Neue Synchro, mehr Style und modernes Kampfsystem: Das steckt in Persona 4 Revival
In einem knapp 20-minütigen Deep Dive wurden die Neuerungen von Persona 4 Revival ausführlich vorgestellt. Neue Synchro, frischer Look und moderne Features: Das sind die wichtigsten Änderungen.
Persona-Fans haben nach langer Funkstille endlich Grund zur Freude: Neben der offiziellen Enthüllung von Persona 6 gab es auch endlich Neuigkeiten zu Persona 4 Revival, zu dem bis dahin nur ein kurzer Teaser gezeigt worden war. Mit dem Release am 18. Februar 2027 steht das Remake zwar noch nicht ganz in den Startlöchern, nimmt aber langsam deutlich an Fahrt auf.
In einem knapp 20-minütigen Video gab es nun einen ausführlichen Blick auf das Spiel mit besonderem Fokus auf Handlung, Charaktere, Kampfsystem, Synchro und Soundtrack. Wir haben uns ins Fernsehprogramm von Persona 4 Revival (jetzt kaufen 69,99 € ) gestürzt und die wichtigsten Infos für euch zusammengestellt.
Persona 4 Revival: Überblick über Setting und Handlung
Die gute Nachricht vorweg: Ihr müsst die anderen Persona-Spiele nicht kennen, um euch im Remake vom vierten Teil zurechtzufinden. Die Spiele erzählen unabhängige Geschichten und ähneln sich bloß stark in Hinblick auf Konzept und Stil. Es ist also egal, ob ihr das Original kennt, noch keines der Werke gezockt habt oder absolute Persona-Profis seid.
Eine Sache wurde im Video mehrfach klargemacht: Die Entwickler haben das Ziel, den Kern des Originals beizubehalten und dennoch ein modernes Persona-Spiel daraus zu machen. Dementsprechend erinnert vieles, was wir sehen, auch an das, was wir aus Persona 5 kennen - ähnlich wie bei Persona 3 Reload, das vor zwei Jahren erschienen ist.
Deshalb ist das Setting beziehungsweise die Handlung auch bereits bekannt: Als Protagonist werdet ihr in eine ländlich gelegene Stadt geschickt und sollt dort bei eurem Onkel leben. Während ihr damit beschäftigt seid, euren Alltag als Oberschüler zu meistern, hört ihr Gerüchte über ein mysteriöses Phänomen, das Midnight Channel genannt wird.
Angeblich soll man seinen Seelenverwandten sehen können, wenn man in einer regnerischen Nacht in den abgeschalteten Fernseher schaut. Und es wäre natürlich kein Persona, wenn an diesem Mysterium nichts dran wäre. Durch das TV-Gerät wird der Protagonist in eine alternative Welt gezogen - das könnt ihr euch so ähnlich vorstellen wie das Metaverse aus Persona 5.
Quelle: Sega
Um Mitternacht den Fernseher einschalten und seinen Seelenverwandten darin sehen? In der Stadt kursieren seltsame Gerüchte.
Ihr lebt also ein ganz ungewöhnliches Doppelleben: In der echten Welt seid ihr ein Jugendlicher, der zur Schule geht und eben einfach ein typischer Teenager ist. Ihr lernt neue Leute kennen und vertieft eure Bindungen zu ihnen, verbessert eure Social Skills und genießt tiefgehende Dialoge, die typisch für die Reihe sind.
Die andere Welt und Neuerungen beim Kampfsystem
Doch um die ungeklärten Mordfälle in der Gegend aufzuklären, von denen ihr in eurer neuen Heimat erfahrt, kämpft ihr euch dank des Midnight Channels durch die andere Welt. Das erledigt ihr natürlich mit eurer Persona, wobei der Protagonist wie üblich mehrere davon beschwören kann. Eure Gegner sind ebenfalls wieder Schatten, denen ihr in rundenbasierten Kämpfen den Garaus machen müsst.
Im Vergleich zum Original gibt es dabei allerdings ein paar Updates, die uns äußerst willkommen sind. Zum Beispiel könnt ihr den Schatten in der anderen Welt einen Hieb verpassen, bevor der Kampf startet, um euch den Erstschlag zu sichern - aber Achtung, das können sie umgekehrt auch machen. Allerdings könnt ihr euch sogar dagegen wehren, um doch noch als Erstes angreifen zu dürfen oder euch aus dem Staub zu machen.
Außerdem feiert der Baton Pass nun Einzug ins Kampfsystem, dank dem ihr nach dem Erwischen einer Schwachstelle oder einem kritischen Treffer den Staffelstab an ein Teammitglied weitergebt und den Gegnern einen Folgeangriff reindrückt, bevor sie sich wehren können. Dazu kommt die Möglichkeit, einen Schatten in die anderen reinzuwerfen. Dadurch erleiden sie nicht nur Schaden, sondern übernehmen auch eventuelle Statusveränderungen von dem Feind, den ihr in sie reingeschmettert habt.
Besonders spannend ist aber, passend zum TV-Thema vom Spiel, die Prime Time. Sobald ihr die entsprechende Leiste gefüllt habt, könnt ihr sie aktivieren und die Gegner gnadenlos angreifen. Die sind in dem Zeitraum nämlich nicht nur wehrlos, es fallen auch jegliche Kosten für eure Skills weg. Das Geprügel könnt ihr dann ohne Rücksicht auf Verluste noch mit einem Finale abschließen, um besonders viel Schaden auszuteilen.
Auf dieses Konzept sind wir besonders neugierig, schließlich können sich rundenbasierte Kämpfe gerne mal in die Länge ziehen. Durch solche Features kommt mehr Schwung in die Bude und die Gefechte dürften sich dadurch trotz der taktischen Struktur deutlich dynamischer anfühlen.
Stylisher Look, neue Synchro und frische Klänge
Aber nicht nur an den Kämpfen wurde geschraubt. Die Persona-Reihe ist vor allem dafür bekannt, von oben bis unten durchgestylt zu sein. Persona 5 setzte die Messlatte dafür deutlich nach oben und Persona 4 Revival zieht nun nach. Auf den ohnehin schon poppigen und grellen Look wurde noch mal eine Schippe draufgelegt und die Style-Regler hochgedreht. Das betrifft vor allem die Menüs, aber natürlich auch die Charaktere und die Welt an sich.
Quelle: Sega
Grell, flippig und gewohnt stylish: Persona 4 Revival bekommt das volle Programm bei der Neuauflage.
Außerdem wurde das Remake komplett neu synchronisiert, selbst keine Events sollen vollständig vertont sein. Die Synchros der Persona-Reihe sind neben Japanisch zwar nur auf Englisch verfügbar, dafür machen die Sprecher immer einen herausragenden Job. Auch bei der Neuauflage des vierten Teils wirkt die Vertonung bisher sehr vielversprechend.
Und wenn das schon Musik in euren Ohren ist, haben wir noch eine weitere gute Nachricht: Der Soundtrack wurde ebenfalls überarbeitet und sogar um einige neue Stücke ergänzt. Unter anderem werdet ihr ganz neue Klänge beim Opening Theme und der Kampfmusik hören. Laut dem Producer des Persona-Teams, der sich am Ende des Videos selbst an die Zuschauer wendet, soll der Soundtrack so noch besser zu dem überarbeiteten, flippigen Stil passen.
Remakes der Persona-Reihe: Das Erbe von Persona 5?
Dass Atlus viel Herzblut in ein Remake stecken kann, haben wir schon bei Persona 3 Reload gesehen. Aufgrund des stolzen Alters der Spiele können sie die Generalüberholung allemal gebrauchen. Persona 4 Revival scheint nach allem, was wir bis jetzt wissen, dennoch weiterhin den Charme und den Kern des Originals zu besitzen. Das ist ja schließlich auch die große Priorität des Entwicklerteams.
Eine Sache fällt uns hier genau wie bei der Neuauflage des dritten Teils aber schon auf: Vieles wird an die modernen Standards von Persona 5 angepasst, vor allem bezüglich des Stils. Jeder Teil hat sein eigenes Farbschema und übergeordnetes Konzept, wenn es darum geht, den alternativen Welten einen Besuch abzustatten. Dennoch sehen sich die Neuauflagen und der fünfte Teil dadurch relativ ähnlich.
Für die Zukunft würden wir uns etwas mehr Mut wünschen, wie Atlus ihn auch bei Metaphor: ReFantazio bewiesen hat. Der besondere Look des Studios ist auch hier deutlich erkennbar, wirkt aber ein wenig origineller. Aber bei Persona 4 Revival haben wir es schließlich auch mit einem Remake zu tun und nicht mit einem ganz neuen Werk. Da können wir nachvollziehen, dass man sich an das Original halten und bei Veränderungen eher nach dem aktuellsten Teil der Persona-Reihe richten wollte.
Wir sind jedenfalls sehr gespannt darauf, wie Persona 6 aussehen wird. Doch da müssen wir uns vermutlich noch länger gedulden, schließlich gab es zur offiziellen Ankündigung gerade mal einen kurzen Teaser ohne einen Releasezeitraum oder Gameplay-Ausschnitte. Bis dahin versüßt uns hoffentlich Persona 4 Revival die Wartezeit.
Freut ihr euch auf das Remake oder wartet ihr lieber auf den sechsten Teil? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
