30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - 2013 bis 2015
30 Jahre PC Games - das feiern wir natürlich gebührend! Mit Spielen im Fokus werfen wir im achten Teil unserer Reihe einen Blick auf die Jahre 2013 bis 2015.
Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen, also halten wir uns auch daran: Die PC Games wird 30 Jahre alt und die meisten von uns in der Redaktion waren vorher bereits jahrelang als Leser an Bord, einige sogar seit der Erstausgabe 10/92. Dementsprechend wollen wir in dieser Artikelreihe diese 30 Jahre Spielegeschichte ausgiebig feiern. Wir machen eine Reise durch alle 30 Jahrgänge, von den Anfängen des Heftes bis heute, mit dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist: die Spiele. Daher schnappte sich jeder Redakteur die Jahre, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet - das erste Spiel überhaupt, das Entdecken der Genre-Liebe, erste Online- oder Mehrspieler-Gehversuche, der erste Kontakt mit der Lieblingsreihe. Weiter geht es mit dem achten Teil von "30 Jahre in 30 Spielen", der die Jahre 2013 bis 2015 umfasst. Viel Spaß beim Schmökern!
Nehmt außerdem sehr gerne bei unserem großen Gewinnspiel anlässlich unseres 30. Jubiläums teil, welches wir in Zusammenarbeit mit Alternate abhalten! Zu gewinnen gibt es unter anderem Komplett-PCs, Gaming-Chairs, SSDs, Headsets und noch vieles mehr!
Die bisherigen Teile von "30 Jahre in 30 Spielen" findet ihr hier:
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1992-1994
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1995-1997
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1998-2000
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 2001-2003
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 2004-2006
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 2007-2009
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 2010-2012
2013: Passkontrollen, ein Jump&Run-Meisterwerk und Heavy Metal pur
Von Christian Fußy
Die wichtigsten Titel des Jahres
- Bioshock Infinite
- Rayman Legends
- The Stanley Parable
- Starcraft 2: Heart of the Swarm
- Dota 2
- Battlefield 4
- Rogue Legacy
- Tomb Raider
- The Walking Dead Season 2
- Saints Row 4
- Spelunky
- Path of Exile
- Papers Please
- Brütal Legend
In diesem Artikel
Bereits vor Erfinder Michel Ancels Abschied von der Spieleindustrie war eine Fortsetzung der Rayman-Reihe eigentlich ausgeschlossen.
Im Vergleich zu Spieleserien wie Far Cry und Assassin's Creed oder sogar dem Spin-off Raving Rabbids war das ehemalige Firmenmaskottchen Publisher Ubisoft einfach nicht kommerziell erfolgreich genug. Der 2013 erschienene Platformer Rayman Legends wird daher wohl das letzte Abenteuer der Jump&Run-Ikone bleiben.
Quelle: PC Games
In der Welt von Brütal Legend treffen wir auf den „Guardian of Metal“ Ozzy Osbourne.
Es ist ein im höchsten Maße bittersüßes Lebewohl, weil das Spiel einen, wenn nicht den definitiven, Höhepunkt des Genres darstellt. Mit seinem geschmeidigen Gameplay, dicken Umfang, einer herausragenden Präsentation und modernem, komfortablem Gamedesign stellt Legends im 2D-Bereich selbst den sonstigen Klassenprimus Super Mario in den Schatten.
Vor allem die Musiklevel, in denen zum Beat bekannter Rock- und Popklassiker gesprungen wird, haben mir immer ein dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Vor allem, weil es sich bei den Musikstücken nicht einfach um die Original-Versionen handelt, sondern um untypische Interpretationen, die zum jeweiligen Vibe der Levels passen.
Wo wir bei Titeln mit hervorragender Musikuntermalung sind: Der Action-Adventure/Strategie-Hybride Brütal Legend erschien 2013 endlich auch für den PC, wurde aber leider auch dort nicht ausreichend gekauft, um ein Sequel zu rechtfertigen. Klar, die Gameplay-Mischung aus Hack'n'Slash und Taktik-Spiel war etwas unausgegoren und die offene Spielwelt bot auch keine gigantische Abwechslung, aber audiovisuell war das Teil echt fett.
Quelle: PC Games
Fette Musik, packende Bossfights und chaotischer Koop: Was will das Herz mehr?
Die Art-Direction lässt jede Landschaftsaufnahme aussehen wie ein Plattencover, der lizensierte Soundtrack hat einen beachtlichen Umfang und sogar der Voice-Cast schreit förmlich - und teilweise buchstäblich - "Metal".
Neben Jack Black, Jennifer Hale und dem als sadistischer Dämon Doviculus perfekt besetzten Tim Curry sind auch Rocklegenden wie Ozzy Osbourne und Rob Halford in Nebenrollen zu hören. Dass der Humor für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen wird, hat mich am Ende auch nicht mehr gestört, weil die Leidenschaft, die zweifelsohne in das Projekt geflossen ist, einfach ansteckend ist.
Wie unterschiedlich Videospiele in ihrer Erzählform sein können, stellten dann vor allem die Indietitel des Jahres unter Beweis. Die zweite Staffel von Telltale Games' The Walking Dead präsentiert sich erneut als virtuelles Spielbuch für Erwachsene, Brothers: A Tale of Two Sons erzeugt allein mithilfe der Spielmechanik Emotionen, The Stanley Parable wirft einen cleveren Blick auf Entscheidungsfreiheit im Medium allgemein und Papers, Please macht simulierte Bürokratie zum ethischen Dilemma.
Vor allem letzteres ist mit seinem galligen Humor und erwachsenem Setting ein schöner Kontrast zu den oberflächlichen Moralsystemen und plumpen Heldenfantasien in anderen Games. Der Indie-Hit von Lucas Pope mag nicht nur hinsichtlich der Thematik schwer sein, bleibt aber trotzdem stets motivierend und überraschend unterhaltsam.

Wie immer sehr unterhaltsam aber PoE und FO4 in einem Nebensatz abzufrühstücken