Star Trek: Voyager - Elite Force im Retro-Special: Captain Janeways feuchter Shooter-Traum
Schluss mit Diplomatie und Toleranz! Star Trek: Voyager - Elite Force ließ Star-Trek-Fans selbst zum Phaser-Gewehr greifen. Es entstand ein Ego-Shooter mit damals hochmoderner Technik, an dem auch Captain Janeway Freude gehabt hätte.
Es gibt mehrere gute Gründe für einen ausführlichen Rückblick auf Star Trek: Voyager - Elite Force. Da ist nicht nur die Tatsache, dass das von Raven Software entwickelte Spiel am 15. September 2025 seinen 25. Geburtstag feiert. Es handelt sich dazu um den ersten offiziellen Ego-Shooter, der in einem Universum spielt, in dem der Griff zur Waffe zumindest bei den "Guten" doch eigentlich das letzte Mittel der Wahl darstellen sollte.
So hatte Über-Captain Jean-Luc Picard es meiner Generation von Star-Trek-Fans jeden Wochentag in Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert beigebracht. Klar, in der darauffolgenden, deutlich realistischeren Serie Deep Space Nine wurde die grundpazifistische Einstellung der Star-Trek-Helden schon öfter mal infrage gestellt. Weil die politischen Herausforderungen es schlicht nicht zuließen, stets dem strengen Starfleet-Protokoll zu folgen und auf Frieden, Freude und Eierkuchen zu setzen.
Und im weit entfernten Delta-Quadranten, in den es das Raumschiff Voyager in der gleichnamigen vierten Star-Trek-Serie unfreiwillig verschlagen hatte? Dort ging es nochmal zünftiger zu. Das lag nicht etwa daran, dass die utopische Friedensphilosophie von Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry sich dort nicht rumgesprochen hatte. Die Show richtete sich an ein jüngeres Publikum; die Paramount-Chefs legten Wert drauf, das Geschehen möglichst tempo- und actionreich zu inszenieren, um möglichst viele Fernsehzuschauer zur Flaggschiff-Show des frisch gestarteten Haus-Senders UPN zu locken.
Vom Verhandlungstisch ins Fadenkreuz: Wie das Spiel zu Star Trek passt
Obwohl also die Genetik der Serie deswegen noch am ehesten für ein reines Actionspiel zu passen schien, war mein innerer Bedenkenträger höchst alarmiert, als Activision ankündigte, mit meinem Lieblings-Franchise auf der Ego-Shooter-Welle zu reiten. Passte das zu den oft dialoglastigen, mal mehr oder weniger moralisch abwägenden Geschichten? Wären, wie bisher, Adventures und Strategiespiele nicht besser geeignet? Am Ende siegten Neugier und Lizenztreue.
Ich gehörte bestimmt zu den ersten Vorbestellern bei meinem damaligen Standard-Versender OkaySoft. Bei "Onkel Herbert", wie wir dessen Inhaber Herbert Wirnshofer liebevoll nannten, lernte ich auch die richtige Aussprache des Titels. Nämlich mit stummen Abschluss-E. Nicht "Eli-te Force" und schon gar nicht "Ii-leit Force", wie ich es damals nannte.
Neben Echtzeit-Strategiespielen waren Ego-Shooter im Jahr 2000 das Maß aller Dinge, wenn man einen halbwegs modernen PC besaß. Erst zwei Jahre zuvor hatte Valve mit Half-Life und den Abenteuern eines gewissen Gordon Freeman gezeigt, wie das Genre atmosphärisch dicht und immersiv Geschichten erzählen kann. 1999 setzte id Software mit Quake III Arena Maßstäbe im Multiplayer-Bereich. Auf dessen potenter idTech-Engine 3 setzt das von Raven Software entwickelte Elite Force auf, zu erkennen schon am blauen Konsolenfenster, das sich direkt nach Spielstart öffnet.
Raven hatte mit Heretic und Hexen bereits Erfahrung mit dem von Technik-Guru John Carmack entwickelten Grafikmotor gesammelt. Man war also bestens vorbereitet darauf, seine Vorstellungen in ein technisch sauberes Spielerlebnis zu übersetzen. Die Entwickler sind auch heute noch aktiv und bilden zusammen mit Treyarch die Haus-und-Hof-Studios für die Call-of-Duty-Reihe.
Das Hazard-Team im Delta-Quadranten: Ausgangslage und Einordnung in die Serie
Elite Force spielt laut Sternzeit in der sechsten Staffel der TV-Vorlage, die 1999 und 2000 über die US-Bildschirme flimmerte. Man konnte in der Gestaltung also auf einen breiten Fundus an Charakteren und Aliens zurückgreifen, welche der Voyager-Crew auf ihrer ausweglos scheinenden Reise aus dem fernen Delta-Quadranten zurück zur Erde bereits über den Weg gelaufen waren. Dem Vulkanier Tuvok, Sicherheitschef der Voyager, waren die ständigen Angriffe auf das Schiff in den letzten Jahren offenbar zu bunt geworden.
- Seite 1 Captain Janeways feuchter Shooter-Traum
- Seite 2 Handlung und zeitliche Einordnung in die Serie
- Seite 3 An Bord der Voyager, Szenario und Missionen
- Seite 4 Gegnerdesign & Bosskämpfe, schwere Entscheidungen mit Auswirkungen auf die Geschichte
- Seite 5 Gameplay und Waffen, Grafik, Sound und Synchro
- Seite 6 Multiplayer-Modus, Fazit

Elite Force sieht so viel besser aus, als die Matschepampe im Video der PCG - ohje :B bitte nochmal :P
Mag beide die einzigen ballerspiele wo ich hab, aber ist Startrek. 🥰🥰
Und der einzige Grund wiso ich Windows 11 Enterprise hab. 😂😂😂
Alles ok, wir haben uns schon gefunden, auch ohne Discord und so neumodischen Kram ... ;)
Leider gibt es wenig bis keine gute Star Trek Spiele, also für mich. Aber Elite Force war der Hammer.
Könnte ich glatt wieder mal spielen.