Silent Hill f Preview: Purer Horror aus und in Japan
Mit Silent Hill f will Konami die Horror-Reihe neu erfinden, aber trotzdem bei den alten Prinzipien des Horrors bleiben. Wir haben Konami in Japan besucht und für euch getestet, ob das neue Prinzip aufgeht!
Mit Silent Hill f bekommen wir endlich einen völlig neuen Teil der Horror-Reihe zu Gesicht. Dieses Mal haben sich die Entwickler bei Konami jedoch vorgenommen, von der bekannten Formel abzuweichen, die japanischen und westlichen Horror vereint.Im neuen Silent Hill soll es pur japanischen, psychologischen Horror geben, weswegen das Spiel auch in einem kleinen Dorf in Japan um die 1960er-Jahre herum spielt.
Aber nicht nur das Setting ändert sich, sondern auch andere Aspekte des Spiels, wie beispielsweise das komplette Kampfsystem. Die Entwickler gaben im Interview preis, dass sie sich sehr darüber im Klaren sind, dass Silent Hill f (jetzt kaufen 64,70 € / 31,79 € ) anders ist, dies aber auch eine aktive Entscheidung war. Ihrer Auffassung nach wurden die Grundprinzipien des Horrors von Silent Hill aber auch in den neuen Titel übertragen. Ob das wirklich der Fall ist, haben wir in Japan bei Konami fünf Stunden lang herausfinden dürfen!
Hinako!
Zu Beginn des Spiels finden wir uns im Haus unserer Protagonistin Hinako wieder. Ihre Eltern streiten sich, weil Hinako nicht so eine erfolgreiche Schulkarriere hinlegt, wie es ihre Schwester vor ihr getan hat. Dabei können wir schon sehen, dass Hinakos Vater ein Bier trinkt und das wahrscheinlich auch keine Seltenheit ist.
Das wird durch mehrere Bierdosen bestätigt, die wir erblicken, als Hinako traurig und wütend aus dem Haus flüchtet, um ihre Freunde zu treffen. Ihre Emotionen müssen dabei nicht einmal erläutert werden, weil die Gesichter so gut animiert sind, dass wir die Gefühle wie bei einem echten Menschen ablesen können.
Auf dem Weg zu Hinakos Freunden fallen uns schon ein paar merkwürdige Dinge auf, sofern wir die Notizen lesen, die so herumliegen. Anscheinend gibt es in dem Dorf Chizuruya einige Krankheitsfälle, die sich auf natürliche Art nicht erklären lassen.
Einige Bewohner gehen davon aus, das hängt mit einem kürzlich explodierten Geysir in der Nähe zusammen, während andere vermuten, es läge an Füchsen, die Krankheiten aus dem Wald in das Dorf bringen. Eine Gruppe Mönche scheint wiederum zu glauben, es sei ein Fluch des Gottes Inari-sama, der ebenfalls gerne einmal mit Füchsen dargestellt wird.
Wir können also nur mutmaßen, was in dem Dorf eigentlich los ist. Die Geschichten um die Krankheit geraten aber recht schnell in Vergessenheit, weil Hinako auf dem Weg zu ihren Freunden schon merkt: Irgendwie sind keine weiteren Bewohner hier. Die einzigen, die sie trifft, sind ihre Freunde Sakuko, Shu und Rinko. Die scheinen sich wohl wie immer zu verhalten, jedenfalls redet Hinako recht normal mit ihrer Clique.
Dabei können wir auch schon den ein oder anderen Hinweis auf die Dynamiken in der Gruppe aufschnappen. Beispielsweise wird unsere Heldin nicht so ganz als Mädchen wahrgenommen, sie ist die Kindheitsfreundin von Shu und hat die meiste Zeit wohl auch mit dem Jungen verbracht. Sakuko scheint besonders interessiert an deren Hintergrundgeschichte zu sein, die beiden versuchen das Thema aber offensichtlich zu vermeiden.
Nach kurzer Zeit nähern sich aber auch schon unheilvolle, rote Blumen, die die gesamte Stadt zu übernehmen scheinen und auch nach den verschiedenen Charakteren greifen und sie wegziehen wollen. Also nimmt Hinako ihre Beine in die Hand und rennt los.
Renn!
Hier fängt es schon an: das Rennen. Logischerweise möchte Hinako nicht von den Ranken gefasst werden, also rennen wir durch die engen und verwinkelten Straßen des Dorfes vor der Gefahr weg. Wenn wir die Kamera dabei drehen oder Hinako einen Schulterblick wagt, können wir sogar anhand ihres Gesichts sehen, mit wie viel Angst Hinako flieht.
Quelle: Konami
Manchmal sehen Spielsequenzen aus wie Zwischensequenzen!
Dabei merken wir schon, dass sich das Dorf anfühlt wie ein Labyrinth. Trotz hilfreicher Karte finden wir uns immer wieder in Sackgassen wieder und wissen nicht genau, wo wir hinmüssen. Das liegt nicht zuletzt an den unheilvollen, roten Blumen, die uns gerne einmal den Weg abschneiden.
Zusätzlich zu dieser Bedrohung lauern auch noch überall widerliche Puppen, die zwar menschenähnlich wirken, aber so aussehen, als hätte man die Gesichter und Gliedmaßen von Menschen auseinandergeschnitten und wieder zusammengenäht. Dazu sind ihre Bewegungen abgehackt und auch wie sie sich allgemein bewegen, ist alles andere als menschlich.
Anfangs ist hier auch die einzige Option wegzurennen. Nach Kurzem finden wir uns aber in einer Situation, in der wir nicht mehr wegrennen können, also schnappt sich Hinako schnell eine Rohrstange und wir müssen eine der Puppen so lange niederknüppeln, bis sie nicht mehr aufsteht und sich auflöst.

Abseits davon - wahrscheinlich ist das Spiel keine 80 Euro wert - eher 50-60, weswegen es schon überragend durch die Decke gehen müsste, damit ich es zu Release kaufe. Aber ich mag das Setting und die Atmosphäre und denke dass es spätestens beim ersten größeren Rabatt in meiner Bibliothek landen wird.
Nach der Kleidung wurde im Interview sogar gefragt, deswegen kann ich dir da eine halb-befriedigende Antwort geben. Das Zerstören der Kleidung wird durch verschiedene Story-Sequenzen begründet und dass es immer weniger werden, soll laut Entwicklern eine tiefere Bedeutung haben. Diese wollten sie uns aber noch nicht verraten. Also wie immer im Laufe dieses Spiels bisher: hinterfragen und interpretieren! :D
Ich habe selbst ein paar Vermutungen, die werden aber vielleicht irgendwann noch inner Review geäußert ;D
Abseits davon - wahrscheinlich ist das Spiel keine 80 Euro wert - eher 50-60, weswegen es schon überragend durch die Decke gehen müsste, damit ich es zu Release kaufe. Aber ich mag das Setting und die Atmosphäre und denke dass es spätestens beim ersten größeren Rabatt in meiner Bibliothek landen wird.
Ich konnte nie was mit Resi anfangen und war seit dem Anfangszeiten auf der Silent Hill-Schiene.
Der psychologische Horror passte mir da einfach besser.