Einzel- & Mehrspieler-Modus; die drei Stämme
Von Designer Thomas Langhanki
Im vorherigen Artikel bin ich etwas näher auf die Story und andere Aspekte eingegangen, die mit der Einzelspielerkampagne zusammenhängen. Den Part über das Gameplay und das Spieldesign werden wir in zwei Artikel aufteilen, denn es gibt so einiges, was wir schildern möchten. Der Army Controller und der Army Builder sind zwei fundamentale Konzepte, mit denen sich Paraworld von anderen Echtzeitstrategiespielen absetzt. Das war eines unserer Hauptanliegen und die bisherigen Tests durch andere Spieler zeigen auch ganz klar, dass sich all der Aufwand gelohnt hat. Es macht allerdings nicht wirklich Sinn, diese beiden Elemente detailliert zu erklären, bevor wir nicht ein paar der Gameplay-Grundlagen erläutert haben. Schließlich fragen Sie sich sicherlich, was für eine Sorte von Spiel Paraworld genau innerhalb des Genres ist. Wie spielt es sich? Und was hat es eigentlich mit den Helden auf sich? Fragen, die zuerst beantwortet werden müssen.
Der Einzelspielermodus
Paraworld bietet eine Kampagne, in der man nach und nach die drei Stämme kennen lernt und mit ihnen spielt. Die Story wird durch fast zwei Stunden an Cutscenes, vielen Dialogszenen und andere Mittel vorangetrieben.
Es gibt ein ausführliches Tutorial, in dem alle Grundlagen genau erklärt werden. Und zwar so, dass auch Genre-Neulinge einen schnellen Einstieg finden. Dies ist direkt in die Story integriert - erfahrene Spieler können diesen Level aber auf Wunsch überspringen.
Im letzten Drittel der Kampagne kann man sich übrigens vor jeder Mission aussuchen, mit welchem Stamm man einen Level angeht. Eine bewusste und wichtige Designentscheidung, denn oft genug muss man in Strategiespielen mit einem Volk spielen, das einem eigentlich nicht liegt. Das hat mich persönlich immer gestört, und deswegen kann man sich in Paraworld aussuchen, mit wem man die härtesten Missionen letztendlich meistern möchte. So muss der Spieler nicht auf seine Lieblingstaktiken und -einheiten verzichten. Und wenn man mehrmals gescheitert ist, hat man immer noch die Chance, es mit einem anderen Stamm und einer völlig anderen Strategie zu probieren.
Jeder Level bietet eine oder mehrere Hauptquests sowie diverse Nebenquests. Die Hauptaufgaben führen naturgemäß die Story fort und sind der eigentliche Grund, warum die Charaktere an einem bestimmten Ort sind. Nebenaufgaben hingegen sind optional und müssen nicht gelöst werden. Allerdings profitiert der Spieler davon sowohl direkt als auch indirekt, wenn er es doch macht. In der Regel stolpert man dann nämlich über ein nützliches Artefakt oder Upgrade oder findet einen alternativen Weg zur Lösung der Hauptquests. Außerdem machen Sie sich den Einstieg in den folgenden Level einfacher. Auf diese Details gehe ich aber später noch genauer ein.
Die Möglichkeit, einen Level mit einem anderen Volk nochmals zu spielen oder zu probieren, alle Nebenquests zu lösen, um viele Punkte zu kassieren, dürften außerdem Anreiz genug sein, eine Mission mehr als einmal durchzuspielen.
