Star Wars: Zero Company - Spannende Story trotz sterbender Charaktere, geht das?

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Star Wars: Zero Company - Spannende Story trotz sterbender Charaktere, geht das?
Quelle: Electronic Arts

Bei Star Wars: Zero Company haben sich die Entwickler gegen Plot-Armor und für Permadeath wichtiger Charaktere entschieden. Doch wie genau funktioniert das?

Wir kennen das alle aus unzähligen Spielen, Filmen, Serien, Büchern oder wo auch sonst der Mensch eigene Geschichten erfindet. Wenn ein Charakter eine wichtige Rolle in der Handlung spielt, oder auch nur, wenn er sehr beliebt ist, statten die Autoren diese Figuren gerne mit der sogenannten Plot-Armor aus. Also egal, was diesen Charakteren in der Geschichte widerfährt, und sei es noch so gefährlich, auf irgendeine Weise schaffen sie es, da lebend herauszukommen.

Die Story muss schließlich weitergehen und die betreffende Person wird dafür eventuell noch gebraucht. Vor diesem Hintergrund waren wir gespannt, wie es die Autoren von Star Wars: Zero Company lösen, nachdem sie schon bei der Ankündigung des Spiels vorgefertigte, storyrelevante Charaktere vorgestellt haben.

Denn eigentlich leben Spiele wie XCOM ja davon, dass unsere Kämpfer jederzeit im Einsatz sterben können und wir dadurch wertvolle Erfahrung verlieren. Wie sich bei unserem exklusiven Studiobesuch herausgestellt hat, gibt es diese Gefahr auch für die Charaktere in Zero Company. Lediglich Hauptcharakter Hawks verfügt über Plot-Armor. Darüber, wie das genau funktioniert, haben wir mit den Entwicklern von Bit Reactor gesprochen.

Während der taktischen Gefechte müssen wir klug agieren, um unsere vier Kämpfer am Leben zu erhalten. Quelle: Electronic Arts / Lucasfilm Während der taktischen Gefechte müssen wir klug agieren, um unsere vier Kämpfer am Leben zu erhalten.

Permadeath für (fast) alle

Die Idee, dass auch alle storyrelevanten Charaktere sterben können, war dabei im Entwicklerteam nicht unumstritten. Das erklärt uns der Narrative und Cinematic Director Aaron Contreras. Für ihn war diese Entscheidung zunächst eine schwer zu schluckende Pille gewesen. Schlussendlich ist er aber froh, dass sie so getroffen wurde.

Aaron Contreras, Narrative und Cinematic Director bei Bit Reactor

"Vor etwa 13 Monaten hatte ich genau hier in diesem Raum eine Diskussion über Permadeath und habe verloren. Aber es war gut, dass ich verloren habe, denn am Ende haben wir uns nach diesem Treffen für Permadeath für diese vorgefertigten Charaktere entschieden. Und wir haben uns einfach angepasst."

Zum Glück hätte sich zu diesem Zeitpunkt die Geschichte bereits in eine Richtung entwickelt, mit der sich der neue Plan gut umsetzen ließ. Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Erzählung war schon damals Hawks, aus dessen Perspektive die Ereignisse von Zero Company erzählt werden. Deshalb ist dieser Charakter auch von dem sonst allgemeingültigen Permadeath ausgenommen.

Wie es Aaron Contreras beschreibt, wird der Rest des Teams daher bewusst ein wenig "amorph und situationsabhängig" gehalten. Schließlich muss die gesamte Geschichte des Spiels auch mit vom Spieler selbst erstellten Kämpfern funktionieren.

Aaron Contreras, Narrative und Cinematic Director bei Bit Reactor

"Denn zusätzlich zu diesen Helden, die uns am Herzen liegen, sind die benutzerdefinierten Charaktere genauso im Spiel, im Kampf und in den Dialogen vertreten. Sie haben ebenso viele Meinungen wie die vorgefertigten Charaktere, sie sind ein gleichwertiger Teil des Teams, und man könnte einfach eine ganze Truppe von ihnen oder eine ganze Zero Company von ihnen einsetzen und dasselbe erleben."

Die Jedi-Padawan Tel-Rea spielt eine wichtige Rolle, als sie erstmals in Erscheinung tritt. Danach kann sie aber genau wie alle anderen Gefährten jederzeit sterben. Quelle: Electronic Arts / Lucasfilm Die Jedi-Padawan Tel-Rea spielt eine wichtige Rolle, als sie erstmals in Erscheinung tritt. Danach kann sie aber genau wie alle anderen Gefährten jederzeit sterben.

Starker Einstiegsimpuls

Trotzdem mussten die Entwickler natürlich sicherstellen, dass die Charaktere im Spiel sich nicht anfühlen, als würden sie gar keine Rolle spielen. Der Schwerpunkt ihrer Relevanz für die Story liegt daher vor allem bei ihrer Einführung. Während unserer Anspielsession im Studio haben wir das am Beispiel von Jedi-Padawan Tel-Rea erlebt.

Als wir erstmals auf sie treffen, spielt sie eine elementare Rolle beim Fortschritt der Haupthandlung. Während dieser ersten Mission müssen wir daher auch unbedingt ihr Überleben sicherstellen. Doch danach gibt es für sie keinen Schutz mehr.

Aaron Contreras, Narrative und Cinematic Director bei Bit Reactor

"Jeder unserer vorgefertigten Helden taucht so irgendwie in der Geschichte auf und bringt etwas mit, das der Handlung Schwung verleiht. Aber sobald dieser erste Impuls vorbei ist, können sie ziemlich schnell sterben. Das passiert, und die Geschichte geht dann ohne sie weiter."

Trotzdem geht durch den Tod eines solchen Charakters durchaus etwas verloren. Wir können zwar die Hauptstory auch ohne sie weiter vorantreiben. Aber die persönlichen Geschichten der einzelnen Figuren finden dann keinen Abschluss. Die Mandalorianerin Cly schließt sich unserem Team unter anderem an, damit wir ihr bei der Aufspürung von schwer auffindbaren Zielpersonen helfen. Verlieren wir die Kämpferin im Verlauf des Spiels, bleibt dieser Story-Strang unvollendet.


Lesetipp: Hier findet ihr alle bisher erschienenen Artikel zu unserem exklusiven Studiobesuch bei Star Wars: Zero Company (jetzt kaufen 59,99 € ):

Star Wars: Zero Company wird von Bit Reactor in Kooperation mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games entwickelt. Vertrieben wird das Spiel von Electronic Arts. Erscheinen soll das Rundentaktikspiel 2026 auf PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Zur Erstellung dieses Artikels hat Publisher Electronic Arts Reise und Übernachtung zum Studiobesuch bezahlt.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SchusterJan Anwärter/in
        Ich denke, ein Permadeath-System kann die Story deutlich spannender machen, aber gleichzeitig wird es schwieriger, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen, wenn sie jederzeit sterben können. Gleichzeitig zwingt es den Spieler, Entscheidungen vorsichtiger zu treffen und mit jedem Charakter mehr mitzufühlen, was die Immersion erhöht. Wichtig ist dabei, dass die Konsequenzen eines Todes wirklich spürbar sind und sich auch auf den weiteren Verlauf der Story auswirken, anstatt nur oberflächlich zu bleiben.
      • Von SchusterJan Anwärter/in
        Ich denke, ein Permadeath-System kann die Story deutlich spannender machen, aber gleichzeitig wird es schwieriger, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen, wenn sie jederzeit sterben können. Gleichzeitig zwingt es den Spieler, Entscheidungen vorsichtiger zu treffen und mit jedem Charakter mehr mitzufühlen, was die Immersion erhöht. Wichtig ist dabei, dass die Konsequenzen eines Todes wirklich spürbar sind und sich auch auf den weiteren Verlauf der Story auswirken, anstatt nur oberflächlich zu bleiben.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Mal abgesehen davon dass auch dieser Artikel zum Spiel nichts Neues zum Spiel verrät, was nicht schon im Hauptartikel steht, denke ich schon dass ein Großteil der potentiellen Spieler das Spiel so spielen werden, dass alle Charaktere mit Hintergrundstory überleben werden - zumindest ein mal - damit man den kompletten Content erlebt. Danach ist ja sowies alles egal, wer da stirbt und wer nicht, auch wenn der ein oder andere non-generische Charakter da eine Fähigkeit hat, die ein generischer Charakter nicht hat.
        Wer nicht so viel Zeit hat wird sich dann eh am Save-Scumming bedienen. Das Einzige was so ein System besonders macht, ist wenn das Spiel einen zwingt sich zwischen zwei oder mehreren Charakteren zu entscheiden, wenn es in der Hauptgeschichte zu einer Verzweigung kommen sollte, bei dem es einen oder mehrere der Gefährten treffen muss.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von Bonkic
        wie ich inzwischen gelernt habe: permadeath ist rein optional!
        In der Hinsicht, dass es bei niedrigem Schwierigkeitsgrad nicht auftritt, wie bei XCOM auch.
        Wer das möchte, kann so spielen. Das ist dann halt nur nicht sonderlich herausfordernd.
        Alternativ wird es sicherlich auch wieder einen Ironman-Modus geben, der das genaue Gegenteil ist und zusätzlich zum Permadeath noch das Spiel auf einen harten Save beschränkt und somit Savescumming verhindert.
      • Von Bonkic Mitglied
        wie ich inzwischen gelernt habe: permadeath ist rein optional!
      • Von loco30 Anwärter/in
        Ist sicher hart. Dafür muss man überlegen, und nicht mit dem Kopf dicht durch der Wand gehen.
        Und man kann das Spiel nochmals durchspielen um die andere Geschichte auch abschliessen zu können.
        Auf jedem Fall bin ich gespannt.
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