The Division im Test für PC, PS4 und Xbox One - Endgame + Fazit

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Die fantastische Lichtstimmung in Manhattan sorgt immer wieder für wahnsinnig schöne Anblicke.
Quelle: PC Games

Der Test zu The Division ist fertig! PC Games vergibt eine finale Wertung, weist auf die Mängel im Endgame hin und erklärt Stärken und Schwächen des Action-MMOG in einem ausführlichen, 10 Minuten langen Video-Review mit viel PC-Gameplay.

PvP-Test: Spieler gegen Spieler

Die in sechs Regionen untergliederte Quarantänezone im Zentrum von Manhattan steht einem zwar schon im ersten Spieldrittel offen, sinnvoll ist ein Besuch aber erst ab Level 30 im sogenannten Endgame. Spezielle Aufträge bietet die Dark Zone nicht, stattdessen tretet ihr hier gegen einen unaufhörlichen Strom an KI-Widersachern an und versucht durch schier endloses Grinden an bessere Ausrüstung zu gelangen. Alle in der Dark Zone aufgesammelten Gegenstände sind jedoch kontaminiert und müssen erst an einem der Heli-Landeplätze ausgeflogen werden, ehe sie dauerhaft in euren Besitz übergehen. Schafft ihr es nicht, lange genug am Leben zu bleiben, verliert ihr nicht nur eure Beute, sondern auch einen Teil der separaten Dark-Zone-Erfahrungspunkte und fallt möglicherweise im Rang - insgesamt könnt ihr bis Dark-Zone-Stufe 99 aufsteigen.
Das Ausfliegen des Loots ist weniger dramatisch als es anfangs klingt. Quelle: PC Games Das Ausfliegen des Loots ist weniger dramatisch als es anfangs klingt. Zumindest theoretisch bietet die Dark Zone einen coolen Kniff: Andere Spieler können euren Helden unterwegs einfach abmurksen und sich euer Zeug krallen, werden dann aber als Abtrünnige zum Abschuss freigegeben und erscheinen mit einem Symbol gekennzeichnet auf der Karte anderer Spieler in der Umgebung. In der Praxis setzt The Division aber kaum Anreize für eine Karriere als Player Killer, die Bestrafungen für Abtrünnige sind hoch und als Folge beobachteten wir während des Tests viel friedliche Koexistenz zwischen Spielern statt nervenzerfetzender Drei-Fronten-Kriege mit feindlichen Gruppen und KI-Gegnern. Das strenge Abtrünnigen-System legt auch versehentliches Friendly Fire als Angriff aus, was schnell zu Frust führen kann. Noch dazu hat man als Player Killer mit nervösem Abzugsfinger keine Möglichkeit zu sehen, ob andere Spieler überhaupt nützliche Gegenstände mit sich führen.

Koop-Partner können zu Boden gegangene Spieler wiederbeleben. Im Solo-Modus heißt es dagegen: neu laden. Quelle: PC Games Koop-Partner können zu Boden gegangene Spieler wiederbeleben. Im Solo-Modus heißt es dagegen: neu laden. In der Praxis pendelt man zwischen wenigen Farm-Spots und dem Abflugpunkt hin und her und muss überproportional viel Zeit ins Grinding stecken, um High-End-Items zu finden, die man sich viel einfacher mit Phoenix Credits kaufen könnte. Damit Spieler nach bis zu 50 Stunden nicht abspringen und die Dark Zone wegen zu geringer Belohnungen links liegen lassen, muss Entwickler Massive das Feedback akzeptieren und bei künftigen Patches kräftig an der Balance schrauben. Im jetzigen Zustand ist das The Division-Endgame aber reichlich unspektakulär. Statt cooler High-Level-Aufgaben und neuen Gegner-Variationen, die andere Skill-Zusammensetzungen und Taktiken nötig machen, steht viel ewig gleiches Grinding auf dem Programm.

The Division-Engame im Test: Zwischen Farmen und Grinden

Keine Lust auf die Dark Zone? Dann gibt es in The Division jeden Tag drei Herausforderungen, die das Wiederholen von Hauptmissionen zum Ziel haben: im schweren oder herausfordernden Modus. Dann kriegt ihr es ausschließlich mit lila oder - ganz fies - gelben Gegnern auf Stufe 32 zu tun. Dieser Zwei-Level-Unterschied im Herausforderungsmodus sorgt für sehr zähe Gefechte, in denen euer Held meist nach ein bis zwei Schüssen das Zeitliche segnet und das Spiel zum reinen Grind-Fest wird.

Das Wiederholen bereits absolvierter Missionen nutzt sich schnell ab. Außer der Suche nach gelber High-End-Ausrüstung gibt es keine Motivation zum Weiterspielen. Quelle: PC Games Das Wiederholen bereits absolvierter Missionen nutzt sich schnell ab. Außer der Suche nach gelber High-End-Ausrüstung gibt es keine Motivation zum Weiterspielen. Wer sich durchbeißt, erhält als Belohnung Phoenix Credits. Mit dieser speziellen Währung kauft ihr High-End-Ausrüstung. Im schweren Modus gibt's pro Einsatz 15 Phoenix Credits, für herausfordernde Missionen sogar 30. So lassen sich schnell Credits farmen und neue Gegenstände kaufen - viel schneller als man per Zufall auf wertvollen Loot bei besiegten Feinden stößt. Massive will die Drop-Frequenz von Phoenix Credits reduzieren, was wohl eher zu noch mehr Wiederholungen auf Dauer eintöniger Einsätze führen dürfte.

The Division: Raids und andere DLC-Inhalte

Das Wiederholen von Missionen (ob mit Herausforderungen oder ohne) und Abstecher in die Dark Zone sind bei Release die einzigen Möglichkeiten für Stufe-30-Helden, auf Gegner mit demselben Level zu stoßen. Was noch fehlt, ist ein typischer MMORPG-Baustein: die Raids. Eine entsprechend aufwendige Gruppeninstanz mit Team-Fokus soll im April per Gratis-Update folgen, der sogenannte Übergriff namens Falkennest ist bereits auf der Karte verzeichnet. Im Mai folgt der zweite Patch, der den PvP-Part (Player vs. Player, Spieler gegen Spieler) in der Dark Zone überarbeiten und eine weitere Instanz mit sich bringen soll.
The Division im Test: Nach Level 30 wartet das Endgame. Damit beschäftigen wir uns in den kommenden Tagen. Quelle: PC Games The Division im Test: Nach Level 30 wartet das Endgame. Damit beschäftigen wir uns in den kommenden Tagen.

The Division-Entwickler Massive hat zudem bereits Pläne für zwei große, kostenpflichtige Erweiterungen namens Underground und Survival kommuniziert. Die erscheinen allerdings erst im Sommer, für Ende des Jahres ist dann Teil drei namens Last Stand angekündigt. Alle DLCs sind Teil des Season Pass, den Ubisoft für happige 40 Euro verkauft. Als kostenloses Extra ist dagegen die für ein MMORPG essenzielle Handelsfunktion geplant, die in der Release-Fassung fehlt. Ab April dürfen dann auch The Division-Spieler für ihren Charakter unbrauchbare Ausrüstung mit Freunden tauschen.

The Division-Crafting im Test: Für Handwerker

Items lassen sich per Handwerkssystem auch selbst herstellen, wenn die Händler nichts Passendes im Angebot haben. Quelle: PC Games Items lassen sich per Handwerkssystem auch selbst herstellen, wenn die Händler nichts Passendes im Angebot haben. Wer einfach nicht die gewünschte Ausrüstung findet, darf benötigte Items auch an der Werkbank herstellen. Waffen, Kleidung und Mods wie Schalldämpfer oder Visiere sind in einer langen Liste untergebracht. Ein Tastendruck genügt, schon ist der Gegenstand fertig. Dafür müsst ihr kein Geld berappen, sondern lediglich eine ausreichende Menge der vier Rohstoffe Waffenteile, Stoff, Elektronik und Werkzeug besitzen. Die vier Basis-Ressourcen findet ihr großzügig in der Spielwelt verteilt, außerdem könnt ihr alte Gegenstände einfach in ihre Bestandteile zerlegen.

Oftmals erhaltet ihr per Handwerk Zugriff auf bessere Ausrüstung als die Händler im Angebot haben. Nettes Detail: Im Technik-Flügel der Hauptbasis schaltet ihr im Spielverlauf einen Platz frei, an dem ihr die zufälligen Eigenschaften von Ausrüstung neu auswürfelt. Wen das an Diablo 3: Reaper of Souls erinnert, der liegt richtig: Das Ganze funktio­niert genauso wie das Verzaubern bei der Mystikerin.

Wunderschöne Kulisse

Technisch leistet sich The Division kaum Aussetzer. Der Launch verlief abseits eines kurzen Server-Ausfalls reibungslos. Verbindungsprobleme traten in unserem Test nur sehr wenige auf. Noch dazu ist die PC-Umsetzung gelungen. Lediglich die Menüs sind teils umständlich. Fein: Im Vergleich zu den Konsolenversionen gibt es keine Streaming-Probleme mit nachladenden Texturen. Mit entsprechender Hardware fällt die Bildwiederholrate deutlich höher aus als die rund 30 Fps auf Playstation 4 und Xbox One.

Seltener Glitch in The Division: Im PC-Test wurden die Spiegelungen manchmal fehlerhaft dargestellt. Quelle: PC Games Seltener Glitch in The Division: Im PC-Test wurden die Spiegelungen manchmal fehlerhaft dargestellt. Grafikeffekte und Interface lassen sich auch auf Konsole nach Belieben anpassen, hier liefern Massive und Ubisoft vorbildlich viele Einstellungsmöglichkeiten. So könnt ihr etwa die aufsteigenden Schadenszahlen bei Treffern à la Borderlands 2 abschalten. Im Test störten nur einige wenige Glitches das positive Gesamtbild. Das ändert aber nichts daran, dass The Division hervorragend aussieht. Der Detailgrad ist außerordentlich hoch und obwohl auf den Straßen kein einziges Auto fährt, wirkt die halb verlassene Stadt doch nicht leer. Zivilisten torkeln einem entgegen, Hunde streunen herum und Banditen plündern Leichen. Dazu sorgen die außergewöhnlich guten Lichteffekte sowie das dynamische Wetter und der Tag-Nacht-Wechsel dafür, dass wir uns wie in eine andere Welt transportiert fühlen.

Schön: Auch wenn die verschneiten Straßenzüge einander ähneln, erwartet euch doch in jedem Sektor ein leicht unterschiedliches Bild der wohl bekanntesten Metropole des Planeten. Zudem hat sich Entwickler Massive viel Mühe gegeben, bekannte Bauwerke und Vistas in The Division umzusetzen. Wenn wir etwa das erste Mal auf den Times Square treten oder uns an Militärblockaden vorbei in Richtung Grand Central Station kämpfen, kommt die Gänsehaut von ganz allein. Allerdings lässt sich nicht bestreiten, dass die Grafik im Vergleich zur allerersten E3-Präsentation das inzwischen Ubisoft-typische Downgrade durchlebt hat.
Die Gegner-KI ist solide. Die Cleaner-Fraktion pirscht sich gerne an einen heran, um ihre verheerenden Flammenwerfer auf nahe Distanz einzusetzen. Quelle: PC Games Die Gegner-KI ist solide. Die Cleaner-Fraktion pirscht sich gerne an einen heran, um ihre verheerenden Flammenwerfer auf nahe Distanz einzusetzen.

Eine solide Basis

The Division begeistert die Massen. Zu Recht, denn Massive hat sein Spiel runtergedampft auf eine einfache Formel, mit der jeder zurechtkommt. Das Ergebnis ist jedoch ein Spiel ohne Ecken und Kanten, dem es an Persönlichkeit und Seele fehlt. Dafür können wir The Division im Test viele motivierende Mechaniken und ist eine klasse Plattform für launige Team-Kämpfe und Kooperation zwischen Spielern attestieren. Wer einfach nur auf der Suche nach einem hübsch anzusehenden, technisch einwandfreien Zeitvertreib für den Feierabend ist, darf sich Ubisofts neues Spiel bedenkenlos zulegen.

Ein genauerer Blick hinter die Kulissen offenbart aber zu viele Probleme, als dass wir The Division neben dem kommerziellen Hit-Status auch eine hohe 80er-Wertung verleihen könnten. Der Shooter-Kern dieses MMORPGs ist auf Dauer einfach zu schwachbrüstig und die - für einen Einzelspieler- oder Koop-Titel mehr als ordentlichen - Inhalte erfüllen nicht die Ansprüche, die an Online-Rollenspiele gestellt werden. Wer erwartet, hunderte Stunden in die Jagd nach neuem Loot zu stecken, ohne gelangweilt zu werden, der ist bei The Division an der falschen Adresse.

Meinung

Für Hack&Slay-Fans, die auf die vergleichsweise statischen Deckungsgefechte mit Schusswaffen verzichten können, gibt es bessere Alternativen wie Path of Exile, Diablo 3, Torchlight 2 oder Grim Dawn. Die bieten inzwischen auch deutlich mehr Motivation nach Abschluss aller Missionen als The Division. Hier muss Massive noch kräftig nachlegen, laut Entwickler ist der Jahresplan für die Veröffentlichung von (teils kostenpflichtigen) Updates bereits fertig.

Auch wenn das schwedische Ubisoft-Studio mit The Division eine gute Basis für derartigen Aufgaben-Nachschub geschaffen hat: Die Frage muss erlaubt sein, wieso nicht von Anfang an abwechslungsreichere Missionsabläufe, anspruchsvolle Gruppen-Raids oder selbstverständliche Features wie ein Handels- und Tauschsystem zwischen Spielern im Spiel enthalten sind. Wen die Wartezeit auf entsprechende Patches und DLCs nicht stört, der hat schon jetzt viel Spaß, braucht zum Spielen aber zwingend ein Uplay-Konto und eine permanente Interverbindung sowie - auf den Konsolen - ein kostenpflichtiges Abo bei PS Plus beziehungsweise Xbox Live.

The Division: Wertung und Tester-Meinung

Meinungen

Wertung zu The Division (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Division (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Division (XBO)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Top-Grafik mit guter Performance (PC)Grundsätzlich spaßige BallereienBrillante Atmosphäre, viele DetailsBasisausbau hält bei der StangeTypische RPG-Tretmühle motiviertTaktischer Anspruch in der GruppeLeicht durchschaubares SkillsystemViele Missionen, viel SammelzeugSuperbe SpielersucheSehr gute Gefechtssteuerung mit der Maus (PC)
Gefechte ohne AbwechslungAufgaben wiederholen sichStumpfes Endgame-GrindingLangweiliger LootUnausgegorene Dark ZoneDürftige HintergrundgeschichteMerklich nachladende Texturen (PS4, Xbox One)Umständliche Menüs (PC)

Bildergalerie

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    • Kommentare (147)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Belandriel Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von golani79
        Wenn du ehrlich zu dir bist, war das aber eigentlich auch schon im Vorfeld bekannt, dass The Divistion im Prinzip ein Action RPG ala Diablo ist, nur halt in anderem Setting und anderen Waffen / Skills.
        Es gab glaube ich auch genügend Videos / Berichte aus den 2 Betatests bzw. hätte man das Spiel selbst probieren können.

        Hast du dich im Vorfeld einfach überhaupt nicht informiert und das Spiel einfach blind gekauft oder hast du es trotzdem gekauft, in der Hoffnung, es sei doch anders?
        Naja, also ich habe ZUMINDEST etwas mehr Abwechslung erwartet... z.B. dass man Neben- von Hauptmissionen überhaupt unterscheiden kann (wo ich das gerade ernsthaft schreibe, weiss ich gar nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll). Dass die Mechanik hauptsächlich auf Ballern ausgelegt ist, war mir ja schon klar. Aber ich finde, das Spiel als RPG-Shooter oder sonstwie mit dem RPG-Genre in Verbindung zu bringen passt so gar nicht! Wo entwickle ich denn meinen Charakter? NICHT die Ausrüstung, meinen Charakter?

        Naja, bin ewig nicht auf nen Hype reingefallen. Und das wird auch das letzte Mal gewesen sein. Games nur noch im Komplettpaket mit Season Pass und allem drum und dran nach ca. nem Jahr zu nem "normalen" Vollpreis dann und jut is.
      • Von Belandriel Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von golani79
        Wenn du ehrlich zu dir bist, war das aber eigentlich auch schon im Vorfeld bekannt, dass The Divistion im Prinzip ein Action RPG ala Diablo ist, nur halt in anderem Setting und anderen Waffen / Skills.
        Es gab glaube ich auch genügend Videos / Berichte aus den 2 Betatests bzw. hätte man das Spiel selbst probieren können.

        Hast du dich im Vorfeld einfach überhaupt nicht informiert und das Spiel einfach blind gekauft oder hast du es trotzdem gekauft, in der Hoffnung, es sei doch anders?
        Naja, also ich habe ZUMINDEST etwas mehr Abwechslung erwartet... z.B. dass man Neben- von Hauptmissionen überhaupt unterscheiden kann (wo ich das gerade ernsthaft schreibe, weiss ich gar nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll). Dass die Mechanik hauptsächlich auf Ballern ausgelegt ist, war mir ja schon klar. Aber ich finde, das Spiel als RPG-Shooter oder sonstwie mit dem RPG-Genre in Verbindung zu bringen passt so gar nicht! Wo entwickle ich denn meinen Charakter? NICHT die Ausrüstung, meinen Charakter?

        Naja, bin ewig nicht auf nen Hype reingefallen. Und das wird auch das letzte Mal gewesen sein. Games nur noch im Komplettpaket mit Season Pass und allem drum und dran nach ca. nem Jahr zu nem "normalen" Vollpreis dann und jut is.
      • Von SmokeOnFire Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von THEDICEFAN
        Also wenn The Division 77/79% bekommt will ich gefälligst beim nächsten COD, wenn sich wie immer wieder nichts ändert eine 70 sehen- technisch is es nähmlich grauenhaft und ändert sich null. Nur das Kostüm ändert sich. Finds schon seit langer Zeit n schlechten Witz das der Müll Wertungen über 80, bekommt.
        Das mit den Wertungen ist echt schwer zu greifen. Ich hab die "nur" 79 Wertung in der Zeitschrift gesehen. Ich hab schon 146 Std im Spiel. So langsam wirds öde, aber noch gehts. Und das ist schon enorm viel. Und dann hab ich in der Zeitung mal rum geblättert, was andere Titel so bekommen haben, die mehr als 79 haben, und nachvollziehen kann ichs nicht immer. Diese Wertung kann man nicht auf den Punkt vergleichen und dann hat man ja auch noch subjektive Vorliegeben. Ich finde einen 70 Shooter noch besser als ein 90 Autorenn- oder Sportspiel. Eigentlich machen sie schon viel gut bei Division, aber ich seh schon ein, dass es nicht Top ist. Dafür ist vieles eben doch nur Mittelklasse: Story hm, Charaktere hm, keine Entscheidungen, mäßig spektakuläres Loot, wenig Endgame, keine gute KI oder Spielmechanik, keine Führung in der DZ, nur planloses rumrennen und grinden, miese Balance im PVP. Im Vergleich mit Diablo 3 ist da mehr drin, mit mehr Daily Kram und so. Wobei das auch erst später reingepatcht wurde. Das ist vielleicht das Manko heutiger Triple A Sachen, gerade erst bei StarWars gehabt: Zu wenig Content beim Start, und wenn dann in 6-12 Monaten richtig gut was da ist, sind 80% der Spieler weiter gezogen und kommen nicht zurück.
        Mehr up front wäre nett, aber dann kommen die mit ihrem Geld nicht hin, man braucht ja heute anscheinend nach all den Jahren und Vollpreis noch 3-4 DLCs für je 15-30 Euro um ein Spiel mit ordentlich Content zu machen.

        Ich versteh die Indie Welle. Weniger is mehr, gute Spiele mit wenig Leuten für moderates Geld. Da steckt man keine 100 Std rein, aber auch keine 60 Euro.
        -Smoke
      • Von THEDICEFAN Mitglied
        Also wenn The Division 77/79% bekommt will ich gefälligst beim nächsten COD, wenn sich wie immer wieder nichts ändert eine 70 sehen- technisch is es nähmlich grauenhaft und ändert sich null. Nur das Kostüm ändert sich. Finds schon seit langer Zeit n schlechten Witz das der Müll Wertungen über 80, bekommt.
      • Von Scholdarr Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Außerdem gefällt mir die Hintergrundstory über die Datenschnipsel.
        Kurioserweise ist das Prinzip in The Division ein Problem, während es bei Spielen wie Dark Souls oder auch Fallout verteidigt wird... :ugly:

        Wenn man nur die Hauptmissionen macht, die halbe Stadt links liegen lässt und dann über die Story schreibt, dann ergibt sich natürlich ein ganz anderes Bild als wenn man die Stadt gründlich erkundet und so viele Datenschnipsel wie möglich aufsammelt. Natürlich kann einem das persönlich missfallen, dass einem die Story nicht aufgezwungen wird, aber wenn man sich wirklich darauf einlässt (so wie ich), dann ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild in Punkto Story.

        Da ist ein Diablo 3 imo von der Story her viel einfacher gestrickt und schlicht schlechter. Aber da stört es ja bekanntlich keinen (warum auch immer)...
      • Von MichaelG Mitglied
        Eben. Und was macht man in anderen Shootern wie COD und Co. ? Auch nur Ballern, Tür auf, Ballern, Granaten werfen, nächstes Level. Ich sehe da auch bei den anderen (bis auf wenige Ausnahmen) nur in den seltensten Fällen wirklich Innovationen, wo sie sich von den anderen unterscheiden.

        Außerdem ist neben den Missionen in TD der Hauptcontent die Suche nach den Dateien, das Betreten der Wohnungen, das Durchsuchen der Kisten, das Anhören der Audiologs, das Aufbauen der Basis, das Einatmen der Atmosphäre, Helfen von Zivilisten und nicht zuletzt das Craften von Waffen und Charakter.
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