SWTOR: Darum lässt mich dieses Star-Wars-MMO einfach nicht los
Nur mal kurz reinschauen? Bei Star Wars: The Old Republic ist das leichter gesagt als getan. Denn kaum bin ich wieder in meiner eigenen kleinen Star-Wars-Geschichte angekommen, merke ich, warum mich dieses MMO auch nach all den Jahren nicht loslässt.
Eigentlich wollte ich nur mal wieder kurz reinschauen. Das ist bei Star Wars: The Old Republic wahrscheinlich einer der gefährlichsten Sätze, die man sagen kann. Fix einloggen, schauen, was aus dem eigenen Helden geworden ist, das finale Kapitel von Legacy of the Sith spielen und dann wieder raus.
Vielleicht noch schnell das Inventar aufräumen, kurz mit meinen Lieblingsgefährten quatschen, einmal nostalgisch über die Flotte laufen. Mehr sollte es gar nicht werden. Natürlich hat das nicht funktioniert.
Plötzlich bin ich wieder mittendrin
Stattdessen war ich nach kurzer Zeit wieder mittendrin. Nicht nur in einer Questreihe, sondern in dieser ganz eigenen Star-Wars-Blase, die SWTOR (jetzt kaufen ) auch so viele Jahre nach Release noch erschaffen kann. Plötzlich stehen wieder Entscheidungen an. Plötzlich überlege ich, wie meine Imperiale Agentin das nächste Problem lösen würde. Plötzlich klicke ich nicht einfach nur durch Dialoge, sondern höre zu, wäge ab, denke über alte Verbündete und frühere Konsequenzen nach. Und genau dann merke ich wieder, warum mich dieses Spiel nie wirklich losgelassen hat.
Quelle: Broadsword
Mit dem Finale der Story von Legacy of the Sith gibt es einen richtig schönen Anlass, wieder in SWTOR vorbeizuschauen.
SWTOR ist für mich eines dieser Spiele, zu denen man nicht unbedingt dauerhaft zurückkehrt, aber immer wieder. Es ist kein MMO, bei dem ich mich jeden Tag einlogge, meine Routine abarbeite und anschließend brav auf den nächsten Patch warte. Zumindest spiele ich es nicht so. Für mich ist es eher ein gigantisches Star-Wars-Rollenspiel, das über die Jahre immer weitergewachsen ist. Ein Spiel, in das man nach Monaten oder sogar Jahren zurückkehren kann und das einen trotzdem erstaunlich schnell wieder einfängt.
Das Herz von SWTOR schlägt in der Story
Der wichtigste Grund dafür ist die Story. Ja, SWTOR ist ein Online-Rollenspiel. Ja, es hat Flashpoints, Daily-Gebiete, Events und all die Dinge, die man von einem klassischen MMO erwartet. Aber so richtig packt mich SWTOR an anderen Stellen: in den Dialogen, in den Klassenkampagnen und in den Momenten, in denen ich entscheiden muss, was für ein Mensch mein Held eigentlich sein soll. Dadurch ist er für mich nicht einfach nur irgendeine Spielfigur mit Lichtschwert oder Blaster, sondern jemand mit Ecken, Kanten und einer eigenen Geschichte.
Das klingt vielleicht selbstverständlich, ist es aber nicht. Viele MMOs lassen mich eine Rolle spielen, aber nur wenige geben mir wirklich das Gefühl, dass diese Rolle Bedeutung hat. In SWTOR entsteht dieser Eindruck schon dadurch, dass Entscheidungen regelmäßig in Dialogen getroffen werden und die eigene Figur eine Stimme hat. Ich spiele nicht nur einen Jedi-Ritter, einen Sith-Inquisitor, eine Agentin oder einen Kopfgeldjäger. Ich spiele meine Version davon. Einen Helden, der manchmal idealistisch ist, manchmal pragmatisch und manchmal sogar richtig fies.
Quelle: Broadsword
Je länger ich spiele, desto mehr wird aus meiner Figur nicht nur ein Held auf dem Bildschirm, sondern jemand mit Ecken, Kanten und einer eigenen Geschichte.
Meine Heldin ist mehr als nur eine Spielfigur
Gerade das macht den Reiz von Star Wars: The Old Republic bis heute aus. Das Spiel erlaubt mir, meiner Figur über Entscheidungen einen Charakter zu geben. Natürlich darf man nicht erwarten, dass jede einzelne Dialogwahl die Galaxis komplett umkrempelt. Das wäre bei einem MMO dieser Größe auch kaum realistisch. Aber es reicht oft schon, dass ich mich gefragt fühle: Was würde meine Heldin jetzt tun?
Solche Momente machen für mich den Zauber von SWTOR aus. Sie sorgen dafür, dass ich nicht nur von Questmarker zu Questmarker laufe, sondern eine Geschichte erlebe, die sich persönlich anfühlt. Selbst dann, wenn ich Storys spiele, die Tausende andere Spieler ebenfalls erlebt haben. Denn meine Heldin bringt ihre eigene Vergangenheit mit. Ihre Klassenstory, ihre alten Entscheidungen, ihre Beziehungen, ihre Siege und Niederlagen. Und wenn neue Kapitel wie Legacy of the Sith dazukommen, docken sie an genau dieses Gefühl an.

Was das Spiel selbst angeht, hab ich vor einiger Zeit damit aufgehört. ---> https://forum.pcgames.de/...
Zwischenzeitlich immer mal wieder 60-Tage Abos abgeschlossen und nochmal reingeschaut, aber nicht mehr groß motiviert seitdem.
Mich haben se mit den Fertigkeiten verloren. Ich mag die klassischen Bäume, wie bei Diablo 1&2 oder WoW. Die haben das dann unnötigerweise umgewandelt. Ansonsten hätte ich da öfters als bei WoW Klassik den Account reaktiviert und nochmal ne Runde gezockt.