30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - 2001 bis 2003
30 Jahre PC Games - das feiern wir natürlich gebührend! Mit Spielen im Fokus werfen wir im vierten Teil unserer Reihe einen Blick auf die Jahre 2001 bis 2003.
Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen, also halten wir uns auch daran: Die PC Games wird 30 Jahre alt und die meisten von uns in der Redaktion waren vorher bereits jahrelang als Leser an Bord, einige sogar seit der Erstausgabe 10/92. Dementsprechend wollen wir in dieser Artikelreihe diese 30 Jahre Spielegeschichte ausgiebig feiern. Wir machen eine Reise durch alle 30 Jahrgänge, von den Anfängen des Heftes bis heute, mit dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist: die Spiele. Daher schnappte sich jeder Redakteur die Jahre, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet - das erste Spiel überhaupt, das Entdecken der Genre-Liebe, erste Online- oder Mehrspieler-Gehversuche, der erste Kontakt mit der Lieblingsreihe. Weiter geht es mit dem vierten Teil von "30 Jahre in 30 Spielen", der die Jahre 2001 bis 2003 umfasst. Viel Spaß beim Schmökern!
Nehmt außerdem sehr gerne bei unserem großen Gewinnspiel anlässlich unseres 30. Jubiläums teil, welches wir in Zusammenarbeit mit Alternate abhalten! Zu gewinnen gibt es unter anderem Komplett-PCs, Gaming-Chairs, SSDs, Headsets und noch vieles mehr!
Die bisherigen Teile von "30 Jahre in 30 Spielen" findet ihr hier:
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1992-1994
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1995-1997
- 30 Jahre in 30 Spielen - die Jahre 1998-2000
2001: Sagenwelten, Wüstenwürmer und Skaldengesang
Von Sascha Lohmüller
Die wichtigsten Titel des Jahres
- Black & White
- Max Payne
- Commandos 2
- Gothic
- Mechwarrior 4
- Emperor: Schlacht um Dune
- Operation Flashpoint
- Dark Age of Camelot
- Wizardry 8
- Tropico
- Stronghold
- Serious Sam
In diesem Artikel
Andere Kollegen würden euch an dieser Stelle wahrscheinlich berichten, wie toll doch die Gothic-Reihe ist, wie sehr sie sich ob der Versprechen von Peter Molyneux auf Black & White gefreut haben. Wie großartig das düstere Max Payne war und wie taktisch anspruchsvoll die Gefechte in Commandos 2 doch sind.
Quelle: PC Games
Zum Erobern einer Burg ganz hilfreich: ein Rammbock.
Der Rest der Redaktion ist allerdings so flott wie ein Rudel sedierter Faultiere, weswegen ich jetzt hier über das Jahr 2001 schwadronieren darf. Und da ich nie allzu warm mit der Gothic-Reihe wurde, Max Payne erst nach Jahren irgendwann mal nachholte, Black & White von vornherein ignorierte und mit Taktik-Gedöns eh nichts anfangen kann, verschiebe ich den Fokus einfach mal. Ha! Gab ja noch genug Hochkarätiges, was da 2001 so herauskam.
Etwa Emperor: Schlacht um Dune. Das lebt heute zwar vor allem von seinem Namen und kommt auch in der Retrospektive oft nicht übermäßig gut weg, sahnte damals aber durchaus gute Wertungen ab. Ich hatte mich vor allem auf das Echtzeitstrategiespiel gefreut, weil ich nach wie vor ein Riesenfan von Dune 2 bin, das mir einst das Genre näherbrachte. Zudem finde ich die literarische Vorlage von Frank Herbert ... interessant.
Zumindest interessant genug, dass ich mir den kompletten Dune-Zyklus vor ein paar Jahren als extradicke Ausgabe im Ledereinband zulegte. Und Emperor enttäuschte mich auch überhaupt nicht. Qualitativ konnte es natürlich nicht mit dem Klassiker oder Genre-Größen wie C&C und Warcraft mithalten, für ein paar Stunden Kampagnen-Unterhaltung war der erneute Ausflug nach Arrakis aber absolut zu gebrauchen.
Quelle: PC Games
Emperor: Schlacht um Dune war eine Neuinterpretation des Klassikers Dune 2 – die Sandwürmer waren weitaus imposanter.
Ebenfalls in dieser Hinsicht erwähnenswert ist Stronghold. Als großer Fan der Einigel-Taktik - ich war nie der große Rusher, zu meinem Multiplayer-Verhängnis - trifft die Burgenbausimulation genau meinen Geschmack. Allerdings konnte ich mit den Nachfolgetiteln der Reihe dann irgendwie nicht mehr allzu viel anfangen.
Apropos anfangen: 2001 war ich, wie vor zwei Seiten bereits erwähnt, voll drin im Raidgeschehen von Everquest. Nichtsdestrotrotz ließen es sich ein paar Gildenkollegen und ich nicht nehmen, hin und wieder einmal in anderen Genrevertretern vorbeizuschauen. Das geht manchmal schief, wie beim völlig unfertigen, hanebüch schlecht balancierten Horizons oder beim Endgame-losen Age of Conan, manchmal aber macht so ein "MMO-Seitensprung" auch mal richtig Laune.
So etwa bei Dark Age of Camelot. Angesiedelt in einer Fantasy-Welt, die grob auf den Mythen West- und Nord-Europas basiert, war hier das herausragende Feature das Fraktionen-PvP-System. Denn die drei Reiche Midgard (nordische Mythologie), Hibernia (irisch-keltische Mythologie) und Albion (englische Mythologie bzw. Artus-Sagen) hauen sich in DAoC permanent die Hucke voll und streiten um die Vorherrschaft in einem großen Grenzgebiet.
Das, und die Tatsache, dass ich hier einen Skalden - also einen Wikinger-Barden - spielen konnte, reichte schon, um mich für 2-3 Monate von Everquest abzulenken. Damals gar nicht so einfach.
Zu guter Letzt noch eine Anekdote: Während einer LAN-Party probierten wir auf Drängen eines Kollegen auch Operation Flashpoint aus. Als typische CS-Spieler lagen wir nach etwa einer Minute durch einen gegnerischen Sniper im Staub. Nach 20 Minuten Warten wechselten wir dann wieder zurück zu CS. Es hat nicht sollen sein, OPF.

GTA III, VICE CITY, Splinter Cell, Max Payne, PoP und, und, und...was für geile Jahre das waren.
Das Pensum an Titeln die man imo gespielt haben muss, würde ich so heute gar nicht mehr schaffen, leider.
2016 kam z.B. "The Division" raus und es sieht noch jetzt mit einer alten GTX 660 grandios aus im Bezug auf die Performance. Eine unfassbar gute Leistung des Technik-Teams. Ganz ohne Raytracing, DLSS, HDR & Co.
Das war der Punkt wo man sagen konnte, ok das reicht grafisch jetzt so. Jetzt bitte Physik und KI und natürlich Gameplay verbessern. Leider wurde bis heute daraus leider nicht so viel. xD
Stattdessen wurden Spiele auf psychologischer Basis neuentwickelt, oft zum Leidwesen des Gameplays. :S