Zukunft nach Star Trek-Art: Die schreckliche, neue Entertainment-Welt des Captain Picard

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Special Sebastian Göttling - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Zukunft nach Star Trek-Art: Die schreckliche, neue Entertainment-Welt des Captain Picard
Quelle: Paramount

In Teil zwei unseres Specials zur Zukunftstechnologie in Star Trek nehmen wir euch mit auf eine Reise zu Klappkommunikatoren und Co.!

Dabei ist das Holodeck für Picard und Co. noch eine brandneue Angelegenheit. Als Commander Riker im Pilotfilm an Bord kommt, zunächst den Androiden Data sucht und vom Bordcomputer in Richtung Holodeck geschickt wird, drückt alles an ihm aus, dass er eine solche Technologie noch nie vorher gesehen hat und sie erstmalig auf diesem stolzen Raumschiff der Galaxy-Klasse verfügbar ist.

Schnell fährt Riker über die Lippen, dass er seinen Augen kaum zu trauen vermag, weil ihm die virtuelle Umgebung dermaßen real erscheint. Was haben denn die Menschen in ihrer Freizeit angestellt in den Jahrzehnten, als der Film bereits abgeschafft, das Holodeck aber noch nicht erfunden war? Nur Lesen, Sex und unter die Decke Starren? Die Utopie Star Treks ist eine Entertainment-Dystopie.

Wobei sich Star Trek natürlich wieder einmal aufs Herrlichste selbst widerspricht. In der Voyager-Episode Once Upon a Time (Es war einmal) sehen wir die holografischen Abenteuer des blauen Fabelwesens Flotter T. Water III. - ein Programm für Vorschulkinder, die heutzutage vielleicht Sesamstraße oder Die Sendung mit der Maus schauen würden -, in welchem der Umgang mit Elementen wie Feuer oder Wasser spielerisch erlernt werden kann.

Auch Harry Kim und seine Kollegin Samantha Wildman wollen als kleine Kinder bereits diese Abenteuer im Holodeck erlebt haben. Zudem suggeriert die Episode, dass Harry und Samantha keine Einzelfälle sind; dass Holo-Spaß mit Flotter so ubiquitär ist wie heutzutage Paw Patrol oder Bob der Baumeister.

Doch im Jahr 2364, als Will Riker von der Enterprise-D erstmalig über die völlig neuartigen und extrem seltenen Holodecks staunt, war Harry bereits fünfzehn Jahre alt. Seit wann gibt es diese Technologie denn nun und wie weitverbreitet und erschwinglich ist sie wirklich?

Gaming gibt es fast nur in der Arcade - zum Beispiel Dom-Jot. Quelle: Paramount Gaming gibt es fast nur in der Arcade - zum Beispiel Dom-Jot. Nutzen sie alle Kinder, oder ist sie ausschließlich hochrangigen Sternenflotten-Offizieren und steinreichen Aliens vorbehalten? Hat Harry in seiner Pubertät etwa noch Medien für Kleinkinder konsumiert? Star Trek kann sich, wie so oft, nicht entscheiden.

Wenn man auf dem Holodeck Geheimagent oder Sherlock Holmes spielt, dann gleicht das in etwa einem Quicktime-Event-Spiel. Wenn Worf mal wieder den gelben Schleim-Skeletor vertrimmt, sehen wir echten Kampfsport. Andere Modi werden kaum bedient. Doch am Schluss dieses Artikels, liebe Leserinnen und Leser der PC Games, kann die Frage nicht fehlen, wie es denn generell um das Gaming in der Zukunft bestellt ist.

Zu Kirks Zeiten gab es das dreidimensionale Schach oder im dritten Kinofilm eine spielhallenähnliche Spelunke, in der man an einer Art Airhockey-Tisch mit Laser-Darstellungen antiker Doppeldecker-Flugzeuge gegeneinander antreten konnte.

Dann ist da noch das Spiel Dom-Jot, welches wir ein Jahrhundert später erstmalig sehen, das wird auch in der Spielhalle gespielt und wirkt wie eine Mischung aus Flipper und Pool. Erlebt die Arcade in der Zukunft eine wundersame Renaissance?

Unvergessen auch das nur schwer verständliche Spiel Strategema aus der Next-Generation-Episode Peak Performance (Galavorstellung), bei dem sich zwei Kontrahenten kabelgebundene Hütchen über alle zehn Finger stülpen und damit wild gestikulieren, in dem Versuch, ein zwischen ihnen schwebendes Hologramm in der dem jeweiligen Spieler zugeteilten Farbe gleichmäßig einzufärben.

Viel erlesener als E-Sports scheint das zu sein, denn genau wie beim Schach gibt es auch bei Strategema taktische Großmeister, hier den Zakdorn Sirna Kolrami.

In der Episode The Game (Gefährliche Spielsucht) gibt es dann eine doch allzu konservative Sicht auf das Gaming. Eine fiese Alien-Spezies schafft es beinahe, die gesamte Enterprise-D unter ihre Kontrolle zu bringen, indem sie ihr Virtual-Reality-Brillen verpasst, auf denen ein sehr rudimentäres und mit schlechter CGI dargestelltes Spiel abläuft, in welchem man Diskusscheiben per Gedankenkraft in trichterähnlichen Gebilden versenken muss.

Wann immer das gelingt, verfällt der jeweilige Spielende in einen Orgasmus-ähnlichen Zustand; am Ende sitzt beinahe die gesamte Besatzung apathisch und lustvoll stöhnend in der Ecke, bis der resistente Teenager Wesley den Tag rettet. Der Spaß am Spiel wird als hedonistische Verrohung inszeniert, die zwingend im Untergang mündet.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AlBundyFan Hobby-Spieler/in
        Ich glaube das Hauptproblem ist, dass soviele verschiedene Authoren an verschiedenen Folgen gearbeitet haben - und (auch bei anderen Serien) ist es so, dass die sich widersprechende Dinge einbauen, weil sie nicht auf alle Einfälle der anderen Authoren in anderen Folgen Rücksicht nehmen.
        mMn sollte es Pflicht sein, dass man zumindest alle Folgen derselben Serie gesehen haben muss bevor man selbst Regie führt.

        Da gibt es aber noch viel mehr Widersprüche in anderen Serien .....z.B. bei King of Queens gibt es eine Folge, wo Spence+Deacon in ihrer alten Schule sind zu einem Klassentreffen - gemeinsam.
        Obwohl Doug aus einem anderen Bundesstatt erst hingezogen ist und die beiden als Erwachsene kennengelernt hat.
      • Von AlBundyFan Hobby-Spieler/in
        Ich glaube das Hauptproblem ist, dass soviele verschiedene Authoren an verschiedenen Folgen gearbeitet haben - und (auch bei anderen Serien) ist es so, dass die sich widersprechende Dinge einbauen, weil sie nicht auf alle Einfälle der anderen Authoren in anderen Folgen Rücksicht nehmen.
        mMn sollte es Pflicht sein, dass man zumindest alle Folgen derselben Serie gesehen haben muss bevor man selbst Regie führt.

        Da gibt es aber noch viel mehr Widersprüche in anderen Serien .....z.B. bei King of Queens gibt es eine Folge, wo Spence+Deacon in ihrer alten Schule sind zu einem Klassentreffen - gemeinsam.
        Obwohl Doug aus einem anderen Bundesstatt erst hingezogen ist und die beiden als Erwachsene kennengelernt hat.
      • Von aragon2000 Spiele-Novize/Novizin
        Man sollte bedenken das die erste Folge von Star Trek Next Generation 1987 entstanden ist. Erdacht wurde sie ja schon Jahre zuvor.

        Der Commodore 64 kam 1984 raus, das damals gängige Spiele System. Aber der war weit entfernt davon ein Gerät für die "breite" Masse zu sein wie es heutige Spiele Konsolen und PCs sind, wo auch viele ältere damit spielen. Die über 20 Jährigen hatten damals so gut wie kein Interesse an diesem Kinderspielzeug.

        TV Serien waren damals sehr rar. Meist gab es aktuell eine Serie wie z.B. Dallas und davon hat man eine Folge gesehen. Und man mußte exakt zu dem Moment den TV einschalten, sonst war die Serie vorbei :) Zu der Zeit haben sich mehr Menschen ihre Abende mit anderen Dingen vertrieben. Karten und Brettspiele, Lesen etc. Binge Watching auf Netflix gabs ganz einfach nicht.

        Somit wirkt es nicht mehr so absurd das "alte" Säcke wie Riker oder Picard über das Holodeck erstaunt waren. Evtl. wußten sie schon das es sowas irgendwo mal gab, aber haben sich für dieses "Spielzeug" kaum interessiert so wenig wie Erwachsene 1984 für den C64. Das manche der Voyager Crew das Holodeck schon lange kannten ist auch kein Thema. Gab ja vor dem C64 auch schon den Atari VCS 2600 für die Nerd Kinder reicher Eltern :)

        Und abgesehen davon wäre es damals von den Special FX teuer gewesen wäre in den Kommunikatoren oder Crew Kabinen ein halbwegs modern wirkendes evtl. flaches Display zu sehen. Die TVs von 1987 waren gigantische Monstrositäten mit winzigem Bildschirmen.

        Also hat man etwas gesucht das futuristisch wirkte aber vor allem günstig zu machen war. Ging ja bei Star Trek immer darum das alles günstig sein mußte. Deswegen gibts auch keine ganz anders aussehenden Aliens sondern sind alles nur leicht veränderte Menschen.

        Mein viel größeres Logik Problem mit dem Holodeck ist eher das es möglich ist das in diesem kleinen Raum wo alle sein müßten, zumindest wird das nie anders erklärt. auch 2 Menschen sein können die km voneinander entfernt sind.

        In Folge 1 berührt Data einmal die "Wand des Holodecks die nur ein Bildschirm ist. Spielt aber danach nie mehr eine Rolle. Das Holodeck kann beliebig groß sein und beliebig viele Menschen können in einem sein. Vielleicht kann das Holodeck ja innen größer werden als außen, sozusagen Doctor Who Technik, das haben die uns nur noch nicht gesagt :)

        Wenn es aber so ist kann ein Holodeck an sich auch von 500 Crew Mitgliedern gleichzeitig genutzt werden. Man kann auch einfach einen Raum darin erschaffen wo nur eine Videospiele Konsole ist und sonst nichts.

        Ich kann Barcley gut verstehen. Gäbe es dieses Holodeck wäre ich den Rest meines Lebens irgendwie nur noch dort und nirgendwo sonst mehr, lol.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Diese Themen wissenschaftlich aufzuarbeiten macht an vielen Stellen wenig Sinn. Autoren tendieren dazu bestimmte Sachverhalte, die sich mit dem heutigen Verständnis von Technologie nicht erklären lassen mit Magie oder futuristischer Technologie zu erklären. Würde es erklärbar sein, würde es ja sonst bereits im Jetzt existieren und nicht in der Zukunft. Im Fall von Star Wars fragt ja auch keiner danach mit welchen Antrieb der Todesstern denn jetzt ausgestattet ist oder z.B. ob der AT-AT gemessen an den wissenschaftlichen Errungenschaften dieser Zeit nicht ungewöhnlich altmodisch und unflexibel konstruiert ist. Nicht hinter jeder Darstellung steckt auch eine Überlegung.
      • Von Speclab Anfänger/in
        Merkwürdige Kritik. Es ist zwar alles gut begründet, aber für mich größtenteils nicht nachvollziehbar.
        Beispiel, Totalüberwachung beim Aufspüren von Spock: Es ging doch sicherlich im Film nicht darum, den zeitgemäßen technischen Stand und Umfang von Überwachung darzustellen, sondern dem Zuschauer ein interessantes Erlebnis für Rückblenden zu liefern.

        Bei einigen angesprochenen Punkten kann ich nicht nachvollziehen, wo das Problem sein soll. Warum ist es kritikwürdig, wie der Kommunikator benutzt wird und welche Funktionen er hat?
        Bezüglich Rikers Erstaunen über das Holodeck: Hier wollte man das Holodeck dem Zuschauer gegenüber als tolle, bahnbrechende Errungenschaft darstellen und hat dies über den Charakter Riker transportiert.

        Einerseits finde ich es wirklich gut und interessant, mal die Details einer Serie auseinander zu nehmen und in Erbsenzählerei zu verfallen. Aber diesen negativen Grundklang des Beitrags kann ich so nicht teilen.

        Es muss für meine Begriffe eine nachvollziehbare, schlüssige Welt und ebensolche Charaktere vorhanden sein und in diesem Rahmen werden dann Geschichten erzählt, die ebenfalls nachvollziehbar und schlüssig sind. Genau das hat Star Trek aus meiner Sicht gut umgesetzt. Also: Live long and prosper ;-)
      • Von Canute00 NPC
        Zitat

        Im 23. Jahrhundert also ein Telefon, das nur telefonieren kann - die heutzutage von vielen Menschen am wenigsten genutzte Funktion.
        Es ist ja immerhin ein "Diensthandy", und ich möchte mal sehen wie leute in einer fremden Region mit ihrem Smartphone herumtelefonieren.
        Der Vorteil von diesen "Nur telefonieren" Kommunikatoren ist, das die Reichweite sehr groß ist, und somit in den meisten fällen keine Relays (Sendemasten) braucht. Nicht zu vergessen überlichtschnell (subraum).

        Auch das Tricoder, kein Social media und Co hat, ist aus der Sicht des Arbeitsgeber eher positiv, und somit keine ablenkung.

        Waffen und Smartlock.
        Das mag für manche Situationen praktisch sein, kann aber im Gefahrenfall eher hinderlich sein. Wenn man z.b. einem verletzten verteidigen will und dessen waffe benutzen möchte.
        Auch sind Handwaffen überall auf dem Schiff verteilt, frei für alle zum benutzen in einem Notfall. Da die Handwaffen ja in erster linie Werkzeuge sind die man auch als Waffen benutzen kann.

        Ich glaube nicht das der Universal übersetzer im Kommunikator sitzt, denn wie sollten dann all die zivilen leute auf Raumstationen miteinander reden (DS9), auch gab es mal eine DS9 folge mit der Vergangenheit wo die Ferenghi ein Ohrenimplantat dafür hatten.

        Tja das es soviele Ungereimtheiten in einer Serie gibt, liegt wohl daran das es viele Authoren gibt die darauf keinen Wert legen, bzw. Regieseure diese Ignorieren um Ihre Dramatic zubekommen (J.J.Abrahms).
        Aber das kommt doch in allen Serien (egal ob Roman oder TV) vor, das viele Authoren keine Ahnung von der Serien-Technologie haben.
      Direkt zum Diskussionsende
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