Grafikkarten: Preise, Preis-Leistung und aktuelle Kauftipps
In unserem Special geht es zum einen um die aktuellen Grafikkarten-Preise, auch um euch eine Kaufberatung zu bieten. Zum anderen ist auch eine Kolumne eingebaut, die sich rund um den Verkauf einer Nvidia GeForce RTX 2060 Super dreht, die unser Autor vor wenigen Tagen für mehr Geld als erwartet an einen neuen Besitzer weitergab.
Preise, Preis-Leistung und Kaufberatung
Für unsere Betrachtung des aktuellen Grafikkarten-Marktes haben wir das jeweils günstigste, bei einem etablierten und uns bekannten Shop Modell jeder Grafikkarten-Serie herausgesucht. Los geht es dabei ab der Nvidia GeForce GTX 1650-Reihe bis hin zur Nvidia GeForce RTX 3080 Ti und AMD Radeon RX 6900 XT. Im Durchschnitt sind diese Grafikkarten aktuell mit einem Aufpreis von 108 Prozent mehr als doppelt so teuer als zum Vergleichszeitpunkt. Dieser Zeitpunkt ist der September und Oktober 2020 beziehungsweise bei den neueren Grafikkarten, die danach erst auf den Markt kamen, deren Preisempfehlung zum Release. Im Vergleich zu vor zwei Wochen, als unserer letztes Grafikkarten-Special erschien, sind die Preise im Durchschnitt um 2,4 Prozent gesunken - es gibt hier zwar zwei Ausreißer, die GeForce GTX 1650 mit einem um über 20 Prozent niedrigeren Preis sowie die GeForce RTX 2060 mit einem mehr als 14 Prozent höheren Preis. Dies gleicht sich aber aus - die meisten anderen Modellreihen sind bis zu 7 Prozent teurer oder bis zu 9,5 Prozent günstiger geworden, wobei die Boliden mit einem Preisnachlass klar in der Überzahl sind. Man kann also durchaus sagen, dass die Preise zumindest nicht noch weiter gestiegen sind - von einem Trend nach unten wollen wir aber nicht sprechen, nur weil mehrere Grafikkarten mal um 2, mal um 5 Prozent günstiger geworden sind. Dies kann nämlich aller Erfahrung nach schon im Laufe eines Tages als Schwankung auftreten.
In diesem Artikel
Doch was bedeuten die aktuellen Preise für eine Kaufempfehlung? Für absolute Einsteiger ist die Nvidia GeForce GTX 1650 aktuell sogar ein kleiner Tipp - sofern man wirklich für 300 Euro zuschlagen kann. Das ist immer mehr als doppelt so viel wie noch im Herbst 2020, aber die nächststärkere aktuell lieferbare Grafikarte, eine Nvidia GeForce GTX 1660 Ti kostet 540 Euro. Die komplette 1600er-Serie sowie auch die RTX 2060 sind für Gamer derzeit im Grunde genommen bis auf die GTX 1650 tabu.
Quelle: PC Games Hardware
Die AMD RX 6800 XT ist unter den Top-Grafikkarten relativ gesehen noch am ehesten einen Kauf wert (im Bild ein Modell von PowerColor).
Denn mit Preisen von 540 bis 600 Euro wäre man verrückt, als Spieler zuzuschlagen, wenn man gleichzeitig weiß, dass AMDs schnellere Radeon RX 6600 für 550 Euro zu haben ist. Sie leistet satte 20 Prozent mehr als die Nvidia GeForce RTX 2060, die ihrerseits ja schon die 1600er-Reihe schlägt. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ist die AMD Radeon RX 6600 mit einem Preis von 550 Euro ohnehin aktuell die beste Grafikkarte überhaupt. Allerdings schwächelt sie ab WQHD (2560 x 1440 Pixel) ein wenig - wem dies wichtig ist, kann die zweitbeste Grafikkarte beim Preis-Leistungs-Verhältnis nehmen, die große Schwester AMD Radeon RX 6600 XT für 650 Euro. Wer mehr Leistung als die der RX 6600 XT verlangt, kann zur Nvidia GeForce RTX 3060 Ti für 855 Euro greifen - das Preis-Leistungs-Verhältnis ist zwar etwas schlechter, aber das Leistungsplus beträgt über 20 Prozent. Es folgt mit einem fast identischen Preis-Leistungs-Verhältnis die 15 Prozent schnellere RTX 3070 für 1380 Euro. Die Ti-Version ist hingegen zu teuer. Gleiches gilt für die AMD Radeon RX 6800 und Nvidia GeForce RTX 3080 sowie 3080 Ti. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis relativ gut steht aber bei den Top-Modellen die AMD Radeon RX 6800 XT da, was aber trotzdem einen Preis von satten 1745 Euro bedeutet. Die folgende Tabelle zeigt euch zum Abschluss die Preise, ab der ihr aktuell (Stand 17. Dezember, 12 Uhr) das günstigste Modell der jeweiligen Grafikkartenreihe bekommen könnt:
| Grafikkarten-Serie | Zu haben ab | Leistungsindex | Preis-Leistungs-Index |
|---|---|---|---|
| Nvidia GTX 1650 | 300 € | 34 | 8,82 |
| Nvidia GTX 1660 | 570 € | 44 | 12,95 |
| Nvidia GTX 1660 Super | 575 € | 50 | 11,50 |
| Nvidia GTX 1660 Ti | 540 € | 50 | 10,80 |
| Nvidia RTX 2060 | 600 € | 61 | 9,84 |
| AMD RX 6600 | 550 € | 71 | 7,75 |
| Nvidia RTX 3060 | 750 € | 75 | 10,00 |
| AMD RX 6600 XT | 650 € | 82 | 7,93 |
| Nvidia RTX 3060 Ti | 865 € | 100 | 8,65 |
| AMD RX 6700 XT | 930 € | 104 | 8,94 |
| Nvidia RTX 3070 | 989 € | 114 | 8,68 |
| Nvidia RTX 3070 Ti | 1.160 € | 122 | 9,51 |
| AMD RX 6800 | 1.440 € | 125 | 11,52 |
| Nvidia RTX 3080 | 1.600 € | 143 | 11,19 |
| AMD RX 6800 XT | 1.300 € | 147 | 8,84 |
| AMD RX 6900 XT | 1.500 € | 156 | 9,62 |
| Nvidia RTX 3080 Ti | 2.000 € | 157 | 12,74 |
Hinweis: Wir haben außerdem noch einen Leistungs-Index eingetragen, der ungefähr die Leistung der Grafikkartenreihe widerspiegelt. Die RTX 3060 Ti ist hierbei die Basis mit einem Wert von 100. Auf dessen Basis berechnet sich dann noch der Preis-Leistungs-Index, der euch quasi sagt, wie viel Euro ihr pro FPS ausgeben müsst - je kleiner der Wert, desto besser ist die Grafikkartenreihe.

Bei den aktuellen Preisen und mit dann schlechteren Erträgen der LHR-Karten bin ich ansonsten komplett bei dir. Ein Neueinstieg lohnt aktuell nicht, in D erst recht nicht.
Der besagte Bekannte von mir macht mit 2 RTX 3070 wohl so um die 100-120 Euro nach Stromkosten im Monat. Finde ich jetzt nicht so schlecht, ist aber natürlich auch keine chinesische Bitcoinfarm mit der er Millionär wird.
Wenn man sowieso für Gaming eine Grafikkarte kaufen wollte oder sehr günstig an so eine Karte kam, ist das okay - aber zu kaufen, DAMIT man damit Gewinn macht, ist in D meiner Meinung nach bei DEM Risiko nicht clever, außer man kann damit leben, dass nach 1-2 Jahren am Ende dann doch kein Plus rauskommt.
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Gibt auch haufenweise Youtuber, die das gestestet haben, kannst du dir ja mal anschauen.
Am Ende soll's mir aber egal sein, ich will hier keine Lanze fürs Mining brechen, mache es selber wie gesagt auch nicht, finde das Thema aber spannend und würde nach allem was gelesen und gehört habe halt sagen, dass die Aussage: "Lohnt in Deutschland eh nicht" so nicht ganz richtig ist. Es lohnt sich mit den richtigen BTC-Preisen und der richtigen Hardware schon, wäre aber in Bulgarien und co. natürlich nochmal profitabler.
Über einen Online-Rechner hab ich mal eine RTX 2070 mit Stromkosten von 30 Cent und einem Strombedarf des gesamten PCs von 250W berechnen lassen: Da kommst du mit um die 60 Euro MINUS raus, selbst wenn du die Hardware schon hast und daher keinerlei Kaufkosten mit einrechnest.
Der besagte Bekannte von mir macht mit 2 RTX 3070 wohl so um die 100-120 Euro nach Stromkosten im Monat. Finde ich jetzt nicht so schlecht, ist aber natürlich auch keine chinesische Bitcoinfarm mit der er Millionär wird.
Kannst du aber alles überall vergleichen, hier mal eine Übersicht (die RTX 2070 ist demnach auch ziemlich schlecht zum minen geeignet).
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Gibt auch haufenweise Youtuber, die das gestestet haben, kannst du dir ja mal anschauen.
Am Ende soll's mir aber egal sein, ich will hier keine Lanze fürs Mining brechen, mache es selber wie gesagt auch nicht, finde das Thema aber spannend und würde nach allem was gelesen und gehört habe halt sagen, dass die Aussage: "Lohnt in Deutschland eh nicht" so nicht ganz richtig ist. Es lohnt sich mit den richtigen BTC-Preisen und der richtigen Hardware schon, wäre aber in Bulgarien und co. natürlich nochmal profitabler.
Ich verstehe nicht, warum das ein völlig anderes Thema ist. Am Ende benutzen die Konsolen doch sehr ähnliche Hardware.
Zudem werden Konsolen wie gesagt extrem stark subventioniert (500€ für die Hardware einer PS5 oder Series X sind an sich VIEL zu wenig, wenn Sony und Microsoft darauf aus wären, an der Hardware etwas zu verdienen), so dass die Produktion und die vorab reservierten Bauteile-Mengen inklusive deren Preisen vorher sehr sehr genau geplant werden, weil man eben nicht wie bei einem PC-Hersteller auch noch kurzfristig auf andere, besser verfügbare Bauteile ausweichen kann, wenn die Nachfrage sich erhöht. Ebenso kann und will man nicht, wie bei einem PC, die Preise wegen der Bauteil-Preisschwankungen mal senken, mal erhöhen. Ein PC-Hersteller kann hingegen planen: Wir verkaufen in Q3/21 100.000 Office-PCs, und falls was teurer wird und es keine Alternative gibt, zb alle 1TB-SSDs werden um 20€ teurer, verlangen wir halt 600 statt 550 Euro.
Bei Konsolen geht das nicht, und es kam völlig unerwartet Corona hinzu, also eine extrem hohe Nachfrage, die Sony und Microsoft selbst im Best-Case-Szanario nicht vorhersagen konnten, und kurzfristig, also innerhalb von wenigen Monaten, mehr Kapazitäten für die spezialisierten Bauteile sichern ging nicht, da die ganze Welt plötzlich mehr Elektronikprodukte verlangt und "jeder" nach mehr Kapazitäten suchte.
Bei den Konsolen ist in der Summe am Ende nicht klar, ob es einfach "nur" am Chipmangel liegt oder an zu wenig Produktionskapazitäten, aber wichtig ist halt vor allem, dass ein Engpass bei so was wie dem SoC, der den Grafikchip beinhaltet, dann am Ende der Produktionsmenge ein Limit setzt. Es kann sein, dass Sony und Microsoft 10x so viele Konsolengehäuse und Mainboards und Lüfter und SSDs lagern könnten - aber die SoCs können einfach nicht schnell genug in den gleichen Mengen produziert werden.
Hinzu kommt, dass Konsolen, obgleich sie im Fokus der Öffentlichkeit stehen, sehr spezialisierte Produkte sind. So was wie einzeln erhältliche CPUs, Mainboards, SSDs usw. wird aber in viel viel größeren Massen produziert als Konsolen. Die PS4 wurde gut 100 Millionen mal weltweit verkauft, seit es sie gibt. Allein bei Notebooks sind es JEDES Jahr über 200 Millionen. Das heißt es werden um ein vielfaches mehr CPUs, Mainboards, SSDs usw. hergestellt als SoCs für Konsolen, und da es für PC-Hardware daher so viel mehr Produktionsstätten gibt, kann man Schwankungen leichter kompensieren.
Das Problem sind eben Dinge, die aus unserer Gamer-Sicht dem Anschein nach "jeder" hat, die in Wahrheit aber an sich nur ein Nischenprodukt sind, so dass da bei Engpässen direkt ein großes Problem entsteht: Grafikkarten, Grafikchips und Gaming-SoCs. Im Vergleich zu DER Hardware, die man für einen normalen Office-PC oder -Laptop braucht, ist die spezielle Gamer-Hardware ein winzig kleiner Markt von der Produktionsmenge her.
1) Der Händler will nicht dumm sein und weniger verlangen, als zahlreiche Kunde ohne Murren auch bezahlen wollen, denn egal ob 750 oder 500 Euro: Die Dinger sind quasi sofort weg.
2) Wenn der Händler den Normalpreis verlangt, lockt er Scalper noch mehr an und spielt ihnen in die Hände.
Bei der Xbox sieht es genau so aus, allerdings scheint es die Series X nun wieder recht gut zum Normalpreis zu geben.
Über einen Online-Rechner hab ich mal eine RTX 2070 mit Stromkosten von 30 Cent und einem Strombedarf des gesamten PCs von 250W berechnen lassen: Da kommst du mit um die 60 Euro MINUS raus, selbst wenn du die Hardware schon hast und daher keinerlei Kaufkosten mit einrechnest.
Wenn man eh eine vielleicht besser geeignete Karte hat, kann man es machen - aber sehr viel verdient man damit dann trotzdem nicht. Richtige Profi-Miner gibt es in D aber meines Wissens in der Tat, wie du ja sagst, wegen der Strompreise nicht. Und was man nie vergessen darf: Mal angenommen, dass man pro Tag dann doch 1-2€ Gewinn macht: Wenn die Kurse sinken, sind das am Ende schnell dann doch 1-2€ Verlust.
Wenn die Konsolen subventioniert sind, müsste ich die PS5 doch überall günstig bekommen können, denn Sony zahlt drauf, damit ich mit einer möglichst günstigen Konsole möglichst viele Spiele kaufe. Ich bekomme die PS5 aber nur 50 -100% über OVP. Offensichtlich fehlt Sony die Hardware und sie bekommen die PS5 daher nicht in der gewünschten Stückzahl in den Markt.
Wenn du eine oder mehrere gute Mining-Karte(n) günstig gekauft hast, z.B. RTX-3060 TI, RTX-3070 oder RTX 3080, geht das soweit ich weiß sehr gut (zumindest die alten "non LHR"-Karten, die neuen müssen soweit ich weiß erstmal gepimpt werden).
Da macht dann 10 Cent mehr oder weniger beim Strom auch nix aus, es lohnt sich trotzdem. Aber klar, ich rede hier nicht von Profi-BTC-Farmen. Wenn es professionell gemacht wird, ist es wohl tatsächlich eher in Bulgarien und co.