Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege
Der Gamesmarkt ist ein hartes Pflaster. Im Wettbewerb um die Gunst der Spieler ziehen Entwickler und Publisher mit immer größer werdenden Marketingbudgets zu Felde. Einige Werbekampagnen verfehlen allerdings ihre Wirkung, schlimmer noch: Sie gehen unerwartet nach hinten los. Wir lassen heute die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Branche Revue passieren. Update: Jetzt mit weiteren PR-Desastern, schaut rein!
Tote Ziege auf einem God of War 2-Event
Wir Journalisten haben es manchmal gut, tingeln durch die halbe Welt, um uns kommende Videospielhighlights anzusehen und von den Publishern den Bauch pinseln zu lassen. Die meisten Events haben wir wegen der vielen Saufgelagen eh wieder vergessen, nicht so die Pressevorführung von God of War 2, auch wenn wir selbst nicht zugegen waren. Sony hat zahlreiche Medien nach Athen geladen, um ihnen das Actionspiel vorzuführen. Der Präsentationsraum wurde der griechischen Mythologie entsprechend geschmückt, einige Leute liefen in typischen Gewändern herum - ein nicht unüblicher Brauch in der PR-Branche. Allerdings hat es der Branchenriese dabei ein wenig übertrieben. Eigens für das Event bestellte Sony beim Metzger eine tote Ziege - und zwar nicht nur aus dekorativem Anlass.
Das britische Boulevardblatt Daily Mail berichtete, dass der Veranstalter die Journalisten dazu aufforderte, doch einmal die "köstlichen" Ziegeninnereien zu probieren. Eine Horrorgeschichte könnte man meinen, offenbar jedoch nicht für Sony, die die Ereignisse herunterzuspielen versuchten: "Das Event war eine theatralische Umsetzung eines Teils der griechischen Mythologie. [...] Angelehnt an populäre Mainstream-Shows wie 'Ich bin ein Star' - holt mich hier raus' mussten die anwesenden Journalisten einige Herausforderungen über sich ergehen lassen". Dass Eingeweide serviert wurden, stritt Sony ab. Stattdessen gab es Fleischsuppe und Nudelsalat. Na dann, guten Appetit.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Die Nonnen aus Hitman: Absolution (Update)
- Seite 2 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Molyneux zu Fable: The Journey: 'Its not on rails' (Update)
- Seite 3 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Sonys 'rassistische' PSP-Werbekampagne
- Seite 4 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - John Romero und sein Baby Daikatana
- Seite 5 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Ein beispielloses Fiasko: Der Fall 'Ocean Marketing'
- Seite 6 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - Leitfaden für Spiele-Journalisten: Lair Reviewers Guide
- Seite 7 Die wohl größten Marketing-Fails der Spiele-Industrie - God of War 2-Party mit toter Ziege
- Seite 8 Bildergalerie
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ihr habt sowas von recht. ehrlich
hmmm, eigentlich müsste sich bei den Betschwestern eher Sainatrix eher anbieten ;-)
...
Ich finde es übrigens Rassistisch das in dem Hitman Trailer nur eine Schwarze aber 7 Weiße Frauen sind!
Und ich finde es unverantwortlich, daß nicht darauf hingewiesen wird, ob dieser Trailer nur mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde.
Aber Themawechsel: Gut finde ich, daß mit dem Hitman ein Vorbild für die Jugend von heute geschaffen wurde, durch das jeder lernt, daß Selbstjustiz, das Recht des Stärkeren und der unreflektierte Einsatz von Waffen als Problemlöser ok ist.
btw: Wieso "Saints"? Müßte das nicht "Saintesses" heißen? oder wie auch immer die die "Verweiblichung" à la "-innen" in Englisch funktioniert?
Stellt euch vor es wären unverschleierte Muslime. Dann würden Botschaften gestürmt werden!
Genauso bei Frauen. Kampagne ohne Frauen->diskriminierend. Baust du welche ein, dann ist es sexistisch. Ja, was denn nun? :-B