wertung:

6.5 /10

Wertung zu Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 (PS5)

Wertung:

6.5 /10

Wertung zu Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 (XSX)

Wertung:

6.5 /10
Fazit

Als Nachfolger und Rollenspiel eine Enttäuschung, doch wer den großen Namen ausblendet, bekommt eine spannende Krimi-Geschichte mit guten Charakteren und viel Atmosphäre - und das hat Respekt verdient.

Wie wertet die Fachpresse? PCGH liefert eine erste Übersicht. Auf Metacritic schneidet Bloodlines 2 nur mittelmäßig ab.

Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 erscheint am 21. Oktober für PC, PS5 und Xbox Series S/X. Die Version ist ungekürzt. Sprachausgabe gibt's nur auf Englisch, auf Wunsch aber mit deutschen Texten. Entgegen früherer Pläne sind nun doch alle sechs spielbaren Clans in der Standard-Fassung enthalten, der umstrittene "Shadow & Silk"-DLC wurde gestrichen. Stattdessen haben die Entwickler zwei neue DLCs für 2026 angekündigt, alle Infos dazu findet ihr hier. Transparenzhinweis: Für diesen Artikel wurden uns Testversionen vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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  1. Seite 1 Bloodlines 2 im Test: Die Fortsetzung, die niemand wollte
  2. Seite 2 Bloodlines 2 im Test: Story, Schauplatz und ein Begleiter wider Willen
  3. Seite 3 Bloodlines 2 im Test: Nebenquests, RPG-Elemente, Clans und Talente
  4. Seite 4 Bloodlines 2 im Test: Kämpfe, Waffen und Magie
  5. Seite 5 Bloodlines 2 im Test: Technik, Bugs, Wertung und Fazit
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von eckidergrosse Anwärter/in
        Der Name wäre der einzige Grund, Bloodlines 2 zu spielen, doch nicht, weil ich Grafikblender so mögen würde oder hektische Prügelspiele oder linear durch 'ne inhaltslose Welt laufen, und dann soll ich den Namen laut Artikel ausblenden?!
      • Von eckidergrosse Anwärter/in
        Der Name wäre der einzige Grund, Bloodlines 2 zu spielen, doch nicht, weil ich Grafikblender so mögen würde oder hektische Prügelspiele oder linear durch 'ne inhaltslose Welt laufen, und dann soll ich den Namen laut Artikel ausblenden?!
      • Von sadira Spiele-Novize/Novizin
        Es hätte nicht Bloodlines 2 heissen sollen, geb ich zu, dennoch für mich ein sehr gutes Spiel.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Paisen
        Das halte ich für Schwachsinn. Ein gutes Spiel braucht so etwas nicht.

        Wenn man Bloodlines 2 drauf schreibt, erwarte ich auch ein Bloodlines 2. Und nicht einfach irgendein Vampire The Masquerade Spiel.

        Redemption war damals anders und hieß auch nicht Bloodlines, oder? Mit dem Namen "Bloodlines 2" wollte man einfach nur Fans von Bloodlines anlocken und deswegen ist das für mich nicht okay.
        Das sind so Dinger, welche man als Management, als geborene Führungskraft, halt einfach durchstehen muß. Es ist halt da, wie auch sonst wo, eine Negativauslese, welche uns hier als Führungskraft präsentiert wird. Das geht auch so nicht mehr lange gut (gesamtgesellschaftlich, Paradox wünsch ich ja sonst alles gute).

        Da sag ich, Leute, ist jetzt schwierig gewesen und nicht ganz das Spiel was ihr erwartet habt und was wir machen wollten, aber es ist als Spiel selber oft recht geil. Wir nennen das jetzt halt nicht "Redemption" oder "Bloodlines" sondern "Vampire The Masquerade - Suck ya nice tits dry" Sowas halt. Irgendwas fällt den PR Hanswursten da schon ein.
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Zitat von Svenc
        Das war der Punkt.

        "Flop 50" bei Metacritic, Weiterempfehlungsraten von 30% bei Open Critic. Niedrige bis mittlere 60er vergibt die Branche kaum, obwohl laut praktisch allen Bewertungsschlüsseln mittlerer Scores auch für mittlere bis durchschnittliche Games da sind. Und 80er sind so Standard, dass sich fast jeder Release mittlerweile seinen "Accolades"-Trailer basteln kann. Ja, es gibt positive Reviews. Aber der Tenor ist insgesamt eher mixed bis unterbegeistert. Es gibt massig Releases da draußen, da gingen schon ganz andere Spiele unter. Und Paradox wussten schon vor jeder Presse selbst in etwa, wie groß ihre Chancen wirklich waren, das Geld wieder reinzukriegen.

        Aber wie gesagt, es ist wohl (auch) der Verdienst von The Chinese Room, dass sie aus der Baustelle, die sie bekamen, noch was "Funktionales" gemacht haben. Das hätte auch kompletter Murks sein können. Vielleicht sogar müssen. Und wie man sieht: Für solche Horrorproduktionsgeschichten brauchts kein Electronic Arts aus den Vereinigten Staaten von Trump. Da reicht auch ein Paradox aus dem beschaulichen Schweden.

        Bin gespannt, ob sie jemand recherchiert. Und eines Tages erzählt.
        Da muss man aber auch bedenken, wie sehr der Name die Wertungen wohl negativ beeinflusst hat.
        Denn das Spiel selbst scheint ja gar nicht so schlecht zu sein, aber wenn ich deinen Link bei OpenCritic öffne, springen mir sofort Sätze wie "A gripping story full of intrigue and murder that struggles to find its footing as an RPG sequel" und "This isn’t the sequel we hoped for, wanted, or even expected." Als "Bloodlines 2" wird es natürlich auch in Reviews mit dem Vorgänger verglichen und entsprechend bewertet (vielleicht sogar nur unterbewusst, weil Redakteure sind auch nur Menschen).

        Ich bleibe dabei: Paradox hätte dem Spiel nicht diesen Namen geben sollen! Oder noch besser: Sie hätten sich vernünftig darum kümmern sollen. An einer Reportage dazu wäre ich auch interessiert, da bin ich komplett bei dir [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] :)

        Apropos: Als es damals angekündigt war und bei GOG sogar schon Vorbestellungen möglich waren, hatte ich es vorbestellt. Das war vor dem ganzen Entwicklungs-Drama. Nachdem ich hörte, dass z.B. Personen, die am ersten Teil gearbeitet hatten, das Projekt verlassen hatten, wurde ich schon misstrauisch. Ich habe dann auch meine Vorbestellung wieder storniert - zum Glück, muss ich leider sagen. Ich hätte so gerne einen richtigen Nachfolger gehabt...
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Paisen
        Das halte ich für Schwachsinn. Ein gutes Spiel braucht so etwas nicht.
        Das war der Punkt.

        "Flop 50" bei Metacritic, Weiterempfehlungsraten von 30% bei Open Critic. Niedrige bis mittlere 60er vergibt die Branche kaum, obwohl laut praktisch allen Bewertungsschlüsseln mittlerer Scores auch für mittlere bis durchschnittliche Games da sind. Und 80er sind so Standard, dass sich fast jeder Release mittlerweile seinen "Accolades"-Trailer basteln kann. Ja, es gibt positive Reviews. Aber der Tenor ist insgesamt eher mixed bis unterbegeistert. Es gibt massig Releases da draußen, da gingen schon ganz andere Spiele unter. Und Paradox wussten schon vor jeder Presse selbst in etwa, wie groß ihre Chancen wirklich waren, das Geld wieder reinzukriegen.

        Aber wie gesagt, es ist wohl (auch) der Verdienst von The Chinese Room, dass sie aus der Baustelle, die sie bekamen, noch was "Funktionales" gemacht haben. Das hätte auch kompletter Murks sein können. Vielleicht sogar müssen. Und wie man sieht: Für solche Horrorproduktionsgeschichten brauchts kein Electronic Arts aus den Vereinigten Staaten von Trump. Da reicht auch ein Paradox aus dem beschaulichen Schweden.

        Bin gespannt, ob sie jemand recherchiert. Und eines Tages erzählt.
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