Der Krieg unter dem Krieg - Star Wars: Zero Company mit einem neuen Blick auf die Klonkriege
Star Wars: Zero Company zeigt uns den Krieg unter dem Krieg und lässt uns dadurch mit einem neuen Blickwinkel auf die Klonkriege schauen.
Die Animationsserie Star Wars: The Clone Wars von George Lucas und Dave Filoni ist bis heute die am längsten laufende TV-Show im Star-Wars-Kosmos. Die Geschichten rund um den Krieg zwischen Republik und Separatisten gehören mittlerweile zu den beliebtesten Teilen von Star Wars. Außerdem hat die Serie bekannte Charaktere wie Obi-Wan und Anakin Skywalker mit neuer Tiefe versehen und gleichzeitig neue Fanlieblinge wie Ahsoka Tano und Captain Rex im Kanon etabliert.
In dieser bewegten Zeit für die Welt von Star Wars spielt auch die Handlung von Star Wars: Zero Company. Die Geschichte des Spiels findet genauer gesagt im Jahr 20 BBY (vor der Schlacht von Yavin) statt. Damit befinden wir uns also bereits im dritten der vier Jahre andauernden Klonkriege. Das bringt viele Möglichkeiten, aber auch einige Risiken für das Storytelling mit sich, über die wir während unseres exklusiven Studiobesuchs mit den Entwicklern gesprochen haben.
Leader, statt Solo-Held
Einer unserer Gesprächspartner ist dabei der Narrative und Cinematic Director von Bit Reactor Aaron Contreras. Der ist speziell für Zero Company in das Studio gewechselt, nachdem er zuvor bei Respawn Entertainment an den beiden Spielen der Jedi-Reihe gearbeitet hatte. Er hat also bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Star Wars und der Zusammenarbeit mit der Lucasfilm Story Group gesammelt.
Quelle: Electronic Arts / Lucasfilm
Unser Protagonist Hawks (links) ist kein übermächtiger Held, der im Alleingang die Welt rettet. Stattdessen ist er ein Leader, der sein Team durch die Wirren des Krieges führt.
Wir wollten zunächst von ihm wissen, wie sich die Art, eine Geschichte zu erzählen, in einem taktischen Strategiespiel mit jeder Menge Entscheidungen von den linearen Action-Adventures unterscheidet, an denen er bisher gearbeitet hatte. Gerade diese Unterschiede seien es gewesen, die ihn gereizt hätten, sich dem Team von Zero Company anzuschließen.
So bestanden die ersten Aufgaben des Autorenteams darin, herauszufinden, wie sie die Geschichte gestalten und in das Gerüst eines Taktikspiels einbauen. So kam es schließlich zu Hawks als zentralem Protagonisten, dessen Fähigkeiten sich vordergründig auf Führungsqualitäten konzentrieren. Er ist kein mächtiger Kämpfer, der die Welt im Alleingang rettet. Stattdessen baut er ein Team um sich auf, leitet dieses und die sich darum entwickelnde Organisation.
Der Krieg unter dem Krieg
Mit der Entscheidung für die Klonkriege als zeitlichen Rahmen für die Handlung von Zero Company, haben sich die Verantwortlichen bei Bit Reactor und Lucasfilm eine Ära herausgesucht, die durch die TV-Serie und einige weitere Begleitmedien bereits hervorragend ausgearbeitet ist. Entsprechend interessierte uns, wie herausfordernd es ist, eine neue Geschichte in diese Epoche zu integrieren.
Schließlich laufen solche Geschichten auch immer die Gefahr, dass sie sich der Frage stellen müssen, warum man vorher noch nie etwas von den darin beschriebenen Vorgängen gehört hat. Für Kelsey Sharpe von der Lucasfilm Story Group sind genau solche Herausforderungen der lohnende Aspekt ihrer Arbeit - herauszufinden, in welche Bereiche des Kanons sich noch Projekte wie Zero Company integrieren lassen. In diesem Fall dient die Clone-Wars-Serie selbst als Vorbild.
Quelle: Electronic Arts / Lucasfilm
Zero Company hat nicht direkt etwas mit den großen Schlachten zwischen Republik und Separatisten zu tun, stattdessen kämpfen hier die verschiedensten Bewohner der Galaxis aus unterschiedlichsten Gründen auf kleiner Bühne.
Die Serie skizziert also bereits eine Vorlage, wie verschiedenste Geschichten im selben Zeitraum zusammen existieren können. Da sei es also gar nicht so schwer vorstellbar, dass sich neben all dem noch mehr zugetragen habe. Die Handlung von Zero Company wirft zudem einen Blick auf einen eher kleinen Teil der Klonkriege. In der Serie seien hauptsächlich die großen Konflikte und Momente des Krieges zu sehen. Das Abenteuer von Zero Company findet da eher im Untergrund statt.
Eine coole Clone-Wars-Story
Wichtig war den Autoren am Ende, dass sich Star Wars: Zero Company gut in die bestehenden Clone-Wars-Erzählungen einfügt. Aaron Contreras hofft, dass die Spieler sich nach dem Durchspielen denken: "Wow, das war echt eine coole Clone-Wars-Story". Zusammen mit dem taktischen Gameplay sollen die Spieler es als das beste Clone-Wars-Spiel empfinden, das es bisher gegeben hat.
Kelsey Sharpe stellt die Truppe als Herzstück der Zero-Company-Erfahrung heraus. In den Verbindungen, die man zwischen den Charakteren aufbaut, liege auch eine besondere Botschaft, die das Spiel übermitteln könne.
Lesetipp: Hier findet ihr alle bisher erschienenen Artikel zu unserem exklusiven Studiobesuch bei Star Wars: Zero Company (jetzt kaufen 59,99 € ):
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Star Wars: Zero Company wird von Bit Reactor in Kooperation mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games entwickelt. Vertrieben wird das Spiel von Electronic Arts. Erscheinen soll das Rundentaktikspiel 2026 auf PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Zur Erstellung dieses Artikels hat Publisher Electronic Arts Reise und Übernachtung zum Studiobesuch bezahlt.
