Gaming-Mäuse: Dpi-Werte kein Zeichen von Präzision
Eine Maus ist in Spielen unerlässlich, sofern ihr nicht die Steuerung per Gamepad bevorzugt. Wir geben euch Kauftipps, um die optimale Maus zu finden, und bieten eine große Marktübersicht mit 59 aktuellen Gaming-Mäusen.
Dpi-Werte kein Zeichen von Präzision
Die Dpi-Werte verwechseln viele mit der Präzision der Maus. Doch dies ist nicht korrekt - ein besonders hoher dpi-Wert ist also kein Zeichen für eine besonders gute Maus. In Wahrheit ist der Wert nur ein Maß für die Empfindlichkeit der Maus, denn dpi steht für dots per inch - sinngemäß und auf Mäuse übersetzt bedeutet dies so viel wie Pixel pro Zentimeter Mausbewegung.
Verständlicher ausgedrückt: ihr schiebt die Maus um zum Beispiel zwei Zentimeter nach rechts. Bei einem niedrigen dpi-Wert bewegt sich dann der Mauszeiger um beispielsweise 500 Pixel nach rechts, etwa ein Viertel der Monitorfläche bei Full-HD-Auflösung. Bei doppelt so viel dpi würde der Mauszeiger sich um 1000 Pixel nach rechts bewegen, also über den halben Monitor. Bei einem Shooter bedeutet dies: bei einem geringeren dpi-Wert dreht ihr euch nur langsam um, bei einem hohen dpi-Wert sehr schnell.
Quelle: Razer
Razer Naga Hex
Bei so gut wie allen modernen Mäusen gibt es mehrere dpi-Werte zur Auswahl - über eine Taste an der Maus könnt ihr dann zwischen den Werten umschalten. Häufig könnt ihr auch selber per Software mehrere dpi-Werte einstellen, die ebenfalls per Taste umschaltbar sind. Auf diese Weise könnt ihr auch mitten im Spiel und je nach Situation einen sehr niedrigen mittleren oder hohen dpi-Wert auswählen. Gaming-Mäuse haben heutzutage in der Regel mindestens 5000 dpi als maximalen Wert. Es wird zwar kaum jemand solch hohe Werte wirklich wählen, aber es schadet natürlich auch nicht, mehr als 2000-3000 dpi bei Bedarf nutzen zu können. Bei sehr hohen dpi-Werten ist viel Geschick und Timing nötig, da man natürlich auch sehr leicht im wahrsten Sinne des Wortes über sein Ziel hinausschießt, wenn man mit seinem Fadenkreuz durch die schnelle Bewegung an seinem Gegner vorbeirauscht. Gerade Spieler, die in einem Actionspiel als Sniper unterwegs sind und mit ihrem Zielfernrohr sehr nah an ein potentielles Ziel heranzoomen, wählen daher auch oft einen sehr niedrigen dpi-Wert.
Denn bei einem hohem dpi-Wert würde man durch eine minimale Bewegung der Maus schon einige Meter am Gegner vorbeizielen - mit niedrigem dpi-Wert könnte man (etwas übertrieben gesagt) selbst aus großer Distanz noch in Ruhe überlegen, ob der Schuss eher in die Stirn oder zwischen die Augen erfolgen soll. Auf der anderen Seite würde man mit einem extrem niedrigen dpi-Wert in einem Shooter außerhalb des Sniper-Modus kaum eine Chance haben, denn um euch dann nur um 90 Grad nach links zu drehen, müsstet ihr die Maus sehr weit bewegen, bis ihr endlich die Viertelumdrehung geschafft habt - in dieser Zeit habt ihr vermutlich schon längst virtuell das Zeitliche gesegnet.
In diesem Artikel
- Seite 1 Gaming-Mäuse: Ergonomie; optisch oder Laser?
- Seite 2 Gaming-Mäuse: Dpi-Werte kein Zeichen von Präzision
- Seite 3 Gaming-Mäuse: Makros und Mäuse speziell für MMOs
- Seite 4 Marktübersicht Teil1: 29 Mäuse bis 55 Euro; Hinweis für Linkshänder
- Seite 5 Marktübersicht Teil 2: 30 Mäuse ab 60 Euro; kabellose Mäuse
- Seite 6 Bildergalerie
Aber auch für das Arbeiten am PC kann der dpi-Wert eine Rolle spielen: in einem Grafikprogramm könnt ihr bei wenig dpi in Ruhe Pixelgenau arbeiten. Bei einem hohen dpi-Wert hingegen ist es selbst mit viel Mühe nur schwer möglich, den Mauszeiger nicht versehentlich um mehrere Pixel zu weit zu bewegen. Natürlich könnt ihr für Arbeiten, die keine extreme Präzision benötigen, per Taste einen höheren dpi-Wert wählen, damit ihr nicht mehrere Sekunden benötigt, um von einer unteren Ecke des Bildes zu einem oben platzierten Menüpunkt des Grafikprogrammes zu gelangen.
- Seite 1 Gaming-Mäuse: Ergonomie; optisch oder Laser?
- Seite 2 Gaming-Mäuse: Dpi-Werte kein Zeichen von Präzision
- Seite 3 Gaming-Mäuse: Makros und Mäuse speziell für MMOs
- Seite 4 Marktübersicht Teil1: 29 Mäuse bis 55 Euro; Hinweis für Linkshänder
- Seite 5 Marktübersicht Teil 2: 30 Mäuse ab 60 Euro; kabellose Mäuse

Hatte die früher im Sortiment und die Leute, die so eine Maus angetestet hatten, waren immer voll begeistert.
Die Ergonomie war in meinen Augen (Händen) extrem gut.
Für mich die beste Maus aller Zeiten.