Mass Effect: Rollenspiel mit dem Siegel "Action"

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mass Effect: Rollenspiel mit dem Siegel "Action"
Quelle: Electronic Arts

Meisterhafte Erzählkunst, dafür steht der Name Bioware. Beweise dafür hat das Studio mit Knights of the Old Republic, Baldur's Gate 2 und Jade Empire erbracht. Sie alle müssen sich Mass Effect aber in zweierlei Hinsicht geschlagen geben: Die hier gebotene Science-Fiction-Geschichte ist nicht nur die beste, sondern auch die glaubhafteste, die Bioware je erzählt hat.

Der tollen Story zum Trotz hat sich Mass Effect auch das Siegel "Actionspiel" verdient: Gekämpft wird wie in einem Third-Person-Shooter, stets mit zwei von insgesamt fünf wählbaren Teamkameraden. Vier Waffen zählt das Arsenal - nein, wir haben nicht versehentlich die Nachsilbe "zig" vergessen. Vier Waffen, etwa Schrotflinte oder Scharfschützengewehr, mehr gibt's nicht! Zwar ersetzt man die Kanonen regelmäßig durch hochwertigere Modelle, doch das drückt sich nur in Details wie Durchschlagskraft der Zielgenauigkeit aus. Etwas Würze erhalten die Kämpfe durch den Einsatz von Spezialfähigkeiten, ähnlich den Macht-Manövern aus KotOR. Da werden Gegner durch die Luft geschleudert, Waffen überladen und Schilde gesprengt. Die Begleiter führen solche Aktionen auch auf Kommando aus: Hält man die Leertaste gedrückt, pausiert das Spiel und ermöglicht es dem Spieler so, in Ruhe seine Order zu erteilen. Clou der PC-Fassung ist jedoch, dass man die eigenen Spezialattacken nun in eine brandneue Quickslot-Leiste ziehen darf, so wie man es aus vielen Rollenspielen kennt. Auf diese Weise aktiviert man die Fähigkeiten blitzschnell und ohne lästiges Pausieren - selbst mitten im wildesten Gefecht. Dadurch wirken die Kämpfe etwas flüssiger als die der Xbox-360-Version. Der Begriff „Spielfigur“ wird den Charakteren in Mass Effect nicht gerecht. „Digitale Schauspieler“ ist wesentlich zutreffender. Quelle: Bioware Der Begriff „Spielfigur“ wird den Charakteren in Mass Effect nicht gerecht. „Digitale Schauspieler“ ist wesentlich zutreffender.

Clevere, toll geschriebene Dialoge nehmen einen großen Teil der Spielzeit ein: Selbst Nebencharaktere besitzen eine ausgefeilte Mimik und sind in ihrer Körpersprache
so glaubhaft, dass man einfach mitfiebern muss. Quelle: Bioware Clevere, toll geschriebene Dialoge nehmen einen großen Teil der Spielzeit ein: Selbst Nebencharaktere besitzen eine ausgefeilte Mimik und sind in ihrer Körpersprache so glaubhaft, dass man einfach mitfiebern muss. Unverändert jedoch die schwache Feind-KI, die kaum Herausforderungen bietet - Mass Effect ist ein leichtes Spiel. Während die Hauptquests begeistern, enttäuschen viele der Nebenaufträge. Meist klickt man sich erst durch eine bildschöne, aber spielerisch nutzlose Sternenkarte zu einem erkundbaren Planeten vor. Dort angekommen, düst man mit einem Buggy über eine grafisch überwältigende, aber gottverlassene Landschaft und versucht dabei, den Entwicklern die überempfindliche Steuerung des Gefährtes nicht allzu übel zu nehmen.

Auf der Minimap erkennt man sogleich, wo schürfbare Mineralien oder Artefakte warten, man sammelt sie irgendwann nur noch aus mechanischem Reflex. Hin und wieder wird man unerwartet von einem riesigen Wurm attackiert - wer Pech hat, verliert hier gleich beim ersten Treffer sein Leben und muss den letzten Spielstand starten. Ob nun im Kampf gegen solch ein Biest oder bei einer der vielen anderen Gelegenheiten: Die Geschütze des Buggys sind schlecht zu bedienen, da man grundsätzlich nicht nach oben oder unten schießen kann, ganz gleich, wohin man das Fadenkreuz bewegt - nur im Scharfschützenmodus ist genaues Zielen möglich. So ein Unsinn. An Ende dieser Nebenquests betritt man meist ein Indoor-Areal. Ob Raumstation, Bunker oder Forschungsanlage - sie alle sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Da ist es dann auch egal, ob man nun gegen Aliens, Roboter oder Zombies kämpft, der Ablauf bleibt stets so monoton und lieblos, als wären die Umgebungen mit dem Zufallsgenerator entworfen. Hier hatten wir von Bioware deutlich mehr erwartet.

Ganz auf die Nebenquests verzichten sollte man nicht: Wer so nicht reichlich Erfahrungspunkte und Ausrüstung verdient, wird es in den Schlussphasen des Spieles schwer haben. Im Umkehrschluss werden jene Spieler gegen Ende unterfordert, die wirklich sämtliche Nebenquests absolviert haben. Doch längst nicht alle der optionalen Aufträge sind misslungen: Auf der gewaltigen Raumstation Citadel, der galaktischen Hauptstadt, begeistert Mass Effect mit klugen kleinen Missionen, die dem Namen Bioware alle Ehre machen - umso drastischer fallen die qualitativen Unterschiede zu den übrigen Nebenquests auf. Überraschend simpel die Charakterentwicklung: Sechs Klassen, davon drei Mischklassen, sind anfangs im Angebot. Später wählt man nochmals eine Spezialisierung. Das schaltet neue Talentbereiche frei, etwa den Umgang mit Maschinengewehren, die Verwendung von Erste-Hilfe-Paketen oder das Knacken elektronischer Schlösser.
Zwischensequenzen sind komplett in Spielgrafik gehalten und bieten nur selten solche Action-Szenen. Aber wenn, dann reißen sie gewaltig mit. Quelle: Electronic Arts Zwischensequenzen sind komplett in Spielgrafik gehalten und bieten nur selten solche Action-Szenen. Aber wenn, dann reißen sie gewaltig mit. Der Schluss wird hier (Gott bewahre!) natürlich nicht verraten. Nur so viel: Selbst in den letzten Stunden gerät die Story nicht ins Wanken und mündet in ein befriedigendes, toll inszeniertes Finale. Keine
Selbstverständlichkeit, bedenkt man, dass Mass Effect als Trilogie angelegt ist. Quelle: PC Games Hardware Der Schluss wird hier (Gott bewahre!) natürlich nicht verraten. Nur so viel: Selbst in den letzten Stunden gerät die Story nicht ins Wanken und mündet in ein befriedigendes, toll inszeniertes Finale. Keine Selbstverständlichkeit, bedenkt man, dass Mass Effect als Trilogie angelegt ist. Nach einem Levelaufstieg verteilt man schnell einige Punkte und schon geht's weiter - Tiefgang sieht anders aus. Immerhin ist das Bedienen der Menüs auf dem PC nun deutlich angenehmer als noch auf der Xbox 360: Alle Elemente wurden auf eine Maussteuerung angepasst und in Details gegenüber der Konsolenversion optimiert. Beim Verkaufen von Gegenständen springt das Menü beispielsweise nicht wieder automatisch nach oben, wie es noch in der Xbox-Fassung der Fall war. Trotz solcher Lichtblicke lässt die Menüführung Raum für Verbesserungen: Immer noch wird dem Spieler viel Klickarbeit abverlangt, besonders das Ausrüsten der fünf Kameraden gestaltet sich umständlich. Auch bietet das Questlog nicht den Bedienkomfort, den ein PC-Rollenspiel heutzutage haben muss.

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  1. Seite 1 Mass Effect im Test: Die fast perfekte Story
  2. Seite 2 Mass Effect: Rollenspiel mit dem Siegel "Action"
  3. Seite 3 Bioware gestaltete mit Mass Effect ein glaubhaftes Universum
  4. Seite 4 Mass Effect: Rollenspiel = Verbugtes Spiel?
  5. Seite 5 Die PC-Version von Mass Effect
  6. Seite 6 Eintönige Nebenaufgaben in Mass Effect
  7. Seite 7 Das Dialogsystem von Mass Effect: Brillant!
    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Enisra Mitglied
        das war so der eine Grund weswegen es sich gelohnt hat den Key von Steam bei Origin einzupflegen (ansonsten wär's mir einfach nur egal)
        Aber bei den anderen DLCs: wenn es nicht drängt würde ich ja auf den Sale warten für die von ME2/3
      • Von Enisra Mitglied
        das war so der eine Grund weswegen es sich gelohnt hat den Key von Steam bei Origin einzupflegen (ansonsten wär's mir einfach nur egal)
        Aber bei den anderen DLCs: wenn es nicht drängt würde ich ja auf den Sale warten für die von ME2/3
      • Von MichaelG Mitglied
        Thx. :D :D
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Upps. Wo gibt die ? Die fehlen mir. Habe keine gefunden. Bei Origins 0 Einträge. :(
        Siehe hier: https://help.ea.com/en-ca...
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von MatthiasDammes
        Klar hat Teil 1 DLCs.
        Pinnacle Station (kann man sich sparen) und Kollisionskurs.
        Downloadable Content | Mass Effect Wiki | FANDOM powered by Wikia
        Upps. Wo gibt die ? Die fehlen mir. Habe keine gefunden. Bei Origins 0 Einträge. :(
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Teil 1 hat keine DLC. Das ist korrekt. Die gibt es nur bei Teil 2 und 3. Und ja. Andromeda steht für sich allein. Aber wie gesagt ich würde Andromeda auch spielen. Nicht daß Du wegen der Hatetrains zu Andromeda davon absiehst. Wie gesagt sooo schlecht ist Andromeda bei weitem nicht.
        Auf keinen. Ich sage nur: 71 Stunden. Und nicht eine einzige davon habe ich bereut. ;)

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