Grafikkarten: Preis-Entwicklung, Preis-Leistungs-Analyse sowie Ideen für Alternativen

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Grafikkarten: Preis-Entwicklung, Preis-Leistungs-Analyse sowie Ideen für Alternativen
Quelle: Powercolor

Wir schauen auf die aktuellen Preise der Grafikkarten (Stand Anfang Dezember 2021) von AMD und Nvidia und analysieren die Preis-Leistungs-Verhältnisse von 18 Grafikkarten-Serien für eine Kaufberatung. Außerdem schauen wir uns einige mögliche Alternativen an, wenn man nicht einsieht, die derzeit horrenden Grafikkarten-Preise für eine Aufrüstung oder einen neuen, selbst zusammengestellten Gaming-PC zu bezahlen.

Grafikkarten: Die Preis-Krise hält an

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Und jetzt merken sicherlich auch viele (potenzielle) PC-Gamer, die sich nur selten mit dem Thema Hardware beschäftigen und sich zu Weihnachten ein Leistungsupgrade oder einen neuen PC wünschen, dass irgendetwas auf dem Grafikkarten-Markt mächtig schiefläuft. Wer regelmäßig unsere News und Specials rund um Hardware liest oder sich auf anderen Portalen informiert, weiß es natürlich schon längst.

Seit Herbst 2020 zogen die Preise für Gamer-Grafikkarten massiv an, genauer gesagt, die Grafikkarten-Serien, die seitdem nach und nach von AMD und Nvidia neu veröffentlicht wurden, sind deutlich teurer als deren Preisempfehlungen vom jeweiligen Release-Tag.

Dies hat mit Lieferproblemen bei Halbleitern respektive mangelnden Kapazitäten bei der Chipherstellung zu tun, was auch mit einer sehr hohen Nachfrage nach elektronischen Produkten durch die Covid-19-Pandemie zusammenhängt. Auch Gaming-Hardware ist stark gefragt, da weltweit einige Freizeitaktivitäten nicht mehr oder seltener möglich sind, sodass Gaming wieder interessierter wurde. Hinzu kommt, dass sich das sogenannte Mining mit einigen Grafikkarten als Rechenbasis so sehr lohnt, dass auch Miner die Nachfrage und somit die Preise beeinflussen. Kryptowährungen wie Ethereum sind so wertvoll geworden, dass manche für das Mining besonders gut geeignete Grafikkarten sogar für höhere Preise verkauft werden als andere, die bei Games an sich schneller sind. Beim Mining stellt man Hardware-Power zur Verfügung und hilft damit beim Berechnen der Transaktionen von Kryptowährungen - der Lohn dafür ist an Anteil dieser Kryptowährungen, deren Kurse seit einer Weile immer weiter steigen.

Das derzeit extrem schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis für den Bereich Gaming deutet darauf hin, dass die RTX 3080 Ti bei Minern sehr beliebt ist. Die in Games gleichschnelle AMD Radeon RX 6900 XT kostet 500 Euro weniger. Quelle: Manli Das derzeit extrem schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis für den Bereich Gaming deutet darauf hin, dass die RTX 3080 Ti bei Minern sehr beliebt ist. Die in Games gleichschnelle AMD Radeon RX 6900 XT kostet 500 Euro weniger. Eine längere Zusammenfassung der möglichen Faktoren für die horrenden Grafikkarten-Preise könnt ihr in unserem Special vom 13. November finden, aber insgesamt wären die Preise selbstverständlich viel niedriger, wenn AMD und Nvidia deutlich mehr Grafikkarten auf den Markt werfen könnten. Nun schauen wir aber auf die Preisentwicklung von Grafikkarten der letzten Wochen und ordnen die derzeit gut verfügbaren Modellreihen in Sachen Preis-Leistung ein. Später bieten wir auch noch Ideen, welche Alternativen man - außer Enthaltsamkeit oder dem Nutzen einer vorhandenen Grafikkarte - zu einem Grafikkarten-Neukauf hat.

Grafikkarten: Aktuelle Preise

Derzeit sehen wir 18 Grafikkarten-Serien für Gaming-Zwecke auf dem Markt, die verfügbar sind. Wir nehmen dabei das jeweils günstigste, lieferbare Modell einer Grafikkartenserie als Maßstab, das wir auf Preisvergleich-Websites als Angebot eines uns bekannten und etablierten Shops finden konnten. Die absolute Untergrenze ist die Nvidia GeForce GTX 1650, die schon vor zwei Jahren nur für den Einstieg eine Option war. Sie kostet aktuell ab 380 Euro, ein Plus von 145 Prozent im Vergleich zum Oktober 2020. Im oberen Bereich endet unsere Liste mit der AMD Radeon RX 6900 XT beziehungsweise Nvidia GeForce RTX 3080 Ti. In der folgenden Tabelle sehr ihr den aktuellen Preis und den Basispreis von 18 nach ihrer Leistung geordneten Grafikkarten-Serien. Der Basispreis ist der Preis bei Release der jeweiligen Grafikkarte für die AMD 6000er- und Nvidia 3000er-Modelle beziehungsweise der Preis vom Herbst 2020 für die restlichen Grafikkarten:

Grafikkarten-Serie Aktueller Preis Basis-Preis Aufpreis PL-Index
Nvidia GTX 1650 380 € 155 € 145% 11,2
Nvidia GTX 1650 Super 450 € 150 € 200% 12,5
Nvidia GTX 1660 600 € 215 € 179% 13,6
Nvidia GTX 1660 Super 585 € 245 € 139% 11,7
Nvidia GTX 1660 Ti 550 € 250 € 120% 11,0
Nvidia RTX 2060 525 € 320 € 64% 8,6
AMD RX 6600 580 € 339 € 71% 8,2
Nvidia RTX 3060 740 € 329 € 125% 9,9
AMD RX 6600 XT 690 € 379 € 82% 8,4
Nvidia RTX 3060 Ti 845 € 419 € 102% 8,5
AMD RX 6700 XT 935 € 479 € 95% 9,0
Nvidia RTX 3070 1.080 € 499 € 116% 9,5
Nvidia RTX 3070 Ti 1.280 € 619 € 107% 10,5
AMD RX 6800 1.350 € 579 € 133% 10,8
Nvidia RTX 3080 1.645 € 699 € 135% 11,5
AMD RX 6800 XT 1.415 € 649 € 118% 9,6
AMD RX 6900 XT 1.500 € 999 € 48% 9,6
Nvidia RTX 3080 Ti 1.960 € 1.199 € 50% 12,5

Weitere Hinweise: Beim Aufpreis seht ihr, wie viel Prozent mehr ihr aktuell im Vergleich zum Basispreis bezahlen müsst. Der Preis-Leistungs-Index funktioniert wie folgt: Wir teilen den Preis der Grafikkarte durch ihre Leistung, wobei die GeForce RTX 3060 Ti die Basis darstellt und eine Leistung von 100 erzielt. Man könnte es anschaulich so formulieren, dass der PL-Index der Preis pro FPS ist, wenn die als Messlatte fungierende RTX 3060 Ti 100 FPS erreicht. Eine schwächere Karte erreicht dann zum Beispiel 70 (FPS), sodass man ihren Preis nur durch 70 teilt. Bei einer beispielsweise 20 Prozent stärkeren Grafikkarte teilt man wiederum deren Preis durch 120. Je kleiner der Index ist, desto besser steht eine Grafikkarte beim Preis-Leistungs-Verhältnis da. Auf der nächsten Seite schauen wir uns genauer an, welche Grafikkarten angesichts dieser Preis-Leistungs-Betrachtung aktuell noch vergleichsweise gut dastehen, zudem schauen wir noch kurz auf die Preisentwicklung der letzten Wochen.

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  1. Seite 1 Grafikkarten: Angebotskrise und aktuelle Preise
  2. Seite 2 Grafikkarten: Preisanalyse und aktuelle Preis-Leistungs-Sieger
  3. Seite 3 Grafikkarten: Alternativen - Laptops und Komplett-PCs
  4. Seite 4 Grafikkarten: Alternativen - Cloudgaming und Konsolen
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Darknesss NPC
        Zitat von Matthias1981
        . Shooter mit Maus & Tastatur geht m.W. auch nur mit Adaptern, keine Ahnung, wie gut das klappt.
        Angeblich (hab keine Konsole) kein Problem, sofern das Spiel das auch unterstützt.
        Warzone, Modern Warfare, Cold War und Vanguard sollten sich genauso problemlos mit Maus & Tastatur auf der Konsole spielen lassen.

        Problem dürfte eher sein, dass die ganzen Spieletitel außerhalb vom Gamepass neu gekauft werden müssen.
        Daher wird das ganze leider unintressant, außer die Series X lässt sich mal zum normalen Windows Rechner umfunktionieren.

        Rein Hardwaremäßig wäre die Series X sehr intressant. Das Teil dürfte schneller sein als mein 2700 + RX570 und das für lächerliche 500€
      • Von Darknesss NPC
        Zitat von Matthias1981
        . Shooter mit Maus & Tastatur geht m.W. auch nur mit Adaptern, keine Ahnung, wie gut das klappt.
        Angeblich (hab keine Konsole) kein Problem, sofern das Spiel das auch unterstützt.
        Warzone, Modern Warfare, Cold War und Vanguard sollten sich genauso problemlos mit Maus & Tastatur auf der Konsole spielen lassen.

        Problem dürfte eher sein, dass die ganzen Spieletitel außerhalb vom Gamepass neu gekauft werden müssen.
        Daher wird das ganze leider unintressant, außer die Series X lässt sich mal zum normalen Windows Rechner umfunktionieren.

        Rein Hardwaremäßig wäre die Series X sehr intressant. Das Teil dürfte schneller sein als mein 2700 + RX570 und das für lächerliche 500€
      • Von MarcoKaribik Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von AntonioFunes
        Jetzt ist Deine Meinung zu Grafikkarten: Preis-Leistungs-Analyse sowie Ideen für Alternativen gefragt.

        Bitte beachtet: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Zum Artikel: Grafikkarten: Preis-Leistungs-Analyse sowie Ideen für Alternativen
        Warum findet die 3090 in der Analyse keine Beachtung?
      • Von Neawoulf Mitglied
        Mein persönliches Fazit: Extrem deprimierend!

        Meine aktuelle Grafikkarte spinnt aktuell rum und in dem Zustand könnte ich die auch nicht mehr guten Gewissens weiterverkaufen. Wenn die den Geist aufgibt, dann hätte ich keine Ahnung, was ich kaufen sollte. Würde ich ne Karte kaufen, die die ne ähnliche Leistung hat, wie meine aktuelle (RTX 2080) dann würde ich jetzt mehr dafür bezahlen, als ich damals vor über 2 Jahren bezahlt habe und hätte nicht einmal ein Leistungsupgrade und in spätestens einen oder zwei Jahren wäre mir das Ding eh zu lahm (ist es eigentlich jetzt schon).

        Davon abgesehen brauche ich die Karte vor allem für VR und Rennsimulationen und die RTX Reihe macht da bei sehr vielen Leuten Probleme. Die RX Reihe von AMD dagegen hat das Problem, dass eben kein DLSS und hardwarebasiertes Raytracing unterstützt werden, was ich aber beides für bestimmte Spiele aber auf jeden Fall haben möchte.

        Egal, was ich kaufe und egal zu welchem Preis: Im Grunde wäre alles, was es aktuell auf dem Markt gibt, ein Fehlkauf. Und mit ner Konsole kann ich nichts anfangen, weil die weder meine Zusatzhardware (Lenkrad, VR usw.), noch meine Spiele unterstützt.
      • Von Matthias1981 Anwärter/in
        Zocken per Xbox Series X, arbeiten mit PC (so lange man kein Grafiker etc. ist - kein Problem) kann gut funktionieren - wenn man die „richtigen“ Spiele zocken und ein Gamepad benutzen will. Spezielle Peripherie für Flugsimulator, Landwirtschaftssimulator oder auch nur Strategiespiele wird schwierig. Shooter mit Maus & Tastatur geht m.W. auch nur mit Adaptern, keine Ahnung, wie gut das klappt. Von daher nicht für alle eine Alternative.
      • Von Kellykiller Mitglied
        Ohne den Artikel jetzt gelesen zu haben, fasse ich ihn mal zusammen: Zu teuer.
      Direkt zum Diskussionsende
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