Gaming-Notebooks: Intel Arc B390 (IGP) vs. dedizierte GPU plus Kauftipps mit 11 Laptops
Inzwischen gibt es einige Notebooks mit einer Intel Arc B390 als IGP - reicht sie für Gaming aus? Wir klären auf, beraten und verlinken zu Gaming-Notebooks.
Im Januar stellte Intel auf der CES in Las Vegas die CPU-Familie Core Ultra 300, auch Panther Lake genannt, für Notebooks vor. Für Aufsehen sorgte dabei die neue IGP, also integrierte Grafiklösung, die in einigen der neuen CPUs verbaut ist: die Arc B390. Damals wurde eine deutlich stärkere Leistung als bei bisherigen IGPs und somit auch eine durchaus ordentliche Spieleleistung in Aussicht gestellt - doch reicht die IGP dafür aus, als Gamer auf eine dedizierte Laptop-Grafikkarte zu verzichten?
Wir wollen diese Frage klären und euch 11 Notebooks von 1000 bis 3000 Euro verlinken, die spielefähig sind. Sollte die Arc B390 nicht stark genug für sinnvolles Gaming sein, werdet ihr freilich bei unseren 11 ausgesuchten Notebooks ausschließlich eine dedizierte Grafiklösung vorfinden. Schauen wir uns aber zuerst die Intel Core Ultra 300-Prozessoren und die Arc B390 näher an.
Panther Lake: Core Ultra 300 und Arc B390
Die Intel Core Ultra 300-Familie besteht aktuell aus 15 CPUs, je nach Modell mit 6, 8, 12 oder 16 Kernen. Die Intel Arc B390-IGP steckt dabei ausschließlich in Prozessoren der X-Serien, von denen es derzeit vier Varianten gibt: Core Ultra X7 358H und X7 368H sowie Core Ultra X9 378H und X9 388H. Eine abgespeckte IGP-Variante, die Arc B370, ist im Core Ultra 5 338H. Alle 10 anderen Panther Lake-Prozessoren haben eine Standard-IGP, die einfach nur "Intel Graphics" genannt wird.
Quelle: Intel
Präsentationsgrafik Intel Arc B390
Intel Arc B390 im Detail
Die Intel Arc B390 in den Core Ultra 300 X-Modellen taktet im Boost auf 2.500 MHz und bietet 12 Xe3-LPG Kerne mit in der Summe 1.536 Shadereinheiten, 28 TMUs und 24 ROPs. Zum Vergleich wollen wir euch die drei Werte Shadereinheiten/TMUs/ROPs für drei Desktop-Einsteigergrafikkarten nennen: Bei der Nvidia GeForce RTX 5050 lautet das Werte-Trio 2.560 / 80 / 32, bei der AMD Radeon RX 7600 sind es 2.048 / 128 / 64 und bei der dedizierten Grafikkarte Intel Arc B570 2.304 / 144 / 80. Die Intel Arc B390 ist also auf dem Papier den Einsteiger-GPUs deutlich unterlegen.
Auch Leistungswerte wie die in TFLOPS angegebene Rechenleistung oder die Texturfüllrate sind bei der Intel Arc B390 deutlich im Hintertreffen, wobei die Rechenleistung für die Spieleleistung kein verlässlicher Index ist. Doch wie schnell ist die Intel Arc B390 in Spielen am Ende? Wir haben uns einige Tests angeschaut und empfehlen euch dabei vor allem die Website Notebookcheck, die die Leistung nur in etwa auf dem Level einer mobilen Nvidia GeForce RTX 4050 sehen.
Eine solche Leistung ist zwar in der Tat weit mehr als bei bisherigen IGPs. Als Ersatz für eine dedizierte Laptop-GPU taugt die Intel Arc B390 aber damit nur in bestimmten Spielen. Es gibt zwar auch aktuelle Titel, die zumindest bei Full-HD ordentlich auf der Intel Arc B390 laufen, wie ihr ebenfalls bei Notebookcheck mit Benchmarks auch zu vielen Games sehen könnt. Forza Horizon 6 läuft zum Beispiel in mittleren Details mit 62 FPS, Pragmata kommt auf 40 FPS bei minimalen Details, bei Resident Evil: Requiem schafft die IGP gute 38 FPS bei minimalen Details, und Anno 117: Pax Romana kann mit 43 FPS in mittleren Details gespielt werden, Baldur's Gate 3 und Cyberpunk 2077 sogar auf hohen Details mit über 40 FPS.
Einige neue Titel sind aber unspielbar, so auch das neue James Bond-Game 007: First Light, Death Stranding 2, Final Fantasy XVI, Star Wars: Outlaws oder Starfield - die Games kommen auf unter 30 FPS selbst bei minimalen Details. Sofern ihr also nicht ganz bewusst eine Auswahl an bestimmten Games im Sinn habt, die eine schwächere Grafikleistung verzeihen, raten wir von der Intel Arc B390 als Ersatz für eine dedizierte Laptop-GPU ab. Hinzu kommen die Preise für entsprechende Core Ultra 300-Notebooks - dies thematisieren wir auf der nächsten Seite.
